Hallo, vielen lieben Dank für eure Antworten.
Es ist für mich sehr interessant, so viele verschiedene Meinungen zu lesen.
Eins solltet ihr wissen, es ist eigentlich nicht meine Absicht meinen Bruder in eine Klinik zu bringen. Im Gegenteil. Ich würde ihm gerne helfen, aber er tut sich sehr schwer und das macht mir Sorgen.
Er bekommt so viel Hilfe angeboten. Dann kommt aber dies geht nicht, weil.. Jedes neue, jedes Angebot wird problematisch geredet. Zum Beispiel, dieser neue Therapeut ist zu weit entfernt, die neue Situation, der neue Ort macht mir Angst. Ich habe große Probleme in meinem Job, will aber nicht kündigen, weil was ist wenn ich keinen neuen Job mehr bekomme...
Ich rede ihm dann gut zu, versuche seine Probleme in gute Gedanken aufzulösen, sage ich würde ihn auch das erste Mal begleiten doch nichts hilft um seine Gedanken zu zerstreuen.
Und so nimmt ihn das Ganze immer mehr gefangen und wirft ihn zurück.
Es ist an sich ja auch seine Sache, seine Entscheidung. Ich rede ihm da auch nicht rein sondern versuche nur zu begleiten, Vor-, Nachteile mit ihm durch zu gehen damit es ihm vielleicht leichter fällt. Ich habe ihm sogar angeboten das erste Mal mit zum neuen Therapeuten zu gehen.. Aber nichts ist so richtig gut genug. Statt dessen wird gemotzt, beschimpft und gewütet, weil er sich nicht entscheiden kann.
Diese Phasen können dann schon mal eine Weile anhalten und wenn der "Sturm" vorüber ist, bin ich total geschafft und angeschlagen. Bei ihm habe ich das Gefühl, er merkt trotz schon längerer Behandlung immer noch nicht, daß er mir mit seinen Worten weh getan hat bzw. sieht es nicht als allzu schlimm an. Meistens kommt er dann an und verliert kein Wort mehr über die Sache.