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Mein Freund ist gewalttätig und ich glaube ich brauche das

sag mal, hast du keine angst das er dich irgendwann mal umbringt in seinem "wahn"????

ich meine hallo, hier geht es um vergewaltigung, schläge, körperliche und seelische erniedrigungen.... und das alles noch gemixt mit drogen ... ich finde du spielst da ein gefärliches spiel mit....
 
danke für eure zahlreichen antworten, die haben mich sehr zum nachdenken angeregt.
ich fasse nochmal zusammen:
ich scheine offensichtlich eine sexuell devote neigung zu haben (habe mich darüber nun näher informiert und kann mich durchaus damit identifizieren) und er begegnet diesem thema nicht mit feingefühl und verantwortungsbewusstsein, sondern nutzt es dazu aus seine taten sozusagen zu "legitimieren", weil ich es doch "nun mal so will". das ganze führt also zu einem starken emotionalen abhängigkeitsverhältnis, weil ich ihn auf der einen seite zur bedürfnisbefriedigung brauche, bedeutet aber auch auf der anderen seite, dass ich dafür aber auch zu viel in kauf nehme und nicht weiß, wo das ganze enden wird, wo die grenzen sind und ob es nicht doch irgendwann auch mal gefährlich eskalieren wird. das stimmt schon, es ist wirklich schwer für mich ihn einzuschätzen. ich kann nicht sagen, ob er nicht doch mal richtig ernst machen und ganz ausrasten wird, zumal sich die gewalttätigen übergriffe und seine kontroll- und eifersucht auch immer mehr häufen.
ob ich mich jetzt aber traue in so einem stammtisch über meine gefühle und mein innenleben zu reden, mag ich mal in frage stellen. in solchen sachen bin ich nämlich eigentlich eher sehr zurückhaltend und kann mich schlecht anvertrauen (deswegen ja auch dieser anonyme weg hier übers internet). desweiteren möchte ich auch eine feste beziehung mit zukunftsperspektive führen, die nicht nur auf die befriedigung irgendwelcher bedürfnisse abzielt, sondern liebe und auch sex vereint. ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass man bei solchen treffen potenzielle lebensgefährten findet, aber vielleicht habe ich da auch einfach unberechtigterweise vorurteile.
ich hänge aber auch deswegen so sehr an ihm, weil er nun mal meine zweite beziehung ist und ich davor schon eine langjährige beziehung beenden musste, weil es einfach nicht mehr ging und mich das unglaublich fertig gemacht hat. das klingt jetzt vielleicht blöd, aber ich bin recht konservativ erzogen worden und wollte eigentlich immer meinen ersten freund heiraten. ich mag einfach nicht sofort aufgeben und zum nächsten übergehen, zumal ich auch sehr lange brauche um mich überhaupt auf einen mann einzulassen. das ist irgendwie alles sehr verwirrend: ich kann mich nicht trennen, weiß aber dass das hier ungesund ist, was ihr mir auch nochmal stark verdeutlicht habt. aber die trennung scheint mir so schwierig, weil ich alleine schon beimm bloßen gedanken daran verlustängste und panikzustände bekomme.
auch fühle ich mich für die situation irgendwo stark verantwortlich und schuldig, weil ich das gefühl habe, dass es erst richtig schlimm ist, seitdem ich angedeutet habe, dass ich es schon eher mag, wenn er den ton angibt. zwar war er auch davor schon sehr dominant, hat mir viel schläge angedroht etc. aber umsetzen macht er das eigentlich erst seitdem ich mit ihm ein wenig über unser sexuell leben gesprochen habe und zu ihm meinte, dass ich es eben mag, wenn er mich dominiert. wahrscheinlich schlummerte das sowieso immer in ihm, wie er sich benimmt, aber ich habe es noch zusätzlich verstärkt und verschlimmert. irgendwo bin ich also offenbar selbst schuld daran.
kann man denn nicht vllt nochmal mit ihm reden, ihn drum bitten, dass er verantwortungsvoller ist? muss denn die trennung immer gleich die einzige möglichkeit sein? ich meine in jeder beziehung gibt es doch irgendwo defizite, man muss nun mal in JEDER beziehung an einem harmonischeren verhältnis arbeiten. vllt muss es ja doch nicht so weit kommen, dass es gänzlich eskaliert?!
das bereitet mir echt kopfschmerzen ...
 
man kann sich vieles einreden und dann kommt irgendwann das bittere Erwachen. Es ist dein Leben und an sich zeigst du dich unwürdig gegenüber diesem wertvollen Geschenk.

Du zeigst kaum Selbstwertgefühl wenn du dich für einen Problemtypen wegschmeisst.

Ich hoffe du findest zeitnah einen guten Therapeuten mit dem du einen besseren Weg für dich finden wirst.

Neben deiner sozialen Verantwortung die du dir selbst gegenüber hast solltest du auch an deine Verantwortung ggü der sozialen Gemeinschaft denken. Wer zahlt deine Krankenhausaufenthalte wenn er eskaliert, wer die Strafverfahren die folgen könnten, wer die psychischen erkrankungen mit denen du es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu tun bekommst?

Ein guter Freund von mir ist Masochist, aber er hat nen ganz normalen Beruf, Familie und lebt seine Sexualität nicht auf Kosten anderer aus. Er zahlt dafür aus eigener Arbeit und Tasche. Und es ist ein himmelweiter Unterschied ob du professionelle S-M praktizierst oder ne eher pathologische, also krankhafte Eigenbastelvariante, bei der du dich voll bewusst selbst gefährdest.

Mit einem Suchtkranken kann man nicht reden und du solltest von der Illusion runterkommen dass du einen verkorksten Menschen ändern kannst. Fortschritte gäbe es allenfalls wenn ihr beide Einsicht zeigen würdet dass ihr beide professionelle therapeutische Hilfe nötig habt und ganz hart an euch arbeiten müsst damit ihr im Leben klar kommt. Fragt sich allerdings ob ihr beide dazu bereit seid. Auf Dauer wird sich erweisen aus welchem Holz ihr geschnitzt seid und ob ihr genügend geistige Reife besitzt um zu überleben und darüber hinaus gut zu leben, oder nur rumkrebst auf Kosten anderer und dabei weiterhin um eure Ichmacken im Kreis herumtanzt.

Die einzige Möglichkeit wäre aus meiner Sicht, dass ihr euch (zumindest vorläufig) trennt und erstmal beide erwachsen und eigenständig werdet und dann weiter guckt.

Was ist mit Berufsausbildung? Job?
Freundeskreis und andere wichtige Dinge im Leben. Du solltest dir ein soziales Netzwerk aufbauen anstatt dich auf Problemtypen zu fixieren.

Tyra

sei ehrlich zu dir selbst..an sich könntest du dich trennen, willst aber nicht, weil dein Leidensdruck offenbar noch nicht groß genug ist..nochmaliger Rat: so schnell wie möglich professionelle therapeutische Hilfe suchen und annehmen. Fürs erste wäre auch ne Lebensberatung bei Caritas oder Diakonie ganz gut, damit du dein Leben auf die Reihe bekommst.
 
Zuletzt bearbeitet:
für mich liest sich das ganze wie ein Stockholmsyndrom - wenn Menschen plötzlich zu ihren Peinigern oder auch zukünftigen Mördern eine freundschaftliche Beziehung oder gar eine Liebesbeziehung aufbauen, spielt die Psyche verrückt. Menschen die sich in diesem Vorhof der Hölle befinden können im Grunde genommen nur dritte Personen heraushelfen. Jedoch wird dies über das Internet schwierig sein, da nur eine Person des Vertrauens aktiv helfen kann. Das kann unter Umständen erst einmal ein Frauenhaus sein, oder letztendlich der Staatsanwalt. Der TE hier ist Opfer mehrerer Verbrechen, dem letzen Verbrechen welches dem TE zu teil wird, wird jener nicht mehr schreiben können. 🙁

Viele Grüße

Lumpi
 
Hallo,

zunächst zum Verhalten Deines Freundes: diese Art Besitzanspruch kann gefährlich werden, besonders, wenn sie unbeherrscht ist. Eifersucht in Massen ist ok, aber Besitzen tut Dich niemand. Du kannst Dir im Grunde nicht sicher sein, welches die echte Seite Deines Freundes ist, oder? Beide scheinen schlecht zusammen zu passen, also, welches ist sein wahres Gesicht?

Wenn Dir diese Behandlung gefällt, ist es ok, solange Du bei ihm bleiben willst. In meinen Augen kannn es problematisch werden, wenn Du Dich von ihm lösen willst. Manche Typen ticken dann aus, werden wild und lassen Dich nicht gehen! Ich weiss nicht, ob Du dem nicht etwas entgegen wirken solltest ...

Deine masochistischen Neigungen - manchmal entdeckt man etwas Neues an sich. Du musst Dir nur klar werden, was Du eigentlich suchst. Ob es Liebe ist, musst Du selbst beurteilen.
 
Na nun seid doch nicht so deprimierend mit Euren Prognosen. Es stirbt sich nicht so schnell.
Oder wie heißt es so treffend: Tod Geglaubte, leben länger!
Masochisten sind zäh! Also Zähne zusammenbeißen und auf ein Neues!
Und was sind schon ein paar ausgeschlagene Zähne und einige wenige kleine Knochenbrüche, gegen das Gefühl "geliebt zu werden".
Zugegeben dies ist die etwas derbe Form zwischenmenschlicher Vertrautheit und Nähe,
die Variante zwischen Zuhälter und weib. Partner,etc.!
Allerdings so ehrlich und transparent, daß die Regeln klar und einfach sind.
Es gibt so viele feiner, kultiviertere Spielarten des "Bösen", die kaum zu durchschauen sind und ebenso enorme gesellschatliche Kosten verursachen. Und auch ansonsten nicht minder fatal von den Langzeitfolgen aus betrachtet, sind.
Allerdings nicht so häßlich aussehen.
 
zu sagen dass man etwas braucht kann auch einfach ne billige Ausrede dafür sein nichts ändern zu wollen..sich ganz seiner Ohnmacht hin zu geben. Und natürlich steckt viel Zwangsverhalten dahinter, Sucht etc.
Um einen gesunden Masochismus handelt es sich ja hier eher nicht sondern eher um vorsätzliche Selbstgefährdung und dazu sage ich als Mensch schlichtweg: Nein, das ist S****. Der Preis ist hier einfach zu hoch, ein Preis den ja letztlich nicht nur die TE sondern auch die soziale Gemeinschaft mit zahlt auf die eine oder andere Weise...indem z.B der Täter nachdem er mit dieser Frau fertig ist und damit so lange durchkam die nächste schnappt etc.

Es gibt Hilfsmöglichkeiten bleibt zu hoffen dass ein Restfunke an Einsicht vorhanden ist diese zu nutzen.

Liebe ist es eher nicht sondern eher Selbsthass und Selbstverachtung indem jemand sich gute Behandlung versagt und mit seinem Leben rumspielt.

Beim Stockholmsyndrom ist es ja auch eher so eine Art Hörigkeitsliebe und hündische Liebe aus Angst vorm Herrn sich diesem unterwerfen in der Hoffnung dadurch am leben zu bleiben etc. Leben ist das natürlich nicht sondern eher überleben und das eher schlecht als recht.....aber einige krallen sich ja an schlechte Gewohnheiten...wenn die Gewohnheiten zu gefährlich sind wird man dann weg selektiert. Das nennt sich natürliche Auslese.

Mein Rat nochmal: dringend professionelle Hilfe suchen und annehmen!
 
ich war gestern bei ihm und da ist mir nochmal einiges klarer geworden. einer von euch schrieb hier, dass ich wohl selber nicht sagen könne, wie mein freund nun wirklich ist. eigentlich hätte ich erst antworten wollen, dass ich denke, dass er eigentlich lieb ist, jedoch ab und an eben ausraster hat. dass ich aber eigentlich wirklich keine ahnung habe was und wie er nun ist, durfte ich dann gestern spüren. wir waren bei ihm zuhause und hatten uns eigentlich die ganze zeit richtig gut verstanden und dann auf einmal fing er wieder an von wegen ich würde doch mit anderen typen rummachen und keine ahnung was (wir haben fernsehen geguckt und da habe ich auf so einen typen geguckt, aber eher beiläufig), wieder aus völlig heiterem himmel. dann hat er mir gesagt, dass ich verschwinden soll. ich fragte nochmal, ob das denn sein ernst ist und er meinte einfach nur: "verschwinde!" und das obwohl ich bereits ein wenig getrunken hatte und eigentlich nicht mehr wirklich in der lage war völlig unbeeinträchtigt auto zu fahren. ich bin also gegangen, los gefahren und schon kamen prompt sms von wegen ich würde mich total S**** benehmen und was denn das jetzt soll und dass er froh ist mich endlich los zu sein etc. anstatt sich zu entschuldigen, hat er alles auf mich geschoben, mich beleidigt und mir gesagt, dass ich doch krank sei. zuhause angekommen habe ich versucht zu schlafen, doch die sache hat mich einfach nicht los gelassen, ich war so verletzt und kam mir so wertlos vor. was ich anschließend getan habe war dann sehr dumm: ich bin wieder zu ihm gefahren, habe ihn wach geklingelt und gefragt, was das denn soll, dass er ständig versucht mich fertig zu machen und ob es ihm denn wirklich so viel spaß macht mich immer derart nieder zu machen. er kam dann auf mich zu, meinte ich wäre doch verrückt, dass ich jetzt hier auch noch so ein theater mache (vllt hat er damit ja wirklich recht?!) und dass ich jetzt richtig schläge von ihm bekomme. dann ist er zielstrebig und wütend auf mich zu, hat schon die hand gehoben und ich bin dabei vor schreck und angst irgendwie ruckartig zurück und auf den boden gefallen. und dann war er auf einmal wieder wie ausgewechselt: er hat mich vom boden aufgehoben, mich ins zimmer getragen und meinte dann irgendwie mit total zittriger stimme zu mir (vielleicht hat er geweint?! hat sich leicht danach angehört): "denkst du wirklich ich könnte dir ernsthaft was antun?" und ich hab dann einfach nur die ganze zeit geweint, weil ich gar nicht mehr weiter wusste, ich wusste auch gar nicht, was ich darauf antworten sollte. ich hätte ja nicht sagen können: "ja, denke ich manchmal schon, schließlich bist du schon so oft vor dingen nicht zurück gescheut." und nachdem ich mich dann irgendwie etwas beruhigt hatte, fing er dann wieder an die ganze zeit höhnische bemerkungen zu machen, mich verrückt zu nennen, auszulachen, mich zu beleidigen. dann sind wir irgendwann schlafen gegangen, er hat mich ignoriert, ich habe leise geschluchzt und dann kam er dann doch zu mir und wollte auf einmal sex.
das ganze ist so belastend, ich weiß wirklich nicht wie er richtig ist, wie sein wahres gesicht aussieht. von einer sekunde auf die nächste ist es als würde bei ihm ein schalter umgelegt werden und er ist auf einmal ganz anders. ich brauche aber zuverlässigkeit in meinem leben, ein gefühl von sicherheit. manchmal glaube ich, dass ich so abhängig von ihm bin, weil er mich so behandelt wie meine mutter mich in meiner kindheit: ablehnen, dann wieder total fürsorglich sein, die schuld immer bei mir suchen, sagen ich sei ein entartetes kind, was krank ist und mich fragen, womit man das doch verdient, mich ohne wirklichen grund ohrfeigen und dann noch aggressiv werden, weil ich deswegen weine, am nächsten tag aber so tun, als sei niemals etwas geschehen und dann wieder der liebste mensch von welt sein, um mich dann aber bei der nächsten gelegenheit bloß zu stellen und mir dann als entschuldigung teure sachen zu kaufen. auch sie hat mir immer angedroht mich rauszuschmeißen und sitzen zu lassen, wenn ich nicht nach ihren regeln spiele und stets ihre entscheidungen befürworte. beide sind sich enorm ähnlich. ich frage mich nur, weshalb ich mir offenbar tatsächlich einbilde, dass ich das brauche?! ich habe auch schon einmal versucht eine therapie zu machen, weil ich schon immer zu selbstzerstörerischen verhalten neigte (SVV, mehrere selbstmordversuche, anorexie ...), aber die meinte dann zu mir, dass ich dafür mindestens 2 - 3 mal die woche kommen und das aus eigener tasche bezahlen müsste. da ich aber finanziell von meinen eltern abhängig bin und die der meinung sind, dass es mir doch an nichts fehlen kann, werde ich das geld dafür also nicht aufbringen können. ich bin in dem thema zwar nicht allzu versiert, aber ich würde auch mal behaupten, dass der staat mich, angesichts des geldes das meine eltern zur verfügung haben, sicherlich NICHT finanziell unterstützen wird. ich weiß irgendwo auch selber gar nicht wo mein problem ist und warum ich so ein geringes selbstwertgefühl habe und das leiden brauche. ich habe objektiv betrachtet alles: ich sehe richtig gut aus (zumindest sagen das ständig alle), bin dünn (nicht nach meinem bewertungsmaßstab, aber objektiv betrachtet), habe geld, bekomme alles was ich will, fahre ein super auto (keiner meiner freunde fährt etwas vergleichbares), habe einen einserdurchschnitt und werde wegen meiner kompetenzen in der uni respektiert ... und dennoch bin ich nicht glücklich. beinahe jeder beneidet mich und ich kann das nicht mal nachvollziehen,weil ich immer denke die sind doch alle glücklicher als ich. und ich brauche es zu leiden, obwohl ich so viel hab, obwohl es doch eigentlich gar keinen grund dafür gibt. ich begreif einfach nicht, was da schief gegangen ist. mein freund passt ja auch eigentlich nicht mal zu mir. er hat einen wesentlich geringeren bildungsstand, kommt aus einer sehr einfachen familie, besitzt einen geringeren sozialstatus, drückt sich in "gossensprache" aus und ist eher proletenhaft. und dann fahre ich so auf ihn ab?! ich versteh die welt einfach nicht mehr ...
werde versuchen mich an irgendeine einrichtung zu wenden, obwohl ich eigentlich ein befürworter des "unter den teppich kehrens" bin, weil ich eigentlich gar keine zeit habe, um all die sachen aufzuarbeiten und mich mit meinem seelenleben zeitintensiv auseinander zu setzen. dann kommen die dinge doch nur hoch, von denen man eigentlich gehofft hatte, dass sie erfolgreich verdrängt wurden und sie dann nochmal erleben zu müssen, tut umso mehr weh ...
 
im alltag bin ich eher enorm stark, setze mich durch, vermittle selbstbewusstsein, seriösität und kompetenz.

Deine devote Ader kann ich schon nachvollziehen. Auf sexuelle bezogen. Im Bett mag ich das auch, gibt mir nen Kick. Aber bei mir ist das sehr differenziert, das findet halt wirklich nur im Bett statt. Mit meinem Einverständnis, auf meinen Wunsch hin.

Im Alltag wäre das ein NO-GO, absolut, dass mich ein Kerl so behandelt.

Diese Spaltung gibts ja öfter. So der erfolgreiche Karrieretyp, der 100te von Arbeitnehmern diligiert und des nachts heimlich zu ner Prostituierten schleicht, um sich untertänigst von ihr fertigmachen zu lassen. Oder andersrum hab ich einen Bekannten, der den ganzen Tag den Arschkriecher und Braven spielt, um des nachts die härtesten sadistischten Phantasien auszuleben.

Mich wundert, dass Du so wenig über s/m weißt - und dass Du Deine Gefühle so wenig differenziert. Aus obigem Zitat geht ja hervor, dass Du durchaus auch eine andere Seite hast. Da frage ich mich, ob diese selbstbewußte, starke Frau es wirklich liebt, dermaßen gedemütigt zu werden? Oder ob sie einfach diese unterschiedlichen Tendenzen nicht in die entsprechenden Schubladen zuzuordnen weiß.

Ich würde da sowieso mehr differenzieren. Süchtig nach dem Partner sind viele, Ihr seid ja auch erst ein Jahr zusammen - und ohne ihn willste auch nicht sein. Das kann ich schon nachvollziehen, ich hab auch schon mal meine Beziehung in Frage gestellt, weil ich mir dabei regelrecht süchtig vorkam. Das steht aber auf einem anderen Blatt, das hat überhaupt nicht zwangsläufig mit Sucht nach Gewalt oder Demütigung zu tun.

Und das alkoholisierte Menschen oft auch sehr aggressiv sind - und damit verbunden ganz massiv Grenzen überschreiten - steht eben wieder auf einem völlig anderen Blatt! Das geht gar nicht! Das hat wieder weder mit einer devoten Partnerin noch mit einer "Sucht vor lauter Liebe" zu tun, sondern es ist eine dritte, völlig unabhängige Komponente Eurer Beziehung.

Ich finds vor allem deshalb gefährlich, weil Du diese Dnge alle in einen Topf schmeißt und meinst, dass die zusammengehören. Devote Tendenzen zu haben, heißt mit Sicherheit nicht, die Ausraster eines Alkoholisierten oder Psychopathen aushalten zu wollen. Devote Tendenzen auszuleben heißt nicht, tatsächlich sein Leben als Sklave verbringen zu wollen. Vresuch da mal zu differenzieren.

Und wenn Du meinst, dass man Beziehungen auch aushalten und nach Lösungen suchen sollte, stimme ich Dir zu. Und da der Herr ja auch soviele Gentlemen-Seiten zeigt, kann man sich jawohl auch dementsprechend mit ihm unterhalten? Oder? Theoretisch könnte man dann ja auch deutlich machen, wie eine solche Differenzierung aussehen sollte ...
 

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