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Mein Leben ist irgendwie am Ende

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Frederik meinte:
@kasjopaja: Ich vermute mal, du hast eine relativ sichere Arbeitsstelle, oder bist sonstwie relativ gut abgesichert in deiner Existenz. Auf jeden Fall solltest du nich so rumtönen und andern Leuten vorhalten sie wären schwach oder irgendwelche Ansprüche an sie stellen, wenn du nicht in der selben Situation bist oder schonmal warst. Und selbst dann hättest du nicht das geringste Recht dazu. Du bist ein typisches Exemplar der inhumanistischen Leistungsgesellschaft, die nur diejenigen akzeptiert die auch funktionieren usw.
Also bitte ich dich einfach nur, dein Ego irgendwoanders auf irgendeine andere Weise befriedigen zu gehen, oder zu warten bis du auch deinen Arbeitsplatz verloren hast und uns sagst, wie heldenhaft und stark du diese Situation dann selbstverständlich gemeistert hast.

Hallo ,

ich will nicht mein Ego befriedigen, sondern ihm sagen, dass er schon was tun muss und zwar selber, wenns besser werden soll.

Und er hat seinen Arbeitsplatz nicht einfach so verloren , sondern ihn ganz bewußt für eine Abfindung verlassen ohne sich vorher zu erkundigen, wie es danach aussieht.

Das war ein Fehler und Fehler passieren. Soweit so gut. Aber dann muss man an dem Punkt wo man nunmal ist was draus machen und nicht allen anderen die Schuld dafür geben, dass die Situation so ist , wie sie ist.

Und ich bin ganz sicher nicht inhuman , aber es erbost mich einfach wenn jemand alles sieht nur nicht sein eigenes Dazutun an einer Situation.

Natürlich ist es nicht einfach, aber vom dasitzen und alle anderen für die Situation verantwortlich machen, wirds nicht besser.

Ich bin auch schon zweimal aus einem Job rausgeflogen und zwar ohne Abfindung, unter anderem auch weil ich der Chefetage unangenehmes ins Gesicht gesagt habe, aber ich wußte vorher wie es ausgehen kann und musste dann halt damit leben.

Wenn man etwas riskiert, dann kann eben die Folge sein, dass man sich selber ein Bein stellt, aber das weiß man vorher und dann muss man sich an die eigene Nase packen und aus der Situation das beste machen.

Ich habe ihm ja gesagt, dass er anstatt sich zu betrinken auch mit den Kindern was machen kann. jetzt hat er die Zeit und die Chance und die Frau wäre dann auch freundlicher zu ihm - außerdem könnte er duch die Kinder z. B. in einer Krabbelgruppe u.ä. auch neue Leute kennenlernen.

Aber zu sagen "Was solls - ich hau vielleicht ab - die Abfindung reicht ja eine Weile für Frau und Kind - ich mach mich vom Acker" also das ist wirklich unmöglich.

Er will, dass man ihn versteht und Mitleid mit ihm hat - ja hat er den mitleid mit seiner Frau - denkt er etwa daran - was sie empfinden würde , wenn er einfach so und auf diese Weise verschwindet? Nein er überlegt , wie lange das Geld für sie vielleicht reicht.

Ist das etwa besonders nett und einfühlsam?

Gruß. kasiopaja
 
Hallo,
also ich muss Kasopaja recht geben. Man muss sich selber in den A...treten um was auf die Reihe zu kriegen. Anderen die Schuld am Unglück zu geben ist immer recht einfach. Dann hat die Wut eine Anlaufstelle.... Natürlich ist es schwer wenn so viel auf einmal kommt, aber hast Du Dich mal gefragt wie es deiner Frau und deinem Kind geht? Wieso bist Du mit 42 zu alt für einen Neuanfang? Man kann alles wenn man will...Du musst versuchen in Dir selbst zu Ruhen..hört sich blöd an, aber es ist so. Wenn du mit Dir selber klar kommst ist alles andere nur ein klacks. Wenn Du jetzt sowieso zuhause bist und deine Frau arbeiten geht, dann mach doch aus der Not eine Tugend; versuche deine Baustellen weg zu arbeiten und geh mit deinem Sohn (garatulation übrigens!) raus. Zeig Ihm die Welt, dann kannst du mal sehen wofür es sich lohnt zu kämpfen! Wünsche Dir viel Kraft und Glück...und das mit den 4 Jahren...laß es mal weg. Was ist denn nach den 4 Jahren? Dein Sohn hat keinen Vater und deine Frau wird sich immer fragen was falsch gelaufen ist.- Das kann nicht der Weg sein!!! LG Mikie
 
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