Hallo 🙂
Vielleicht hat ja hier jemand einen Rat für mich, ich muss mir das Ganze jetzt mal von der Seele schreiben. Ich studiere derzeit einen Master, bin im zweiten von insgesamt drei Semestern. Nebenbei arbeite ich noch, jedoch nur als Aushilfe. Anders ginge es zeitlich gar nicht.
Mir wächst derzeit alles über den Kopf. In unserem Semester wird so viel Neues an den Studenten getestet, es ist einfach nur unfassbar. Es gibt 8 Fächer mit insgesamt etwas über 30 Prüfungsleistungen. Und jede einzelne Leistung muss bestanden werden und ist sehr aufwendig. Es gibt diverse Gruppenarbeiten, nicht einmal die Gruppe innerhalb eines Faches ist dieselbe. Ständig muss man sich neu absprechen und es kommen immer wieder andere Anforderungen der Professoren, versehen mit der Aussage "Mir ist da etwas Neues eingefallen!".
Hinweise auf die zu große Belastung werden abgewiegelt mit den üblichen Floskeln. "Das schaffen Sie schon!" "Achwas, stellen Sie sich mal nicht so an!" oder mein persönlicher Favorit: "Je größer der Aufwand, umso besser wird die Note!".
Mal als Beispiel für Fach A: Wöchentliche Vorlesung mit Anwesenheit, Gruppen-Projektarbeit zu Thema 1, Partner-Vortrag von 45 Minuten zu Thema 2, Ausarbeitung von 20 Seiten in anderer Gruppe zu Thema 3, Handout für alle Kommilitonen zu Thema 4, Hausarbeit (zu zweit, jeder rund 25 Seiten) zu Thema 5, Test von 60 Minuten über alle verfügbaren Themen (insgesamt 60 verschiedene Themen plus die Vorlesung mit knapp 1.000 Seiten, keine Überschneidungen). Es gibt 3 ECTS.
Und so sieht es in fast allen Fächern aus. Die Ausnahme ist ein einziges Fach mit einer Klausur, sonst nichts. Die Fachschaft setzt sich jetzt dafür ein, dass unsere Nachfolger es einfacher haben. Das nützt uns nur leider gar nichts.
Von den 8 Fächern werde ich eines (Fach A) mit ziemlicher Sicherheit nicht bestehen. Ich wurde in die eine Gruppenarbeit nicht miteinbezogen, Informationen gab es trotz mehrmaliger Nachfrage nicht bzw. nur verspätet. Schlussendlich wurde alles am Tag vor der Präsentation neu gemacht, ohne mir Bescheid zu geben und ich habe dadurch keinen Beitrag geleistet. Die Entscheidung des Profs darüber steht noch aus. Die Wiederholung dieses Fachs ist dank unserer Prüfungsordnung erst ein Jahr später möglich.
Außerdem weiß ich nicht, ob ich die anderen Fächer alle bestehen werde. Die könnte ich jedoch notfalls im folgenden Semester wiederholen, wenn ich bis auf die Klausuren alles andere in den Fächern bestehe.
Und außerdem darf die Masterarbeit erst geschrieben werden, wenn alle anderen Fächer bestanden wurden.
Mein Problem ist jetzt folgendes:
Eigentlich will ich im nächsten Semester die Masterarbeit in einem Unternehmen schreiben, Praxiserfahrung sammeln und danach gleich arbeiten. Eine feste Zusage habe ich noch nicht. Alternativ könnte ich mir ein Theoriethema holen. Sollte ich in einigen Fächern durchfallen, könnte ich dieses Theoriethema schon beginnen zu schreiben und es erst anmelden, wenn ich die Wiederholfächer im nächsten Semester bestanden habe. Die Abgabe wäre dann kurze Zeit später, das wäre aber ziemlich "unter der Hand" und offiziell nicht erlaubt.
Falle ich jedoch durch Fach A, müsste ich ein Jahr warten. Das würde bedeuten, dass ich ein Jahr lang "blöd rumsitze" und bis auf einen kleinen Nebenjob nichts tun kann. Ein "richtiger" Job (im Sinne von nützliche Berufserfahrung für später, studiumsverbunden) fällt für diese kurze Zeit weg. Ein Praktikum geht auch nicht, da die meisten Unternehmen nur ein Pflichtpraktikum für längere Zeit anbieten und dies ist nicht Bestandteil meines Masters.
Sollte ich dann lieber das Studium abbrechen und mir mit dem Bachelorabschluss einen Job suchen? Eine richtige Begründung für die Personaler für diese "nicht gut genutzte Zeit" und das abgebrochene Studium kurz vor dem Ziel hätte ich jedoch nicht.
Mir wird dieser ganze Stress im Moment einfach zu viel, ich kann kaum noch schlafen und sobald ich die Augen aufhabe, stürzt alles auf mich ein. Der Aufgabenberg wird einfach nicht weniger, egal wie viel Zeit und Mühe ich investiere. Und grade die Frages des möglichen Studienabbruches liegt mir wie ein Stein im Magen. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, einen positiven Ratschlag oder einfach nur einen Keks für mich?
Wer auch immer den Roman bis hierhin gelesen hat, vielen Dank dafür! 🙂
Vielleicht hat ja hier jemand einen Rat für mich, ich muss mir das Ganze jetzt mal von der Seele schreiben. Ich studiere derzeit einen Master, bin im zweiten von insgesamt drei Semestern. Nebenbei arbeite ich noch, jedoch nur als Aushilfe. Anders ginge es zeitlich gar nicht.
Mir wächst derzeit alles über den Kopf. In unserem Semester wird so viel Neues an den Studenten getestet, es ist einfach nur unfassbar. Es gibt 8 Fächer mit insgesamt etwas über 30 Prüfungsleistungen. Und jede einzelne Leistung muss bestanden werden und ist sehr aufwendig. Es gibt diverse Gruppenarbeiten, nicht einmal die Gruppe innerhalb eines Faches ist dieselbe. Ständig muss man sich neu absprechen und es kommen immer wieder andere Anforderungen der Professoren, versehen mit der Aussage "Mir ist da etwas Neues eingefallen!".
Hinweise auf die zu große Belastung werden abgewiegelt mit den üblichen Floskeln. "Das schaffen Sie schon!" "Achwas, stellen Sie sich mal nicht so an!" oder mein persönlicher Favorit: "Je größer der Aufwand, umso besser wird die Note!".
Mal als Beispiel für Fach A: Wöchentliche Vorlesung mit Anwesenheit, Gruppen-Projektarbeit zu Thema 1, Partner-Vortrag von 45 Minuten zu Thema 2, Ausarbeitung von 20 Seiten in anderer Gruppe zu Thema 3, Handout für alle Kommilitonen zu Thema 4, Hausarbeit (zu zweit, jeder rund 25 Seiten) zu Thema 5, Test von 60 Minuten über alle verfügbaren Themen (insgesamt 60 verschiedene Themen plus die Vorlesung mit knapp 1.000 Seiten, keine Überschneidungen). Es gibt 3 ECTS.
Und so sieht es in fast allen Fächern aus. Die Ausnahme ist ein einziges Fach mit einer Klausur, sonst nichts. Die Fachschaft setzt sich jetzt dafür ein, dass unsere Nachfolger es einfacher haben. Das nützt uns nur leider gar nichts.
Von den 8 Fächern werde ich eines (Fach A) mit ziemlicher Sicherheit nicht bestehen. Ich wurde in die eine Gruppenarbeit nicht miteinbezogen, Informationen gab es trotz mehrmaliger Nachfrage nicht bzw. nur verspätet. Schlussendlich wurde alles am Tag vor der Präsentation neu gemacht, ohne mir Bescheid zu geben und ich habe dadurch keinen Beitrag geleistet. Die Entscheidung des Profs darüber steht noch aus. Die Wiederholung dieses Fachs ist dank unserer Prüfungsordnung erst ein Jahr später möglich.
Außerdem weiß ich nicht, ob ich die anderen Fächer alle bestehen werde. Die könnte ich jedoch notfalls im folgenden Semester wiederholen, wenn ich bis auf die Klausuren alles andere in den Fächern bestehe.
Und außerdem darf die Masterarbeit erst geschrieben werden, wenn alle anderen Fächer bestanden wurden.
Mein Problem ist jetzt folgendes:
Eigentlich will ich im nächsten Semester die Masterarbeit in einem Unternehmen schreiben, Praxiserfahrung sammeln und danach gleich arbeiten. Eine feste Zusage habe ich noch nicht. Alternativ könnte ich mir ein Theoriethema holen. Sollte ich in einigen Fächern durchfallen, könnte ich dieses Theoriethema schon beginnen zu schreiben und es erst anmelden, wenn ich die Wiederholfächer im nächsten Semester bestanden habe. Die Abgabe wäre dann kurze Zeit später, das wäre aber ziemlich "unter der Hand" und offiziell nicht erlaubt.
Falle ich jedoch durch Fach A, müsste ich ein Jahr warten. Das würde bedeuten, dass ich ein Jahr lang "blöd rumsitze" und bis auf einen kleinen Nebenjob nichts tun kann. Ein "richtiger" Job (im Sinne von nützliche Berufserfahrung für später, studiumsverbunden) fällt für diese kurze Zeit weg. Ein Praktikum geht auch nicht, da die meisten Unternehmen nur ein Pflichtpraktikum für längere Zeit anbieten und dies ist nicht Bestandteil meines Masters.
Sollte ich dann lieber das Studium abbrechen und mir mit dem Bachelorabschluss einen Job suchen? Eine richtige Begründung für die Personaler für diese "nicht gut genutzte Zeit" und das abgebrochene Studium kurz vor dem Ziel hätte ich jedoch nicht.
Mir wird dieser ganze Stress im Moment einfach zu viel, ich kann kaum noch schlafen und sobald ich die Augen aufhabe, stürzt alles auf mich ein. Der Aufgabenberg wird einfach nicht weniger, egal wie viel Zeit und Mühe ich investiere. Und grade die Frages des möglichen Studienabbruches liegt mir wie ein Stein im Magen. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, einen positiven Ratschlag oder einfach nur einen Keks für mich?
Wer auch immer den Roman bis hierhin gelesen hat, vielen Dank dafür! 🙂