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Master Wechsel zurück zu „meiner“ FH oder Master an neuer FH durchziehen?! LangerText

MR_T

Neues Mitglied
Hallo werte Community,
nachdem mir viele Foreneinträge bei Entscheidungen im Bachelor geholfen haben, würde ich mich nun freuen zu meinem Problem eure Meinungen zu hören: Master Wechsel zurück zu „meiner“ FH oder Master an neuer FH durchziehen?! :confused:



Erst einmal zu mir: Bj. 90, WS17/18 abgeschlossener guter FH-Bachelor im Bereich Mechatronik in deutscher Metropole, keine Ausbildung, 2 Jahre Auslandserfahrung, gute Englischkenntnisse. Ich bin seit jeher eher der Praktiker- learning by doing…

Ich habe insgesamt 9 Monate Praktika gemacht; im Vorfeld schon ein wenig gearbeitet in Aushilfs- und Nebenjobs.


Als Karriereziel strebe ich eine Position als Team- / Abteilungsleiter an. Je nach Größe des Unternehmens könnte ich mir zum Beispiel Verantwortung für ein Team von ca. 10 Leuten gut vorstellen. Ob Entwicklung oder Produktion weiß ich noch nicht, tendiere eher zur Entwicklung. Ich war Jugendgruppenleiter und bei verschiedenen Hochschulprojekten in leitender Funktion.


Zur Zeit bin ich in den letzten Zügen des ersten Mastersemesters in einer Kleinstadt im deutschsprachigen Ausland. Die Noten sind trotz Motivation- und Lernschwierigkeiten bis jetzt gut ausgefallen.
Der Studiengang ist ein Internationaler Mechatronik-Management Master mit 4 Semestern und wurde mir als „dual“ und in enger Kooperation mit der Wirtschaft verkauft. Wir sind der zweite Jahrgang - also in vielen Fällen noch "Versuchskaninchen".
Warum ich mich für ihn entschieden habe:

+es macht mir Spaß im internationalen Umfeld zu arbeiten

+ist in Englisch

+Softskills sind Teil des Studiums: z.Bsp. Verhandlungsführung oder interkulturelle Kommunikation

+andere Lehrinhalte sind ähnlich zum Bachelor, aber spezialisiert auf einen Industriezweig

+ nebenbei Arbeiten können ->Praxiserfahrung

+ eine der Partnerunternehmen stellt Güter für mein leidenschaftliches Hobby her, diese nenne ich ab sofort Favorit,
(jetzt wo ich am Studiengang zweifle ist mir klar geworden, dass mich dieser Punkt geblendet hat)

+ Ich kann Hobbies hier besser ausleben, falls ich denn Zeit finde




Nach dem ersten Semester und vielen Gesprächen mit Leuten aus dem ersten Jahr (das höhere Semester) stören mich folgende Dinge:

- Der duale Anteil beläuft sich bei den meisten Unternehmen auf Pflichtpraktika. Die Verträge werden in jedem Semester und in der vorlesungsfreien Zeit erneuert und mit Mindestlohn vergütet 8,70€, dank der Möglichkeit des BAföG Padang nur nervig und nicht lebensnotwendig

- Es gibt viele „Gastprofessoren“ aus der Industrie welche nicht wissen wie sie Stoff vermitteln können und nur ihr Lehrbuch / Skript vorlesen.

-Von 10 Vorlesungen waren 3 gut der Rest, wenn überhaupt, befriedigend (Stimmung im ganzen Semester)

- Es gab nur ein Labor in dem Gelehrtes praktisch angewendet wurde.

- Managementfächer sind zum größten Teil "heiße Luft", und haben vieles aus dem Bachelor nur wiederholt

- Es gab viele internationale Maschinenbaustudenten die noch nie programmiert haben. Durch die Anpassung des Stoffes wurde dieses Fach für mich absolut langweilig. Ich möchte meine Kenntnisse in dem Bereich gerne ausbauen!

-Stimmen aus dem höheren Semester sind häufig eher negativ (individuelle Meinungen):
- sie machen den Master halt damit sie einen Master haben, Abbruch im 3 Semester bringt nichts
- die meisten Module sind "so naja" oder "okay"
- ihre Arbeit im Unternehmen hat nichts mit dem Studium zu tun


- 6 Tage Woche, Vorlesungen am Samstag unregelmäßiger Stundenplan

- 3 Mitstudenten und ich haben keinen Praktikumsplatz bekommen. Wir müssen unter Umständen irgendwas an der FH machen, ohne Vergütung. Meine Absagen waren: „Wir haben das Thema schon intern vergeben und wollen daran nicht rütteln" oder "Wir haben jetzt einen Vollzeitingenieur eingestellt der sich auch mit ihrem Thema beschäftigen wird“, (zum Favorit kommt unten noch was)

-Ab nächstem Semester werden Studiengebühren erhoben (bis jetzt war es gebührenfrei) und es gibt für mich, aufgrund der Altersgrenze, keinerlei Vergünstigungen als Student.


Was für meine Heimat-FH und Master Automatisierung spricht:

+ ich kenne viele der Profs und habe bei ihnen schon einiges gelernt

+ alle Hauptfächer haben Labore zur praktischen Anwendung des Gelernten (großer Pluspunkt)

+nur 4 Klausuren pro Semester

+ viel positive Stimmen von Freunden welche den Master dort gemacht haben

+ soziales Umfeld ( plus Familie in der Nähe, wobei dies nur blendet - daher versuche ich diesen Punkt weniger zu beachten)

+ viele interessante Module in Richtung Programmierung und Steuerung / Regelung

+ 3 Semester

+ Verbundprojekt im zweiten Semester->Praktische Anwendung des Gelernten

+ startet im Sommer- und Wintersemester (Teilzeit Möglichkeit-> aus 3 mach 6 Semester)

+Ich sehe meine große Zukunft nicht im spezialisierten Industriezweig des Auslandsmasters.

+Ich fühle mich, als ob ich im ersten Semester eher verdummt wäre.


Was gegen einen Wechsel spricht:

- Ich habe viel Investiert um hierher zu kommen:
- IELTS-Test
- Umzug
- Gebrauchtwagen gekauft, um auch beim Favorit (1h entfernt) arbeiten zu können


- erneute Wohnungssuche in Metropole kann sehr schwer werden (vorrübergehend auch Unterkunft bei Familie möglich - aber nicht erstrebenswert: u.a. langer Fahrweg)

-Masterarbeit komplizierter, muss extra gesucht werden - hier im Ausland kann man sich im dritten Semester schon einarbeiten

-dieser Master wäre verhältnismäßig „einfach“ zu bekommen->Fleißarbeit

-wiederkommen und allen erklären müssen warum man wieder da ist

- Master sieht besser auf Lebenslauf aus: „Management“ & Ausland

-die Möglichkeit vielleicht doch noch bei dem Favoriten arbeiten zu können
Ich habe dort in der Bewerbungsphase einen sehr guten Eindruck hinterlassen, aber leider war das Thema eher maschienbaulastig. Ich hätte es zwar gemacht, aber sie wollten jemanden, der in der Abteilung bleibt… Absage per Telefon. Wir wollen in Kontakt bleiben - was immer das auch heißen mag.



Also wozu würdet Ihr mir Raten? Wie ist eure Meinung? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?


Soll ich mich hier weiter durchbeißen in der Hoffnung, irgendwann bei meinem Favoriten zu arbeiten und um einen Master im Ausland gemacht zu haben? Am Ende zählt ja doch nur der Titel und entsprechende Praxiserfahrung.
Oder soll ich lieber zurück in die Heimat um das Profil zu verfeinern mit Fächern, welche mich meiner Richtung (Programmierung) näherbringen und in der ich praxisnah (Labore) lernen kann? Dort könnte ich mich ja auch für einen Studentenjob bewerben.
Die Bewerbung für den Master in der Heimat ist abgeschickt, und ich rechne mir gute Chancen aus.
Sollte ich abgelehnt werden, bleibe ich im Ausland. Sollte ich aber angenommen werden, muss ich wissen, was ich machen will und kann nicht dann erst anfangen abzuwägen.

Vielen Dank an jede/n der sich diesen Roman bis hier hin durchgelesen hat und mir nun mit seinem Rat zur Seite steht.

Beste Grüße,
Mr_T
 

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