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Medikamente

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 54009
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Gelöscht 54009

Gast
Hallo,

ich hatte vor ca. 3 Jahren eine Therapie angefangen und meine Therapeutin hatte mir damals empfohlen, dass ich mir von einem Psychologen Medikamente gegen Depressionen verschreiben lassen kann, damals wollte ich das allerdings nicht, weil ich Angst hatte, dass man davon abhängig wird.
Allerdings überlege ich mittlerweile schon länger, ob ich es nicht doch mit Medikamenten versuchen sollte. Ich habe dazu aber ein paar Fragen:

Muss man parallel zur den Medikamenten eine Therapie machen?
Denn ich komme erst aus einer und mir wurde gesagt, ich müsse erst 2 Jahre warten, bevor ich eine neue beginnen kann (was ich zur Zeit aber sowieso nicht möchte).

Und bezahlt die Krankenkasse sowas?
Meine Krankenkasse hat mir die Therapie bezahlt und hätte es auch weiterhin getan, aber wie das mit Medikamenten aussieht weiß ich nicht. Ich könnte mir wahrscheinlich keine leisten, wenn ich sie selbst bezahlen muss, da ich studiere und leider auch keinen Job finde. Ich würde mir auch nur ungerne von meinen Eltern damit helfen lassen.

Hat hier jemand Erfahrungen mit Antidepressiva?
Ich kenne jemanden, der welche nimmt, bei ihm haben diese aber wohl zu Konzentrationsstörungen geführt? Davor hätte ich schon Angst, vor allem, weil ich mich im Studium viel Konzentrieren muss.
Und helfen die? Also wie merkt man das? Merkt man das überhaupt?
 

Hallo Gelöscht 54009,

schau mal hier: Medikamente. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo,

ich hatte vor ca. 3 Jahren eine Therapie angefangen und meine Therapeutin hatte mir damals empfohlen, dass ich mir von einem Psychologen Medikamente gegen Depressionen verschreiben lassen kann

Hallo,
Medikamente können nur Ärzte verschreiben. Ein Psychologe ist jedoch kein Arzt. Ein Psychiater wäre einer. 🙂

Muss man parallel zur den Medikamenten eine Therapie machen?

Müssen nicht, nein.
Du müsstest lediglich ab und zu zu besagtem Arzt (Psychiater) gehen, um dir jeweils das neue Rezept für dein Medikament ausstellen zu lassen und natürlich um zu besprechen, wie es dir geht und wie das Medikament sich bei dir auswirkt. Aber bei diesem findet keine Therapie statt, sondern nur kurze Arzt-Patienten-Gespräche.

Wenn du einen Psychiater aufsuchen möchtest, reicht dafür deine Krankenkassen-Chipkarte. Manche wollen zum Ersttermin außerdem eine Überweisung vom Hausarzt vorgelegt bekommen.
Wenn du normal gesetzlich krankenversichert bist, kostet dich das nichts.

Hat hier jemand Erfahrungen mit Antidepressiva?
Ich kenne jemanden, der welche nimmt, bei ihm haben diese aber wohl zu Konzentrationsstörungen geführt? Davor hätte ich schon Angst, vor allem, weil ich mich im Studium viel Konzentrieren muss.
Und helfen die? Also wie merkt man das? Merkt man das überhaupt?

Man sollte schon irgendeine seelische Verbesserung / Entlastung verspüren, ansonsten ist es wohl nicht das richtige Medikament und dann müsste ggf. ein anderes ausprobiert werden.
 
Und bezahlt die Krankenkasse sowas?
Meine Krankenkasse hat mir die Therapie bezahlt und hätte es auch weiterhin getan, aber wie das mit Medikamenten aussieht weiß ich nicht.
Wenn das Medikament durch einen Arzt verordnet und ein Rezept ausgestellt wurde, werden die Kosten auch von der Krankenkasse übernommen, das ist bei psychischen Erkrakungen nicht anders als bei Somatischen: Bekommst Du ein Antibiotikum gegen deine Grippe verordnet, bezahlt das auch die Krankenkasse.

Hat hier jemand Erfahrungen mit Antidepressiva?
Ich kenne jemanden, der welche nimmt, bei ihm haben diese aber wohl zu Konzentrationsstörungen geführt? Davor hätte ich schon Angst, vor allem, weil ich mich im Studium viel Konzentrieren muss.
Und helfen die? Also wie merkt man das? Merkt man das überhaupt?

Ich habe vor längerem ein Antidepressivum (Mirtazapin) genommen, ungefähr ein halbes Jahr lang. Nebenwirkungen hatte ich keine, auch keine Konzentrationsstörungen. Was die Wirkung betrifft, hat es einige Zeit gedauert, bis ich eine Besserung bemerkt habe. Es ging dann aber stetig bergauf. Ich habe aber gleichzeitig eine Psychotherapie gemacht, von daher kann ich nicht sagen, was jetzt mehr zur Verbesserung beigetragen hat. Wahrscheinlich hatte sowohl die Medikatikn als auch die Therapiegespräche ihre Anteile daran.
 
Wenn das Medikament durch einen Arzt verordnet und ein Rezept ausgestellt wurde, werden die Kosten auch von der Krankenkasse übernommen, das ist bei psychischen Erkrakungen nicht anders als bei Somatischen: Bekommst Du ein Antibiotikum gegen deine Grippe verordnet, bezahlt das auch die Krankenkasse.

Bei Psychopharmaka, Antibiotika etc. stimmt das. Bei manchen, vom Arzt verschriebenen Medikamenten stimmt es leider nicht - es gibt da auch die "grünen" Rezepte. Was der Arzt damit verschreibt, ist quasi nur eine Empfehlung, er könnte es auch auf einen beliebigen anderen Zettel schreiben. Diese Medikamente sind nicht verschreibungspflichtig und müssen selbst bezahlt werden.
 
Bei Psychopharmaka, Antibiotika etc. stimmt das. Bei manchen, vom Arzt verschriebenen Medikamenten stimmt es leider nicht - es gibt da auch die "grünen" Rezepte. Was der Arzt damit verschreibt, ist quasi nur eine Empfehlung, er könnte es auch auf einen beliebigen anderen Zettel schreiben. Diese Medikamente sind nicht verschreibungspflichtig und müssen selbst bezahlt werden.

Ich hatte mein ein hömopathisches Mittel, das hieß Neurexan oder so. Das hat tatsächlich geholfen. Das gibt es nicht auf Rezept und muss selbst bezahlt werden.

Mit Antidepressiva habe ich so leidigen meine Erfahrungen gemacht. Die meisten machten mich leider "doof im Kopf" oder total müde, obwohl angeblich antriebssteigernd. Ich würde sie nur nehmen, wenn Du wirklich sehr leidest und es keine anderen Optionen gibt.

Geholfen gegen meine Depressionen haben nur Edronax und Elontril. Daneben habe ich noch Ritalin wegen einer anderen Symptomatik bekommen (allerdings nur sehr unregelmäßig genommen) Die Depressionen sind weg - dafür haben sie mich meiner anderen Affekte leider gleich mit beraubt.

Von Venlafaxin möchte ich Dir generell abraten. Trotz guter Wirkung macht es nach einigen Wochen der Einnahme totmüde und der Entzug ist scheußlich. Besser dankend ablehnen und den Arzt um eine Alternative bitten.
 
Mit Antidepressiva habe ich so leidigen meine Erfahrungen gemacht. Die meisten machten mich leider "doof im Kopf" oder total müde, obwohl angeblich antriebssteigernd. Ich würde sie nur nehmen, wenn Du wirklich sehr leidest und es keine anderen Optionen gibt.

Ich habe eigentlich ganz gute Erfahrungen mit Antidepressiva gemacht. Die Nebenwirkungen hielten sich in Grenzen und bezogen sich auf die übliche Schwächung der Libido, sowie ein leichtes Händezittern und etwas Nachtschweiß.

Mit dem Ausschleichen hatte ich keine Probleme, die üblicherweise beschriebenen Symptome sind ausgeblieben.
 
Bei Psychopharmaka, Antibiotika etc. stimmt das. Bei manchen, vom Arzt verschriebenen Medikamenten stimmt es leider nicht - es gibt da auch die "grünen" Rezepte.

Ich gehe mal davon aus, dass die Antidepressiva Verschreibungspflichtig sind?
Jedenfalls, was ich mit den Kosten meinte ist, bei Vater beispielsweise nimmt Verschreibungspflichtige Medikamente aufgrund seiner Epilepsie, dafür muss er sich natürlich auch regelmäßig Rezepte holen, aber bezahlen muss er in Apotheke dennoch einen bestimmten Beitrag.

Selbst wenn dieser Beitrag jetzt für mich nicht hoch wäre, ich müsste eben meine Eltern darum bitten, mir Geld dafür zu geben und mir wäre es an sich lieber, wenn sie erst gar nichts davon wissen.

Haben alle Antidepressiva eine ermüdende Nebenwirkung? Bereits genannter Freund hat seine auch immer Nachts eingenommen, weil er danach immer sehr schnell eingeschlafen ist. Ich glaube er hatte sogar welche für morgens, damit er richtig aufwachen konnte.
Ich bin ja generell schon meistens müde, deswegen wäre das für mich etwas blöd..
 
Haben alle Antidepressiva eine ermüdende Nebenwirkung? Bereits genannter Freund hat seine auch immer Nachts eingenommen, weil er danach immer sehr schnell eingeschlafen ist. Ich glaube er hatte sogar welche für morgens, damit er richtig aufwachen konnte.
Ich bin ja generell schon meistens müde, deswegen wäre das für mich etwas blöd..

Ich kenne nicht die verschiedenen Typen von Antidepressiva, ich habe nur ein einziges Präparat eingenommen. Davon bin ich nicht müde geworden, es hatte eher eine antriebssteigernde Wirkung. Anfangs war ich sogar übermäßig unruhig und ein wenig zittrig davon.
 
Haben alle Antidepressiva eine ermüdende Nebenwirkung?

Müdigkeit ist eine Nebenwirkung bei vielen Antidepressiva, aber nicht bei allen. Hier findest Du eine Übersicht der gängigen Medikamente und ihrer Nebenwirkungen: www.gesundheit.de/medizin/wirkstoffe/antidepressiva

Die beschriebenen Nebenwirkungen müssen auch nicht zwangsläufig auftreten. Ich habe Mirtazapin genommen, bei dem Müdigkeit als häufige Nebenwirkung angegeben ist und bin davon nicht müde geworden. Ein guter Arzt wird die Wahl des Medikaments ohnehin genau mit Dir besprechen und das Präparat auch wechseln, wenn Du mit den Nebenwirkungen nicht klar kommst.
 

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