Die einzigen Klamotten die ich hin und wieder neu kaufe, sind Unterwäsche und Socken. Alles andere Secondhand, wenn es gefällt und paßt ist die Marke piepegal.
Und sogar das Secondhand ist meistens umsonst, denn in meiner Umgebung gibt es mehrere Altkleidercontainer, wo Faulpelze immer wieder die Säcke mit den Klamotten daneben stehen lassen statt sie reinzuschieben. Dann reißt irgendein "Schatzsucher" die Säcke auf und verteilt die Klamotten in der Landschaft, und jedesmal wenn ich das sehe und Zeit habe, bücke ich mich großzügig und schiebe das Zeug doch noch rein, sofern noch sauber und trocken geblieben und die Containerklappen nicht wieder wegen Überfüllung blockieren.
Wenn mir dabei dann was für mich brauchbares in die Hände fällt behalte ich es, quasi als Bezahlung fürs Aufsammeln. (Die Angestellten der Altkleiderfirmen dürfen nämlich Sachen die außerhalb des Containers lagen nicht mehr mitnehmen, könnte ja naß und schmutzig geworden sein und den Containerinhalt versauen, daher würde das alles als Abfall entsorgt. Aber was sie nicht wissen, macht sie nicht heiß.)
Kurzfassung, ich muß äußerst selten was kaufen, denn zuweilen steht sogar unbenutzte Neuware neben den Containern, wahrscheinlich bei Amazon bestellt und sofort als ungewollt entsorgt. Schuhe auch, oft in Massen, meistens abgetragen oder kaputt, aber hin und wieder auch total neuwertig.
Die Vorteile des Großstadtlebens, wenn man keine Hemmungen hat auch mal "Abfall" in die Hand zu nehmen. Der Abfall des einen kann die Freude des anderen sein.
Wenn sich jemand zwanghaft an nagelneuen Markenwaren festkrallt - muß was im Argen liegen mit dem Selbstwertgefühl. Oder falscher Freundeskreis, wo Marken alles sind und man zwanghaft mitprotzen muß, damit die anderen nicht die Nase rümpfen. Definitiv nicht meine Welt.