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Mein Sohn macht mir große Probleme!!!!

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    sohn
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Gast meinte:
...

Schmeisst ihn raus. Mir scheint er will unbedingt seine Mutter vor "dieser Sünde" retten und mitnehmen, begreift aber nicht das er lernen muss, sein eigenes Leben zu leben. Ich glaube sobald er mit anderen Dingen wie Haushalt führen etc. beschäftigt ist, dass das in den Hintergrund rückt.

Ist er irgendeiner Sekte (Christentum...) beigetreten oder ist sein Freundeskreis schwulen/lesbenfeindlich eingestellt?


Sekte??Nein,in solch einem ist er nicht beigetreten. Sein Freundeskreis war eher positiv eingestellt. Diese haben ihn noch unterstützt und motiviert, man kann fast sagen, dass sie begeistert waren. Umso unverständlicher ist es uns, dass er das total ablehnt
 
appideaf meinte:
Umso unverständlicher ist es uns, dass er das total ablehnt

Es erscheint mir wíe eine Protesthaltung. Kann es sein, dass er sich von zwei Frauen dominiert fühlt? Du schreibst, auch bei einem männlichen Lebensgefährten hätte er sich wohl so verhalten. Ihr müsst aber bedenken, dass er zur Zeit der Scheidung und des Zusammenkommens von euch Beiden 15 Jahre alt war und somit voll in der Pubertät steckte. Vielleicht hat er das nicht so schnell verkraftet, dass seine Mutter sich plötzlich zum gleichen Geschlecht orientiert hat.

Und wenn seine Freunde begeistert waren/sind, ist das oft doch etwas anderes, als wenn sie selbst direkt betroffen wären. Viele Menschen sind tolerant, solange es sie nicht selbst betrifft. Das ist leider so.
 
Hallo appideaf,

auch ich tendiere dazu dem Jungen SCHNELLSTMÖGLICHST bei einem Psychologen vorzustellen! Ich denke auch, dass er irgend ein Problem hat, was wohl schon früh in seiner Kinheit entstanden ist...
Schon alleine das einnässen (seit 9.Lebensjahr?), sehr ungewöhnlich für einen 18-jährigen, jungen Mann. Noch dazu müsste ihm diese Situation mit dem "Einnässen und dem Gestank" doch peinlich bzw. unangenehm sein...zumal sich auch noch viele seiner Freunde abgewandt haben.
Wie sieht es da aus?

Was mir aber noch mehr Sorgen macht ist sein völliges Desinteresse an seinem gesamten Leben! Wie siehts bei ihm denn mit einer Ausbildung/Schule/Job aus?
Hat er schon irgendetwas gemacht?

Ich finde es wirklich unglaublich unverschämt vom Jugendamt, dass die einfach so sagen, da gäbe es noch schlimmeres! Hallo?! Die spinnen ja wohl!
Der Junge braucht Hilfe! Das ist ja wohl nicht zu übersehen!

Zu den Wartezeiten zwecks Therapeut und Termin:
Der Junge kann wirklich recht haben! Bei mir hat es sage und schreibe mehr als 2 Monate (!) gedauert, bis ich endlich einen Termin hatte!
Die Zeit war die reinste Hölle für mich...
Leider ist das bei den meisten Therapeuten so. Die Plätze sind ganz einfach stark begrenzt. Darum auch die langen Wartezeiten. :-(


Lg,
Shea
 
Viktoria meinte:
Und wenn seine Freunde begeistert waren/sind, ist das oft doch etwas anderes, als wenn sie selbst direkt betroffen wären. Viele Menschen sind tolerant, solange es sie nicht selbst betrifft. Das ist leider so.



Hallo, ich klinke mich jetzt auch mal ein. Ich bin die Schwester des Jungen, um den es hier geht. Und mich hat das ganze ebenfalls betroffen, ich war 18 als ich erfuhr, dass meine Mutter "zur anderen Seite gewechselt" ist. Und es hat mich nicht geschockt, ganz im Gegenteil. Ich habe mich für sie gefreut. Und zwar einfach aus dem Grund, weil ich froh war, dass sie jemanden gefunden hat, der sie glücklich machte. Da zu meinem Freundeskreis auch Homosexuelle gehören, war mir das Thema nicht ganz fremd. Aber ich hätte genauso negativ reagieren können, da es mich ja dann plötzlich selbst betroffen hat. Ich denke es hat mit geistiger Reife und individueller Erfahrung zu tun. Mit Erziehung? Ich weiß nicht, ich bin vom gleichen Mann erzogen worden wie er. Unter den gleichen Umständen, ausser dass ich den Familienhaushalt schon mit 16 verlassen habe.
Ich kann die rebellische Haltung meines Bruders nur teilweise verstehen.
 
Hallo ihr beiden,
tja euer Problem hört sich schon schlimm an. Eigentlich ist es relativ normal, wenn Jugendliche mal in eine Null-Bock-Phase verfallen und nur noch vorm PC rumgammeln und sich nichts mehr sagen lassen wollen. Aber euer Junge scheint schwerwiegende Probleme zu haben. Er hat sich ja von seinem komletten Umfeld gelöst. Und zwar emotional. Wenn ich ehrlich sein soll, tut er mir unheimlich leid. Es hört sich so an, als ob er sich selbst als Menschen komplett aufgegeben hat. Und sein Verhalten euch gegenüber ist vielleicht nicht gegen euch gerichtet, sondern gegen sich selbst, wie auch sein restliches Verhalten (mangelnde Hygiene, keine sozialen Kontakte, kein Bemühen um seinen beruflichen Fortgang). Es könnten eventuell sogar schwere Depressionen dahinter stecken. Das ist aber nur Spekulation. Jedenfalls deuten diese Sachen für mich darauf hin, dass er sich selbst nichts mehr wert ist. Das ist schrecklich. Und in einer solchen Situation ist es schwer als Angehöriger oder Aussenstehender dem Menschen zu helfen. Grade weil er sich aufgegeben hat, kann er Maßregelungen und Ratschläge nicht mehr brauchen. Ich würde seine Abwehr allerdings nicht als Angriff werten, sondern als Teil seiner Krankheit, seiner Selbstaufgabe. Ich glaube, dass es nicht richtig ist, ihn jetzt krass zu maßregeln.(PC sperren usw.) Klar Shalimar hat recht, dass man nicht alles durchgehen lassen soll usw., aber ich glaube, dass das Problem noch tiefer sitzt. Und da wäre es jetzt, jedenfalls meiner Ansicht nach falsch, ihn hängen zu lassen oder gar rauszuwerfen oder sonst in irgendeiner Weise etwas zu tun, was er aus sicht des Jugendlichen gegen sich werten könnte. Das würde ihn vielleicht noch tiefer reinstürtzen. Ich glaube nicht, dass das noch was mit einfachem Protestverhalten zu tun hat. Dann würde er sich nicht so gehen lassen, sondern nur zu Hause aufmüpfig sein. Er hat keine Freunde, verlässt das Haus nicht usw...ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Die Probleme hierfür können überall liegen. Zb könnte es sein, dass er in der Schule stark gemobbt und gehänselt wurde und sich aus Scham keinem anvertraut hat. Das kann einen emfindlichen Menschen schon sehr schaden. Und das Verhalten seines Vaters war ja wohl auch nicht so toll. Die Fotos über das Bett zu hängen, kommt ja auch schon einer Verpsottung, einem Hänseln gleich. Vielleicht hat er das nicht verarbeitet. Vielleicht habt ihr ja auch irgendwelche Fehler in der Erziehung gemacht, wobei ich euch keinesfalls angreifen möchte, jeder Mensch macht Fehler, manchmal ist es einem auch nicht so bewusst, aber manchmal macht man vielleicht etwas, was man unbewusst in dem Moment für richtig hält. Ihr seid bestimmt gute Eltern, das merk ich ja daran, welche Sorgen ihr euch macht, aber man sollte nie ganz ausschließen, dass man selber auch ausversehen etwas dazu beigetragen haben könnte. Jedenfalls glaube ich, dass es ganz wichtig ist, dass er in die richtung geht, sein Selbstwertgefühl wieder zu gewinnen. Das ist nämlich so gut wie garnicht mehr vorhanden. Und da könnt ihr schon sehr viel tun, wenn ihr ihm zeigt, was er euch bedeutet. Nicht immer meckern, versuchen zu diskutieren, ihn auf den rechten Pfad zu führen. Das geht dann irgendwann an einem Ohr rein und am andern wieder raus (Ich bin ja eh ein schlechter Mensch, ich bin faul, ich kann nichts, was soll ich mich noch anstrengen, sollen die doch reden, bei mir nützt eh nichts mehr). Versteht ihr, was ich meine. Ihr müsst ihm ganz viel Liebe entgegenbringen, ihm immer wieder klarmachen, dass ihr ihn auch mögt, wenn er so ist, wie er ist, dass ihr ihn als Menschen mögt, und dass er ein sehr wertvoller Mensch ist, der unheimlich viel kann. Dass er sich nicht selbst aufgeben darf, weil ganz viel in ihm steckt und dass ihr an ihn glaubt. So kann er sich vielleicht wieder etwas aufpäppeln und dann kann man anfangen, daran zu arbeiten, dass er eine Therapie macht. Das ist alles unheimlich schwer, weil ihr natürlich das Gefühl habt, dass er gegen euch arbeitet, aber meiner Ansicht nach arbeitet er gegen sich selbst. Nehmt es also nicht als Angriff, sondern versucht ihn einfach zu lieben. Das ist jedenfalls meine Sicht nachdem, was ich so gelesen habe. Was da alles hintersteckt, müsst ihr noch rausfinden. Ich wünsche euch allen ganz viel Glück.
Gruß Esk
 
eskarina55 meinte:
Eigentlich ist es relativ normal, wenn Jugendliche mal in eine Null-Bock-Phase verfallen und nur noch vorm PC rumgammeln und sich nichts mehr sagen lassen wollen.
Das hab ich eine Zeit lang auch gemacht. Bei mir ist's aber so das ich schwul bin und deswegen (und anderen Sachen) verspottet wurde. Mit meiner Ausbildung war ich auch nicht zufrieden, da mich meine Eltern nicht wollten, das ich etwas in meiner gewünschten Berufsrichtung mache.

Von daher kann ich es nicht begreifen, dass ein Heterosexueller so "machtlos rebellieren" kann. Sowie ich mir Heteros mit einem solchen Problem vorstelle, würden diese sich mit Sarkasmus von ihren homosexuellen Eltern abwenden und ihr eigenes Ding machen, 18-20 ist auch ein gutes Alter auszuziehen. Aber bei ihm verstehe ich es nicht...

Und das Verhalten seines Vaters war ja wohl auch nicht so toll. Die Fotos über das Bett zu hängen, kommt ja auch schon einer Verpsottung, einem Hänseln gleich.
Für dich vielleicht, bei anderen zeigt's wirkung.

Ach ja, falls er in psychiatrische Behandlung kommt: Ich würde von Drogen/Medikamenten abraten. Bei ihm scheint mir eher ein gesellschaftliches Problem vorzuliegen, als eine wahnsinnig tiefe psychische Störung.

Allerdings ist das nur meine Meinung.
 
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