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weinendeSeele
Gast
Jens, dies ist zwar Julies Thread und nicht meiner, aber ich will Dir trotzdem gerne antworten.
Was soll ich Deiner Meinung nach tun? Meinen Exmann zwingen, daß er seine Tochter öfter abholt?
Wenn er nun mal nicht mehr Zeit für seine Tochter aufbringen will, kann ich das auch nicht ändern. Und irgendwann wird meine Tochter (heute 5 Jahre) sicher merken, was sie an ihrem Vater hat (bzw. NICHT hat). Aber ich kann ihr ja schlecht den kompletten Umgang mit Papa verbieten.
Und bitte was soll der Satz, ich GÖNNE mir einen neuen Freund und der Kleinen muß mein Exmann als Vater reichen?
Was macht für Dich denn einen Vater aus?
Mein Freund kann ihr ebenfalls ein väterlicher Freund sein, auch wenn sie nicht "Papa" zu ihm sagt.
Vielleicht hast Du das nun auch falsch verstanden.
Ich versuchs nochmal: Mein Freund hat sich in die Erziehung nicht einzumischen. Basta.
Wenn sie ihn natürlich angeht (z.B. frech zu ihm ist), dann hat er natürlich das Recht zu sagen, daß das nicht ok ist. Dieses Recht hat jeder andere auch (Oma, Opa, Tante..), den sie (wie im Beispiel) "beschimpft" oder frech ist.
Wenn mich einer ihrer Kindergartenfreunde blöd anmacht, nehm ich mir auch das Recht raus zu sagen, daß es nicht in Ordnung ist.
Was ich mit Erziehung meinte: Wenn ich z.B. sage, daß es nun Zeit ist, ins Bett zu gehen, dann hat sie ins Bett zu gehen. Und wenn sie meinen Freund noch so sehr "anbettelt".
Wenn ich beim Einkaufen sage, es gibt kein Ü-Ei, dann möchte ich auch nicht daß mein Freund ihr eins kauft.
Wie soll das denn enden, wenn sie genau weiß, wie sie Dinge durchsetzen kann, indem sie ihre Bezugspersonen gegeneinander ausspielen kann?
Manchmal höre ich auch "bei Papa darf ich das und das aber". Ok, dann darf sie das bei Papa. Aber eben nicht bei mir. Und damit kommt sie sehr gut klar.
Sie weiß, daß sie im Gegensatz zu ihren Freunden eben nicht nur Mama und Papa hat, sondern daß da eben noch einer ist. Und sie sieht es sogar als Vorteil. Glaubs mir oder nicht. Sie hat durch die Trennung von meinem Ex und durch die Beziehung zu meinem Freund keinen Schaden bekommen.
Und eben damit sie mir nicht auf der Nase herumtanz, gibt es bei uns klare Regeln. Und die versucht auch jeder einzuhalten.
Auch mein Freund kommt damit bestens klar.
Er ist für meine Tochter Freund, aber auch Respektsperson. Aber eben nicht der Papa.
Was macht für Dich das Wort "Vater" aus? Klammert man sich denn nicht irgendwie immer nur an dieses Wort?
Ich z.B. bin auch ein Scheidungskind. Meine Mutter hat dann nochmal geheiratet. Für mich war das kein Problem, ganz schnell zu entscheiden, wer mein "Erzeuger" und wer mein "Vater" ist.
Der Erzeuger ist eben mein leiblicher "Vater". Aber der "richtige Vater" ist der 2. Mann meiner Mutter. Und ich habe niemals "Papa" zu ihm gesagt, sondern ihn auch mit Vornamen angesprochen.
Ich habe nämlich sehr schnell rausgekriegt, daß mein Stiefvater in all der Zeit mehr zu mir stand und mir mehr geholfen hat als mein Erzeuger.
Und ich denke, das wird meine Tochter auch noch mit der Zeit rausbekommen.
Allerdings würde ich mich niemals zwischen 2 Stühle drängen lassen. Wenn ein Mann nicht damit zurecht käme, daß ich ein Kind habe, dann ist das eben das Pech für den Mann.
Denn das Kind habe ich geboren und großgezogen. Es ist ein Teil von mir, der über allem steht. Auch über dem "tollsten Mann" der Welt (falls es sowas gibt).
Kein Mann der Welt wäre es wert, daß ich auch nur einen Gedanken daran verschwenden würde, mich zwischen ihm und meinem Kind zu entscheiden.
Ich hoffe, ich konnte Dir das alles nun ein bißchen besser erklären Jens.
Liebe Grüße vom
Seelchen
Wie bitte? DAS soll ein Vater sein? Für ein paar Stunden 1-2 mal die Woche? Und der Mann, mit dem du viel Zeit verbringst, soll für dein Kind nur dein neuer Freund sein? Du gönnst dir einen neuen Partner und dein Kind muss zusehen, dass ihm dein Ex-Mann als Vater ausreicht...also das machst du dir ein bisschen zu einfach!
Was soll ich Deiner Meinung nach tun? Meinen Exmann zwingen, daß er seine Tochter öfter abholt?
Wenn er nun mal nicht mehr Zeit für seine Tochter aufbringen will, kann ich das auch nicht ändern. Und irgendwann wird meine Tochter (heute 5 Jahre) sicher merken, was sie an ihrem Vater hat (bzw. NICHT hat). Aber ich kann ihr ja schlecht den kompletten Umgang mit Papa verbieten.
Und bitte was soll der Satz, ich GÖNNE mir einen neuen Freund und der Kleinen muß mein Exmann als Vater reichen?
Was macht für Dich denn einen Vater aus?
Mein Freund kann ihr ebenfalls ein väterlicher Freund sein, auch wenn sie nicht "Papa" zu ihm sagt.
Würdest du dich bitte mal in die Rolle deines Kindes versetzen: Soll es denn nun auf den neuen Freund hören oder nicht? Ja, wenn er Recht hat. Nein, wenn Mutti Recht hat oder wie? Soll es dein Kind etwa selbst entscheiden, ob und von wem es sich erziehen lassen will?
Vielleicht hast Du das nun auch falsch verstanden.
Ich versuchs nochmal: Mein Freund hat sich in die Erziehung nicht einzumischen. Basta.
Wenn sie ihn natürlich angeht (z.B. frech zu ihm ist), dann hat er natürlich das Recht zu sagen, daß das nicht ok ist. Dieses Recht hat jeder andere auch (Oma, Opa, Tante..), den sie (wie im Beispiel) "beschimpft" oder frech ist.
Wenn mich einer ihrer Kindergartenfreunde blöd anmacht, nehm ich mir auch das Recht raus zu sagen, daß es nicht in Ordnung ist.
Was ich mit Erziehung meinte: Wenn ich z.B. sage, daß es nun Zeit ist, ins Bett zu gehen, dann hat sie ins Bett zu gehen. Und wenn sie meinen Freund noch so sehr "anbettelt".
Wenn ich beim Einkaufen sage, es gibt kein Ü-Ei, dann möchte ich auch nicht daß mein Freund ihr eins kauft.
Wie soll das denn enden, wenn sie genau weiß, wie sie Dinge durchsetzen kann, indem sie ihre Bezugspersonen gegeneinander ausspielen kann?
Manchmal höre ich auch "bei Papa darf ich das und das aber". Ok, dann darf sie das bei Papa. Aber eben nicht bei mir. Und damit kommt sie sehr gut klar.
Sie weiß, daß sie im Gegensatz zu ihren Freunden eben nicht nur Mama und Papa hat, sondern daß da eben noch einer ist. Und sie sieht es sogar als Vorteil. Glaubs mir oder nicht. Sie hat durch die Trennung von meinem Ex und durch die Beziehung zu meinem Freund keinen Schaden bekommen.
Du solltest schnellstens mal klare Verhältnisse schaffen, denn dieser Zustand kostet deinem Kind und deinem Freund sehr viele Nerven. Wenn es so weiter geht, wirst du sie früher oder später beide verlieren, spätestens wenn dein Kind älter wird und heraus findet, wie es euch auf der Nase herumtanzen kann.
Und eben damit sie mir nicht auf der Nase herumtanz, gibt es bei uns klare Regeln. Und die versucht auch jeder einzuhalten.
Auch mein Freund kommt damit bestens klar.
Er ist für meine Tochter Freund, aber auch Respektsperson. Aber eben nicht der Papa.
Was macht für Dich das Wort "Vater" aus? Klammert man sich denn nicht irgendwie immer nur an dieses Wort?
Ich z.B. bin auch ein Scheidungskind. Meine Mutter hat dann nochmal geheiratet. Für mich war das kein Problem, ganz schnell zu entscheiden, wer mein "Erzeuger" und wer mein "Vater" ist.
Der Erzeuger ist eben mein leiblicher "Vater". Aber der "richtige Vater" ist der 2. Mann meiner Mutter. Und ich habe niemals "Papa" zu ihm gesagt, sondern ihn auch mit Vornamen angesprochen.
Ich habe nämlich sehr schnell rausgekriegt, daß mein Stiefvater in all der Zeit mehr zu mir stand und mir mehr geholfen hat als mein Erzeuger.
Und ich denke, das wird meine Tochter auch noch mit der Zeit rausbekommen.
Dieser "Entwurf" (wie Du es nennst) geht seit 3 Jahren sogar sehr gut.aber ich würde sagen, dass dein Entwurf von alleinerziehender Mutter + Freund so nicht lange gut gehen kann...
Allerdings würde ich mich niemals zwischen 2 Stühle drängen lassen. Wenn ein Mann nicht damit zurecht käme, daß ich ein Kind habe, dann ist das eben das Pech für den Mann.
Denn das Kind habe ich geboren und großgezogen. Es ist ein Teil von mir, der über allem steht. Auch über dem "tollsten Mann" der Welt (falls es sowas gibt).
Kein Mann der Welt wäre es wert, daß ich auch nur einen Gedanken daran verschwenden würde, mich zwischen ihm und meinem Kind zu entscheiden.
Ich hoffe, ich konnte Dir das alles nun ein bißchen besser erklären Jens.
Liebe Grüße vom
Seelchen