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Markenkleidung

Hallo Gelöscht 77808,

schau mal hier: Markenkleidung. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich halt es eher wie die Italiener. Ein paar wenige, hochwertige, klassische Teile im Schrank, die sich mit diversen Sachen kombinieren lassen. Und wenn ich die Teile dann ein paar Jahre regelmässig getragen habe und sie abgetragen sind, haben sie sich im Gegensatz zum Billigzeugs durchaus gerechnet. Finde ich auch nachhaltiger. Das sind dann oft Markenklamotten, aber es ist mir egal, welcher Name dran oder drin steht. Und ja, die Leute, die dann noch das Schildchen an der Anzugsjacke draussen nicht abgemacht haben, sind oberpeinlich.
Eine Bekannte aus der Schule trug nur Aigner-Klamotten. Und sie schämte sich noch nicht einmal dafür, dass ihre Mutter nur dafür eine Putzstelle angenommen hatte. Das war kein Mädel, dass mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde. Das fand ich echt widerlich.
 
Ich kaufe, was mir gefällt. Habe schon einen Klamottentick, das gebe ich zu. Ich mag einfach schöne Sachen. Aber: Schön ist, was ICH schön finde. Das können Markenklamotten sein, aber auch noname- Sachen von New Yorker, H&M und Co. Oder secondhand. Kik und Takko mag ich nicht, weil ich finde, dass sich die Stoffe billig anfühlen. Aber ich achte nur für mich darauf. An manchen Tagen laufe ich auch in der Jogginghose umher, weil mir danach eben der Sinn steht. Was andere tragen, ist mir egal. Wenn die Kombi bei einem anderen Menschen mal ganz extrem ist oder die Kleidung total unangemessen, muss ich vielleicht schon mal schmunzeln. Das gebe ich zu. Genauso bewundere ich ein stimmiges Outfit. Aber normalerweise fällt es mir gar nicht auf, was ein anderer trägt. Wenn Deine Freundin so sehr darauf fixiert ist und den Wert anderer Menschen alleine daran festmacht, ist das schon sehr befremdlich. Und als Freundin würde ich mich auch fragen, was ihren eigenen Selbstwert so erschüttert. Beziehungsprobleme? Nörgelt ihr Partner an ihr herum? Berufliche Probleme? Würde das liebevoll hinterfragen, aber dennoch in solchen Situationen klar anmerken, dass es mir ganz egal ist, was X oder Y trägt, wenn sie sich doch in dem Fummel wohlfühlen…Dass man die Personen in der Stadt nicht kennt- vielleicht laufen sie gerade im Gammellook ins Krankenhaus, weil jemand spontan im Sterben liegt? Vielleicht hat der Vorstandsvorsitzende in seiner Freizeit keine Lust mehr auf unbequeme Klamotten und Krawatte? Vielleicht haben die Leute keine Zeit für shopping, weil 4 Kinder zuhause sitzen und Hunger haben? Usw. Es gibt viele gute Gründe für eine unästhetische Verpackung.
Eventuell regt Dein Umgang damit sie doch noch irgendwann zum Nachdenken an..
 
Die Alternative zu den üblichen Markenklamotten, die man durch angebrachte Werbung erkennt wäre, einen eigenen Stil für sich selber zu definieren und sich tatsächlich so als seine eigene Marke zu verstehen.

Beispielsweise trage ich gerne handgefertigte ( neutrale, einfarbige ) Wollpullover aus Island. Nach etwas Recherche hatte ich eine Manufaktur gefunden, die den von mir gewünschten Pullover von Leuten in Heimarbeit herstellen lässt. Gut - das ist teuer, man hat mir auf Nachfrage aber Strickgarn derselben Charge zum späteren Ausbessern geschickt.
Ich trag auch gerne Schuhe, die in der JVA Remscheid hergestellt wurden, top verarbeitet sind und (bei mir) einfach ewig halten .
Die sind vergleichsweise günstig - und mehrwertsteuerfrei, aber man sieht halt nicht, wo sie her kommen.
 
Die einzigen Klamotten die ich hin und wieder neu kaufe, sind Unterwäsche und Socken. Alles andere Secondhand, wenn es gefällt und paßt ist die Marke piepegal.
Und sogar das Secondhand ist meistens umsonst, denn in meiner Umgebung gibt es mehrere Altkleidercontainer, wo Faulpelze immer wieder die Säcke mit den Klamotten daneben stehen lassen statt sie reinzuschieben. Dann reißt irgendein "Schatzsucher" die Säcke auf und verteilt die Klamotten in der Landschaft, und jedesmal wenn ich das sehe und Zeit habe, bücke ich mich großzügig und schiebe das Zeug doch noch rein, sofern noch sauber und trocken geblieben und die Containerklappen nicht wieder wegen Überfüllung blockieren.
Wenn mir dabei dann was für mich brauchbares in die Hände fällt behalte ich es, quasi als Bezahlung fürs Aufsammeln. (Die Angestellten der Altkleiderfirmen dürfen nämlich Sachen die außerhalb des Containers lagen nicht mehr mitnehmen, könnte ja naß und schmutzig geworden sein und den Containerinhalt versauen, daher würde das alles als Abfall entsorgt. Aber was sie nicht wissen, macht sie nicht heiß.)
Kurzfassung, ich muß äußerst selten was kaufen, denn zuweilen steht sogar unbenutzte Neuware neben den Containern, wahrscheinlich bei Amazon bestellt und sofort als ungewollt entsorgt. Schuhe auch, oft in Massen, meistens abgetragen oder kaputt, aber hin und wieder auch total neuwertig.
Die Vorteile des Großstadtlebens, wenn man keine Hemmungen hat auch mal "Abfall" in die Hand zu nehmen. Der Abfall des einen kann die Freude des anderen sein.

Wenn sich jemand zwanghaft an nagelneuen Markenwaren festkrallt - muß was im Argen liegen mit dem Selbstwertgefühl. Oder falscher Freundeskreis, wo Marken alles sind und man zwanghaft mitprotzen muß, damit die anderen nicht die Nase rümpfen. Definitiv nicht meine Welt.
 

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