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Mein gesamtes Leben ist einfach nur eine Sackgasse

Lieber Oktay,

ich kann natuerlich nicht in die Koepfe deiner Familienmitglieder schauen... es ist schade, dass sie dich nicht psychisch "entlasten", doch muss oft viel Zeit vergehen, bis einige Menschen stark genug sind Schuldeingestaendnisse zu machen. Vielleicht wird dieser Tag nie kommen, vielleicht fuehlen sie sich tatsaechlich im Recht, vielleicht aber musst du dich erst aendern, damit auch sie es tun...

Zu Zeiten an denen ICH endlich am staerksten gegen den Strom geschwommen bin, ist mir, wider Erwarten, der meiste Respekt entgegengebracht worden.

Fuehle dich bitte nicht verletzt, wenn ich das so jetzt sage, aber momentan machst du mir den Eindruck dich in einer Opferposition zu befinden. Ohne Frage, als Kind warst du das auch. Doch jetzt bist du im besten Alter. Das, was dir deine Familie teilweise gesagt hat, war einfach grosser Mist. Offensichtlich wussten sie sich nicht anders zu helfen, als dich mit Verletzungen "ruhig zu stellen". Offensichtlich kamen sie mit deinen Konfrontationen nicht klar. Das ist sehr schade, aber Vergangenes koennen wir nicht aendern.

Aus deinen Texten wird nicht klar inwieweit deine Familie tatsaechlich noch Macht ueber dich hat. Du schriebst, dass sie Entscheidungen fuer dich treffen. Mir ist nicht klar, wie und wo... wenn du nicht darueber oeffentlich schreiben moechtest, dann gerne per pn.

Alles Gute.
 
Liebe Cenerentola,

Also mittlerweile haben sie keine grosse Macht mehr. Aber bei Dingen wie z.B. meinem Urlaubsziel, Wann ich wie Geld ausgeben soll usw. wollen sie immernoch irgendwie bestimmen. Also bei alltäglichen Dingen. Ich habe denen oft gesagt das dies mein Leben ist und sie nix zu melden hätten. Sie aber kapieren es einfach nicht. Unter dem Vorwand "Wir woll(t)en doch nur das beste für dich" kommen sie an. Wenn ich dann halt "ablehnend" reagiere, bin ich immer das schwarze Schaf in der Familie.

Für sie ist es einfacher mich zum Sündenbock zu machen, als Gewohnheiten zu ändern. Es kann nicht sein das ich mich für Akzeptanz in meiner Familie "extra doppelt und dreifach" anstrengen muss, während andere teils jüngere Familienmitglieder wie Cousins/Cousinen dies ohne diese Mühe von Hause aus bekommen. Ich nenne sowas strikte Bevorzugung. Das liegt aber auch grösstenteils daran, das sie alle bei ihren Eltern aufwuchsen und eine angenehmere Kindheit hatten(Bezogen auf meine Cousins usw.). Sie nehmen sich das Recht sich querzustellen und auch schonmal wortgewandt sachlich aber dennoch direkt, Respekt/Akzeptanz zu verlangen. Diese Grundlage fehlt mir halt. Ich kann von mir aus auch schreien und mit der Faust auf den Tisch hauen. Werde sowieso nicht für voll genommen. Wenn ich z.B. bestimmte Entscheidungen einfach treffe, verurteilen sie mich dann prompt. Ich hätte gefälligst bescheidzugeben usw. Sie, also sprich meine Grosseltern können bzw. wollen sich aus der Gewohnheit heraus, nicht von mir loslösen.

Ich sehe mich ja ehrlichgesagt auch nicht mehr in der Opferrolle. Aber ich war es in meiner Kindheit bis einem gewissen Alter. In dieser Zeitspanne ging innerlich soviel kaputt wie nur irgend möglich Aber das seelische bleibt halt nunmal drin.
So sehr ich es vergessen und mich davon loslösen will. Einfach wie nen Lichtschalter betätigen ist es nicht. Es ist eher eine lange Prozedur.

Danke fürs Lesen dieser Zeilen

Oktay
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe euch eine Neuigkeit mitzuteilen. Da ich diese Woche noch Urlaub habe, nahm ich mir vor
endlich den 1. Schritt zur Gesundung zu machen. Werde nachher um 16 Uhr zum psychologen gehen
und diesen Weg wagen. Den Psychologen habe ich übers Internet und die Bewertungen ausgewählt.
Es war nicht einfach für mich, aber schliesslich muss es sein. Die Selbsterkenntnis ist doch schliesslich
der beste Weg zur Besserung.

Es muss sein, das ich mich von meinen sog. "Altlasten" lösen muss. Man kann nicht mit einer Hand ewig
die Vergangenheit festhalten, denn mann braucht beide Hände für die Zukunft. Eingentlich würde ich mir
selber nen Tritt in den Hintern verpassen, warum ich schon nicht viel früher so gedacht habe wie jetzt.
Ich habe echt nur versucht weiter zu machen. Um jeden Preis, muss man weiter "funktionieren" dachte
ich immer. Aber jetzt erst merke ich das mein Körper seinen Tribut zollt.

Für alle die mich versuchten zu verstehen und meine wennauch traurigen Texte gelesen haben, Danke
ich sehr. Vorallem der pecky-sue und der Cenerentola. Auch all den anderen die meine Texte gelesen
haben. Ihr habt mich ermutigt weiterzumachen. Nicht aufzugeben und die schönen Dinge im Leben zu
sehen usw. Na Klar, es wird für mich nicht einfach werden, bin aber bereit diesen Weg zu gehen. Egal
was kommt. Denn ich bin gern bereit einen mühsamen Weg auf mich zu nehmen, wenn das Ziel Glück,
zufriedenheit usw. bedeutet. Die Batterien müssen aufgeladen werden. Aber ich werde schön langsam
schritt für schritt mich vorarbeiten.

Falls ihr euch jetzt fragt, war es das jetzt und ich wäre weg. "Nein" das war es nicht und Ich bleibe euch
erhalten. Auf alle Fälle werde ich euch immer am laufenden halten. Also macht euch deshalb keine Sorgen

Oktay
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Cenerentola,

also mein erstes Treffen hatte ich noch nicht gehabt. Ich kann erst ab
dem 10. Sept. nen Termin nehmen. Aber ich denke mal das es gut sein
wird. Zumindestens als ich gefragt wurde warum ich nen Termin will,
hab ich einiges angeschnitten sprich erzählt. Das wird hoffentlich gut
werden. Ich sehe nämlich keine andere Lösung, als diese innerlichen
"Altlasten" rauszulassen, zu verarbeiten. Irgendwie muss ich davon
loskommen. Es gibt bestimmt für mich wieder bessere Zeiten im Leben.
Mal sehen was sich ergibt

Liebe Grüsse

Oktay
 
Zuletzt bearbeitet:
Allein das Reden wird dir helfen.
Und es braucht alles auch seine Zeit in einer Therapie.
Bei dir ist ein Fass aufgegangen und jetzt sprudelt die Wut und Enttäuschung aus dir heraus.
Das kann sehr heilsam sein und irgendwann trocknen auch die Tränen.
Besser, als alles in sich hineinzufressen.
Wir dürfen sauer auf unsere Eltern/Großeltern und ihre Fehler sein, müssen uns das erlauben. (Denn als Kinder mussten wir ja still und dankbar sein.)
Irgendwann ist das Fass leer und wir sind dann auch wieder in der Lage, das Positive an der Familie zu sehen.
Mir hat es geholfen, während der Wut-Phasen den Kontakt zur Familie zu beschränken auf das Maß, das ich verkraften kann.
Viel Glück.
 
Morgen Cenerentola,

das erhoffe ich mir doch, das ich durchs "ausschütten" meiner Seele beim Psychologen Besserung
erfahre. Ich habe es allzulange mit mir mitgeschleppt. Das darf nicht mehr passieren. Vorallem da
ich jetzt auf einmal "Sympathisanten" in der Familie gefunden habe. Meine Mutter hat sich auf
meine Seite gestellt. Auch meine beiden Tanten. Ich habe früher immer gedacht, das sie alle auf
der Seite von meinen Grosseltern sind und mich als das "schwarze Schaf" in der Familie ansehen.
Aber wie ich wohlgemerkt habe, ist dem nicht mehr so. Die Menschen ändern sich.

Meine Mutter hatte noch anfangs immer stur alles verleugnet gehabt, so wie ich es in einer meiner Anfangsbeiträge schrieb. Aber sie erzählte mir, das meine Oma/Opa(Ihre Eltern) sich ihr gegenüber auch nicht immer gut benommen haben, sie aber aus Respekt heraus jahrelang immer schwieg. Jetzt hat sich halt ergeben, das sie sich ihren Eltern gegenüber endlich wehrt. Auch wenn diese Unterstützung mir gegenüber, nur mündlich ist... So ist es dennoch aufbauend. Ich habe endlich das Gefühl man versteht mich. So hätte es eigentlich schon vor jahrzehnten sein sollen. Aber es ist nunmal so: Lieber spät als nie.

Darum mache ich mir in dem Punkt keine Sorgen mehr. Sie sollen mir nur seelisch beistehen anstatt im Weg zu stehen. Mehr ist auch nicht von Nöten.
Der Urlaub ist Vorbei. Nächste Woche geht es wieder mit der Arbeit los, was auch eine Abwechslung ist

Liebe Grüsse

Oktay
 
Zuletzt bearbeitet:
Das freut mich zu hoeren, lieber Oktay. Meist ist es so, dass, sobald man anfaengt sich aktiv selber zu helfen und MUT faesst, die Dinge positiv ins Rollen kommen. Bezueglich deiner Mutter: Oft handeln oder geben sich anders als sie gerne wuerden, weil sie Angst haben...

Alles Liebe.
 
Nabend Cenerentola,

je mehr und mehr ich darüber spreche, sei es mit meiner eigenen Mutter oder mit anderen
Familienmitgliedern(ausser Oma/Opa) umso mehr fühle ich mich befreiter zum teil. Jetzt im
Nachhinein merke ich, alles was ich mache, mach ich für mich.
Vorallem da ich jetzt merke, das meine Mutter eigentlich hinter mir steht seit sie endlich
ihren Mund aufgemacht hat und mit mir geredet hat. Seitdem gehts mit mir auch wieder
Bergauf. Ich habe nicht mehr dieses Gefühl "niemand hört mir zu und versteht mich". Seit
ich mich geöffnet habe und mein Herz ausschüttete bei meiner Mum, ist es zwischen uns
beiden regelrecht besser geworden.
Was aber nicht bedeuten soll das ich vergesse, was man mir damals angetan hat usw. Das
werde ich niemals vergessen. Aber weiterhin miteinander kühl und distanzierter zu sein ist
für garkeinen von uns Sinnvoll.
Ich habe einfach mir den Mut gefasst und bin auf meine Mutter zugegangen. Hab ihr einfach
alles erzählt was mich seit der Kindheit belastete.
Sie konnte es echt nicht fassen, das ich solche Trauer und Wut bzw. Einsamkeit in mir hatte.
Aber seitdem ich offener mit ihr umgehe und auch mehr und mehr mit ihr kommuniziere, gehts
mir besser... Stück für Stück natürlich

Mal sehen was diese Entwicklung mit sich bringt. Ich hoffe doch nur positives

Oktay
 

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