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Mein Leben ist ein Scherbenhaufen... Suizid als Ausweg?

wuty

Neues Mitglied
Ich weiß gar nicht wie und wo ich anfangen soll.... Mein Leben ist ein einziger Trümmerhaufen... Alles was ich hatte, habe ich verloren...
Ich bin chronisch Depressiv, eine Krankheit, die mir das Leben zur Hölle macht...
Die Liebe meines Lebens hat mich verlassen, meine Kinder sehe ich nur noch unregelmäßig, bin total überschuldet, habe keine Freunde,keine Arbeit, lebe komplett Isoliert.... ich weiß nicht mehr weiter...
Ich habe mehrere Stationäre und ambulante Theras gemacht, bei der letzten Thera wurde ich mit "nicht Therapierbar" mehr oder weniger rausgeschmissen...
Meinen Kindern geht es schlecht, natürlich nur wegen mir...

Ich grübel viel und suche nach Auswegen... am Ende kreisen meine Gedanken immer um eine Möglichkeit: Selbstmord... Keine Ängste und Sorgen mehr...
Diese Gedanken machen mir Angst... eigentlich will ich gar nicht sterben, ich will Leben und meine Kinder aufwachsen sehen, für meine Kinder da sein wenn sie Hilfe brauchen, aber so wie es jetzt ist kann und will ich nicht weiter machen. Ich kann mir nichtmal selber helfen... und dann kreisen meine Gedanken wieder um den einen Ausweg der immer attraktiver wird je mehr ich darüber nachdenke

Ich hoffe irgendjemand hat ein paar Tipps, wie ich aus diesem Kreislauf von Antriebslosigkeit (ich gehe nur noch vor die Tür wenn ich wirklich muss), Hoffnungslosigkeit und Suizidgedanken ausbrechen kann
 
Die Liebe meines Lebens hat mich verlassen, meine Kinder sehe ich nur noch unregelmäßig, bin total überschuldet, habe keine Freunde,keine Arbeit, lebe komplett Isoliert.... ich weiß nicht mehr weiter...

Hat man versucht, in der Klinik etwas dagegen zu tun? Hat man dir Möglichkeiten aufgezeigt, dich aus der Isolation zu befreien bzw. dich auf dem Weg dahin zu begleiten? Mit netten Worten von Therapeuten und Tabletten aus S**** Gold zu machen ist nicht wesentlich einfacher als mit. Was du brauchst, sind Perspektiven. Man könnte dir zum Beispiel ne Selbsthilfegruppe empfehlen. Man könnte dir empfehlen, in ein psychosoziales Zentrum zu gehen. Man könnte dir empfehlen, dich in einem solchen zu engagieren bzw. Aufgaben zu übernehmen. Man könnte dir eine Sportgruppe empfehlen (es gibt auch Sport für psychisch Erkrankte). Man könnte vieles und ich finde das wichtig. Du kriegst keinen Antrieb durch Reden.
 
Hallo Wuty!

Tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht. Also: wenn ich Dich richtig verstehe: Therapie samt Antidepressiva hilft Dir nicht weiter, am meisten leidest Du an dem Gedanken an die Trennung von den Kindern und der schlechte psychische Zustand äußert sich in Gedankenkreisen und negativen Gefühlen.

Was vielen Menschen in so einer Situation hilft ist, die Gedanken bewußt auf etwas anderes zu lenken oder Meditation zu üben oder viele manche finden in dieser Situation auch zu Gott. (Die drei Möglichkeiten schließen sich natürlich nicht gegenseitig aus.)

Dass Du keine Arbeitsstelle hast, ist natürlich ein großes Problem in so einer Situation, da bleibt viel Zeit zum Grübeln (falls Du Dich nicht selbst beschäftigst). Es gibt auch die Möglichkeit, in einem Volontariat zu arbeiten (d. h. ohne Entlohnung irgendetwas zu tun, irgendeinen Beitrag zu leisten). Aber Keine stressigen Volontariatsjobs, wie zum Beispiel Spenden keilen, annehmen! Wenn das nicht geht, könntest Du Dich vielleicht mit irgendwas anderem beschäftigen: Spazierengehen? Keller aufräumen? Je nach dem, was Dir an Tätigkeit eben liegt. Das lenkt schon einmal ab.

Meditation ist auch eine Möglichkeit. Am empfehlenswertesten finde ich Zen-Meditation nach Shunryu Suzuki: Er betont die naive Herangehensweise an Meditation: Du setzt Dich einfach im Schneidersitz hin und machst den Kopf frei. Denkst an gar nichts. Aber nicht krampfhaft an gar nichts denken. Entspannen. Wenn Gedanken kommen, lass sie kommen, schau ihnen entspannt zu und - ganz wichtig - lass die Gedanken auch wieder gehen. Du wirst sehen, das funktioniert. Es geht darum, eine Distanz herzustellen; dann gehen die Gedanken auch wieder. Und das kann man auch üben, Zen-Meister üben mehrere Stunden am Tag.

Auch Achtsamkeits-Meditation ist sehr hilfreich: man konzentriert sich dabei ganz ruhig auf das was man gerade tut. Wenn man Geschirr abwäscht konzentriert man sich ganz genau auf jeden Handgriff und führt ihn ganz achtsam aus. Meditation gilt als gesund und kann gegen Depressionen wirken.

Vielleicht glaubst Du auch an Gott? Hast Du einmal geglaubt? Hast Du Dir das mal überlegt?

Jedenfalls würde man von einer religiösen wie weltlichen Perspektive in Deiner Situation raten, trotzdem noch Dankbarkeit für Kleinigkeiten zu üben. Ich weiß, das klingt für Dich jetzt total absurd. Aber in solchen Situationen hilft es, für die Luft zum Atmen und das Glas Wasser zum Trinken dankbar zu sein. Auch das funktioniert. Du kannst die Kinder immerhin noch gelegentlich sehen. Das ist schon besser als gar nichts. Du hast eine Wohnung. Ist doch okay. Wenn einem so viel weggenommen wird, übersieht man, was man noch hat und vergisst, es zu schätzen.

Solche und ähnliche Ratschläge hast Du wahrscheinlich schon öfters gelesen. Es sind viele in ähnlichen Situationen wie du. Es ist vielleicht schwer, die oben genannten Lösungen umzusetzen, aber es geht. Ich hoffe, es hilft ein bisschen.

Liebe Grüße!
 
Ich weiß gar nicht wie und wo ich anfangen soll.... Mein Leben ist ein einziger Trümmerhaufen... Alles was ich hatte, habe ich verloren...
Ich bin chronisch Depressiv, eine Krankheit, die mir das Leben zur Hölle macht...
Die Liebe meines Lebens hat mich verlassen, meine Kinder sehe ich nur noch unregelmäßig, bin total überschuldet, habe keine Freunde,keine Arbeit, lebe komplett Isoliert.... ich weiß nicht mehr weiter...
Ich habe mehrere Stationäre und ambulante Theras gemacht, bei der letzten Thera wurde ich mit "nicht Therapierbar" mehr oder weniger rausgeschmissen...
Meinen Kindern geht es schlecht, natürlich nur wegen mir...

Ich grübel viel und suche nach Auswegen... am Ende kreisen meine Gedanken immer um eine Möglichkeit: Selbstmord... Keine Ängste und Sorgen mehr...
Diese Gedanken machen mir Angst... eigentlich will ich gar nicht sterben, ich will Leben und meine Kinder aufwachsen sehen, für meine Kinder da sein wenn sie Hilfe brauchen, aber so wie es jetzt ist kann und will ich nicht weiter machen. Ich kann mir nichtmal selber helfen... und dann kreisen meine Gedanken wieder um den einen Ausweg der immer attraktiver wird je mehr ich darüber nachdenke

Ich hoffe irgendjemand hat ein paar Tipps, wie ich aus diesem Kreislauf von Antriebslosigkeit (ich gehe nur noch vor die Tür wenn ich wirklich muss), Hoffnungslosigkeit und Suizidgedanken ausbrechen kann


Ging mir genau so Frau weg, Kinder weg, Arbeitslos, Obdachlos, kein Geld, nichts zu essen, schwer Depressiv, Suizidversuch.

Ich ging in eine psychiatrische Klinik, das erste mal in meinem Leben aber nicht zum letzten mal, insgesamt etwas über 600 Tage einen Suizidversuch unternahm ich nicht mehr.

Warum erzähle ich dir das ?

Wenn du möchtest das es dir besser geht als es derzeit der Fall ist dann gehe in eine Klinik dort kann man dir helfen.
Der große Durchbruch kommt nicht beim ersten mal und vielleicht auch nicht nach dem fünften mal aber es wird dir besser gehen und vor allem du lebst noch.

Suizid aber ist der falsche Weg weil du nie erfahren wirst wie schön das Leben doch noch werden kann, zumindest aber wird es viel besser als es jetzt der Fall ist.
Vielleicht musst du Medikamente nehmen, dein Leben lang aber was tut man nicht alles um wieder Spaß am Leben zu haben.

Der Weg ist steil und steinig und du wirst manchen Rückschlag erleiden, am Ende aber wird er sich gelohnt haben.
Ich bin diesen Weg gegangen und ich fand nicht nur wieder Spaß am Leben, nein ich bekam eine schöne Wohnung (durch Umzug) und auch die Liebe fand einen Weg zu mir.
All dies hätte ich durch einen erfolgreichen Suizid nicht erlebt und bin sehr froh das er gescheitert ist.

Sicher ist/war dieser Weg mein Weg und er mag nicht für alle der richtige sein, aber einen Versuch ist er wert, immer.
 
Vielen Dank für eure Antworten.

Das mit der Meditation werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

Selbsthilfegruppen bzw. Gruppenaktivität im Allgemeinen ist für mich sehr schwierig. Abgesehen davon, dass ich ein sehr schüchterner Mensch bin, habe ich bei allem, was ich anderen gegenüber (außerhalb der Anonymität des WWW) sage oder mache, immer die Angst, dass es hinterher gegen mich verwendet wird... Habe da in der Vergangenheit leider sehr negative Erfahrungen gemacht
 

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