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mal wieder der Single-Blues gemischt mit so ziemlich vielem

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Gast

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Hallo!

Hm, ich fühl mich mal gerade wieder sehr allein. Ich denke daran, wie es mich glücklich machen würde, wenn ich mal ein wenig Mann in meiner Nähe hätte. Einfach mal wieder gekuschelt werden. Das fehlt mir irgendwie immer ein wenig. Ich weiß, dass ich in der Vergangenheit viel zu bewältigen hatte und es schlicht und ergreifend daran liegt. Ich weiß nicht, ob ich das alles hinter mir lassen kann, aber es hat mich einsam gemacht, weil es sehr viele zwischenmenschliche Enttäuschungen gab und mein Stresspegel einfach immer so enorm hoch war. Es werden bald 8 Jahre Singledasein und ich erinnere mich noch mit Freude an die kleine Unterbrechung dieser Zeit vor 4 Jahren. Da hatte ich zwei Tage etwas mit einem Mann. Das fand ich so schön, auch wenn ich natürlich etwas geweint hab danach, weil ich eher länger jemanden haben möchte. Das Schöne hat aber eben doch überwogen. Ich weiß nicht, ob es für mich vielleicht zu spät ist, weil mir zusehends die Kraft fehlt, mich einem Mann zu öffnen. Ich kann es mir einfach kaum noch vorstellen, dass da mal jemand kommen sollte, der mich lieb hat.

Ja, es hat schon Angebote von Männern gegeben, aber irgendwie fand diese Männer nicht gut. Zwei von ihnen mochte ich ja, aber es hat nicht geklappt mit ihnen. der eine war halt ein Frauenaufreißer und ich war mir zu schade dafür, sein Betthäschen zu sein und der andere hatte kein Verständnis für mich. Für mich ist es wegen meiner durch Männerlosigkeit angehäuften Komplexe doch ziemlich schwer, diese mal nicht irgendwann (nach ein paar Monaten) zur Sprache zu bringen. Das will natürlich keiner hören und schon ist alles wieder vergeigt. Für die Zukunft hab ich mir vorgenommen, gar nicht über meine Probleme zu sprechen, aber dann werde ich mich wahrscheinlich auch nicht angenommen fühlen.

Bei meinen Freunden hab ich schon das Erzählen von Problemen extrem eingeschränkt. Seitdem staut sich alles in mir und ich lebe mit ständiger Niedergeschlagenheit, die mir natürlich auch nicht weiterhelfen wird. Ein wenig Geborgenheit wär schon schön, auch wenn sie auf Stunden beschränkt sein sollte..
 
Hey,

Deine Zeilen passen ganz hervorragend zu unserer Zeit, finde ich. Alles wird nur noch oberflächlich konsumiert und wenn etwas nicht so funktioniert, wie man sich das vorstellt, fliegt es auf den Müll- oder man lässt es gleich links liegen.

Klar, der Vergleich ist jetzt etwas abstrakt, aber m.E. spiegelt es das Verhalten von so vielen, die nur die "immer alles bunt und lustig" Beziehung suchen...wehe der Mensch hat irgendwelche "Macken", oder ist gar etwas komplizierter als andere.

Ich würde Dir gerne irgendeinen Rat geben, aber da meine eigene Situation Deiner recht ähnlich ist (allerdings die männliche Variante, inklusive dem angesprochenen Kuscheldefizit) fällt mir nix ein.
So beschäftigt man sich eben mit anderen Dingen, versucht die einsamen Momente zu überbrücken und lustigerweise klappt das (bei mir) meistens sogar.
 

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