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Mein Freund ist Alkoholiker

  • Starter*in Starter*in sandy035
  • Datum Start Datum Start
Wie schlimm soll es denn erst werden? Willst du noch Prügel einstecken?
Wenn du selber keine Argumente in dir findest, gegen die Lebensgemeinschaft, kann dir ja keiner welche einreden.

Du solltest einen Tag wählen, wo er mal "gute" Laune hat und da entgültige Festlegungen treffen, wenn er erst was getrunken hat, ist es wieder nicht mehr machbar.
Es gibt nur ein entweder-oder: entweder er sieht das ein mit dem Alkohol oder du trennst dich. Die Schuldzuweisungen, das paßt alles dazu, zu dem Krankheitsbild.
Wenn du dich nicht trennst, dann hast du das den Rest deines Lebens auf deinem Buckel zu tragen. Und es wird schlimmer, wenn er es nicht einsieht.
Es gibt ja verschiedene Trink-Stufen. Pegeltrinker z.B. die brauchen es immer. Es gibt auch welche die sind nicht immer betrunken, aber alle 4 Wochen mal, aber dann richtig zu.
Darüber solltest du dich belesen. Da findest du auch die richtigen Fachbegriffe.
Laß dich nicht klein machen!! Steh zu deinen Ansichten und deinen Zielen.

FG Gelinda
 
A

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Re: Mein Freund ist Alkoholiker
Er wird nichts ändern-davon ist er millionen Meilen entfernt.

Klar sagt sich immer so einfach mit dem trennen, aber in der Praxis ist das dann doch etwas schwieriger. Wir wohnen zusammen, er weigert sich der Kündigung der Wohnung zuzustimmen oder auszuziehen. Ich alleine kann die Wohnung nicht kündigen, und ich kann auch nicht ausziehen, weil ich ohne seine Zustimmung nicht aus dem Vertrag komme und wenn er die Miete nicht zahlt, geht man an mich. Und davon abgesehen: Ich gucke schon länger immer mal nach Wohnungen: 95 % über Makler, den ich mir nicht leisten kann und die Mieten sind hier sowas von hoch...da muß man schon Glück haben was zu finden. Hätten wir getrennte Wohnungen wäre die Sache mit ihm längst beendet......Ich hasse ihn für seine Beschimpfungen und Drohungen....und für seinen scheiß Suff. Ich hasse es, dass er mich runter macht, obwohl er derjenige ist, der ganz offensichtlich ein Problem hat.
 
Hi

ich denke oft,solch sahcen wie, wenn ich aus dem mietvertrag raus käme ,wäre ich weg, sind nur ausreden.
Ruf den vermieter an und rede mit ihm, dann weiss der bescheid und du kannst gehen. triff mit ihm eine vereinbarung,sag halt wies ist,das du dich trennen willst,aber dein mann möchts halt nicht und stellt sich quer, der vermioeter kann dich doch aus dem vertrag ausschreiben und deinem mann einen neuen ausstellen ,oder so, es wird schon was zu machen sein. du musst nur wirklich wollen. wenn dein geld allein für ne wohnung nicht reicht,versuch beim amt etwas dazuzu bekommen, oder wohngeld. oder nehm halt ein zimmer , reicht doch für den anfang. hauptsache du bist erstmal daraus.
mancmal verstehe ich das probem nicht. wenn ich weg wollen würde, würd ich auch ne lösung finden.
( ich weiss wovon ich rede, war auch mit nem alki zusammen,und hab die trennung mit kind und ohne arbeit geschafft.)

wünsch dir echt durchsetzungskraft
sonnenlichtlein
 
Nein, es sind keine Ausreden. Ich habe mich schon rechtlich schlau gemacht: der Vermieter kann mich nicht ohne das Einverständnis meines Freundes aus dem Vertrag lassen, und das wird er wohl auch kaum machen. Denn so hat er zwei Parteien die haften, ansonsten nur einen und mein Freund könnte die Miete auch allein nicht bezahlen. Ich ebenso wenig. Und wie gesagt: Rein Rechtsgeschäft, welches mit drei Parteien geschlossen wurde, kann auch nur die Willenserklärung aller drei Parteien abgeändert werden. Und ansonsten kann man nur klagen, aber das kostet auch Zeit und Geld und wird die Situation nur noch mehr verschärfen.
 
Du wirst ja auch Möbel und dergleichen haben, auf was du nicht verzichten willst . Versteh ich schon.
Ich hatte einen Lebensgefährten mit dem es nicht lief, weil er stur war bis zum Geht-nicht-mehr.
Ich hatte Kolleginnen, die mir geholfen haben beim "Ausziehen"; unvorbereitet haben die mit mir innerhalb von Stunden alles, wie Möbel und dgl., rausgehabt und wir haben sie sehr behelfmäßig auf der Arbeit "untergebracht". Ich habe dann im Frauenhaus gewohnt mit Schulkind, was auch in der gleichen Klasse bleiben konnte. Danach habe ich mir erst eine Wohnung besorgt.
Ich hatte nicht das Problem mit Vermieter, wie du. Aber: es gibt auch Prozeßkostenhilfe, wenn es eskaliert!! Noch ist keine Gewalt im Spiel. Mir wurde das eine Trommelfall zerschlagen und habe weitere Narben. Muß es erst soweit bei dir kommen, daß du Schaden davon trägst? [Selbst wenn man eine Verletzungsdokumentation hat vom Arzt, nutzt es nichts, weil der Arzt bzw. du nicht beweisen kannst, daß er es war.]
Ich habe auch immer wieder an Vernunft geglaubt.

Das war ein Prozeß, ehe ich begriff, daß ich nichts ändern kann, außer: ich gehe. Bei mir war die Grenze, als ich (von guten Bekannten) verdächtigt wurde, daß ich Schläge "brauchen" würde.
Geholfen hat mir auch ein Buch. Leider habe ich es wohl verborgt und nicht wieder bekommen, daher weiß ich den Titel nicht so genau.
Es hieß glaube: warum wir glauben gebraucht zu werden.

Es liegt bei dir, die Konsequenzen zu ziehen. DU mußt deine Grenzen ziehen. Mir war wichtig: kein Alkohol, keine Schläge, keine Sturheit. Lieber andere Probleme, nur nicht das.

Gelinda
 
entweder ihr setzt euch zusammen mit einem therapeuten über eure schwierigkeiten auseinander.. oder ihr trennt euch.

er kann nicht anders. sonst würde er es tun. er will dich nicht fertig machen. er will das, was er in dir sieht, was er in dich reinprojiziert "fertig" machen. er kämpft mit irgendwelchen alten dämonen, die man halt nicht einfach so wegwischen kann. geht nicht. im gegenteil. man muss es anschauen, rauslassen.. aber nicht alle können das gleich gut.

irgendwann steckt man aber so im teufelskreis fest, dass es vielleicht einfach hilft, mal distanz herzustellen.

nicht alle haben die kraft und die bereitschaft in die tiefe zu gehen. man muss nicht. man kann.

ich kenn auch einen alkoholiker.. null zugang zu seinen gefühlen, null mut diese zu benennen und davon zu erzählen. er mauert. er "schützt" sich. anstatt zu sagen, was er denkt, wie es ihm geht, was er für bedürfnisse hat, spielt er was proforma vor. das machen viele. es ist einfacher dem anderen die schuld für das eigene dilemma zuzuschieben. dabei ist der frust was ganz normales, aber eben.. manche nutzen ihn nicht dazu, um sich selber besser zu verstehen, an sich zu arbeiten, die machen lieber den anderen die hölle heiss.

so kommt man in keiner beziehung weiter. egal welcher.

als er mir das letzte mal die türe vor der nase zuknallte... dachte ich mir. scheiss drauf, mag nicht sein psychotherapeut spielen. gehe menschen, die nicht über sich nachdenken wollen aus dem weg. ist langweilig. immer irgendwelche machtspiele. immer das gleiche gelabere. man kommt sich nie wirklich näher. man öffnet sich nie wirklich. man spricht nicht darüber, was einen verletzt und warum. man redet nicht darüber, was tiefer in uns vor geht, was wir im leben erlebt haben. lieber wie soldaten weitermachen. ich glaube, dass gerade diese menschen auch hilfe benötigen. jemand der die hand ausstreckt, vertrauen schenkt. weil diese menschen sind voller misstrauen. ich habe schon unglaubliches diesbezüglich erlebt. aber manchmal übersteigt es auch meine kräfte und ich habe null bock. es muss jeder verantwortung für sich übernehmen. ich glaube, hier liegt aber auch der schlüssel zur lebenskraft, zur erkenntnis, zum mitgefühl. aber eben.. gibt viele, die einfach nur reagieren, die einfach nur ihre alten konditionen permanent ausleben.

ehrlichkeit.. sich und anderen gegenüber.. ich glaub, das bringt den menschen weiter...

aber manche stecken fest.

wenn man die kraft und die liebe nicht hat für so einen partner, dann sollte man das weite suchen...
weil irgendwann versumpft man mit. ich fühl mich bei dem einen herrn immer S****. aber wirklich immer. und ich habe keinen bock mich selber abzutöten, bloss weil andere das permanent machen. es gehört mut zu sich zu stehen, sich zu sehen.. es braucht zeit....

aber ihr beide... wie viele andere menschen auch.. übertragt alte wunden, schmerzen aufeinander ohne das zu schnallen. tut euch weh, könnt nicht aufeinander eingehen. da braucht es entweder einen guten therapeuten oder eben.. man zieht weg.. weiter.. keine ahnung.. aber es ist immer dasselbe eigentlich...
 
Hallo Gast,

deinen Text finde ich sehr schön, weil man merkt, du hast dir Gedanken drüber gemacht un das ganze mal etwas mehr beleuchtet.

Ich denke wohl auch, dass er nicht anders kann. Und ich glaube, dass er im Endeffekt in einem Netz aus Ängsten gefangen ist. Alkohol macht frei von Ängsten, man ist nicht mehr so gehemmt. Ansonsten kann er absolut nicht aus sich raus, kann glaub ich auch nicht wirklich Spaß empfinden, meckert viel rum, ist eine Miesepeter. Und manchmal denk ich, er merkt, dass ich im Endeffekt wesentlich stärker bin als er. Es war schon von Anfang an so, dass ich keinerlei Kritik äußern konnte ohne das er sich persönlich total angegriffen fühlte. Gefühle kann er kaum zeigen und anfassen mag er überhaupt nicht. Ich hatte immer schon das Gefühl, dass er irgendwie Angst vor Nähe hat. Nach außen kommt er einem unheimlich oberflächlich und kalt vor. Teils auch primitiv. Aber ich habe seine Familie kennengelernt und da kann ich nur sagen, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Die können alles nur über Geld regeln, zu was anderem sind die nicht in der Lage. Die sind oberflächlich bis zum geht nicht mehr, strahlen auch absolut keine Wärme aus, persönliche Gespräche gibt es nicht- da wird nur über Hinz und Kunz gesprochen, aber nie über sich selber mal irgendwie. Probleme werden unter den Teppich gekehrt. Jedenfalls habe ich das alles so empfunden. Lt. ihm hat er aber eine supertolle Familie und es gab auch nie Probleme. Mir kommt das alles ganz anders vor. Und ich glaube da ist es nicht verwunderlich, dass er auch so tickt.

Ich bin das totale Gegenteil: Gehe offen mit Problemen um, rede darüber bzw. will darüber reden und kann mir auch meine Probleme eingestehen. Ich bin alles andere als oberflächlich. In meiner Familie gab es Probleme noch und nöcher. Liebe habe ich wohl auch nie kennengelernt. Ich war eigentlich immer schon auf mich alleine gestellt, mußte mich durchkämpfen. Er hingegen hat in finanzieller Hinsicht Kohle ohne Ende in den Hintern geschoben bekommen, mußte nie wirklich selber für seinen produzierten Mist gerade stehen. Wie gesagt: Die Familie macht alles über Geld, und was anderes können die nicht.

Ich denke bei ihm wäre dringend mal Therapie angebracht, aber die wird er nicht machen. Zu viel Angst, und irgendwie ist er ja auch immer so durchgekommen. Leugnen ist halt einfacher als sich seinen Problemen zu stellen.

Sicher will ich auf Dauer nicht sein Prellbock sein. Denn wie du auch schreibst: Es entsteht keine wirkliche Nähe zwischen uns. Wenn ich überlege wie dicht andere nach 4 Jahren zueinander stehen...gibt es hier gar nicht. Hier sind nur Distanz, Streit, Vorwürfe, Beschimpfungen, Mißtrauen, Lügen und keinerlei Nähe mehr. Von Sex will ich mal gar nicht anfangen- das ist knapp ein Jahr her (allerdings blocke ich das). Aber es gibt eben auch keine Umarmungen oder mal ein Kuß. Ist auch schon ewig her.

Wie dem auch sei: Es ist einfach ganz schwer alles. Er hat halt zwei Gesichter und ist sehr wechselhaft. Da komm ich nicht mit und ich weiß nie, wie er drauf ist. Er kann ja auch lieb und nett sein auf seine Weise, und genau das hält mich gefangen. Aber er kann eben auch ein Schwein sein...........
 
Wie ich schon sagte, geht das rein rechtlich nicht, und ich würde diesen Weg über Anwalt nicht gehen wollen, weil damit würde ich mir die Hölle wahrscheinlich erst recht machen.

Mir gehts aber hier auch nicht um irgendwie rechtliche Dinge, sondern viel mehr um Austausch. Auf Leute zu treffen, die entweder sowas selber erlebt haben oder erleben (als Angehörige) oder um Leute, die selber ein Suchtproblem haben.
 
Wie ich schon sagte, geht das rein rechtlich nicht, und ich würde diesen Weg über Anwalt nicht gehen wollen, weil damit würde ich mir die Hölle wahrscheinlich erst recht machen.

Mir gehts aber hier auch nicht um irgendwie rechtliche Dinge, sondern viel mehr um Austausch. Auf Leute zu treffen, die entweder sowas selber erlebt haben oder erleben (als Angehörige) oder um Leute, die selber ein Suchtproblem haben.

also willst du bei ihm bleiben und allein sehen wie du mit eurer beziehung klar kommst...
vielleicht hilft dir ja auch ne gruppe von angehörigen von suchtkranken..da gibts ja selbsthilfegruppen in jeder stadt.

ich denke mal, die die sowas hinter sich haben,werden dir immer wieder sagen, das du gehen musst, zumal er nicht mitarbeitet.

sonnenlichtlein 🙂
 

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