Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Mein Mann kann einfach nicht nein sagen

L

Linchen89

Gast
Hallo zusammen, ich bin ganz neu hier und muss mir einfach alles von der Seele schreiben. Es erdrückt mich und macht mir Angst. Zu mir, ich bin 32 Jahre alt und verheiratet. Mein Mann ist 39. Wir haben 2 gemeinsame Kinder 9 und 5.
Mein Mann und ich hatten seit 8 Jahren keinen Kontakt zu seiner Familie. Mutter und Bruder. Ziemlich am Anfang unsere Beziehung hat seine Mutter übel mitgemischt, uns gegeneinander ausgespielt, mir verletztende Dinge durch die Blume vorgeworfen und es fast dazu gebracht, dass wir uns getrennt hätten, denn mein Mann stand immer hinter ihr und nicht hinter unserem Sohn und mir. Irgendwann hat er den Kontakt zu ihr abgebrochen. Es war schön, dass niemand mehr da war, der ihn manipuliert hat. In der Zeit, in der mein Mann keinen Kontakt zu ihr und seinen Bruder hatte wurden viele negativen Sachen über uns erzählt. Wir wurden ziemlich durch den Dreck gezogen. Gemeinsam haben wir aber nicht aufgegeben und uns alles alleine aufgebaut. Meine Familie hingegen stand immer hinter uns. Sie hat uns unterstützt und war für uns da. Irgendwann kam der Punkt, dass meine Familie auch ziemlichen Mist verzapft hat. Ich musste mir einiges anhören, habe für mich entschieden, dass ich auf Distanz gehe. Mein Mann ebenso. Ich habe es verstanden und es war bzw. ist ok für mich. Die Oma meines Mannes wurde im Sommer schwer krank und wir sind dorthin gefahren. Seine Mutter war auch da und plötzlich war alles wie früher für meinen Mann, er hat alles vergessen, was sie getan hat, wie sie uns verletzt hat, dass sie noch nicht mal unsere Kinder kennt, weil sie sie nie interessiert haben. Noch vor dem Zusammentreffen habe ich meinem Mann von meinen Ängsten erzählt. Ich hatte Bauchschmerzen nur bei dem Gedanken sie zu sehen. Er versicherte mir, dass ich mir keine Sorgen machen muss, er aus der Zeit gelernt habe und es nie mehr soweit kommen wird. Ich glaubte ihm. Nach dem Urlaub bei Oma ging alles sehr schnell. Tägliche Anrufe, ihre Probleme, dauernd Sätze wie: ich möchte euch sehen, wir haben uns so lange nicht gesehen etc (2 Wochen). Ständiges betonen, dass sie ja alles alleine machen musste, als wir keinen Kontakt hatten. Wir mussten auch alles alleine schaffen. Meine Familie wohnt 160 km entfernt, sie 30 km. Mein Mann hat sich eine Firma neben seinem Vollzeitjob aufgebaut, damit wir leben konnten. Ich saß mit den Kindern alleine zu Hause. Er arbeitet seit 6 Jahren im Produktionsdienst nur im Nachtdienst. Nebenbei montiert er Fenster und ist auf Baustellen unterwegs. Wir haben kaum Zeit für uns. Er ist erschöpft. Verständlicherweise. Nun hat sich sein Bruder ein 3 Familienhaus gekauft und muss es renovieren. Wer soll helfen? Richtig mein Mann!!! Neben all den Sachen, die er leistet soll er das auch noch machen und er sagt nicht nein! Wir haben uns so gestritten. Er versteht mich nicht, ich ihn nicht. Versteht mich nicht falsch, ich bin froh über die Versöhnung, gerade meinen Mann und der Kinder wegen, aber ich möchte einfach eine Grenze. Ich möchte nicht, dass es wieder ausartet. Er musste immer zur Stelle sein ohne Rücksicht auf uns. Wir haben uns so sehr gestritten und uns fast getrennt. Nun geht es von vorne los. Kann man sich nicht einfach treffen und es wird nix von einem erwartet? Liege ich so falsch, wenn ich das erwarte. Wir haben selbst ein Haus und es bleibt so viel liegen, weil man Mann keine Zeit hat. Seit Wochen hat er Schmerzen in den Händen. Ich darf das aber nicht sagen, ich sagte ihm, dass ich mir Sorgen um
ihn mache, aber nein , er versteht es nicht, wenn ich sage, dass ich Verständnis dafür habe, dass er das machen muss, damit wir leben können, aber ich kein Verständnis habe, dass er sich auch noch für andere hinstellt und sich fertig macht. Er hat keine Zeit für mich und die Kinder, aber um
zu helfen schon? Ich bin so traurig. Dabei dachte ich, wir hätten unseren gemeinsamen Weg gefunden…

danke fürs lesen…
 
Tja, dein Mann ist halt ein Muttersöhnchen, der immer für Mami springen wird.
Ich befürchte, dass sich da nix ändern wird groß. Die Frage ist, ob du dir das noch geben willst....
 
Einander helfen ist eine super schöne Sache.
Gerade in der Familie. Dazu ist Familie da.
Die Frage ist halt, ob das ganze auf Gegenseitigkeit beruht. Ob der Bruder dann auch mal zu euch zum helfen kommt...
Hatte sich der Bruder auch in die Streitigkeiten zwischen euch und deiner Schwiegermutter eingemischt? Oder war/ist er nur ein Kollateralschaden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Er hat den Kontakt zu uns abgebrochen. Wieso kann er nicht sagen. Er kam dann nach der Geburt unserer Tochter sporadisch vorbei. Zum Geburtstag. Dann war seit letzten November wieder Funkstille, nachdem er uns an seinem Geburtstag ausgeladen hat. Er rief unsere Tochter noch nicht mal zum Geburtstag an oder schickte eine Nachricht. Im Sommer knallte er meinen Mann vor den Latz, nachdem er ihn anrief und fragte wieso er ihn nicht über den Zustand der Oma informiert hat (wir haben es von dem Cousin meines Mannes erfahren), dass wir ja sowieso keinen Kontakt haben und er sich die Infos gefälligst woanders holen soll… da war mein Mann noch richtig wütend und sagte, dass er sich endgültig vom Acker machen soll… jetzt passiert genau das Gegenteil.
Ja in einer Familie hilft man sich, jedoch fällt es mir schwer meine wenige Zeit, die ich mit Mann und Kindern habe, für Menschen aufzugeben, die so sind und so vieles kaputt gemacht haben. Mein Mann sagte irgendwann nur noch: gut ich gehe nicht, finde jetzt deinen Frieden. Aber ich glaube ihm das irgendwie nicht… er ist ein Mensch, der Konflikte hasst. Ich denke, dass es nicht vom Tisch ist und ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll.
Ich bin froh über den Kontakt aber bin eben der Meinung: Wir konnten nie etwas von euch erwarten, dann erwartet jetzt (wo wir alles alleine geschafft haben) auch nix von uns… ist das so falsch?
 
Er hat den Kontakt zu uns abgebrochen. Wieso kann er nicht sagen. Er kam dann nach der Geburt unserer Tochter sporadisch vorbei. Zum Geburtstag. Dann war seit letzten November wieder Funkstille, nachdem er uns an seinem Geburtstag ausgeladen hat. Im Sommer knallte er meinen Mann vor den Latz, nachdem er ihn anrief und fragte wieso er ihn nicht über den Zustand der Oma informiert hat (wir haben es von dem Cousin meines Mannes erfahren), dass wir ja sowieso keinen Kontakt haben und er sich die Infos gefälligst woanders holen soll… da war mein Mann noch richtig wütend und sagte, dass er sich endgültig vom Acker machen soll… jetzt passiert genau das Gegenteil.
Ja in einer Familie hilft man sich, jedoch fällt es mir schwer meine wenige Zeit, die ich mit Mann und Kindern habe, für Menschen
Kenne ich. Menschen, die nicht "nein" sagen können, betreiben Raubbau an sich selbst. Wenn sie Familie haben, aber leider auch Raubbau an ihrer Familie. Sie sagen nur da "nein", wo sie "Vertrauen" haben und sich sicher fühlen, nämlich bei der eigenen Familie. Bei den anderen nicht.
Ich konnte das nur unterbinden, indem ich zur Scheidungsberatung gegangen bin. Wenn das Verhalten wieder losgeht, dann reiche ich sie ein.
dann kennst du solch ein Verhalten? Ich bin froh, dass er mir vertraut, aber ich sehe es nicht ein, dass man immer der leid tragende ist, weil er die Eier nicht in der Hose hat zu sagen: Ihr wart für mich nicht da, also gibt mir bitte auch meine Ruhe. Ich möchte mich nicht streiten, Familienfrieden. Wenn es wirklich mal brennen sollte, dann könnt ihr auf mich zählen, aber alles was von jemand anderem gemacht werden kann, da solltet ihr euch selbst drum kümmern!
 
Du siehst das alles vollkommen richtig so.
Und ich weiß das dir meine Wörter nicht viel bringen werden, entweder du setzt ihm die Pistole auf die Brust und zwingt ihn sich zwischen euch und seiner Familie zu entscheiden, oder du wartest ab bis er zusammenbricht weil sein Körper nicht mehr mitmacht.
Egal wie es ausgeht du hast die A-Karte gezogen. Er tickt halt nunmal so und wird sich wohl auch nicht ändern.
Fast das einzige was dir bleibt ist selbst zu handeln, aber auch dann wirst du neu beginnen müssen.
Viel Kraft und alles alles Gute
 
Du siehst das alles vollkommen richtig so.
Und ich weiß das dir meine Wörter nicht viel bringen werden, entweder du setzt ihm die Pistole auf die Brust und zwingt ihn sich zwischen euch und seiner Familie zu entscheiden, oder du wartest ab bis er zusammenbricht weil sein Körper nicht mehr mitmacht.
Egal wie es ausgeht du hast die A-Karte gezogen. Er tickt halt nunmal so und wird sich wohl auch nicht ändern.
Fast das einzige was dir bleibt ist selbst zu handeln, aber auch dann wirst du neu beginnen müssen.
Viel Kraft und alles alles Gute
Ich möchte nicht so radikal sein müssen und möchte, dass es uns allen gut geht. Das man eine Familie hat und die Kinder ebenso. Vielleicht bin ich einfach zu verbissen und sehe keine Lösung?
 
Also ich habe ja auch schon hin und her überlegt, klar wäre es das beste so weiterzumachen wie es vor der Annäherung war, doch das ist utopisch.
Das einzigste was mir noch einfällt ist, deinen Mann zu bitten, den Hausmitbau zeitlich einzuschränken, also das er z.B. nur jedes zweite WE mithilft für 5 Stunden.
Ob das klappt kann ich schlecht abschätzen, habe noch nie gebaut, aber ich glaube daß es nicht immer so laufen wird.
Aber es gibt ja noch andere Baustellen z.B. die Einmischung seiner Mutter.
Ihr könntet ja an diesem WE alle zusammen fahren, mit Kindern, kurz Oma und andere Verwandten besuchen, ihn auf der Baustelle absetzten, zurück zur Schwiegermutter, ihn dann wieder abholen gemeinsam was essen und ab ins eigene Heim. Oder sowas in der Richtung. Dann hättest du mehr Einflußmöglichkeiten, ich sage bewusst nicht Kontrolle und vielleicht die Gelegenheit einiges aufzuarbeiten bzw. ins reine zu bringen.
 
Im Grunde steckt hinter einem Menschen der nicht „nein“ sagen kann meist eine unsichere und ängstliche Persönlichkeit. Meist haben solche Personen Angst vor Ablehnung und Konflikten oder haben auch Schuldgefühle, weil Andere durch ein „nein“ enttäuscht oder gekrängt sein könnten.
Es ist schwer solche Muster zu durchbrechen.
Vielleicht könnte es helfen, wenn du mal auf seine Ängste eingehst. Frage ihn doch mal, warum er seinem Bruder helfen möchte, oder vor was er Angst hat, wenn er seinem Bruder ablehnt.
Vielleicht erhofft sich dein Mann wieder ein besseres Verhältnis zum Bruder oder er möchte ihn nicht enttäuschen oder er hat Angst, dass er von seiner Familie als faul abgestempelt wird. Irgendeinen Grund muss es ja geben, warum er das alles macht, obwohl er schon genug Stress an der Backe hat.
 
Also ich habe ja auch schon hin und her überlegt, klar wäre es das beste so weiterzumachen wie es vor der Annäherung war, doch das ist utopisch.
Das einzigste was mir noch einfällt ist, deinen Mann zu bitten, den Hausmitbau zeitlich einzuschränken, also das er z.B. nur jedes zweite WE mithilft für 5 Stunden.
Ob das klappt kann ich schlecht abschätzen, habe noch nie gebaut, aber ich glaube daß es nicht immer so laufen wird.
Aber es gibt ja noch andere Baustellen z.B. die Einmischung seiner Mutter.
Ihr könntet ja an diesem WE alle zusammen fahren, mit Kindern, kurz Oma und andere Verwandten besuchen, ihn auf der Baustelle absetzten, zurück zur Schwiegermutter, ihn dann wieder abholen gemeinsam was essen und ab ins eigene Heim. Oder sowas in der Richtung. Dann hättest du mehr Einflußmöglichkeiten, ich sage bewusst nicht Kontrolle und vielleicht die Gelegenheit einiges aufzuarbeiten bzw. ins reine zu bringen.
Mein Mann hat schon angeboten alles organisatorische zu übernehmen, sprich Material zu besorgen und alles was anfällt aufzuführen. Meiner Meinung ist das auch schon genug. Wie gesagt, es ist nicht so als hätte er nix besseres zu tun und sei in der Position zu ackern wie ein Tier…
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben