D
Dezember
Gast
Hallo ihr Lieben!
Also, es geht um folgendes Problem: Mein Freund und ich haben diesletzt festgestellt, dass er nur noch sehr wenige Erinnerungen an die letzten zwei Jahre hat, oder auch grundsätzlich an sein Leben.
Manche Menschen haben ja einfach ein schlechtes Gedächtnis, und manchmal vergisst man halt einfach mal etwas, aber in dem Ausmaß ist das doch nicht mehr normal, oder?
Um euch mal einen kleinen Überblick zu verschaffen, folgende Dinge z.B. hat er vergessen:
- dass er beim Jugendamt war weil er von zu Hause weg wollte (November 2006)
- dass wir zusammen bei einer Beratungsstelle waren (Januar 2007)
- dass er in den darauffolgenden Monaten noch ein paar Mal alleine bei dieser Beratungsstelle war
- dass er einfach mal "verschwunden" war, und wir (sein Vater, dessen Mitbewohnerin, seine Schwester und ich) stundenlang durch Hamburg gelaufen sind um ihn zu finden (Juli 2007)
- dass er sich eine Zeit lang selbst verletzt hat (etwa August bis Oktober 2007)
- dass wir ein gemeinsames Gespräch bei seiner Therapeutin hatten (Oktober 2007)
- grundsätzlich Dinge, die er gesagt oder getan hat (teilweise auch sehr wichtige Sachen)
- was wir an seinem Geburtstag/an Weihnachten/im Urlaub gemacht haben (er erinnert sich zwar an den Urlaub, nicht aber daran, was wir da alles gemacht haben)
...
Das haben wir herausgefunden, nachdem ich für ihn gestern die letzten 1 1/2 Jahre rekonstruiert habe. An manche Dinge konnte er sich nach meiner Erzählung zumindest bruchstückhaft erinnern, an andere gar nicht.
Ich weiß jetzt gar nicht, wie ich ihm da helfen soll...
Er war sich erst nicht sicher, ob es nicht besser ist, diese Erinnerungen nicht wieder hervorzuholen. Aber er sagt, er hätte nachgedacht, und wäre zu dem Schluss gekommen, dass er sich erinnern muss, um sein Leben auf die Reihe zu bekommen.
Ich weiß nicht, wie ich ihm helfen kann, außer, ihm halt alles zu erzählen. Und es macht mir irgendwie Angst, weil ich das Gefühl habe, mehr über sein Leben zu wissen als er selbst, und weil es in meiner Hand liegt, ob und an was er sich erinnert.
Habt ihr so etwas schon einmal erlebt? Wie seid ihr damit umgegangen, bzw. wie würdet ihr damit umgehen? Habt ihr vielleicht einen Rat für uns?
Also, es geht um folgendes Problem: Mein Freund und ich haben diesletzt festgestellt, dass er nur noch sehr wenige Erinnerungen an die letzten zwei Jahre hat, oder auch grundsätzlich an sein Leben.
Manche Menschen haben ja einfach ein schlechtes Gedächtnis, und manchmal vergisst man halt einfach mal etwas, aber in dem Ausmaß ist das doch nicht mehr normal, oder?
Um euch mal einen kleinen Überblick zu verschaffen, folgende Dinge z.B. hat er vergessen:
- dass er beim Jugendamt war weil er von zu Hause weg wollte (November 2006)
- dass wir zusammen bei einer Beratungsstelle waren (Januar 2007)
- dass er in den darauffolgenden Monaten noch ein paar Mal alleine bei dieser Beratungsstelle war
- dass er einfach mal "verschwunden" war, und wir (sein Vater, dessen Mitbewohnerin, seine Schwester und ich) stundenlang durch Hamburg gelaufen sind um ihn zu finden (Juli 2007)
- dass er sich eine Zeit lang selbst verletzt hat (etwa August bis Oktober 2007)
- dass wir ein gemeinsames Gespräch bei seiner Therapeutin hatten (Oktober 2007)
- grundsätzlich Dinge, die er gesagt oder getan hat (teilweise auch sehr wichtige Sachen)
- was wir an seinem Geburtstag/an Weihnachten/im Urlaub gemacht haben (er erinnert sich zwar an den Urlaub, nicht aber daran, was wir da alles gemacht haben)
...
Das haben wir herausgefunden, nachdem ich für ihn gestern die letzten 1 1/2 Jahre rekonstruiert habe. An manche Dinge konnte er sich nach meiner Erzählung zumindest bruchstückhaft erinnern, an andere gar nicht.
Ich weiß jetzt gar nicht, wie ich ihm da helfen soll...
Er war sich erst nicht sicher, ob es nicht besser ist, diese Erinnerungen nicht wieder hervorzuholen. Aber er sagt, er hätte nachgedacht, und wäre zu dem Schluss gekommen, dass er sich erinnern muss, um sein Leben auf die Reihe zu bekommen.
Ich weiß nicht, wie ich ihm helfen kann, außer, ihm halt alles zu erzählen. Und es macht mir irgendwie Angst, weil ich das Gefühl habe, mehr über sein Leben zu wissen als er selbst, und weil es in meiner Hand liegt, ob und an was er sich erinnert.
Habt ihr so etwas schon einmal erlebt? Wie seid ihr damit umgegangen, bzw. wie würdet ihr damit umgehen? Habt ihr vielleicht einen Rat für uns?