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Mein Bruder und ich

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Lieber Gast,

klar, fahr mal zu Deiner Oma. Sich emotionale Zuwendung holen ist in Deiner Situation nie verkehrt.
Ich habe schon bemerkt, dass Du nicht nur ungerecht - sondern auch lieblos behandelt wirst.
Deswegen fahre zu Deiner Oma und tanke auf.

Nur überlade sie nicht mit Vorwürfen gegenüber Deinem Vater bzw. Deinem Bruder. Auch Deine Oma
wird weder Deinen Vater noch Deinen Bruder ändern. Aber wenn sie mit Dir liebevoll umgeht, dann ist
das sicher schon sehr viel wert! (Kannst Du nicht zu Deiner Oma ziehen oder wenigstens mal ein paar Tage dort
wohnen?)

LG, Nordrheiner
 
Ja klar, ab zur Oma. Ist doch super, wenn ihr so ein gutes Verhältnis habt. Die Idee von Nordrheiner finde ich auch gut, vielleicht kannst du dich bei deiner Oma "erholen" oder sogar dauerhaft dort wohnen.

Was die 3 mit dir machen ist einfach ätzend und dagegen kannst du nicht viel machen. Du kannst und solltest Grenzen setzen, wenn dir irgendwann zu bunt wird oder wenn sie unfair werden. Aber es liegt an denen, ob sie sich an die Grenzen halten. Falls nicht, weißt du ja, was du von denen halten kannst.

Egal wie, es ist gut, wenn du etwas mehr auf dich achtest und das machst, was dir gut tut. Denen kannst du es scheinbar eh nicht recht machen, also ist's eh egal.

LG
 
bist Du der erste in der Familie der studiert? und dann noch gleich ein sehr angesehenes und schwieriges fach. eventuell grenzt sich deine familie da auch einfach ab. das muss nicht heissen das sie dir das nicht gönnen, aber wenn dein Bruder so bissig reagiert ist das wohl auch ein abgrenzungsproblem.

ich finde es klingt so als wenn deine familie schwierige Verhaltensmuster hat was Probleme angeht. glaub mir bitte folgendes: jeder tag den du dort weiter lebst und deine energie da rein steckst, wirst du später mal bereuen. wenn du in der eigenen Wohnung lebst und deine Arbeit hast wirst du denken: hätte ich viel früher machen müssen. schade um die zeit.

die Gefahr ist, dass einem so die Kräfte für eigene vorhaben fehlen. das passiert ganz ganz schnell, und wenn du bei Medizin erst mal hinterher gerätst... nicht gut.

das hat nichts damit zu tun, zu werten. deinem Bruder geht es ganz offensichtlich sehr schlecht und deine Eltern haben auch eine fette Baustelle. ich sehe da so eine art coabhängigkeit, das ist absolut giftig und psychisch sehr zerstörerisch. es kann auch sein dass er psychisch ernsthaft krank ist und sich mit allerhand Substanzen selbst behandelt um irgendwie über Wasser zu bleiben. für benehmen und alltagsfähigkeit bleiben da keine Kräfte, das macht diese bedauernswerten menschen oft so unerträglich im näheren Umgang. glaub mir bitte meine Erfahrung: man hat eine Pflicht gegenüber sich selbst!!!, sich da raus zu nehmen. denn man kann menschen nur auf einem besserungsweg unterstützen - man kann sie nicht zum gehen bringen und schon gar nicht tragen. und für dich ist ganz einfach dein studium dran. das kommt als allererstes und dann lange nichts. darauf hast du ein recht. ein schlechtes Umfeld ist ganz einfach unnötig und gefährdet deine eigenen fortschritte. alles was du eventuell mal für andere tun kannst, wirst du nur tun können wenn es dir gut geht. also geh deinen weg, du bist ja schon weit gekommen.

Das mit deiner Oma ist gut, kannst du dort eventuell wohnen? oder einfach ausziehen? das bisschen Bequemlichkeit das du durch zuhause wohnen hast, ist doch sowieso durch deine familie negativ aufgehoben. das würde ich aufgeben um nicht irgendwann durchzudrehen. mach das bloss rechtzeitig, ich hab es damals nicht geschafft bevor es mir richtig schlecht ging und dann zieht das noch ganz andere sorgen nach sich wie ringe im Wasser.

es klingt jetzt etwas dramatisch, aber du wirst es irgendwann begreifen was ich meine: bring dich in Sicherheit. das was dein Bruder mit seinem leben macht ist sehr traurig und wird vermutlich noch mal eskalieren. du wirst noch sehen wie diese lage deinen Eltern grossen und dauerhaften stress und ärger machen wird. geh da raus bevor du mittendrin bist.
 
Meine Oma ist derzeit leider im Krankenhaus und wird noch 5 Wochen dort bleiben müssen aufgrund ihrer Reha...
Sie hat selbst nur eine 30m2 Wohnung.. Zu ihr ziehen ist keine Option leider ... Ich kann gott sei dank viel bei meinem Freund sein, das hilft mir extrem! Will aber halt auch nicht immer meine Sorgen bei ihm abladen und jetzt bei meiner Oma, wo sie doch schon im KH ist.

Versteht mich nicht falsch, ich mag meine Familie. Aber mein Vater mag mich anscheinend nur, wenn ich extrem gute Leistungen bringe. Er redet auch immer über mich, als ob ich nicht da wäre. Das ist so komisch...
Ich fühl mich auch immer unwohl, wenn ich mit ihm allein bin, ist doch total schräg oder?
Vielleicht liegt es ja echt an mir. Ich wurde zb immer total wütend, wenn mein Bruder, als er noch bei uns wohnte, fragte, ob ich ihm was zu Essen mache oder mitmache. Oder ob ich ihm was mitnejmen kann vom Einkaufen. Ich hätte ja auch ruhig bleiben können aber so eine Kleinigkeit hat mich schon irre aufgeregt.
Und ich werde auch immer innerlich total aggressiv, wenn mich meine Familie fragt, wo ich hingehe, wenn ich abends weggehe. Wo soll ich schon hingehen? Bin abends immer bei meinem Freund. Und das wissen sie ja auch.

Bei meinem Vater ist das so.. Als ich ganz klein war, haben wir uns sehr gut verstanden. Da war ich ein "Papa-Mädchen", nur seit ein paar Jahren behandelt er mich so komisch. Immer müssen gute Leistungen da sein und wenn nicht, ist es eine Frechheit. Das Komische ist...ich hab oft Angst, mich mit ihm zu unterhalten. Denn wenn ich mit ihm rede, ist er im einen Moment noch ganz normal und sobald ich was Falsches sage, kann er total ausflippen wegen einer Nichtigkeit....

Ich hab immer versucht, "gut genug" zu sein. Aber langsam verstehe ich, dass das nie erreicht werden kann. Er wird mir langsam aber sicher "egal"... Muss dazu sagen, dass ich vor 2 Jahren einmal mittelschwere Depressionen hatte (aufgrund der Familiengeschichte uvm.) und da ging es mir wirklich sehr schlecht. Ich habe nicht mehr gegessen, musste an eine Infusion gehängt werden, als ich nach einer Blutabnahme im KH einfach umgekippt bin usw. Meine Mutter war in der Zeit immer bei mir, mein Vater war kein einziges Mal da.
Er war aber davor schon komisch zu mir! Aber seither ist es noch schlimmer. Er meinte immer zu mir , er könne nicht verstehen, wie man sich "so hängen lässt".

Naja..

Danke wiedermal für's Lesen, ihr Lieben!
 
Hör zu. Das ist ja gut und schön dass Du uns hier Details erzählst. Das geht aber meistens damit einher, sich nur den schlimmsten Druck von der Seele zu schreiben und dann doch nichts zu verändern.

Du bist alt genug um da auszuziehen. Tu es einfach. Ihr hockt zu sehr aufeinander. Es scheint ja jetzt schon ein Hobby von Dir zu sein, Dich ausgiebig mit der Sch* zu beschäftigen die andere Dir servieren. Das wird Dein Leben langsam aber sicher untergraben.

Willst Du mit Mitte 20 auch noch da hocken, nicht loskommen so wie Dein Bruder und alle belauern sich?

Studium ist der beste Zeitpunkt um auszuziehen. Und schreib jetzt bitte nicht wieder 5 DIN A4 Seiten warum das nicht geht und wer was gesagt hat. Es ist egal. Das Leben zeigt Dir gerade sehr deutlich dass die Zeit der Abnabelung gekommen ist. Wenn Du das ignorierst, biegst Du an einer wichtigen Kreuzung falsch ab.
 
Liebe Fragestellende,

ich kann sooo gut nachvollziehen, wie es dir geht. Ich (25,m) habe ebenfalls einen älteren Bruder. Die Parallelen könnten nicht größer sein: ich bin der Ehrgeizige, der Sensiblere, der Familienmensch. Mein Bruder macht nicht viel aus seinem Leben, ist rücksichtslos und tut nichts für die Familie. Er ist ein 'netter Kerl', aber irgendwie scheint es ihn nicht zu stören, dass alle hinter ihm herräumen müssen. Mit 28 sollte er es besser wissen.

Mein Glück ist in diesem Fall, dass ich etwas weiter entfernt in meiner eigenen Wohnung lebe und mittlerweile nur noch alle paar Wochenende damit konfrontiert bin. Eine Zeit lang habe ich mit meinem Bruder sogar in einer gemeinsam Wohnung gelebt - es war grauenhaft.

Ich habe aufgegeben, mich darüber zu ärgern. Für mich ist nur klar, dass ich ihm keinen Gefallen mehr tun werde.

Was die Situation mit deinem Vater angeht, kann ich nachvollziehen, dass das schwer ist. Manchmal wissen Eltern(-teile) gar nicht, wie ihr Verhalten wirkt. Ich habe festgestellt, dass es hilft, ganz offen über diese Gefühle zu sprechen.

Lass dich von deinem Bruder nicht weiter ärgern - leb' dein Leben und mach das, was dich glücklich macht!
 
Danke an den letzten Post! Ich fühle mich jetzt nicht mehr so alleine! 🙂 finde es toll, wie du es geschafft hast, von allem wegzukommen und deinen eigenen Weg zu gehen! Wünsche dir alles Gute und werde dasselbe auch versuchen! 🙂


An den Post davor: sorry, dass ich viel schreibe aber das hilft mir ja auch und für sowas ist so ein Forum ja schließlich auch da oder nicht? Und ich will was verändern, KANN aber nicht ausziehen, da ich nicht das nötige Geld habe. Wie soll das gehen ? Ich studiere. Und das ist ein Vollzeitjob.


Lg
 
Das mit deinem Vater ist eigentlich simpel zu erklären. Er hat eine bestimmte Vorstellung, wie du zu sein hast. Und jedes Mal, wenn du diese nicht gerecht wirst oder davon abweichst, gibt's Ärger. Ich finde das Verhalten falsch und du siehst ja, was dabei raus kommt nämlich Unwohlsein und manchmal sogar Angst. Insofern ist dein Verhalten gar nicht schräg, sondern schlicht eine Folge davon. Oder mit anderen Worten: du kannst nichts dafür.

Nach meiner Erfahrung kann man solche Leute nicht zur Einsicht bringen, daher machen Gespräche oft keinen Sinn. Klar, du kannst es probieren, aber bei euch ist's eh schon so verfahren, da bräuchte man viel Fingerspitzengefühl und wie soll das gehen, wenn du unsicher bist.

In meinen Augen wäre es übrigens richtig, wenn er dir deinen Weg gehen lassen würde und dich dabei unterstützt. Dabei darf er dir gerne auch Mut zusprechen und dich im Falle eines Falles auffangen bzw. Rückhalt geben. SO hilft es deiner Entwicklung deines Selbstvertrauens. Eltern haben u.a. die Aufgabe ihre Kinder auf das Leben vorzubereiten, so dass sie ihr Leben selbstständig meistern können. Bei dir klappt das offensichtlich nicht so gut aber es nicht nicht deine Schuld. Also bleibt dir nur, es selbst in die Hand zu nehmen und dich um dich selbst zu kümmern. Aber das wird schon.
 
Hi, habe das hier grade durchgelesen und bemerkt, mir geht es ganz genauso!
Einziger Unterschied : mir geht es auch schon seit jahren so wie dir, mittlerweile bin ich 23 und (hoffentlich) bald mit dem Studium fertig und es bietet sich hoffentlich in naher Zukunft die Möglichkeit auszuziehen.
Vor Ende des Studiums und anschließender Arbeitsstelle, kann ich mir ausziehen einfach nicht leisten, weil ich auch ein Fach studiere, das mit einem Vollzeitjob vergleichbar ist.
Mein Vater ist ebenfalls extrem streng (war er immer schon). Das einzige womit man ihn so halbwegs zufrieden stellen kann sind Leistung und Erfolg im Studium (früher in der Schule).
Allerdings habe ich mittlerweile eingesehen, dass ich diesen Menschen nie vollkommen zufrieden stellen kann, egal wie sehr ich mich anstrenge.
Auch habe ich einen Bruder (allerdings "kleiner" Bruder, 20 Jahre), der auch bei uns zuhause lebt. Er macht den ganzen Tag absolut garnichts, außer vor Fernseher, Computer oder Playstation zu sitzen. (Er ist offiziell auch an der Uni eingeschrieben, aber hat bisher auch kaum eine Prüfung bestanden weil er auch kaum hingeht oder lernt).
Obwohl er eigentlich alt genug ist, hilft er rein garnichts im Haushalt. Die Spülmaschinen Problematik kenn ich auch haha.
Ich sag ihm 1000 mal bitte stell es doch in die Spülmaschine und nicht einfach irgendwohin. Aber er macht es nicht. Er wartet bis jemand anders (also ich oder meine Eltern) es wegräumen.
Er rührt im Haushalt keinen Finger, und das obwohl er derjenige wäre, der am meisten Zeit dafür hätte, da er ansonsten zurzeit garnichts macht. Er hat auch wenig Freunde und geht auch nur selten raus.
Mein Vater verlangt auch noch ständig, dass ich doch auch was für meinen Bruder zu essen kochen soll, weil er das selber ja nicht kann... Sehe ich auch nicht ein. Aber reden ist zwecklos.
Es ist auch ganz genauso wie bei dir. Wenn mein Bruder mal irgendwas "Normales" tut, dann sind meine Eltern hellauf begeistert und er wird gefeiert wie ein König. Bei mir dagegen gibts nur Ärger, wenn ich mal was nicht mache, was ich sonst immer zusätzlich im Haushalt mache..
Natürlich ist es sehr verletzend, wenn man versucht das anzusprechen, und dann nur noch mehr ins Abseits gerät 🙁
Sachen wie du bist doch "verrückt" oder "du hast keine Ahnung" usw. darf ich mir dann auch jedes Mal von meinem Vater anhören, wenn mir mal wieder der Kragen geplatzt ist.
Aber ich kann auch verstehen, dass es schwierig ist, sich auch komplett von der Familie abzugrenzen. Immerhin ist es nunmal die Familie, und ich hatte und habe manchmal auch gute Zeiten mit meinem Vater.
Würde dir aber auch raten, dich einfach auf dich und dein Studium zu konzentrieren und auch wenn es nicht so schön ist, einfach dich auch mehr zurückzuziehen in dein Zimmer (oder zu deinem Freund). So gewinnt man auch etwas Abstand, und ärgert sich etwas weniger.

Wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und auch alles Gute für die Zukunft und dein Studium 🙂
 
An den vorherigen Post:

Danke! Ich finde es toll, dass du meine Erfahrung mit mir geteilt hast.
Weißt du, heute wars's so:
Da ich gestern einen Erstickungsanfall hatte (Allergie), bin ich heute gleich zum Arzt. Gestern gings mir sehr schlecht, was mein Vater mit einem Grunzen quittierte, meine Mama war schon ehrlich besorgt. Meine Àrztin hat mir eine Reihe von Medikamenten verschrieben, Asthma-Spray, Nasenspray, neue Tabletten, zusätzliche Tropfen usw.
Ich liege jetzt zuhause und meine Eltern sowieso mein Bruder haben mich 3 mal angerufen, um mich zu fragen, ob ich meinem Bruder denn bitte schnell einen Nasenspray von der Apotheke holen könnte und ihm bringen könnte (sie waren zu dritt im Haus, ich zuhause in der Wohnung.) ich meinte, ich hätte kein geld da und es ginge mir ja nicht gut. Man muss dazu sagen, mein Bruder hat michmittags schonmal darum gebeten, wo ih ihm höflich mitteilte, dass ich kein Geld zuhause hätte und krank sei.
Nun rief er also nochmal an. Ich sagte, 5 Fahrminuten vom Haus meiner Eltern sei eine Apotheke. Er meinte, ja aber dann müsse er da ja jetzt exta hingahren, worauf ich meinte, ja aber ich fahr jetzt 20min zu euch und es geht mir wie gesagt nicht gut?!

Meine Eltern habe ich im Hintergrund über mich schimpfen gehört... Das Ende vom Lied; ich fahr da jetzt hin und soll ihm das Nasenspray geben, das ICH heute bekommen hab vom Arzt.

Leute, ganz ehrlich; manchmal, da würd ich am Liebsten einfach gar nicht mehr da sein. Ich komme mir so unbedeutend vor. Als wär ich eh nichts wert. Wär ich gestern erstickt, wärs vermutlich auch egal gewesen.....
 

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