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Mein Kind ist Tod .... es tut so weh

liebe TE;

es tut mir sehr leid von deinem schicksal und deinen verlusten zu lesen. ich kann vermutlich nicht einmal im ansatz nachempfinden, wie du dich fühlst. daher wünsche ich dir von herzen erstmal "alles gute" stärke und dass du mit der trauer zu leben lernst.

es gibt allerdings eine sache, - da gehts mir wie meinen zwei vorpostern - die mir beim lesen deiner worte etwas seltsam vorkam : der fokus darauf, unbedingt ein weiteres kind bekommen zu müssen, - so kam es jedenfalls etwas herüber.

ich persönlich habe es immer als zeichen gedeutet (habe mit dem thema fehlgeburten allerdings nicht persönlich, aber über sehr gute freunde und die familie meiner freundin einige male zu tun gehabt), wenn eine frau mehrfach kinder verliert. vielleicht will oder kann der körper einfach nicht mehr (warum auch immer). ich finde, du solltest dich auf das besinnen, was du hast - einen liebenden ehemann und eine tolle tochter - und nicht daran zerbrechen, was du nicht hast (ein weiteres kind, mehrere frühzeitig bzw kurz nach der geburt verloren). vermutlich klingt das härter, als ich es meine, aber es machte mich auch ein bischen traurig zu lesen, wenn du von dieser leere in deinem herzen schreibst, obwohl du menschen hast, die diese leerer auffüllen können sollten und für die alleine du schon stark und glücklich sein musst!

alles gute nochmal! aufrichtig. ich denke auch wie mein vorposter, dass ein weiteres kind keine gute idee ist, um diese leere aufzufüllen und die traurigkeit brauchst du eher professionelle hilfe, damit du mit den verlusten umzugehen lernst.
 
Um gottes Willen , hier ist etwas wohl ganz falsch verstanden worden . Ich bin sehr traurig über den Verlust unseres Kindes. Und nein , auf Biegen und Brechen wollen wir kein weiteres Kind und natürlich werdebich immer um unseren Sohn trauern . Egal was kommt ! Ein weiteres Kind hilft nicht das schreckliche zu vergessen , aber es hätte mir geholfen den Verlust besser zu verarbeiten ! Auch Aussage meiner Psychologin! Ich bin und bleibe auch noch in Therapie, das bin ich schon seit dem unser Kind verstorben ist.
Natürlich weine ich viel , das gehört wohl dazu wenn man ein Kind verliert ! Und gerade dann wenn man zudem noch eine fg erlitten hat und die Jahrestage sich näherten ! Ich kann sehr gut für unsere Tochter sorgen und sie ist unser Mittelpunkt im Leben. Wir haben sie immer sehr geliebt und das bleibt auch immer so!!! Und selbstverständlich bin ich dankbar das ich die habe. Aber wir hätten nun mal auch gern ein weiteres Kind , das muss man hier doch jetzt nicht als so negativ und unbegreiflich darstellen . Eure Bedenken sind sicherlich berechtigt , aber der weitere kinderwunsch ist in meiner Nachricht wohl nicht so aufgenommen worden wie ich es gemeint hatte . Mit ' Herz auffüllen ' war ja auch nur gemeint das nun ja leider ein Stückchen fehlt , und das kann niemand auffüllen der schon vorher da war !
 
Mein aufrichtiges Beileid! Sei einfach für deine Tochter da. Die braucht dich jetzt. Du glaubst doch nicht etwa, dass ein weiteres Kind den Verlust deines toten Kindes mindern könnte? Ich glaube eher du würdest weiter um dein verlorenes Kind trauern, was ja auch verständlich wäre. Aber meinst du nicht auch, dass dich ein weiteres Kind bei all der Trauer, die du empfindest eher belasten würde? Mir scheint als wärst du kaum in der Lage deiner Tochter emotional gerecht zu werden. Wie willst du das dann mit zwei Kindern schaffen? Du schreibst selbst, dass du nur noch weinst und deine Tochter kriegt das mit! Glaubst du, du kannst Kindern eine schöne unbeschwerte Kindheit bieten?
Verzeih mir die etwas harten Worte. Ich will nicht verletzten aber Mitleid ist meiner Ansicht nach nur in Grenzen angebracht, da in deinem Fall ein anderes Leben involviert ist nämlich das deines lebenden Kindes. Deshalb wäre das primäre Ziel eine Therapie und kein weiteres Kind.



@TE: Du bist die Letzte, die sich hier für auch nur irgendwas rechtfertigen müsste! Ich hab bei diesen Worten, die ich zitiert habe, nur geweint. :wein:
Du hast SO unendlich viel Leid durchgemacht, wie es kaum ein Mensch jemals muss. Und so etwas daraufhin geschrieben zu bekommen - ich finde es unfassbar und bitte dich nur, das ganz, ganz schnell unter die Füße zu kriegen.
Du hast nichts falsch gemacht - und was immer du nun fühlst, wie immer du handelst, was immer geschieht in deiner Seele, es ist okay!
Und NIEMAND hat das Recht, dir da auch nur irgendwie hinein reden zu wollen. Und schon gar nicht so, dass DU - du, die du da so unvorstellbar leiden musst - dich zu Rechtfertigungen genötigt siehst.

Ich umarme dich.
 
Dankeschön!
Ja , es tut noch mal mehr weh wenn man sich noch rechtfertigen ' muss ' . Ich hatte es vielleicht falsch ausgedrückt... keine Ahnung ... eigentlich wollte ich nichts anderes als ein wenig Zuspruch und Trost. Ich hatte die Zeilen geschrieben als es mir mitten in der Nacht sehr sehr schlecht ging und ich weder meinen Mann wecken wollte oder eine Freundin anrufen wollte . Ich wollte all mein Leid teilen und nicht alleine damit sein . Das ich solche Reaktionen damit auslösen könnte habe ich nicht geahnt. Aber es tut weh , obwohl ich dennoch die Worte verstehe und sie sicherlich auch teilweise berechtigt sind. Ob es noch ein Kind geben wird bezweifele ich auch mittlerweile. Zu groß ist der psychische Druck und meine Trauer. So kann kein Kind in mir wachsen :-(( der Gedanke ist sehr schlimm , denn wir können nicht mehr warten bis ich wieder stabiler bin .
Aber .... ich hoffe ich werde irgendwann wieder etwas glücklicher sein und wieder ein halbwegs schönes Leben führen können.
Danke an alle die schöne und liebe Worte für mich gefunden haben !!!
 
Liebe Te, all Deinen Schmerz kann ich so gut nachempfinden! Es ist unbeschreiblich, weil man ihn nicht wirklich mit einem anderen Menschen teilen kann. Als Mama möchte man das Kind beschützen und alles tun, damit es dem kleinen Wesen gut geht.
Doch wollte es das Schicksal anders.
Du hättest nichts tun können, so sehr Du Dich auch bemüht hast!
Dein Kind ist nun nicht mehr hier aber es hat Deine Liebe gespürt!
Es ist nicht verloren, denn es wird in Deinem Herzen weiterleben!
Du hast durch dieses verlorene Kind vlt. sehr Vieles auf den Weg mitbekommen.
Es zeigte Dir Mitgefühl, die Offenheit für andere Menschen und deren Leiden und deshalb solltest Du daran anknüpfen.
Viele Menschen bauen eine Mauer, hinter der sie sich verstecken und verbarrikadieren aber Du kannst auch andere Wege gehen.
Oft zeigt uns der eigene Schmerz wie sich andere Menschen in ähnlichen Situationen oder schmerzlichen Umständen fühlen.
Es macht auf eine besondere Art aufmerksam, mitfühlend und gibt ein anderes Verständnis.
Das sind Dinge, die Dir bewusst werden können.
Jeder Mensch wird im Leben schmerzliche Situationen erleben aber es gibt so viele Dinge, die unserer Beachtung wert sind.
Die Welt braucht empathische Menschen, die andere Menschen verstehen und trösten können.
 
So viele Fehlgeburten und trotzdem versucht man noch Kinder zu bekommen, obwohl man doch schon ein gesundes hat?
 
Hey,
das zu lesen hat mich echt zu Tränen gerührt
Ich weiß nur, wie es ist Mutter, Oma und Brüder gleichzeitig zu "verlieren". Kontaktabbruch. War besser so. Trotzdem vermisse ich die Kleinen.
Kann und will mir gar nicht vorstellen, wie schmerzhaft das sein muss, das zu erleben, was du erleben musstest.
Es ist kein Trost und ich weiß, es klingt hart. Aber wie wäre es dem Kleinen gegangen, wenn er überlebt hätte? Wie sehr wäre er eingeschränkt gewesen? Kann das nicht abschätzen, aber vielleicht hätte er in seinem Leben sehr darunter gelitten.
Falls du etwas mit dem Gedanken ein Leben nach dem Tod, Wiedergeburt anfangen kannst, kann ich dir ein Buch empfehlen. Kein Sachbuch, es ist eine Geschichte. Mir hat sie irgendwie sehr geholfen über meinen Schmerz hinweg zu kommen. Falls ja, kannst du mir ja schreiben, dann suche ich es dir raus. Es ist online und kostenlos, von einem Hobby-Autor geschrieben, aber unglaublich gut, wie ich finde.
Bitte tu dir selber den Gefallen und versuche es nicht weiter. Du hast eine sicherlich wunderbare Tochter, die darunter ebenfalls sehr leidet. Die Folgen von weiteren Fehlgeburten oder, dass das Kind stirbt, für dich, deinen Mann und deine Tochter kannst du dir denke ich selbst ausmalen.
Gehe weiter in Therapie, vielleicht woanders. Für deinen Mann wäre es eventuell auch was.
Ihr schafft das, da bin ich mir sicher.
Liebe Grüße
 
@TE: Du bist die Letzte, die sich hier für auch nur irgendwas rechtfertigen müsste! Ich hab bei diesen Worten, die ich zitiert habe, nur geweint. :wein:

...

Das waren wohl meine Worte..

Ich hatte auch schon mal eine Fehlgeburt und mir sind auch andere Dinge passiert , die schwer zu verdauen sind (sexueller Missbrauch und vor nicht all zu langer Zeit ein Todesfall) aber ich habe auch Pflichten gegenüber meinen Kindern und deshalb erlaube ich es mir nicht mich derartig gehen zu lassen. Es gibt Umstände im Leben u.a das Elterndasein wo man funktionsfähig bleiben muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich lasse mich doch auch nicht gehen... meiner Tochter gegenüber bin ich , so gut ich kann , eine gute Mutter und alles was ich möchte ist , das es ihr gut geht . Aber dennoch hat man mal Tage , die beschissen sind ( ich sag es einfach mal so wie es ist ! )
Manchmal kann man das weinen nicht unterdrücken aber dafür muss ich mich nicht hier rechtfertigen oder schämen ! Wir haben von jetzt auf gleich unseren Sohn verloren . Unser Fleisch und Blut , innig gewünscht und geliebt ! Da darf man traurig sein !!!! Das geht auch nicht einfach so weg !!! Eine Fehlgeburt ist schlimm , ja! Das weiß ich aus 3 mal Erfahrung! Aber es ist noch was anders wenn das Kind in den Armen lag und schon zu Hause war ! Es ist unbeschreiblich schrecklich . Und die Bilder vom Sterbenden Kind zu sehen und zu verarbeiten kann keiner verstehen, der es nicht selber erlebt hat !
Unser Sohn ist sehr Plötzlich verstorben ! Er hatte vorher nichts . Also : was wäre wenn er überlebt hätte stellt sich bei uns nicht ... diese Frage überdenken wir nicht, denn das macht nur noch mehr Gedanken und noch trauriger.
 
Was geht denn hier ab ? Ich habe doch niemanden über den Mund gefahren oder beleidigt. Und auch habe ich nie gesagt das
mein ' Schicksal ' das schlimmste von allen ist. Ich habe Mitgefühl jedem gegenüber dem etwas schlimmes wieder fahren ist. Ob Fehlgeburt, Tod oder sexuelle Übergriffe . Das ist alles schlimm !!!
Jeder geht anders mit Trauer um und ja , entweder man kann damit leben oder man zerbricht daran . Das ist leider wohl so.
Ich will doch auch garkein weiteres Kind ' auf Biegen und Brechen ' , das habe ich bereits in den vorherigen Beiträgen erklärt! Und natürlich bin ich dankbar und froh eine gesunde Tochter zu haben.
wenn man die anderen Beiträge gelesen hätte, dann wüsste man ,das ich mich sowohl in psychologischer als sich in Trauma Therapie befinde. Man hat immer mal gute und schlechte Tage ! Und da darf man auch mal traurig sein ! Es ist mein Kind was gestorben ist und diesen elterlichen Seelenschmerz kann wirklich nur jemand verstehen der selber ein Kind zu Grabe getragen hat. Natürlich geht es immer noch schlimmer ! Jeder hat sein eigenes Schicksal zu verarbeiten und alle einzelnen sind schrecklich . Aber hier auf mir rumzuhacken ist nicht schôn . Ich gehe auch zu einer Trauergruppe für Eltern verstorbener Kinder. Da wurde mir geraten bei 'Bedarf' seine Gedanken in einem Trauerforum rauszulassen. Aber wenn ich sowas hier lese ist es eher nur belastend .
 

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