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Mein Leben, oder was davon übrig ist. Triggert!!

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Hallo
.
Ich weiss gar nicht wie und wo ich anfangen soll. Ich denke am anfang aber ich möchte vorwarnen es könnte sehr lang werden.
Solange ich zurückdenken kann ist in meinem Leben alles schief gelaufen. Ich hab eine 100% miese Kindheit hinter mir. Liebe war zu hause ein fremdwort,meine Mutter ist nur an alkoholiker und frauenschläger geraten. Sie war insgesamt 4 mal verheiratet und von jedem wurde sie verdroschen. ich kenne nichts anderes. sie hat früher auch getrunken und ich denke mal sie wollte damit alles betäuben. ich habe auch von ihr viel schläge bekommen, meisst mit der hundeleine oder einem bügel. auf der anderen seite wenn sie mal keinen mann hatte und mit mir alleine lebte hat sie auch alles versucht um uns ein schönes leben zu machen. ich kann mich noch errinnern wir haben alles durchgemacht. angefangen von nix zu essen im haus über kalte ofenwohnung, wo ich schwer krank wurde, bis ach ich weiss nicht mehr alles.
einer ihrer männer mit dem sie 7 jahre zusammen war, war einer der sie mal nicht verprügelt hat, er hat zwar auch getrunken aber hat trotz allem versucht ein heiles familienleben aufzubauen.aber ich war trotz allem immer auf mich alleine gestellt, ein sogenanntes schlüsselkind. hab mich selber großgezogen.irgendwann, ich war glaub ich elf oder zwölf lernte sie einen bekannten kennen. es war ein sehr netter mann, dachte ich, er hat sich um mich gekümmert, gab mir geschenke, hat mich getröstet wenn ich traurig war usw. ich hatte sehr grosses vertrauen zu ihm, das weiß ich noch. irgendwann überredeter er mich dazu photos zu machen, erst ganz normale, dann immer schlimmere. er hat mir immer eingeredet das es natürliche sind das es etwas ganz normales ist. mädel im weissen slip, zum schluß waren es knallharte aktphotos bis hin zum .... nein geht nicht.
Dieser Mann hatte auch irgendwelche krummen geschäfte am laufen und kam so ins visir der polizei, daraufhin wurde bei ihm eine hausdurchsuchung gemacht wo die ganzen bilder von den kindern gefunden wurden ( ja ich war nicht die einzigste ) er wurde sofort verhaftet hat alles gestanden und hat uns kindern gott seidank die aussage vor gericht erspart. ich weiss nur das er verurteilt wurde aber nicht mehr zu wieviel. meine mutter war völlig geschockt und hat den grössten fehler ihres lebens gemacht, sie hat mir indirekt die schuld gegeben und hat mich nicht zu einer therapie geschickt. ich habe ab da es auf meine art verarbeitet, in dem ich angefangen habe zu rebelieren. ging nicht mehr zur schule, fing an zu rauchen, zu trinken, zu klauen und habe nur noch mich selber gesehen. habe niemanden an mich rangelassen, das ende vom lied war--- JUGENDAMT--- und ich kam in ein heim. wir lebten damals in Berlin und erst blieb ich auch in berlin, bin natürlich wieder dort abgehauen und alles ging so weiter wie vorher. irgenwann sagten sie ich muss raus aus berlin und kam in ein betreutes wohnen nach celle. dort hab ich mich am afang wieder ein bißchen gefangen, fing an zu reiten bin aufgeblüht weil die tiere mir die wärme gaben die ich brauchte, aber bei jedem kleinen mißgeschick, ob ne 5 in mathe oder nen anrüfel der erzieherin fiel ich in meinen alten trott zurück. da das jugendamt de erziehern nie von meinen problemen erzählten war dort therapie gleich fehlanzeige. so ging das leben munter weter und ich rutschte immer tiefer in den sumpf. drogen , alkohol etc. mit 15 dann die wende die eigendlich traurig ist, ich war schwimmen mit freunden, hatten vorher was getrunken, ich übermütig und hatte einen schweren badeunfall. inkomplette querschnittslähmung. notarzt, rettungshubschrauber ,klinik das volle programm. da ich durch die drogen usw sehr stark abemagert war hatte ich glück im unglück, das durch mein fliegengewicht ich mir nicht das genick gebrochen habe.
Meine mutter holte mich zurück nach berlin um dort meine reha zu machen, was ich auch tat. ich lernte wieder laufen und meine ganzen körperfunktionen kamen zurück und ich kam zur besinnung und lernte mein leben in den griff zu kriegen.ging wieder zur schule, machte meinen abschluß, lebte bei meiner mutter und ich denke mal ich hatte alles gut verdrängt.
Mit 17 nen halb zog ich aus, da meine mutter zu ihrem 1 ehemann ( der nun nicht mehr trinkt und 3 kinder hatte) nach oldenburg zog und ich musste mit da ich noch keine 18 war. irgendwann lernte ich meinen 1 ehemann kennen und dieser mensch wurde der größte tyran. er schlug mich ,er trank, er hat versucht mich zu töten, es war die hölle auf erden. von ihm bekam ich 3 kinder. nach 10 jahren schaffte ich erst den absprung, mithilfe von dachte ich freunden, na egal ich war erstma weg und stürzte mich sofort i eine neue beziehung, wo ich heute weiss das es ein fehler war. am anfang alles ok, nur nach ca ne monat merkte ich das auch dieser mensch trank, er war krankhaft eifersüchtig und ich eh schon eingeschüchtert aus meiner 1 ehe konnte mich nicht wehren. mit diesem mann bekam ich meine kleinste. irgendwann schlug auch er zu. getrnnt habe ich mich trotzallem nicht, keine ahnung warum. ich habe dann mit 29-30 angefangen auszubrechen, habe angefangen weg zu gehen, zu trinken, mir nen anderen freundeskreis aufzubauen,habe meine kinder vernachlässigt, meine schwester saß ja bei mir. mir war glaub ich alles egal, ich bin auch nicht aufgewacht. ich habe mir leider den falschen freundeskreis gesucht, den es kam wohl was kommen musste, ich wurde von meinem damals besten (angeblich besten ) freund auf brutale art und weise vergewaltigt.
und mein damaliger freund hat mir auch noch die schuld gegeben. dann bin ich richtig zusammengebrochen, wollte mich selber töten, trank nur noch, ich glaub ich hatte nicht einen klaren moment.ich trennte mich von meinem freund und war dauerbreit. meine schwester hat so gut es ging mir versucht zu helfen was ihr aber nicht gelang. ich rutschte immer weiter ab, es war wie ein schwarzes loch wo ich nicht wieder raus kam. ich habe meinen peiniger angezeigt auf druck meiner schwester und sie schleppte mich auch zu 1 therapiesitzung die damit endete das ich einen nervenzusammenbruch hatte. ich ging nie wieder hin.
ich lernte dann meinen jetzigen mann kennen. wo natürlich in der kneipe. er bekam mit wie mein gemütszustand war und sah das ich alleine davon nicht wegkam. meine schwester hat immer versucht den alk vor mir zu verstecken, er tat das nicht. er stellte ihn mir sogar hin. er sagte zu mir
" hier trink, wenn es dir dann besser geht" und ob ihr es glaubt oder nicht, ich wollte ab da nicht mehr trinken, es ging nicht mehr, es war erlaubt und machte keinen spass mehr.
Also hörte ich damit auf, kümmerte mich wieder um meine kinder die auch sehr litten und began wieder zu leben.
Mein Mann fing an mich aufzubauen er machte aus mir wieder einen menschen der lernen musste einen eigenen willen zu haben, der sich durchsetzen kann, der den mut hat auch nein zu sagen, kurzum ich bekamwieder selbstvertrauen, lernte wieder zu lieben und meine eigene meinung zu haben. ich stand den prozzes gegen meinen peiniger durch.
Er bekam 2 jahre auf bewährung weil er nicht vorbestraft ist. soviel zu unserer deutschen justiz.
ab und an hatte ich zwar noch ein kleines tief aber der selbstmechanismus verdrängung tat sein üriges.
so vergingen einige jahre und ich dachte prima, alles bestens, aber nein was passiert ich kriege auf einmal aus heiterem himmel herzrasen, schweissausbrüche, magen und darm probleme, ich fühlte mich hundeelend. von arzt zu arzt gerannt, nix wurde gefunden. Psychosomatisch.
Gut auch damit habe ich mich auseinander gesetzt bin aber nicht auf die idee gekommen eine therape zu machen, da ich davor panische angst habe.
das leben ging weiter. mein mann trinkt auch ab und an mal ganz gerne einen ist auch nicht das problem gewesen , da ich vor ihm nie angst haben musste. ich liebe diesen mann bedingungslos.
bis gestern abend. er war unterwegs, hat sich über etwas geärgert, trank auch zu viel, für ihn zuviel. ich war zu hause und schlief, er kam weckte mich und schrie gleich los. ich wusste gar nicht was los war und musste erstmal wach werden, wurde natürlich sauer und schrie zurück. der heftigste streit entbrannte, ich wollte ihn rausschmeissen und er zerdepperte meine stubenscheibe uns stand mit erhobener hand vor mir.
in diesem moment lief ein film vor mir ab, so wie mein ganzes leben, der ganze mist, den ich erlebt hatte, allerdings gefestigt durch das erlernte selbstvertrauen lies ich mir das nicht anmerken und warf ihn raus. er hat mich nicht geschlagen, ich weiss auch das er das nie tun würde. aber der schock war so schlimm das ich erstmal eine freundin anrief die ihn dann suchte und mit ihm sprach.er kam irgendwann und schlief seinen rausch aus. heute morgen kam natürlich das böse erwachen, ich stinksauer, er total das schlechte gewissen, konnte mir noch nichtmal ins gesicht schauen, weil er ja mein Leben kennt.Wir haben die heftigste Aussprache gehabt die es gibt, mit viel Tränen und ich habe ihm nochmal gesagt das er so was nicht tun darf.
aufeinmal überkam es mich aus heiterem himmel wie eine welle, ich fiel wieder in dieses berühmte schwarze loch und bekam einen nervenzusammenbruch.ich weiss gar nicht wie mir geschah, ich konnte mich gar nicht wieder beruhigen und war nur noch am weinen, ich dachte wieder " was soll ich noch auf dieser Welt"
und genau das will ich nicht mehr, ich setzt mich hin und fing an euch zu schreiben. ich werde mich heute krankschreiben lassen denn in diesem zustand kann ich nicht arbeiten, da ich nicht ein auge zugemacht habe.
So nun kennt ihr fast mein ganzes leben und mir tat es richtig gut, mir mal alles von der seele zu schreiben. ich weiss ich muss eine therapie machen, sonst gehe ich vor die hunde, aber ich habe nachwievor panische angst davor, denn es wird damit ja alles wieder hervorgeholt.

Entschuldigt den langen text und die rechtschreibfehler.
 
Hallo,

ich finde es gut, dass du den ersten Schritt getan hast und dir hier im Forum alles von der Seele geschrieben hast.
Meiner Ansicht nach hast du ne Menge zu verarbeiten und du solltest eher panische Angst davor haben KEINE Therapie zu machen. Die Therapie musst du nicht fürchten, sondern eher den ganzen angestauten belastenden Mist, der dir immer noch auf der Seele liegt und der mal dringend unter therapeutischer Anleitung rausgeschaufelt werden sollte.

Folge also deiner Intution und überwinde deine (irrationale und lediglich eingebildete) Angst vor einer Therapie. Und überleg dir mal: was kann dir dort passieren? Es herrscht SChweigepflicht und dort ist ein Mensch, der nur für dich da ist und ausgebildet im gut zuhören können und der dir Tipps geben kann. Was ist daran so fürchterlich?

Verdrängen wird eh nicht hinhauen und deinen Schilderungen nach mangelt es dir an Selbstbewusstsein und auch Abgrenzungsvermögen. Du führst bereits über einen längeren Zeitraum hin ein Leben "auf der Kippe" und wohin die Sache abrutscht, zum Guten oder Schlechten kannst du entscheidend dadurch beeinflussen indem du fachkundige Hilfe annimmst oder nicht. Meiner Ansicht nach hast du keine andere Wahl als Therapie, du solltest dahingehend also keine irrationalen Ängste künstlich-hysterisch hochschaukeln, sondern diese Sache erledigen wie einen normalen Alltagsjob wie das Haus aufräumen. Im Grunde ist ne Therapie auch nix anderes als ein Hausputz in der Seele! Nix Weltbewegendes und nix DRamatisches, einfach nur ein großes Reinemachen. Da sind Dinge und Erinnerungen da, die dich immer noch sehr beschäftigen und du suchst da ne Anleitung zur richtigen Bewertung und wie du damit umgehen kannst. Und diese Anleitung kann dir ne Therapie geben.

Meine Mutter hat sich oft auch in Nervenzusammenbrüche geflüchtet sozusagen um unangenehme Dinge und Entscheidungen zu vermeiden...kann es sein, dass es bei dir ähnlich ist? Kann aber auch gesundheitliche Ursachen haben, Schilddrüsenfehlfunktionen, lass das bitte mal untersuchen! Und ein Nervenzusammenbruch ist auch immer ein klares Zeichen dafür, dass die Psyche am abkacheln ist und fachkundige Hilfe braucht um stabiler zu werden. Also hilf dir selber indem du fachkundige Hilfe annimmst. So bald wie möglich.

Viel Erfolg!
Tyra

P.S Ein wichtiger Punkt wird sein, dass du das Problem mit dem Alk bearbeitest du scheinst da ebenfalls abgerutscht zu sein und wie deine Mutter an einen Alkoholiker geraten zu sein..hier solltest du konsequent auf Abstand gehen..zumindest zum Alk, ggf. auch zum Mann. Jemanden bedingungslos zu lieben ist schräg und in meinen Augen unnormal...man sollte zuallererst sich selber bedingungslos lieben und andere Menschen nur, wenn die einen lieben und achten und gut behandeln, andernfalls haben sie keine Liebe verdient. Hier solltest du Aufbauarbeit am Selbstwertgefühl leisten!! Zu einer normalen Selbstliebe und genügend Achtung sich selber ggü gehört es wenn die Seele "landunter" in ner Depression landet auch zu helfen, indem man in Therapie geht um zu lernen wie man sich selber helfen kann. Therapie ist kein Wundermittel, sondern harte Arbeit...die sich jedoch lohnt und die oft auch unvermeidbar ist. Was fürchtest du da eigentlich? Unbequeme Wahrheiten? Solltest du nicht, jeder hat so seine dunklen SEiten und Schwachstellen und wichtig ist darüber offen zu reden!
Man muss sich schon entscheiden im Leben: für sich selber und gegen schlechte Dinge wie Sucht oder Männer die einen schlecht behandeln.
Gegen deine Depression musst du was tun, an sich läßt die sich relativ leicht fachärztlich behandeln. Du leidest offensichtlich an Depression mit suizidalen Anteilen, da wird es Zeit dauerhaft "anzudocen" also in fachärztliche Behandlung zu gehen, bis du das gut im Griff hast und nicht mehr, NIE mehr zu tief fällst! Drogen sind ein Mitauslöser für psychische Erkrankungen...also solltest du den Alk meiden. Bist du körperlich wieder ganz fit? Dann wäre ein Sportprogramm sehr wichtig, ist auch ein natürliches Antidepressivum.
 
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