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Mein Opa liegt im sterben

Hallo...
Mit deinem Opa das tut mir leid, aber nutze die Zeit die ihr jetzt noch zur Verfügung habt und sage deinem Opa was Du empfindest und fühlst, spreche auch deine Ängste und Sorgen an. Und schweigt nicht drüber...
Ich habe einige Palliativversorgungen schon durchgeführt und es oft so das Angehörige überfordert sind mit dem Umgang mit Sterbenden, dabei ist es doch noch der gleiche Mensch.
Also drück dein Opi und genieße die Zeit mit ihm die ihr noch habt, ich bin mir sicher dass es große Auswirkungen auf seinen inneren Frieden haben wird.
Und die Sache mit der Beerdigung-ich kann dich gut verstehen. Ich sehe es genauso. Ich muss nicht zu einer Beerdigung nur um der Welt meine Anteilnahme zu zeigen bzw meine Trauer zu offenbaren-leider wird dies doch noch sehr gesellschaftlich so angesehen. Und es benötigt definitiv Stärke nicht zu einer Beerdigung zu gehen-aus Angst was sollen die anderen denken.....weil es bei vielen noch heißt: Letzte Ehre erweisen....
Liebe Grüße
 
AW: mein Opa liegt im sterben

Hallo, ich habe gerade dies durchgemacht. Mein langjähriger Lebensgefährte verstarb vor 4 Wochen an Lungenkrebs. Lag wochenlang in Kliniken, zum Schluß auf der Pallitativstation (Hospiz). Keiner von den Ärzten konnte oder wollte mir sagen, wie lange er noch hat. Also habe ich mir freigenommen und viele Stunden des Tages bei ihm am Krankenbett verbracht. Von Tag zu Tag ging es schlechter. Schließlich war an ein Aufstehen nicht mehr zu denken. Dazu kamen Panikattacken, hervorgerufen durch die Atemnot wegen der gewachsenen Lungenmetastasen. Man riet mir schließlich, in der Klinik zu übernachten, weil es hätte sein können, dass es in der nacht passiert. Und das hätte ich mir niemals verziehen. An den letzten beiden Tagen hat er mich kaum mehr wahrgenommen, konnte mich nicht mehr sehen, nicht mehr reden, nicht mehr essen oder sonst irgendwie mich wahrnehmen. Doch die Schwestern und Ärzte sagten mir, er würde spüren, dass ich bei ihm bin, und so saß ich Tag und Nacht an seinem Krankenbett, streichelte seine Hand, sein Gesicht, redete mit ihm, von den Plänen, die wir noch gemeinsam verwirklichen wollten, las ihm tagsüber aus Büchern vor. Ich war auch dabei, als er starb. Das ist nicht so einfach, und man kriegt diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf. Andererseits ist es auch eine gewisse Beruhigung, weil man - da man ja nichts anderes mehr tun konnte - einfach da war, und ich glaube schon, dass er gespürt und gefühlt hat, nicht allein zu sein. Nutze jede freie Stunde, um bei ihm zu sein, sag ihm all das, was Du ihm noch sagen möchtest, bitte Verzeihung für das, was Du bereust, mache ihm Mut, laß ihn spüren und wissen, nicht allein zu sein. Viel mehr kannst Du leider nicht machen. Es ist trotzdem viel mehr, als Du Dir vorstellen kannst. Liebe Grüße und ganz viel Kraft wünscht Dir Vampi
Hallo,
mein Opa hat Krebs und liegt im Krankenhaus. Er bekommt schon viele Schmerzmittel. Und er liegt wo auch ganz entspannt in seinem Bett. Ich denke er wird im Laufe der Woche... Jeder weiß was ich meine.
Wir waren nie die besten Freunde und das bereue ich jetzt wirklich sehr. Ich würde ihm gerne nochmal sagen wie sehr ich ihn lieb habe und wie gern ich ihn habe. Wir haben uns oft wegen Kleinigkeiten gestritten, wie ich dies oder das jetzt baue oder mache. Halt nur Kleinigkeiten.
Ich möchte ehrlich gesagt nicht zu seiner Beerdigung gehen, ich bin lieber für mich allein und gehe nachträglich hin. Aber auf der anderen Seite denke ich, würde ich es bereuen. Was soll ich denn tun?

Danke fürs "zuhören"...
 
...Nutze jede freie Stunde, um bei ihm zu sein, sag ihm all das, was Du ihm noch sagen möchtest, bitte Verzeihung für das, was Du bereust, mache ihm Mut, laß ihn spüren und wissen, nicht allein zu sein. Viel mehr kannst Du leider nicht machen. Es ist trotzdem viel mehr, als Du Dir vorstellen kannst. Liebe Grüße und ganz viel Kraft wünscht Dir Vampi

Er ist am 15.November.2010 von uns gegangen. Es ist so leer ohne ihn... :wein::wein::wein::wein::wein::wein::wein::wein:
 
Ich bin zur Beerdigung gegangen. Es tat wirklich gut, auch weil sie mein Lied gespielt haben.
Es ist so verdammt schrecklich. So sinnlos und vergänglich ist das Leben.
 
Hey,
ich habe so eine ähnliche Situation.Mein Uropa (88) liegt auch schon fast im Sterben.Er isst und trinkt kaum noch.Ich möchte ihn nicht mehr besuchen kommen (er lebt im Heim) weil ich es nicht ertragen kann ihn dort so zu sehen.Er bekommt starke Schmerzmittel (Morphium) Ich kann mich garnicht mehr auf Schule konzentrieren.Letze Arbeit=6.Ich habe nurnoch ihn im Kopf und dass er bald sterben wird.Er und seine Frau(gestorben 2014) waren die wichtigsten Personen in meinem Leben.
 
Hi Luzy,

es tut mir leid, dass es deinem Uropa so schlecht geht. Es ist wirklich schwer zu ertragen, dass ein Mensch kaum noch dem ähnelt, was man ein Leben lang von ihm kannte. Ich würde dir trotzdem raten, ihn zu besuchen. Auch wenn es sicherlich nicht leicht ist, solltest du versuchen, Abschied von ihm zu nehmen. An dem Tag, an welchem dein Uropa seine Augen für immer schließt, wirst du dir Vorwürfe machen, ihn nicht mehr besucht zu haben. Auch wenn er unter Morphiumeinfluss steht, nimmt er deinen Besuch sicherlich wahr und freut sich darüber. Vielleicht kannst du mit ihm gemeinsam alte Fotos oder ähnliches anschauen und euch an die gemeinsame Zeit erinnern.

Ich wünsche dir viel Kraft!
 
AW: mein Opa liegt im sterben

Hallo,
mein Opa hat Krebs und liegt im Krankenhaus. Er bekommt schon viele Schmerzmittel. Und er liegt wo auch ganz entspannt in seinem Bett. Ich denke er wird im Laufe der Woche... Jeder weiß was ich meine.
Wir waren nie die besten Freunde und das bereue ich jetzt wirklich sehr. Ich würde ihm gerne nochmal sagen wie sehr ich ihn lieb habe und wie gern ich ihn habe. Wir haben uns oft wegen Kleinigkeiten gestritten, wie ich dies oder das jetzt baue oder mache. Halt nur Kleinigkeiten.
Ich möchte ehrlich gesagt nicht zu seiner Beerdigung gehen, ich bin lieber für mich allein und gehe nachträglich hin. Aber auf der anderen Seite denke ich, würde ich es bereuen. Was soll ich denn tun?

Danke fürs "zuhören"...

Ich denke, dass Dein Opa auf der ITS gut aufgehoben ist. Und wenn er einen entspannten Gesichtsausdruck hat, dann geht es ihm denk ich soweit gut.
Was die Beerdigung angeht, würd ich einfach auf meinen Bauch hören. Ich persönlich würde wohl hingehen. Weg gehen kann man ja immer noch. Aber man ist dann da gewesen, und muss sich weder persönlich noch von anderen Vorwürfe gefallen lassen.
Ich weiss, wie schwer das alles ist. Meine Freundin kämpft grad mit dem Tod, Nierenversagen.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall das aller beste. Und vor allem.... tue nicht das, was andere von dir wollen, bzw. dich dazu drängen. Tue genau das was Du für Dich als richtig erachtest.

Liebe, aber auch traurige Grüsse

Heinzelmänchen
 

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