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Mein Partner ist genderfluid

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 122509
  • Datum Start Datum Start
Eine Beziehung ist ja nicht nur sexuell. Man liebt einen Menschen auf vielen Ebenen und eine davon ist das Sexuelle. Das ist sicherlich schwierig zwischen dem Freund als Mann und dem Freund als Freundin hin und her zu switchen und ich denke, dass dann auch in den Phasen, wo der Freund sich als Mann fühlt, man sich vielleicht weniger sexuell angezogen fühlt, weil man die Bilder von ihm als Frau im Kopf hat.

Du musst nichts übereilen, in manche Situationen kann man sich einleben und sie irgendwann auch gut finden, man muss aber auch nicht alles mitmachen. Könntest Du Dir vorstellen die Beziehung vielleicht mit etwas Abstand und Zeit als eine "normale" freundschaft ohne Sex zu führen? Du liebst ihn ja auch als Menschen, vielleicht könntet Ihr Freunde bleiben, aber ohne Sex?
 
Ich raten dir.dich zu trennen. Da es sowieso nicht halten wird .
Nicht wegen dem schmicken oder den Kleidern. Das wäre mir auch egal, was mich bei deiner Erzählung stutzig gemacht hat, was das Thema sie ist in dieser Zeit deine Freundin.
Natürlich ist da jeder Mensch anders. Aber das klingt für mich eher so, als ob er/sie noch in der Findungsphase ist und es hier nicht nur um Kleider und Schminke geht.
Eigentlich sollten sich doch die Gefühle in der Phase für dich nicht ändern. Aber er ist nur dein Partner in der Form des klassischen Mannes. Und das würde mir auch zu denken geben.
Heißt für mich im Umkehrschluss, wenn er so strickt es in der Zeit bei dir nur als Freundin sieht. Neuer Partner in Form der Frau. Außerdem nimmt die andere Identität mehr zu, nach dem Outing. Und auch wenn der Begriff eigentlich ohne Schublade sein sollte. Würde ich bei dem Punkt aussteigen, wenn mein Partner plötzlich sagen würde ich bin nur dein Partner wenn ich in der Zeit ein Mann bin.. Er hat die Beziehung neu definiert. Daher lass es sein, er/sie muss erstmal mit sich klar kommen und ich denke, das wird noch vieles passieren..und für dich nur schmerzlich Enden.
 
Aber wäre das denn schlimm? wenn ich mich trenne?
Nein, natürlich nicht. Alles, was du empfindest, ist legitim, darf sein und hat Berechtigung. Wenn am Ende eures gemeinsamen Weges nach dem Outing eine Trennung steht, weil eine Beziehung für einen von euch nicht mehr möglich ist, ist das in Ordnung. Beziehungen sind keine in Stein gemeißelte, unveränderbare, immer gleichbleibende Konstante, sie verändern sich, so wie sich Menschen verändern. Das ist okay und das ist vollkommen normal, ganz egal aus welchen Gründen sich eine Beziehung so entwickelt.

Vielleicht kann es euch helfen, euch gemeinsam oder auch du dir alleine, Begleitung und Rat aus der Community zu holen.
Wenn ihr da noch nicht gut aufgehoben und vernetzt seid, würde ich allerdings dazu raten, vorsichtig auszuwählen, an welche Gruppen und Stellen ihr euch wendet. Ich persönlich habe bereits sehr, sehr gute und sehr, sehr schlechte Erfahrungen gemacht, als ich nach Austausch und Unterstützung für meine Familie gesucht habe. In der LGBTQI+- Community gibt es viele, viele wundervolle Menschen, deren Herzen und Horizonte überdurchschnittlich weit sind, dann ist ein Kontakt immer besonders wertvoll und hilfreich. Aber ich habe auch Gegenteiliges erfahren, gerade weil es auch sehr militante und radikale Haltungen gibt, was die Identitätssuche und -findung betrifft und tatsächlich auch Gruppierungen, die meiner Erfahrung nach, leider nicht sehr empathisch mit verunsicherten und überforderten Menschen umgehen, da sie das sehr schnell als Intoleranz werten. Finde ich unfair und schade, weil es erlaubt sein muss, unsicher und überfordert zu sein und auch okay sein muss, etwas nicht zu wissen und Fehler zu machen.


[...]
 
Zuletzt bearbeitet:
Weißt du, wie lange er schon so fühlt? Hast Du das Gefühl, dass er schon länger genderfluid ist und sich das bisher nicht getraut hat, Dir zu sagen? Oder war er sich bisher nicht so wirklich im Klaren über seine Gefühle und hat sie erst vor kurzer Zeit so definiert?

Dann wäre es ja kein "Betrug" in dem Sinne, dass er es dir von Anfang an verheimlicht hat. Manche Gefühle entwickeln sich ja erst im Laufe der Zeit, vielleicht hat er zu Beginn Eurer Beziehung noch nicht so empfunden.

Du fragst uns, ob es schlimm wäre so zu fühlen wie Du fühlst. Brauchst Du diese Absicherung von uns und bist Dir selbst unsicher, ob Du so fühlen "darfst"?

Ich kenne keinen, der genderfluid ist. Kann es sein, dass es eine Phase des Ausprobieren ist und er sich irgendwann vielleicht entscheidet nur noch "Mann" oder "Frau" zu sein, unabhängig davon, was er biologisch ist? Wie sieht er das Ganze denn? Möchte er weiter mit Dir befreundet sein sowohl als Mann als auch als frau oder ist es ihm selbst auch zu anstrengend?
 
Hi, ich weiß nicht, ob das Thema noch für dich aktuell ist, da ich hier noch nie vorher war.
Aber ich bin in einer ähnlichen Situation wie du.
Mein Mann hat mir gesagt, dass er sich als Frau fühlt. Es war ihm nie klar, was ihn gefehlt hat und jetzt hatte er während der Pandemie Zeit mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Es ist nichts, womit jemand leichtfertig daher kommt. Eben weil es ein Thema ist, was von vielen so negativ betrachtet wird. Es erfordert daher Mut und Vertrauen sich zu öffnen. Ich bin hetero. Dennoch erkenne ich immer noch die Person, die ich Liebe obwohl sie nun manchmal anders aussieht. Das ist verwirrend und manchmal auch sehr schmerzhaft. Ich weiß nicht, wie die Zukunft sein wird. Ob ich damit klar kommen werde. Das Erlebnis selbst schweißt uns gerade stärker zusammen wie vorher, trotzdem würde ich mir so stark wünschen, dass es bei einer Liebesbeziehung bleibt.
Ich kann verstehen, dass nicht jede das könnte und dass viele sich mit dieser Thematik noch nie ausführlich befasst haben. Aber das hier sollte ein Hilfeforum sein. Denk doch mal an die Kinder ist so ein alter Satz, das hat man schon früher als Ausrede gebracht. Der Vater könnte eine Narbe im Gesicht haben, mit Socken in Sandalen rumlaufen, farbig sein, stottern oder im Rollstuhl sein, die Mama immer zu aufgetackelt oder das Gegenteil. Wenn Kinder einen Grund für Mobbing suchen, finden sie immer einen, weil ihnen die Erwachsenen es ihnen vorleben. Es liegt also an uns ihnen vorzuleben, stolz und selbstbewusst durch das Leben zu gehen.

Zurück zu deiner Frage. Ich weiß nicht woran man festmacht, ob man mit jemanden zusammen bleibt oder nicht. Jeder hat seine persönliche Grenze. Wenn diese erreicht ist, wirst du es vermutlich wissen. Ich selber habe mir erst einmal Beratung geholt. Und gehe alles langsam an. Das erste Mal sie dann zu sehen, war seltsam. Da war ja immer noch mein Schatz da und doch wieder jemand neues. Auch das Teilen von Schminkutensilien, Tipps geben. Es ist irgendwie bizzar wie wenig es mir ausmacht. Dennoch trauere ich gleichzeitig um den Stereotyp Mann.

Oje ich fürchte viel helfen kann ich dir nicht damit. Nur dass du eben nicht alleine damit bist.
Alles Gute
Lilalolalilalola
 

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