Ich bin vom Gefühl her nicht weiter gekommen. Ich will einfach, dass alles so bleibt wie es war, aber das geht nicht.
Es ist schon lange nicht mehr wie es war, Du hast nur so lange es ging nicht hingesehen.
Was viele ganz sicher verstehen können!
Was verunsichert, blendet der Mensch gerne aus.
Er hat dann alles was er will und ich fange bei null an.
Wie kommst Du nur darauf?
Auf geht's, geh' das planvoll an, kopiere alles an Finanzunterlagen (Einkünfte, Haus, Belastungen, Rentenansprüche, Rücklagen, Verträge, Konten), was Du finden kannst.
Erkundige Dich parallel, was Du an Unterlagen brauchst.
Lass Dich bei einem Scheidungsanwalt über Deine Rechte aufklären.
Er wird mir das Leben zur Hölle machen
Wenn er seinen Willen nicht bekommt wird er sehr gemein.
Und das macht Dir Angst, das bremst Dich aus.
Verstehst Du, welche Macht Du der Angst und damit ihm gibst?
Du entscheidest gar nicht selbst über Dich, Dein Leben, Deine Zukunft, Du überlässt das der Angst und somit ihm.
Das ist Deine Aufgabe, egal ob Du in dieser Beziehung bleiben willst oder nicht: zu lernen, eigenverantwortlich und unabhängig Entscheidungen für Dich zu treffen.
also brauche ich einen Job.
Ja, siehst Du da ein Problem?
Ich vermute Ängste.
Logisch, ist schließlich Neuland und das verunsichert.
Lass Dich davon nicht bremsen.
Ich habe vielleicht Glück einen guten Arbeitgeber zu finden dem es weniger wichtig ist ob man qualifiziert ist bzw. der mir vielleicht eine Ausbildung anbietet. Ich möchte mich darauf aber nicht verlassen
Eben, auf Glück und fremde Menschen solltest Du Doch nicht verlassen, Du solltest auf Dich und Deine Fähigkeiten, Talente setzen. Und Deine Kraft.
Warte nicht, das/ob Dir jemand eine Ausbildung anbietet.
Werde aktiv:
Finde heraus, was zu Dir passen könnte, was Du leisten kannst und gehe es an.
Gibt es Fördermöglichkeiten, zu welchen Zahlungen ist Dein Mann verpflichtet, wozu wäre er bereit, usw.
daher kann es genauso gut sein, dass ich mit einem 400€ Job + Unterstützung vom Staat leben muss.
Aber warum denn?
Du bist gesund, nicht alt, die Kinder sind aus dem Gröbsten raus, diesen Weg braucht es nun wirklich nicht.
Tu mal so, als spielte weder Geld noch etwas anderes eine Rolle, Du bräuchtest auch keine Ausbildung, sondern - schwupps! - direkt nach Wunsch kannst Du alles.
Du könntest frei wählen, welchen Beruf Du ergreifen möchtest.
Welcher wäre es?
Welcher Beruf alternativ?
Ich werde außerdem zur Mutter des Jahres ernannt, weil ich meine Kinder im Stich lassen muss.
Also bitte! Jetzt schreien uralte, angestaubte Sätze aus Dir.
Heute gehen fast alle Kinder in den Kindergarten, sehr viele Schulkinder sind in Ganztagsbetreuung.
Du hast Deine Kinder sehr lange umsorgt, der Jüngste ist 11!
Dahinter solltest Du Dich nicht verstecken und lernen ein Stück loszulassen.
Das ist vorgeschoben; was da spricht, sind wieder Deine Ängste.
Und: Du solltest nicht nur Dir, sondern auch Deinen Kindern etwas zutrauen. Vertrauen gibt Selbstvertrauen, stärkt den Selbstwert.
Ein Mangel an Vertrauen schwächt hingegen.
Ich werde meinen Kindern sicherlich nicht den genauen Grund der Trennung nennen, weil das zu viel des guten ist.
Das sollten Dein Mann und Du im Vorfeld besprechen, was Ihr ihnen gedenkt mitzuteilen. Er sollte schon auch einen wesentlichen Teil übernehmen.
Führt das Gespräch mit den Kindern zusammen, bleibt so nah wie möglich an der Wahrheit, zum Beispiel dass ihr Euch auseinanderentwickelt habt.
Anhand des Beispiels von Freundschaften lässt sich das gut vermitteln.
Und macht deutlich, dass Ihr beide natürlich weiterhin als Eltern da sein werdet, Euch kümmern werdet, nehmt Ängste.
Auch mit den Kindern zu besprechen, wie sie sich das künftige Wohnen vorstellen können, ist wichtig.
Du siehst im Augenblick noch nicht klar, brauchst dazu fachkundige Beratung und dann kannst Du Dir darüber Gedanken machen.
Erst wenn Du klarer siehst, ist all dies ein Thema.
Nur mal als Anstoß, dass es viele Wege gibt:
Manche haben auch eine Familienwohnung, in der die Kinder leben, die Elternteile kommen wechselnd zur Betreuung.
Den Kindern wird so die Unruhe des Pendelns zwischen zwei Wohnsitzen erspart, die Eltern haben je eine kleine Singlewohnung für sich.
Muss finanziell tragbar sein, ist aber eine interessante Option.