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Mein Sohn macht mich und seine Schwester psychisch krank

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Eins ist klar: Ein Kind braucht Orientierung. Woher soll ein Kind wissen, was gut oder schlecht ist? Na durch den Rahmen, den Eltern ihm geben.
Dazu gehört auch, dass man absolut konsequent ist.
Ich habe mal vo einer sehr klugen Mutter gehört: Erziehen ist anstrengend! Für die Eltern UND die Kinder- wenn man den einfachsten Weg wählt, dann geht es schief.
Ich denke, da ist viel wahres dran: Dein Sohn ist noch jung genug, dass Du Einfluß auf ihn hast- das solltest Du aber dann auch JETZT durchziehen. Also: Müller runterbringen ist seine Aufgabe: Natürlich darfst Du nicht locker lassen, bis er es gemacht hat, ansonsten musst Du entsprechnede Konsequenzen durchziehen (Computerverbot oder sowas). Das ist Arbeit und in so einem Fall, wo schon vieles eingerissen ist, ist es doppelt schwer.
Mach nicht den Fehler, die "Schuld" allein bei Deinem Sohn zu suchen: Sicher: Es gibt Charaktere, die schwerer zu handhaben sind, aber dennoch: Er ist ein Kind und bewet sich in dem rahmen, in dem Du es zulässt.
Also: Lass es nicht zu, dass er sich wochenlang nicht wäscht. Bei einem 11 jährigen bist Du hier in der Pflicht, diese Hygienestandards durchzusetzen.
Lass Dir von ihm nicht auf der Nase rumtanzen.
Ich denke, Dir fehlt es an Klarheit, deswegen ist der Junge so orientierungslos. Manchmal muss man eben zeigen, "wo der Hammer hängt" und Klartext reden. Du kannst nicht erwarten, dass der Junge von alleine vernünftig wird.
Kinder ticken so: Lieber negative Aufmerksamkeit als garkeine: wie schaut es da aus? Redest Du ruhig mit ihm? kümmerst Du Dich um ihn (auch mal ohne seine Geschwister), lobst Du ihn auch mal, wenn er was gut gemacht hat?

Ich fände es auch wichtig, dass Du mit seiner Schule redest: Oft wissen die Lehrer Dinge, von denen Du nichts weißt. Sie sehen vieles klar. Vielleicht läuft in der Schule was schief? Setz Dich auf jeden Fall auch mit der Schule in Verbindung.
Es hilft nichts, nur zu klagen, dass der Junge so schwierig ist: Du musst auch handeln.
Viel Glück und gute Nerven!
 
Ohmann, das muss für ein 10 jähriges oder jüngeres Kind ganz schön hart sein, seiner Mutter versprechen zu müssen , nicht mehr so zu sein wie man eben so ist. Emotional sicher sehr zermalmend für ihn.
Ich glaube in deiner Verzweiflung, darüber Buch zu führen und dich zu bemitleiden, was dein Kind dir so alles antut, merkst du selber gar nicht mehr, was DU deinem Sohn eigentlich antust.


Ich muss Sevi22 komplett Recht geben.

Insgesamt kommt es so rüber, als würdest du deinen Sohn ziemlich hassen. Und das nicht wegen seines Verhaltens. Sondern aus einem anderen Grund. Denk mal drüber nach?

Dein Sohn ist 10. Du unterstellst ihm da viel zu viel. Gedankengänge, die ein 10-jähriger Mensch so noch gar nicht nachvollziehen kann. Seine Welt sieht ganz anders aus als deine.

Es wirkt so, als wäre er dein Sündenbock. Und auch der Sündenbock für die anderen. Wenn man eh nicht gemocht wird und nicht ernst genommen wird, nur kritisiert wird... wieso sollte man dann versuchen, es den anderen recht zu machen, sich anpassen? Wo ist der "Anreiz"? Soll der Anreiz sein, überhaupt irgendwie akzeptiert zu werden? Das reicht niemals, um ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen. Insofern finde ich seine Reaktion, dass er rebelliert, sogar irgendwie gesund.

Dein Sohn braucht ganz, ganz dringend positives Feedback. Wenn er selbst viel von sich halten darf, dann wird er auch versuchen, dieses Bild von sich aufrecht zu erhalten und wird sich in der Schule und Co. automatisch anpassen wollen.
Warum sollte jemand es ernsthaft vorziehen, in der Schule ausgelacht zu werden, weil er stinkt, statt anerkannt und gemocht zu werden? Glaubst du echt, er will die anderen damit "fertig machen", oder wie, was?

Vielleicht hat dein Sohn Depressionen? Irgendein Trauma erlitten?

Ich würde zwingend eine Familientherapie vorschlagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie kann es sein, daß Du nicht verhindern kannst, daß Dein Sohn dreckige Kleidung anzieht? Warum nimmst Du nicht einfach seine benutzte Kleidung und wäscht sie? Damit wäre sie doch dem Zugriff Deines Sohnes entzogen. Wenn es nur saubere Kleidung im Schrank gibt, wäre er doch ordentlich angezogen.

Ich glaube, Du überläßt dem Jungen zu viel selbst.

Zu den Läusen hat Sevi schon viel Richtiges geschrieben.

Ich glaube, Du bist da in einen Teufelskreis der Gedanken geraten, indem Du denkst, Dein Sohn wolle Dir das Leben schwer machen und alles auf Dich beziehst.

Daß er zwar Essen, aber nicht einkaufen möchte, ist für einen 10jährige Jungen jetzt nicht ungewöhnlich. Oder daß er nicht daran denkt, beim Rein- oder Rausgehen den Müll mit runter zu nehmen.

Auch daß er sich mit - in Deinen Augen - unwichtigen Dingen beschäftigt und sich keine Gedanken um seine Zukunft macht, ist für eine 10ährigen nicht außergewöhnlich.

Du interpretierst viel in sein Verhalten hinein z.B. er halte sich für wichtiger als andere, weil Du sein Zimmer aufräumst, aber er nicht im Gegenzug bereit ist, Dich zu unterstützen. Ich glaube wenige 10jährige haben die Überlegung, wie sie das ausgleichen können, was ihre Mutter an Hausarbeit und Versorgung für sie leistet.

Das viele Weinen und Schreien ist sicher schwierig. Du sagst, daß Du Dich jeden Tag sehr viel über ihn aufregst. Das spürt er. Das wird nicht dazu beitragen, daß er sich geliebt und angenommen fühlt. Wie ist das denn, wenn Du Dich aufregst? Wirst Du dann auch schon mal lauter oder merkt man Dir dann äußerlich gar nichts an?

Du sagst er stellt oft Fragen, die Du ins Leere laufen läßt, weil sie Dir dumm erscheinen. Abgesehen davon, daß Du ihn in solchen Situationen durch Dein Abwenden verletzt, hast Du eine Erklärung für das Niveau seiner Fragen? Sucht er Deine Zuwendung und Aufmerksamkeit? Oder ist er vielleicht wirklich intellektuell schnell überfordert? Kann es Gründe dafür geben?
 
Fast 11 Jahre alt :O
Dein Sohn ist noch ein Kind. Irgendwas scheint mit seinem Seelenleben nicht zu stimmen, sonst würde er sich sicher nicht so verhalten. Ich seh das auch so wie meine Vorschreiber: Sorg dafür, dass er sich saubere Sachen anzieht und wäscht (ich hatte als Kind auch so eine "ich dusche mich niiiieeeee" Phase; da hättest du mal meine Eltern handeln sehen sollen). Trotzdem ist das Ganze natürlich auch ein Hilfeschrei. Es reicht nicht ihn unter die Dusche zu stellen jede Woche. Er schreit nach Aufmerksamkeit, weil er irgendwas nicht verarbeiten kann. Hat er eine Trennung miterlebt? Oder einen plötzlichen Todesfall? Bevorzugung der Geschwister?
Ich würde auf jeden Fall raten, dass ihr euch Hilfe sucht.
 
also, eines steht fest: Bestrafen kannst du ihn nicht. Streichst du das Taschengeld, wird er klauen, erteilst du Fernsehverbot, wird er randalieren... Wie wäre es mit einem positiven Verstärker? Bei Kindern soll doch oft ein Punktesystem Erfolg haben: pro "gute Tat" wie Duschen, Müll raustragen, frische SAchen anziehen etc. gibt es einen Punkt oder Sticker, und bei soundsoviel Punkten darf er sich was aussuchen (Kleinigkeit gekauft, Ausflug, länger aufbleiben, was auch immer). Aber ich würde mir trotzdem Hilfe holen. Weil es geht ja nicht, dass die Geschwister schon Angst vor ihm haben. Damit geraten sie auch nur unter Stress. Was passiert denn, wenn du ihm sagst: "Entwerder du hörst auf zu schreien oder gehst auf dein Zimmer, bis du dich beruhigt hast - Klein-Emil hat Angst vor dir"? Er wird vermutlich nicht auf Anhieb gehen, dafür solltest du dir dann schon etwas überlegen, was als Konsequenz passierten kann, wenn er nicht auf dich hört.
 
Ich sehe das ein bißchen anders: Strafe und Belohnung würde ich als logische Konsequenz sehen: Das Kind soll je lernen, eine Handlung als gut oder eben nicht gut einzustufen, deswegen sind Strafen und Belohnungen ,die losgelöst sind von der eigentlichen Handlung wenig sinnvoll. Aber trotzdem: Eine Erziehung wird nicht ohne negative Konsequenzen auskommen. Dazu gehört eben dann auch: Taschengeld gibt es nur, wenn man zB auch seine Pflichten im Haushalt erledigt: Wenn der Müll nicht runtergebracht wird, schrumpft eben das Taschengeld. Wer nicht sauber gewaschen ist und stinkt, kann einfach nicht mit in die Eisdiele usw. Solche Konsequenzen MÜSSEN aber vorher klar sein und dann durchgezogen werden: Das Kind muss erkennen: Ich habe jetzt die Wahl. Entweder ich dusche mich jetzt schnell, dann darf ich in einer Stunde mit zur Eisdiele, oder ich bin bockig und bleibe daheim.
Eine Strafe, die quasi aus dem nichts kommt, hilft nicht, weil sie als willkürlich empfunden wird. Die Regeln legen die Eltern fest und die Kinder müssen sie kennen.
Leider neigen Eltern oft dazu, in der Verzweiflung rumzupoltern, oder willkürlich zu strafen: Das bringt nichts: Klare Ansagen müssen her.
Genausowenig hilft willkürliches Belohnen, wenn es mal gut geklappt hat.
Das wichtigste ist Konsequenz und Berechenbarkeit. Das ist der Rahmen, der dem Kind Sicherheit gibt.
So erziehen übrigens Eltern in Frankreich oft ihre Kinder. Ich hatte letztens das Vergnügen mehrere Französische Familien mit Kindern kennenzulernen: Ich war fasziniert davon, wie wohlerzogen und lieb diese Kinder waren. Die Eltern erzählten dann, wie absolut knsequent hier die Regeln befolgt werden.
Das war schon sehr überzeugend.
Und es leuchtet auch ein: Wie soll sich ein Kind entwickeln, das quasi jeden Tag nach anderen Regeln lebt: Was heute erlaubt oder gerade noch geduldet ist, wird morgen bestraft und umgekehrt? Das kann ja nur verwirren.
 
Wie kann es sein, daß Du nicht verhindern kannst, daß Dein Sohn dreckige Kleidung anzieht? Warum nimmst Du nicht einfach seine benutzte Kleidung und wäscht sie? Damit wäre sie doch dem Zugriff Deines Sohnes entzogen. Wenn es nur saubere Kleidung im Schrank gibt, wäre er doch ordentlich angezogen.

Ich glaube, Du überläßt dem Jungen zu viel selbst.

Einfach mal ein Amen dazu!

Mein Gott, der arme Junge ist noch ein Kind, was erwartest du denn von ihm?

Wenn ein Kind sich unerzogen benimmt, dann liegt es daran, dass es nicht erzogen wurde?! Bockigkeit ist in diesem Alter auch vollkommen normal, da muss man als Elternteil mal seine Pflicht tun und ERZIEHEN!!!!

Was bist du auch überhaupt für eine Mutter, dass bei euch Zuhause die dreckigen Klamotten ewig rumliegen? Das hätte es bei mir niemals gegeben, wenn ich dreckige Sachen hätte anziehen wollen, hätte ich keine gefunden, weil meine Mutter die sofort in die Waschmaschine gesteckt hätte.
 
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