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mein papa muss sterben... was soll ich nur tun?

sterndal

Aktives Mitglied
hallo,

ich bin neu hier und ich hoffe irgendjemand kann mir helfen. das forum hier war das einzige von dem ich annehme dass man mir vielleicht ein bisschen helfen kann.

ich wohne aktuell 300 km von zuhause weg. vorgestern hat meine mutter mich angerufen und mir gesagt dass mein papa krebs hat. unter anderem an der bauchspeicheldrüse.

er ist im letzten jahr 9 mal operiert worden, jedes mal an der bauchspeicheldrüse weil er da eine entzündung hatte und zysten die die überwacht haben. die letzte op ist noch nicht mal vier wochen her. da haben die gesagt es ist nichts, die zsyten sind harmlos.

und vorgestern kamen die dann mit diesem hammer an nach einer erneuten operation.

mein vater ist gerade erst anfang 50 und wird bald sterben. meine mutter ist dann ganz allein in unserem riesen haus, denn auch mein bruder ist nicht mehr im elternhaus und aus beruflichen gründen weggezogen.

ich weiß einfach nicht was ich tun soll. ich weine nur noch, ich hab seit ich das weiß nicht mehr geschlafen.

ich würde so gerne zu meinem arzt gehen, mir ein beruhigungsmittel geben lassen und schmerztabletten, aber ich hab angst dass ich dort als psycho abgestempelt werde.

mit meinem papa hab ich telefoniert. er war ganz normal, so als ob nichts wäre. es bricht mir das herz.

mit mama kann ich nicht mehr reden am telefon. sie weint immerzu nur. es macht mich noch trauriger meine mutter so unglücklich zu hören.

zum 1. mai habe ich meinen traumjob. und ich weiß nicht wie ich das durchziehen soll wenn ich doch an nichts anderes denken kann als meinen vater. dann sind da noch die vorbereitungen für den umzug zum neuen job.

mein ganzes leben bricht über mir zusammen. der mensch den ich über alles liebe ist sterbenskrank, ich habe endlich gefunden was ich immer machen wollte und habe gewissensbisse. ich weiß nicht ob ich den neuen job für den ich gekämpft habe wie ein löwe nicht einfach sausen lassen soll, die neue wohnung sausen lassen soll und in mein elternhaus zziehen... wobei ich in meiner alten heimat in meiner branche nie arbeit finden würde.


ich weiß einfach nicht mehr wohin mit mir

meine freunde sagen, ich soll meinen papa so oft besuchen wie es nur geht, aber auf jeden fall auch an mich denken und das machen für was ich jahrelang gekämpft habe

ich selbst fühle mich als schlechtes kind weil ich nicht nach hause gehe

nur nach hause zurückzugehen wäre für alle schlecht. von hier aus kann ichmeine familie wenigstens finanziell unterstützen. zuhause werde ich keine arbeit finden... und wenn doch dann eben für sehr schmales geld wovon ich unmöglich das haus halten und meine mutter mitversorgen kann.


bitte helft mir!
ich weiß nicht mehr was ich tun soll.
 
Okay die Situation ist für alle schwer, dich, deine Mutter dein Vater...
aber nimm deinen Job an, zieh in die Wohnung ein.. Wie du schon sagtest du kannst sie so wenigstens Finanzell unterstützen, auserdem wirds dir doch alles nur noch schwerer machen wenn du deinen Daddy jeden Tag siehst und weißt es ist bald nicht mehr so wies ist....
Auch deinen Vater will doch stark vor dir sein sso wie sich das anhört und wenn du bei ihnen wohnst wird er sich nur noch mehr verstellen würden, red mit ihm und sag ihm wie sehr du ihn lieb hast und das wenn du ihm i wie helfen kannst ers dir sagen soll.

Ich würde auf jeden mal zum Artz gehen. er kann dir da bestimmt helfen und schikt dich wegen sowas ja auch nicht gleich zum Psyco doc...

Viel Glück Liebes Mädchen
 
hallo lizzy

danke für deine antwort.

300 km sind nicht weit da hast du recht. und doch scheint es wie eine ewige strecke wenn man in einer krise nicht bei der familie sein kann.

mein papa ist einer vom alten schlag, der kämpft und macht bis zum schluss, das weiß ich ganz sicher.

aber ich bin trotzdem so traurig, habe so große angst vor dem was kommt... weil ich weiß dass es noch schlimmer wird als es jetzt ist. ichh weiß nicht wie ich meiner mutter gegenüber treten soll die den ganzen tag nur noch weint. meine mutter ist untröstlich über das was ist...

ich mache mir vorwürfe nichtn persönlich für meine eltern da zu sein nur wegen meiner eigenen karrierre
 
hallo liebes mädchen


vielen dank für deine lieben worte.

papa tut wirklich als ob nichts wäre... das finde ich ganz ganz schlimm... aber er ist eben der mann... nur keine schwäche zeigen, immer stark sein und unnahbar.

ich weiß nicht was ich dem arzt sagen soll: mein vater hat krebs ich komm nicht klar, geben sie mir schlafmittel?

ich hab angst nicht ernst genommen zu werden, schließlich trifft die krankheit ja nicht mich sondern papa...
 
ich telefoniere mit meiner mutter täglich. sie weint immerzu. mein vater spricht auch täglich mit mir. mama meint er hat nicht verstanden was genau los ist. ich glaube dass er es weiß und nur so tut damit wir uns keine sorgen machen.

es ist einfach schwer für mich damit umzugehen. ich kenne die situation weil ich einen freund auf ähnliche weise verloren habe. ich hab so große angst... um beide.

so oft habe ich schon gehört dass menschen an gebrochenem herzen sterben.

ich weiß nicht wie ich mich beruhigen soll... rauchen hilft kurzfristig. eigentlich will ich aufhören... aber das geht gerade nicht. ich könnte mich ohrfeigen.
 
Hallo Sterndal,

Trauer empfinden die, die bleiben. Die Person die geht, wird in einen ruhigen sanften Schlaf fallen und seine Seele wird bei seinen liebsten sein.

Wir alle wissen, dass zum Leben auch der Tod gehört. Und doch stehen wir immer wieder getroffen und fassungslos vor der Tatsache, dass der Tod in unsern Leben tritt.

Jeder Mensch, der einen Verlust erlitten hat oder weiß, dass er einen Verlust erleiden wird, empfindet Trauer.

Das durchleben dieser Gefühle lässt den Verlust verarbeiten und dem eigenen Leben einen neuen und hoffnungsvollen Sinn geben.

Du darfst nicht zurück gehen, wem ist damit geholfen? Du hilfst Dir, für den Moment. Irgendwann wird der Moment vorbei sein und Du hast Deine Erinnerungen an Deinen Vater. Erinnerungen, begleitet von einer Melancholie.

Du Musst Deinen Weg gehen. Du musst Dein Leben führen. Siehe mal, Dein lieber Vater weiß, dass er irgendwann gehen wird. Wie werden seine Gedanken sein, wenn er sieht, dass Du das, wofür Du so hart gekämpft hast aufgibst? Ich glaube er wird wollen, dass Du Dein Leben lebst. Mit allen was das Leben ausmacht.

Jetzt ist die Lebensphase keine gute. Aber es wird auch für Dich wieder die Sonne scheinen.

Die Erinnerungen und Gedanken an Deinen lieben Vater wirst Du immer bei Dir Tragen.

Dir alles liebe
 
hallo nenalp

danke für die aufbauenden worte.

du hast recht. gehe ich zurück, dann ist niemandem geholfen. das einzige was passieren würde wäre dass ich alles was ich mit den händen aufgebaut habe mit dem hintern wieder einreiße.

diese vorwürfe die ich mir mache, eine schlechte tochter zu sein bringen mich trotzdem fast um den verstand.

ich hab mir jetzt baldriparan besorgt. ich hoffe es lässt mich schlafen.
 
Hallo sterndal,
lass dich mal ganz doll drücken,es tut mir leid das zu lesen.

Geh zum Arzt erklär ihm deine Situation,er wird dich verstehen und dich nicht gleich zum Psycho schicken.Lass dich vielleicht mal krank schreiben und besuch deinen Papa.

Deinen Job aufgeben,nein das will dein Papa bestimmt nicht.
Nutze und gniesse die Zeit die euch noch bleibt,sag ihm wie lieb du ihn hast.

Es ist eine schwere Zeit,ich wünsche dir ganz viel Kraft dafür.
 
diese vorwürfe die ich mir mache, eine schlechte tochter zu sein bringen mich trotzdem fast um den verstand.

ich hab mir jetzt baldriparan besorgt. ich hoffe es lässt mich schlafen.[/QUOTE]
 

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