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Mama gestorben, Kind von nicht mal 14 Jahren hinterlassen

D

DeEinsame

Gast
Ich habe vor 9 Jahren meine Mutter verloren, da war ich grad mal 13 Jahre alt, ein Alter wo jedes Kind seine Mutter brauch. Es fing alles so an. Meine Eltern haben vor 24 Jahren geheiratet, danach kam ich dann zur Welt. Die erste Zeit wohnten wir bei Oma noch im Haus mit, solange wie unser Haus dann fertig war. Das war auf dem gleichen Grundstück. Ich wuchs heran, hatte eine schöne Kindheit, hatte alles und hab auch alles bekommen bis auf Liebe und Zuneigung von meinen Eltern. Insbesondere von meiner Mutter, sie konnte das nicht so und wollte auch so keine Liebe. Es kam das Jahr 1999 da wurde meine Mutter als Sozialarbeiterin ein Asylheim gesteckt. Sie hat die Arbeit noch nie gemacht hat. Sie war ein Typ von Mensch sie hat sich Probleme angenommen und hatte aber selbst niemanden zum reden. Zwischen Weihnachten und Silvester war meine Mutter dann alleine dort mit den Bewohnern. Dadurch wurde sie Depressiv. Sie ging zur Psychotherapie mit meiner Oma immer. Diese gab ihr Beruhigungstabletten und wollte meine Mutter in eine Klinik stecken. Durch meine Mutter ihrer Ausbildung wusste sie was in so einer Klinik so abläuft und bekam totale Angst und weinte nur ich bettelte das sie nicht dahin will. Man kann einen Mensch nicht zwingen zu irgendwas. Es kam der 12. Februar 2000. Ich saß an meinem PC in meinem Zimmer wie jeden Samstag auch. Mein Vater, da er auf Montage ist, musste den Samstag arbeiten aber wäre abends wieder da gewesen. Nun ich saß am PC und als ich mich umdrehte saß meine Mutter auf meinem Bett, ich sagte nur so weil niemand mit mir sprach über ihre Krankheit, „oh, du hast mich jetzt erschreckt“. Daraufhin sah ich wie sie sich das annahm und schuldig fühlte. Es war gegen halb 1 mittags, Samstag traf ich mich immer vor der Disko nochmal bis 16uhr mit meiner Freundin. Daher fragte sie mich halb 1 wann ich doch los machen würde. Ich sagte „ach so gegen um 1 wie immer“. Ich drehte mich wieder rum und machte am PC weiter, meine Mutter saß weiterhin hinter mir auf dem Bett. Ungefähr 10min später, fragte sie mich wieder „wann machst du gleich nochmal los. Da sagte ich das hab ich dir doch vorhin schon gesagt um 1. Ich machte mir schon Gedanken warum sie so oft fragte weil ich das nicht gewöhnt war von ihr. Gut es war nun um 1. Ich machte mich auf die Socken zu meiner Freundin. Es war nun um 4, ich kam heim, Sah auf unserem Grundstück ein Krankenwagen stehen, dachte naja ok vielleicht ist meine Oma wieder mal hingefallen. Ich betrat unser Grundstück und wurde am Haus meiner Oma abgefangen und da wusste ich ok mit der Oma kann nichts sein. Ich kam ins Wohnzimmer, da saß meine Oma schon verweint und ich fing auch an. Es wurde mir bewusst hier muss was Schlimmes passiert sein. Sie sagte dann „die Mama, sie ist tot“ Ich fing an zu schreien und rannte an die Haustüre. Ich glaubte nicht daran dass meine Mama nicht mehr lebte. Ich stand dann die ganze Zeit an der Haustüre meiner Oma oder am Küchenfenster um die Leute zu beobachten was sie in unserem Haus machen. Es war dann gegen 7 mein Vater ist sofort nach dem Anruf meiner Oma von München heim gefahren. Sie sagte aber nur er soll heim kommen es ist was passiert. Als er heim kam war es dann soweit, wir durften im Flur meine Mama nochmal sehn, anfassen und uns verabschieden. Ich betrat zuerst das Haus, schaute um die Ecke und sah da meine Mama in dem Sarg liegen. Sie sah so aus wie würde sie nur schlafen. Ich näherte mich ihr, konnte sie nicht anfassen, ich zog meine Hand zurück und rannte in mein Zimmer weinend. Die frau von DRK folgte mir und sagte es ist nicht schlimm dass ich meine Mama nicht anfassen kann. Bis heute hab ich noch keine Anerkennung dafür bekommen. Meine ganzen Beziehungen gingen in die Brüche weil ich damit mich noch nie auseinander setzte. Ich stürzte mich vor Einsamkeit von einer Beziehung in die nächste immer weil ich dachte es ist richtig so. Nun hab ich eine 13 monatige Beziehung hinter mir die mich auch wieder sehr geprägt. Nun bin ich den Weg gegangen so kann es mit mir nicht weitergehen und ging jetzt 2 Monate zur Diakonie und dachte kann meine Beziehung retten aber es war wohl schon zu spät. Nun versuch ich mein Selbstbewusstsein zu wissen was verloren ging. Aber diese Gespräche reichen nicht mehr von daher geh ich jetzt zu einer Psychotherapie. Ich hatte jetzt die Woche besuch und durch den Mann wurden mir die Augen auch geöffnet auch so sehr wie ich mir eine Beziehung wünsche aber es würde nach hinten los gehen weil ich nicht frei bin dafür. Wir haben auch über meine Mutter geredet und er war der erste Mann nach 9 Jahren der mir von sich aus das Angebot machte wenn ich es will mit zu meinem Mama zu gehen. Ich habe Blumen gekauft und wir gingen zum Grab. Ich machte das Grab bissel sauber und steckte die Blumen in die Vase, danach nahm er mich in arm und ich musste weinen. Solang wie gestern stand ich noch nie an dem Grab meiner Mutter. Ich sage mir immer meine Mama ist nicht tot, sie ist nur weit weg von mir. Dieser Mann machte mir den Vorschlag wenn es mir besser geht meiner Mutter doch ml einen Brief zu schreiben was mich so bedrückt und alles aufzuschreiben was mir auf der Seele liegt was sie angeht. Manchmal wünsche ich mir dass sie einmal nochmal vor mir stehen würde und sie das alles fragen könnte um was ich mir Gedanken mache.
 
Hallo!

Es tut mir sehr leid wegen Deiner Mama und was Du durchgemacht hast!

Dass Du sie damals nicht berühren wolltest, sollte Dich nicht länger belasten. Ihr wart damals alle geschockt, Du hattest noch nicht verarbeitet dass sie gegangen ist.

Ich find es aber toll von Dir dass Du Dir Hilfe gesucht hast! Es ist sicher sehr schwer und es wird wohl einige Zeit dauern, aber eine Therapie würde Dir sicher helfen, wenn Du Dir alles von der Seele reden kannst!

Die Idee von diesem Mann mit dem Brief find ich gut. Schreib einen Brief an Deine Mama. Dann kannst Du das, was Dir so sehr am Herzen liegt, da rein schreiben und vielleicht ist Dir dann wenigstens ein bisschen leichter ums Herz, weil Du vielleicht das Gefühl hast "So ich hab es ihr jetzt gesagt"

Ist dieser Mann ein Bekannter von Dir? (wenn ich fragen darf .... musst es nicht beantworten wenn Du nicht möchtest)

Aber er könnte wohl Recht haben .... vielleicht bist Du erst wirklich bereit für eine Beziehung, wenn Du das Vergangene aufgearbeitet hast.

Vielleicht hast Du Dich von einer Beziehung in die nächste gestürzt, weil Dir Deine Mama in der Kindheit nicht so viel Liebe zeigen konnte? Vielleicht kannte sie das aus ihrer eigenen Kindheit nicht und konnte es deshalb nicht weitergeben?

Wie auch immer .... ich wünsch Dir alles Gute und hoffe, dass es Dir bald wieder besser geht!
 
diesen Mann hab ich knapp 2 wochen kennengelernt und wollte es wie die letzten jahre machen, er ist auch psychisch angeschlagen war deswegen auch in einer Klinik und war die woche an meiner seite bis gestern und hat mir die augen geöffnet das es so nicht weitergehn kann wie jetzt. Um mir nicht weh zu tun hat er gesagt er will erstmal nur eine Freundschaft und dann sehen wir und reden nochmal über ne beziehung. Er schrieb mir heute das ich seine seele schon bissel berührt habe und ich schon ne menge habe an dem was er sich von einer frau wünscht
 
Mhhm naja Du kannst nun nicht genau wissen, was genau er sich vorstellen würde. Vielleicht mag er mehr von Dir, vielleicht aber auch nicht.

Aber manchmal ist normale Freundschaft besser als eine Beziehung 😱

Er scheint sehr nett zu sein und er scheint zu wissen, was Dir fehlt bzw. was Du brauchst. Geniesse es.

Ob mehr daraus wird weisst Du jetzt noch nicht, aber ich hoffe, du wirst einen Weg finden, um alles zu verarbeiten!
 
Naja ich denke mal er hat auch noch genug mit sich zutun. Er ist jetzt 1 jahr getrennt von seiner noch frau. Die waren 9 jahre zusammen und die Frau schleppte auch irgendein Erlebnis mit sich rum. Sie besuchte zuerst so eine Klinik und dann im Januar er. Wir haben die Woche auch viel geredet zusammen. Er kommt mir auch bissel so vor als hat er eine gespaltene Persölichkeit, im einen Augenblick total lieb und dann sieht man am Gesichtsausdruck wie die andere Seite wieder durchkommt und dann zieht er sich zurück und reagiert kühl.

Gestern schrieb er mir noch weil ich sagte wenn er eine andere kennenlernen würde, das es mir das Herz brechen würde weil ich immer denke das Kind ist noch nicht in Brunnen gefallen, es gibt noch Hoffnung. Daraufhin sagte er zu mir wir wollen ja keine Herzen brechen und er muss sich über vieles noch im Klaren werden. Klingt doch nicht schlecht oder? Ich hab auch aus seinem Reden rausgehört das er selbst noch nicht fähig für eine Beziehung wieder ist, er denkt so das jeden Tag immer wieder Schluß sein kann. Das ist doch keine Perspektive für eine schöne Beziehung oder?

Naja meine Freundin hat sich jetzt auf der Seite auch angemeldet um mir zu zeigen das er bei anderen genauso ist wie bei mir, ich finde das sowas von zum kotzen (sorry) ich hab jetzt so oft zu ihr gesagt sie soll das lassen aber da kann ich mit ner Wand reden. 🙁🙁
 
Hallo Deeinsame, mir laufen grad ein wenig die Tränen, so berührt mich deine Geschichte. Ich habe auch mit 12 meine Mutter verloren, konnte mich damals auch nicht verabschieden , da sie im krankenhaus gestorben ist. Ohne Mutter aufzuwachsen, grad in der Pupertät ist absoluter Mist. Man braucht einfach eine Bezugsperson.
Ich kann dir nur raten, suche dir einen guten Hypnotherapeuten, der mit dir das Geschehen aufarbeitet. Er führt dich zurück zu der Situation und du wirst dich von deiner Mutter verabschieden können, so wie du es möchtest. Ich habe das auch auf diese Art und Weise gemacht und bei mir geht es seit dem immer mehr bergauf. Heute bin ich mehr oder weniger frei von Depressionen.
Aber du musst was für dich tun, sonst zerbrichst du an der Situaion.
 
Hallo DeEinsame,

ich kann Dich gut verstehn, ich war 10 Jahre alt als meine Mutter starb und das ist, genau wie bei Dir, ein alter in dem ein Kind seine Mutter brauch.

Ich finde den Vorschlag von deinem Bekannten echt gut, so kannst du dir das ein oder andere viell. doch noch von der Seele reden.
Ich hab damals angefangen Tagebuch zu schreiben und ich habe es so geschrieben als würde ich meiner Mutter erzählen wie mein Tag war.

Ich finde es auch super das du dir Hilfe gesucht hast um den Tod deiner Mum zu verarbeiten, was mir allerdings "Bauchweh" bereited ist die Hoffnung die du in deinen Bekannten steckst, wenn du schon das Gefühl hast das er ne gespaltene Persönlichkeit hat/ist, meinst du dann das er "der Richtige" ist?
Und wie Gugli (?) schon gesagt hat, oft ist ne gute Freundschaft viel mehr wert als eine Beziehung.

Liebe Grüße
Galactica
 
Naja seitdem er jetzt eine woche bei mir war, redet er kaum noch viel mit mir zusammen. Vor unserem Treffen haben die Telefonate manchmal min. 1h bis max. 3h gedauert udn jetzt nur noch ne halbe Stunde und darin schweigen wir uns schon an. Da denke ich dann für mich das was er mir mal schrieb mit das er sich in meine Art und Weise und stimme verliebt hat alles jetzt nicht mehr so ist. Als ich ihn danach fragte bekam ich zur Antwort "Macht sich da jetzt wieder jemanden Sorgen?"

Die Woche wo er bei mir war, hat er gekocht und ich da ich seit meiner Trennung ende Juli kaum noch was gegessen habe, war ich bei seinem Essen nach dem 3. Bissen immer schon satt. Gestern hatte ich mich mit einem Bekannten getroffen, wir waren essen und auf einmal konne ich wieder fast normal essen. Denke mal es lag daran weil dieser mich nicht mit seinen Problemen runterzog.

Ich denke auch mal der Bekannte hält mich nur hin und hat gar kein Interesse groß an mir. Meiner Meinung nach würde er sich da anders verhalten und mich nicht immer vor den Kopf stößen. Wir hatten noch mal darüber geredet über Beziehung und er sagte er müsse sich noch über einiges erst im klaren werden.

Er wird auch heute und morgen in meinen Augen keine Beziehung führen können weil er zur zeit nach Carpe Diem (in den Tag hinein) lebt.
 
Meine Mutter wäre heute 73 Jahre geworden, aber sie lebt nun ja schon seit 32 Jahren nicht mehr. Aber jedes Jahr stecke ich eine Geburtstagskerze an, damit sie weis , das ich sie nicht vergessen habe. Schlimm was sie uns angetan hat, aber vergessen kann ich sie trotzdem nicht. Es war ja nicht alles schlecht.
 

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