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Mein Papa stirbt und ich bin völlig fertig :'(

christina333

Neues Mitglied
Hallo,

der Titel sagt es ja schon: Mein Papa stirbt und ich bin völlig fertig :'(
Er hat in den letzten Monaten schon etwas abgebaut, aber da er knapp 90 ist, fand ich das normal. Leider hat er sich in den letzten Wochen einen viralen Infekt eingefangen. Dagegen kann man mit Medikamenten nichts tun, man kann nur die Symptome erleichtern. Leider ist sein Immunsystem altersbedingt auch sehr schwach und es geht ihm immer schlechter. Der Arzt sagte, ich soll mich auf das Schlimmste einstellen und dass er nur noch wenige Tage hat.
Ich heule die ganze Zeit und mir wird sehr deutlich klar, dass ich nun völlig allein bin, denn aktuell hab ich keine Freunde, keinen Partner, keine Kinder, die Angehörigen am Ende von DE und meinen Kollegen hab ich damals gesagt, ich will keine privaten Kontakte.
 
Hallo,

ich hätte gerne Eltern gehabt. Hätte.
Irgendwann geht jeder von uns. Er wird für immer in deinem Herzen bleiben.
Ihr werdet euch wiedersehen.

Warum ich das sage. Ich hatte eine Nahtoderfahrung. Es gibt ein Leben nach dem Tod.
 
Dein Papa ist fast 90 Jahre alt, wie schmerzhaft es Dir auch erscheinen mag, aber bei fast einem Jahrhundert Lebenszeit kannst Du sehr dankbar sein, für die lange Zeit, die Du mit ihm verbringen durftest.
Der Tod ist immer unabenderlich und egal wann es geschieht, uns erscheint es immer viel zu früh.
Es ist schwer, Jemand mit einem Lächeln auf den Lippen gehen zu lassen, aber für den Gehenden ist ein Abschied mit Tränen um ein vielfaches schwerer. Er sollte nicht Deinen Tränen mitnehmen, sondern Dein Lächeln. Ich wünsche Dir viel Kraft.
 
Dein Papa ist fast 90 Jahre alt, wie schmerzhaft es Dir auch erscheinen mag, aber bei fast einem Jahrhundert Lebenszeit kannst Du sehr dankbar sein, für die lange Zeit, die Du mit ihm verbringen durftest.
Dafür bin ich auch sehr dankbar.

Er sollte nicht Deinen Tränen mitnehmen, sondern Dein Lächeln. Ich wünsche Dir viel Kraft.
Wenn ich an seinem Bett bin, dann gebe ich mir alle Mühe nicht zu heulen. Das ist wirklich schwer, aber ich habe gelesen, man soll dem Sterbenden den letzten Weg leicht machen. Ich sage ihm, dass ich ihn sehr lieb hab, dass ich für ihn da bin, dass er mir sehr wichtig ist und halte seine Hand.
Würde gern so viel mehr für ihn tun, aber der Arzt sagt, ich kann nicht mehr tun. 😌
 
Ich glaube, das Schwierigste für uns ist das loslassen. Das fängt an bei den Kindern, die irgendwann ihre eigenen Wege gehen (müssen). Möglicherweise auch beim Partner, von dem wir uns trennen - aber ganz sicher bei den Eltern, die ihre Lebenszeit erreicht haben.

Bei Letzteren sollten wir dankbar sein, weil sie uns das Leben geschenkt haben, uns behütet haben als wir groß wurden und uns begleitet haben auf unserem Weg im Erwachsenendasein.

Mir ist klar, dass das ein schwacher Trost ist, aber ich konnte glücklicherweise meine Eltern - trotz aller Trauer - voll Dankbarkeit gehen lassen. Ich wünsche Dir, dass Du das auch kannst.
 

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