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Mein Mann will eine offene Beziehung

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Ich vermute auch , dass er ein Nachholbedürfnis hat sich sexuell auszuleben...so wie viele Menschen, welche sich sehr jung fest gebunden hatte.
Vielleicht kommt ihr später mal wieder enger zusammen.

Ich würde mir an deiner Stelle ( so wie er) die Freiheit nehmen mich mit anderen Partnern bzw. Männern zu treffen.
Vielleicht findest du einen besseren Partner.

Ich kann es gut verstehen, wenn du aus finanziellen Gründen mit ihm zusammen bleiben möchtest.

Für die Kinder kann die Situation mit einer alleinerziehende Mutter in finanzieller Armut sehr schlimm sein.
Ich würde mich jetzt nicht trennen...ich würde ihm seine Freiheiten lassen....mich emotional von ihm distanzieren und mich mit anderen Männern treffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also zu allererst mal, Veränderung braucht eh Zeit und die TE hatte gar nicht den Wunsch nach Veränderung. Sie mochte ihr bisheriges Leben und hatte sich darin gut eingerichtet. Wieso, weshalb, warum sie keine Ausbildung gemacht und gerade auch nicht anstrebt, tut ja erstmal gar nichts zu Sache. Sie hatte diese Vereinbarung ja auch so mit ihrem
Mann getroffen. Dass sie sich hier jetzt ankreiden lassen soll, sich darauf verlassen zu haben, finde ich schon sehr anmaßend.

Liebe TE, deine Situation ist echt richtig bescheiden. Du weißt ganz genau, was jetzt das Richtige wäre, aber du willst es einfach nicht. Und ich kann es sehr gut verstehen. Gibt es aktuell Gespräche darüber mit deinem Mann? Hat er dir gesagt, dass wenn du dem nicht zustimmst, du ausziehen musst?
 
Ich bin vom Gefühl her nicht weiter gekommen. Ich will einfach, dass alles so bleibt wie es war, aber das geht nicht.

Es ist schon lange nicht mehr wie es war, Du hast nur so lange es ging nicht hingesehen.
Was viele ganz sicher verstehen können!
Was verunsichert, blendet der Mensch gerne aus.

Er hat dann alles was er will und ich fange bei null an.

Wie kommst Du nur darauf?

Auf geht's, geh' das planvoll an, kopiere alles an Finanzunterlagen (Einkünfte, Haus, Belastungen, Rentenansprüche, Rücklagen, Verträge, Konten), was Du finden kannst.
Erkundige Dich parallel, was Du an Unterlagen brauchst.

Lass Dich bei einem Scheidungsanwalt über Deine Rechte aufklären.

Er wird mir das Leben zur Hölle machen
Wenn er seinen Willen nicht bekommt wird er sehr gemein.

Und das macht Dir Angst, das bremst Dich aus.

Verstehst Du, welche Macht Du der Angst und damit ihm gibst?

Du entscheidest gar nicht selbst über Dich, Dein Leben, Deine Zukunft, Du überlässt das der Angst und somit ihm.

Das ist Deine Aufgabe, egal ob Du in dieser Beziehung bleiben willst oder nicht: zu lernen, eigenverantwortlich und unabhängig Entscheidungen für Dich zu treffen.

also brauche ich einen Job.

Ja, siehst Du da ein Problem?
Ich vermute Ängste.
Logisch, ist schließlich Neuland und das verunsichert.
Lass Dich davon nicht bremsen.

Ich habe vielleicht Glück einen guten Arbeitgeber zu finden dem es weniger wichtig ist ob man qualifiziert ist bzw. der mir vielleicht eine Ausbildung anbietet. Ich möchte mich darauf aber nicht verlassen

Eben, auf Glück und fremde Menschen solltest Du Doch nicht verlassen, Du solltest auf Dich und Deine Fähigkeiten, Talente setzen. Und Deine Kraft.

Warte nicht, das/ob Dir jemand eine Ausbildung anbietet.
Werde aktiv:
Finde heraus, was zu Dir passen könnte, was Du leisten kannst und gehe es an.

Gibt es Fördermöglichkeiten, zu welchen Zahlungen ist Dein Mann verpflichtet, wozu wäre er bereit, usw.

daher kann es genauso gut sein, dass ich mit einem 400€ Job + Unterstützung vom Staat leben muss.

Aber warum denn?
Du bist gesund, nicht alt, die Kinder sind aus dem Gröbsten raus, diesen Weg braucht es nun wirklich nicht.

Tu mal so, als spielte weder Geld noch etwas anderes eine Rolle, Du bräuchtest auch keine Ausbildung, sondern - schwupps! - direkt nach Wunsch kannst Du alles.
Du könntest frei wählen, welchen Beruf Du ergreifen möchtest.
Welcher wäre es?


Welcher Beruf alternativ?


Ich werde außerdem zur Mutter des Jahres ernannt, weil ich meine Kinder im Stich lassen muss.

Also bitte! Jetzt schreien uralte, angestaubte Sätze aus Dir.

Heute gehen fast alle Kinder in den Kindergarten, sehr viele Schulkinder sind in Ganztagsbetreuung.
Du hast Deine Kinder sehr lange umsorgt, der Jüngste ist 11!
Dahinter solltest Du Dich nicht verstecken und lernen ein Stück loszulassen.
Das ist vorgeschoben; was da spricht, sind wieder Deine Ängste.

Und: Du solltest nicht nur Dir, sondern auch Deinen Kindern etwas zutrauen. Vertrauen gibt Selbstvertrauen, stärkt den Selbstwert.
Ein Mangel an Vertrauen schwächt hingegen.

Ich werde meinen Kindern sicherlich nicht den genauen Grund der Trennung nennen, weil das zu viel des guten ist.

Das sollten Dein Mann und Du im Vorfeld besprechen, was Ihr ihnen gedenkt mitzuteilen. Er sollte schon auch einen wesentlichen Teil übernehmen.

Führt das Gespräch mit den Kindern zusammen, bleibt so nah wie möglich an der Wahrheit, zum Beispiel dass ihr Euch auseinanderentwickelt habt.
Anhand des Beispiels von Freundschaften lässt sich das gut vermitteln.

Und macht deutlich, dass Ihr beide natürlich weiterhin als Eltern da sein werdet, Euch kümmern werdet, nehmt Ängste.

Auch mit den Kindern zu besprechen, wie sie sich das künftige Wohnen vorstellen können, ist wichtig.

Du siehst im Augenblick noch nicht klar, brauchst dazu fachkundige Beratung und dann kannst Du Dir darüber Gedanken machen.
Erst wenn Du klarer siehst, ist all dies ein Thema.

Nur mal als Anstoß, dass es viele Wege gibt:
Manche haben auch eine Familienwohnung, in der die Kinder leben, die Elternteile kommen wechselnd zur Betreuung.
Den Kindern wird so die Unruhe des Pendelns zwischen zwei Wohnsitzen erspart, die Eltern haben je eine kleine Singlewohnung für sich.
Muss finanziell tragbar sein, ist aber eine interessante Option.
 
Warum gehst du nicht zu einem Anwalt, liebe TE?
Der erklärt dir genau, was dir zusteht im Falle einer Trennung.
 
Wieso ich nicht zu einem Anwalt gehe? Weil ich kein habe und wohl kein Anwalt kostenlos arbeitet.

Ich habe jetzt mal so ganz ohne irgendwas dazu zu sagen nochmal das Thema arbeiten angesprochen weil ich seine Reaktion sehen wollte. Ich habe einfach nur nochmal gesagt, dass ich mir ja einen Job suchen wollte schon vor längerer Zeit. Er hat eigentlich ganz locker reagiert und meinte nur ich soll da dann Kinder und Haushalt mit einplanen. Das ist keine Hilfe, vor allem nicht in der aktuellen Situation.

Es geht auch gar nicht darum, dass ich meine Kinder im Stich lasse weil sie mal ein paar Stunden alleine zuhause sind und alleine klar kommen müssen sondern darum, dass ich dann ausziehe und sie bei ihrem Vater bleiben. Das wird so kommen, weil sie hier alles haben was sie brauchen/wollen und ihr gewohntes Umfeld haben.
 
Wieso ich nicht zu einem Anwalt gehe? Weil ich kein habe und wohl kein Anwalt kostenlos arbeitet.

Ich nehme an, da fehlt das Wort "Geld".

Seid Ihr knapp bei Kasse?
Was ist mit Taschengeld, das Dir zusteht?

5% - 7% seines bereinigten Nettoeinkommens, also nach Abzug von Werbungskosten, noch abzuzahlender Kredite, Versicherungen usw.

Ratenzahlung vereinbaren?
Ein Beratungstermin ist nicht so teuer, genaue Stundensätze lassen sich herausfinden.

Er hat eigentlich ganz locker reagiert und meinte nur ich soll da dann Kinder und Haushalt mit einplanen. Das ist keine Hilfe,

Da müssten ganz grundlegende Rahmenbedingungen ausgehandelt werden, es kann nicht sein, dass Du arbeiten gehst und der Rest bleibt wie bisher nur bei Dir kleben.

Ich lache gerade ein bisschen - da hast Du ja ein schönes Früchtchen; freiwillig wird er sich keinen Zentimeter bewegen, Du musst schon für Dich eintreten!
Solche Sprüche lässt Du so stehen?
 
ich sehe hier nur ausreden. nichts im leben ist einfach,für dich nicht, für viele andere nicht. du willst dich nicht trennen, aus welchen gründen auch immer? dann lebe damit, dass dein partner andere menschen flachlegen wird. du willst das nicht? dann trenne dich. es gibt keine alternativen. besinne dich auf das kernproblem, nur dort wirst du die lösung finden. job suche und co (bzw drüber nachzudenken, was alles sein und werden könnte) ist genau der falsche ansatz. das kommt (oder eben nicht), wenn du dich entschieden hast, wie du vorgehen willst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist bisher nicht so, dass er mir Taschengeld gibt. Ich darf aufs Konto zugreifen. Wenn ich aber dann einen Anwalt bezahlen würde, dann würde er das natürlich sehen oder wenn ich irgendwelche ungewöhnliche Summen vom Konto abheben würde.

Wenn ich mir jetzt einen Job suche werde ich keine Unterstützung von ihm bekommen. Er geht natürlich arbeiten und muss Geld für alle verdienen. Das heißt ich muss Job, Kinder und Haushalt irgendwie unter einen Hut bekommen. Das heißt ich muss Familie und Freunden schon mal so ansatzweise was von der Trennung erzählen damit die mich dann im Notfall unterstützen. Ich habe bisher auch nie eine Wohnung gesucht und kann daher nicht so einschätzen wie lange die Suche dauern wird und ob es einfach oder schwieriger ist hier etwas zu finden.

Es gibt auch nur zwei Optionen wie ich das machen könne. Ich könnte das alles so machen, dass er von einer Trennung noch nichts ahnt. Ich müsste dann aber auch gegenüber ihm so tun als wäre alles in Ordnung und die Ehe so weiter führen wie bisher. Ich weiß nicht wirklich, ob ich das kann.
Wenn ich ihm direkt von der Trennung erzähle wird es weniger lustig für mich. Besonders in der Zeit in der wir dann noch zusammen im Haus wohnen.
Ich muss mich dann entscheiden welcher Weg der "einfachere" ist. Das wird emotional sowieso eine Belastung und da brauche ich dann nicht noch so einen Kleinkrieg zuhause.
 
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