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Master mit fast 30 anfangen

S

Simplyyy

Gast
Guten Tag Liebe Leute,

ich stehe kurz vor dem Abschluss meines Bachlor Studiums in Wirtschaftsingenieurwesen und stehe momentan vor der Entscheidung ob ich mir eine Stelle suche und Vollzeit arbeiten gehe oder ob ich im Oktober ( da werde ich 30 ) das darauffolgende Master-Studium beginne. Ich habe ein wenig Angst, dass ich mit 32 wenn ich dann Fertig wäre mit dem Master vielleicht zu alt für den Berufseinstieg wäre. Das ist eigentlich meine größte Sorge bei der ganzen Geschichte. Ich habe zwar schon einige berufliche Erfahrung (Industriekaufmann IHK, Aushilfs und Werkstudentenjobs immer Studiumsbezogen in der Fachrichtung, "Selbstständigkeit" mit einem kleinen Online-Shop) , aber vielleicht fliege ich am Ende bei der suche nach einer Stelle einfach aufgrund meines Alters schon direkt raus. Beruflich und Gehaltstechnisch würde mich der Master in der Wirtschaft/Industrie vielleicht ein bisschen noch pushen, aber um Karriere zu machen würde auch der Bachlor vollkommen ausreichen. Man weiß allerdings nie was einem vielleicht der Master noch für Vorteile bringt...

Also auf der einen Seite habe ich Lust den Master zu machen aber auf der anderen Seite Angst dass es vielleicht mehr ein Karriere-Killer ist aufgrund des späten Einstiegsalters und es im Endeffekt auch gar nicht so viel bringt.

Hinzu kommt noch die Corona-Situation und ich weiß gar nicht ob ich jetzt nach Bachelor-Abschluss überhaupt einen Job finde und wie es in den nächsten Jahren aussieht. Bevor man gar kein Job findet und eine Lücke hat im Lebenslauf lieber den Master machen ?

Mich würde mal eure Meinung dazu Interessieren, vielleicht habt ihr Anregungen/Vorschläge etc. über die ich gar nicht nachgedacht habe.

Beste Grüße und bleibt Gesund
 

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G

Gelöscht 116947

Gast
Hallo Simply,
also mit 30 bist du noch nicht zu alt für den Master. Die Frage ist eher, was du dir für eine berufliche Zukunft wünscht. Heutzutage reicht ja in den MINT-Fächern oft schon ein Bachelor aus, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Strebst du allerdings eine gehobenere Position in der Zukunft an, ist oft ein Masterabschluss von Vorteil.

Kannst du beides nicht kombinieren mit einem dualen Master zum Beispiel?

Ein Freund von mir hat erst mit Ende 30 sein Abitur nachgeholt, dann hat er Maschinenbau studiert und wurde nach 3 monatiger Arbeitslosigkeit sofort fündig bei einem großen Unternehmen. Es geht also auch mit Mitte 30 noch ganz gut mit der entsprechenden Qualifikation.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
S

Simplyyy

Gast
@Schroti : Danke für deine Antwort. Kommt vielleicht falsch rüber aber die vertiefung vom Wissensfaktor würde mich auch stark reizen und ich hätte auch richtig Lust darauf. Die Frage ist eher ob es Sinn macht. Vom Notendurchschnitt würde es auch passen und wenn ich es nicht mache wäre es vielleicht verschenktes Potenzial.

@Bumblebee* : Auch dir danke. Das freut mich sehr für deinen Kollegen. Hatte er einen Bachelor oder Master gemacht ? 3 Monate Arbeitslos empfinde ich schon lange, wie viele Bewerbungen hat er den geschrieben ? Ich könnte zum Beispiel einen Berufsbegleitenden Master machen an einer privaten Hochschule machen. Nachteil wäre das dieser 390 Euro im Monat kostet und im Abend und Samstag Studium wäre.Allgemein der Master würde mir auch in Zukunft die Türen für Wissenschaftliche Mitarbeiterstellen noch offen lassen, wäre für die Zukunft auch eine Überlegung Wert wenn man z.B. 10 Jahre in der Wirtschaft war und dann darauf keine Lust mehr hätte und was ruhigeres an einer Hochschule sucht. Man weiß ja nie...
 

Mirila

Aktives Mitglied
Wieso machst du es dir so schwer? Wenn du jetzt nicht den Master machst - dann nie! Das mit dem Alter ist doch Blödsinn! Du bist so gut qualifiziert, wieso sollte man dich dann wegen dem Alter aussieben (zumal das Diskriminierung nach dem AGG und nicht zulässig ist)? Oder ist das nur eine Ausrede, weil du eigentlich nicht möchtest?
 

Sofakissen

Aktives Mitglied
Ich würde den Master direkt anhängen. Auf die 2 Jahre kommt es nicht an. 2 Jahre später anfangen ist nur dann problematisch, wenn man nichts Sinnvolles vorweisen kann, das man in der Zeit gemacht hat. Aber du hast ja studiert. Dank Corona kommst du in die guten Firmen eh nicht rein. Die haben derzeit alle Einstellungsstop und sind froh, wenn sie die aktuelle Belegschaft durchfüttern können. Zumindest mir laufen derzeit fast nur Stellen von Personalverleihern über den Weg (überwiegend die mit miesem Gehalt und nicht besseren Arbeitsbedingungen) bzw. Stellen für richtige Experten in bestimmten Bereichen, die Berufserfahrung muss man aber erst mal haben. Ergo würde ich an deiner Stelle weiterstudieren und auf bessere Zeiten hoffen.

"Nur Bachelor" wird von Arbeitgebern übrigens gerne mal zum Löhne drücken genommen. Ich mache z.B. dieselbe Arbeit wie ein Kollege, aber weil ich laut Papier weniger qualifiziert bin als er mit seinem Master, bekomme ich jeden Monat weniger Gehalt.

3 Monate arbeitslos nach dem Studium ist ok. Das war ich auch, ebenso wie Freunde, die teils 1er Masterabschlüsse hatten (vor Corona wohlbemerkt).Sieh es mal so: angenommen, du schreibst nach Erhalt deines Abschlusszeugnisses die ersten Bewerbungen.
Bis die mal in den Firmen geprüft werden, den richtigen Abteilungen weitergeleitet werden, man eine Auswahl passender Kandidaten trifft, die alle zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden, besagte Gespräche geführt sind, man sich für einen Kandidaten entscheidet, bis der Chef auch sein ok gibt, die Personalabteilung den Vertrag fertig gestellt hat, der Chef den unterschreibt, du unterschreibst und dann noch 3 Wochen Puffer bis Arbeitsbeginn... da sind 3 Monate schnell rum...
 

primechecker

Aktives Mitglied
meine persönliche Erfahrung, wenn man das überhaupt so nennen kann (da ich nur studiert und etwas Praktika gemacht habe), ist, dass es gut wäre, wenn man überhaupt erst mal in die Berufe bzw. Betriebe reinschnüffelt. Denn der Arbeitsalltag kann ein ganz anderer sein, als die "Praxis" in der Ausbildung. Aus meiner Sicht müsste es eigentlich eher andersherum sein: Erst sucht man sich einen Betrieb. Schaut, ob das dort anständig ist, macht dann die Ausbildung und arbeitet dann dort im Betrieb.

Wenn man erst die Ausbildung macht und dann in den Beruf geht, kann es sein, dass man feststellt, dass es das total Falsche war. Das ist das Problem.
 

Sadie02

Aktives Mitglied
Hi!

Es mag blöd kommen, dass ich dir was rate, weil ich viel jünger bin und auch nie studieren werde. Aber ich halte dich keineswegs zu alt für den Master.

Gerade, weil im Moment sowieso schlechte Job-Chancen dank der Corona-Politik bestehen, ist ein höherer Abschluss besser und erhöht die Chancen. Wenn du in zwei Jahren den Master hast, wird es zwar der Wirtschaft noch schlechter gehen, aber dann kannst du fast den maximalen Abschluss vorweisen.
Und vielleicht ist das Alter an sich auch gar kein Problem. Es kommt vielleicht mehr an, was man in den Jahren gemacht hat. Mit dem Industriekaufmann zeigst du, dass du auch praktisch was kannst und bist damit vielleicht vielen „nur“ Studenten weit voraus. Dazu die kleine Selbstständigkeit – du hast also nicht Jahre verbummelt und Party gemacht, sondern doch schon einiges vorzuweisen, was vermutlich dann die Tatsache, dass du etwas älter bist als andere, locker wett macht.

Alles Gute!
 
A

Anna21

Gast
Wie es so schön heißt:Man ist nie zu alte zum lernen.

Ich kenne Leute die erst mit 30 eine Ausbildung anfangen und trotzdem noch ein erfolgreiches Berufsleben danach haben.

Ein Bekannter von mir hat erst mit Mitte 40 studiert und trotzdem anschließend einen Job gefunden.

Ich habe auch schon mehrmals von alte Menschen gehört,die schon über 90 Jahre alt waren,die noch erfolgreich studiert haben,anschließend zwar nicht mehr gearbeitet haben,aber dadurch gezeigt haben,dass ein Alter keine Grenze für so etwas ist.

;)
Fachkräfte werden immer gesucht,Rente fängt auch erst mit etwa 65 Jahren an,heißt wenn du erst mit 35 fertig wärst,hättest du noch 30 Jahre zu arbeiten,eine lange Zeit.

Wenn du meinst du willst das gerne machen,dann mach es.
 

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