Meine Tochter erzählt bedauerlicherweise verschiedene Versionen über ihr Innenleben, ich dachte mir schon seit längerem das, was sie mir so Erzählt sich nicht mit dem deckt, was die Mutter sagt. Ich merke auch, dass meine Tochter einen großen Wortschatz hat und sich gut ausdrücken kann. Aber was Sie so erzählt klingt nicht nach ihr bzw. nach einem Kind. Sie scheut jeden Konflikt, ob in der Schule oder im familiären Bereich was nach Corona und der Krebserkrankung und jetzt mitten in der Pubertät schon verständlich ist. Aber im Wissen, das ihre Mutter mittlerweile fast nur noch liegen kann und alles extrem Schmerzt, was mit Bewegung zu tun hat und der Tod leider unausweichlich ist sollte ihr doch vor Augen führen das ihre Mutter jetzt Hilfe brauch, nichts Dramatisches, Katzenklo putzen, Geschirr aufräumen, nicht alles ständig schmutzig machen, etwas mehr Aufpassen mit dem Gekrümmle etc. Das würde schon Helfen um die Energiereserven länger zu Bewahren.
Sie lässt Sie vollkommen im Stich. Nur dieses beschissene iPad, stundenlang.
Ähm, schon schwierig, bei all deinen teils widersprüchlichen Aussagen auch im anderen Thread eine rote Linie zu finden.
Hier kritisierst du das Verhalten deiner Tochter, andererseits siehst du auch in anderen Beiträgen die große Not deiner Tochter.
Du sagst hier, dass deine Tochter ihre sterbende Mutter vollkommen im Stich lässt. Wo ist denn da deine Empathie geblieben?
Das Mädchen ist 12 Jahre alt. Es ist gezwungen, die Mutter leiden zu sehen. Sie weiß, dass ihre Mutter sterben wird und lebt ganz allein mit ihr. Das ist dermaßen belastend für ein Kind und macht große Angst. Sie wird ja durch das bevorstehende Sterben der Mutter selbst "im Stich" gelassen im übertragenden Sinne. Völig verständlich, dass sie sich hinter das IPad versteckt.
Das Kind braucht Fürsorge, Unterstützung, etwas, was ihr Halt gibt.
Anscheinend hat ja die Mutter die Möglichkeit ins Hospiz zu gehen. Will sie aber nicht. Sie will zu ihrer Mutter, die ja anscheinend selbst krank ist. Wann denn?
Und das Kind muss aushalten, was die Eltern nicht wollen oder nicht können. Die Eltern sind aus Krankheitsgründen nicht in der Lage, sich um die Bedürfnisse des Kindes zu kümmern. Die Mutter nicht, weil sie sterbenskrank ist, der Vater nicht wirklich, weil er psychisch krank ist.
Und das Kind ist der Situation hilflos ausgeliefert. Es braucht dringend mindestens eine erwachsene Person, die stark genug ist, es zu unterstützen. Und zwar jetzt.
Und dir ist als erstes eingefallen, dem Kind zu sagen, dass es doch mal mehr aufräumen sollte, die Mutter unterstützen sollte.