Ich frage mich wirklich aus welchem Grund heute geheiratet wird.
Nach einem halben Jahr Hochzeit. Und danach bemerkt man, dass man doch eigentlich gar keine Lust mehr hat.
Ist die Eheschließung zu einem Spiel geworden ?
Wie bist Du, TE, auf die Idee gekommen, diese Person zu heiraten ?
Das ist mir unerklärlich.
Ich kann das schon nachvollziehen.
Heiraten ist ja heutzutage, man glaubt es kaum, immernoch ein Liebesbeweis. Irgendwie.
Nur, "drum prüfe, wer sich ewig bindet" ist glaube ich nicht so an der Tagesordnung.
Ich glaube was viele einfach nicht verstehen ist, dass keine Liebe oder Anziehung zueinander "für immer" ist. Das ist eigentlich ziemlich temporär. Klar, kann das sein. Aber es erfordert dann schon viel Arbeit, oder man hat ein so vertrautes Miteinander, dass es auch so funktioniert. Dass man aber wirklich so ehrlich zueinander ist, dass es echt bis zum Verrecken hält, ist sehr selten. Dafür muss man schon vom Kopf her wirklich gleiche Meinungen über Ehrlichkeit etc haben. Und ich glaube, dass die meisten da eigentlich mehr schlecht als recht sagen sie seien "ehrlich", einfach weil es ne Standard-Charakter-Eigenschaft ist, die man sich umschnallt.
Und dann kommt das böse Erwachen "Huch, mein Partner ist garnicht so nice und cool wie ich dachte. Ja meeey. Wat ham we denn da. Da bini aber fuchsig, nu.".
Und auch man selbst verliert so diese "Schmückfedern", die man sich in den Poppes rammt um für das andere Geschlecht attraktiver zu sein. Wir sind da ja auch nur wie Tiere.
Ich glaube viele heiraten, weil sie darin versuchen eine Erfüllung zu finden. Weil sie der Meinung sind ihnen würde etwas im "inneren" ihres selbst fehlen, wenn sie nicht verheiratet sind, oder zumindest gebunden. Menschliche Existenzängste, simpel. Temporär mag das ein Bedürfnis befriedigen. Nach einer Weile merkt man aber, dass es irgendwie nicht das richtige war oder ist. Das kann von Seiten des Mannes kommen, genauso wie bei der Frau. Aber im Grunde haben beide Seiten das Gefühl. Nur ist es eine Frage wer zuerst "daneben tritt", dann hat der andere nämlich einen Grund sich mies zu fühlen, sich aufzuregen, traurig zu sein, die Welt und die "Partner"welt zu verfluchen und alle scheiße zu finden.
Aber, alles nur Spekulationen. Gedanken.
Ich muss aber auch sagen, dass ich nichts von Heirat und "versprochener Bindung", halte. Vielleicht hab ich deswegen auch eine eher zynische Meinung.