Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Mein Freund möchte keine Kinder

Shelly07

Neues Mitglied
Guten Abend,
Ich (w25) habe vorhin mit meinem Freund (m30) telefoniert. Er hat heute einige Stunden auf seinen 9M alten Neffen aufgepasst. Bisher waren wir uns beide unschlüssig ob wir selber jemals Kinder möchten. Wir sind auch erst seit einem halben Jahr zusammen. Heute sagte er aber "als ich heute auf meinen Neffen aufgepasst habe ist mir klar geworden, dass ich gerne Onkel bin aber ich möchte kein Vater werden" ich hab direkt gesagt, dass das doch in Ordnung ist und ich mir ein gemeinsames Leben auch ohne Kinder vorstellen kann, weil mir die Liebe zu ihm größer erscheint als der Wunsch nach Kindern. Er sagte dann, dass er nicht möchte, dass ich mich hinten anstelle und auf etwas verzichte nur wegen ihm. Im Telefonat hab ich es sogar ernst gemeint, dass mir Kinder nicht wichtig sind und ich lieber die Zukunft mit ihm habe als ohne ihn aber mit Kindern. Jetzt liege ich im Bett und bin irgendwie total traurig darüber, dass ich ihn nie als Vater erleben werde. Nichtmal, dass ich keine Mutter werde macht mich traurig sondern einfach der Gedanke, dass er der wundervollste Vater auf der Welt wäre und ich das aber nun nie erleben werde. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll.
 
Hallo Shelly07,

das liest sich wie das übliche "Fracksausen", wenn das Thema "Kinder" ansteht. Er kann sich nicht in dieser Rolle wiederfinden und der "Test" mit dem Neffen scheint schief gegangen zu sein. Aber war der auch aussagekräftig? Mit den Kindern anderer ist es nämlich etwas ganz anderes.

Kinder in seinem Leben zu haben bedeutet unter anderem, dem Unbekannten und Verdrängten in uns selbst und dem Kind gegenüber offen zu sein und auch die Bereitschaft, sich darauf einzulassen. Ohne Kinder lässt sich das Leben für viele Menschen leichter planen, aber mit Kindern mischt Mutter Natur in weit größerem Umfang mit und das ist nicht immer willkommen. Unsere Individualität und unsere Freiheit sind uns wichtig, auch wenn sie nur theoretischer Natur sind, denn wir sind alle Teil verschiedener "Räderwerke", ob nun freiwillig oder nicht.

Deiner blumigen Wortwahl bei der Beschreibung seiner Vaterrolle entnehme ich, dass da wohl noch mehr in Dir schlummert, als die intellektuelle Verarbeitung gerade preisgibt. Vorstellbar ist so vieles, auch wenn man den Partner nicht "verschrecken" will. Ich kann Dir als Vater nur sagen, dass ein Kind für mich das fordernste, erschreckendste und glücklichste Abenteuer meines Lebens war und ist und sich fast nichts wie geplant ergeben hat.

Sechs Monate sind noch keine lange Zeit, aber vielleicht ist er ein möglicher Kandidat, damit ihr gemeinsam herausfinden könnt, dass eure "Bestimmung" vielleicht doch mehr umfasst, als ihr bislang gedacht habt. Manchmal sucht der Job die Frau/den Mann. Ihr redet darüber. Das ist was Gutes, aber oft erst der Beginn eines Weges.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ihr seid noch jung, vor allem Du. Dies muss doch noch keine endgültige Entscheidung sein. Außerdem wisst ihr beide nicht, wie eure Beziehung sich irgendwann entwickelt. Ihr seid erst ein halbes Jahr zusammen, das mag dir lang vorkommen ist aber wirklich kurz und gerade ist noch rosarote Brille und so. Ob eure Beziehung und Zukunftsplanung in den nächsten Jahren noch standhält wird sich zeigen. Sollte es aber dabei bleiben, dann kannst du ihm nicht vorwerfen in beispielsweise 5 Jahren, dass er keine Kinder haben wollte du aber eigentlich schon. Denn es war ja von vorn herein klar.
 
Joa. Warte mal noch 5 Jahre und sprecht dann nochmal darüber. Möglicherweise ändert sich sein Wunsch nochmals. Vielleicht ändert sich aber auch deiner dann nochmals. Ansonsten hat er ja gesagt du sollt dich nicht hinten anstellen. Wenn du also jetzt doch willst bleibt dir halt nur die Trennung mit viel Herzschmerz und das Suchen nach seinem potentiellen Papa.
 
Jetzt liege ich im Bett und bin irgendwie total traurig darüber, dass ich ihn nie als Vater erleben werde. Nichtmal, dass ich keine Mutter werde macht mich traurig sondern einfach der Gedanke, dass er der wundervollste Vater auf der Welt wäre und ich das aber nun nie erleben werde. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll.
Naja, man muss jetzt kein Psychologie-Studium absolviert haben, um zu erkennen, dass sehr wohl der Wunsch in dir schlummert, mit deinem Freund eine Familie zu gründen.
 
einfach der Gedanke, dass er der wundervollste Vater auf der Welt wäre und ich das aber nun nie erleben werde.

Das ist reine Fantasie/Wunschtraum von dir.

Lass euch Zeit, ihr seid noch jung und erst frisch zusammen.
Aber behalte im Hinterkopf dass er keine Kinder will.
Falls du in 5 Jahren doch willst, dann würde ich mich erst mit dem Problem befassen.
Bis dahin kann sich viel ändern, entweder dass du auch nicht mehr magst, oder dass er dann doch mag (damit darfst du aber bitte nicht rechnen) oder dass die Beziehung die ersten Jahre sowieso nicht übersteht.
Alles ist möglich.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben