Danke!
jetzt sitze ich da und heule. Ja, eben war ich noch voller Tatendrang, überlegte beim Einkaufen, das könnte ihm schmecken, das würde er gerne trinken...
dann rief ich eben auch noch an und meine Schwägerin meinte, dass es von Tag zu Tag immer mehr bergab geht. Sie kann ihn kaum noch zur Toilette bringen. Seine Beine haben keine Kraft mehr, er sackt einfach zusammen 🙁
Und Samstag... ich glaube ich möchte gar nicht wegfahren, auch nicht ohne ihn. Er hat auch mittlerweile Angst und möchte nicht so lange alleine gelassen werden.
Meine Schwägerin meinte sie könne auch eine liebe Nachbarin fragen... aber ich möchte bei ihm bleiben.
Den Fallschirmsprung können wir ja alle dann gemeinsam am Bildschirm anschauen.
Auch will ich nicht nach München. Ich komme ja nicht zu Besuch um Ausflüge zu machen, sondern um bei meinem Bruder zu sein, bei meiner Schwägerin zu sein. Das ist jetzt wichtig.
Ich erzählte am Telefon von meinen Vorhaben mit dem Kochen, mein Bruder schüttelte allerdings nur immer wieder den Kopf (sie hatte auf laut gestellt, dass er mithören kann). Aber beim Hühnersüppchen lächelte er und meinte das könnte gehen.
Also gut, ich werde ein Hühnersüppchen machen. Ich werde alles tun was ich kann und auf gar keinen Fall möchte ich ihn stressen.
Die nächsten Tage wird besprochen wie die weitere Therapie aussehen wird. Freitag kommt jemand, der Palliativpflege macht, wenn ich das richtig verstanden habe und es ist gut, dass ich dann auch da bin meint meine Schwägerin, das findet mein Bruder auch.
Ich bewundere meine Schwägerin, sie ist voller Kraft und ihre Stimme ganz gefestigt.
Es beruhigt mich so sehr, dass sie da ist.
Aber jetzt habe ich doch Angst grade und werde meinen Tränen auch freien Lauf lassen, dass wieder Platz für Ernergie ist, die ich meinem Bruder schenken möchte, der sie so sehr braucht.
Natürlich nehme ich euch alle mit, gemeinsam können wir viel bewirken 🙂