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Mal einfach reden...ist grade alles zu viel

Alenya

Mitglied
Tja, ich weiss gar nicht so richtig wie ich anfangen soll. Beim nochmal durchlesen erscheint das alles schon lachhaft, aber ihr kennt es sicher,wenn einen Sorgen kneifen.
Zudem könnte das ein langer Text werden mit viel drum rum, aber gut ich versuche es.

Es geht um Probleme auf Arbeit.
Mir wurde unterstellt ich würde Betriebsinternes rumtratschen, und ich habe mich gewehrt. Ab da ging es los.
Eine Kollegin meinte immer, ich solls einfach zu geben, und ich sollte mal dran denken, ich habe da eine Verschweigenheitsklausel unterschrieben. Der Kollege, der das behauptet kann sehr schnell ziemlich ungemütlich werden und gut andere mobilisieren jemanden zu mobben. Ich habe der Kollegin gesagt, dass ich Angst habe das ich nun Spiessrutenlaufen muss...ich habe das schonmal auf der Arbeitsstelle durch und will das nicht nochmal durchmachen. Ausserdem wurde ich in der Schule massiv gemobbt und habe aufgrunddessen schon eine Sozialphobie entwickelt, kann man sagen. Ihr wisst schon, extremes Misstrauen, Angst vor Menschen, leichte Selbstverletzungen. Es hat Jahre gedauert, bis ich das alles verdauen konnte. Das habe ich der Kollegin gesagt, und sie hat mich einfach nur ausgelacht. Ausgelacht und das ganze auch nach mehrmaligem Erklären nicht verstehen wollen. Als ich ihr sagte, dass mich das verletzt, und ich mich total wertlos fühle hat sie mich wieder herzhaft ausgelacht und nicht ernst genommen. Ab da...ja, keine Ahnung, hatte ich plötzlich keine Kraft mehr.
Es war wie früher in der Schulzeit. Da haben mich meine "Freunde" auch nur ausgelacht. Eine hat sogar dafür gesorgt,dass das Mobbing schlimmer wurde. Aber sagen durfte ich nichts, da wurde ich von allen ausgegrenzt.
Nun, ich habe nicht mehr mit der Kollegin reden können, weil sie mich immer noch so belustigt angesehen hat. Kurzgefasst - jetzt bin ich die Böse. Wegen mir geht es der Kollegin ja nicht gut, ich mache sie wegen so ner Kleinigkeit fertig.
Ich hätte schon gerne jemanden zum reden oder so, aber ich habe niemanden. Besser gesagt ich habe Angst, mal mit jemanden über früher zu reden...weil ich sicher wieder ausgelacht werde. Oder nicht ernst genommen. Ihr kennt sicher die Sprüche "Ach, habe dich nicht so. so schlimm ist das doch nicht!". Vielleicht sollte ich erwähnen,dass ich mich eigentlich gut mit der Kollegin verstanden habe. Ich hab ihr oft zugehört bei Problemen und habe Tipps usw gegeben. Nun ist sie in einer anderen Abteilung und hat sich mit dem Kollegen "angefreundet". Ich habe irgendwie gehofft, dass ich ansatzweise mal über meine Probleme reden kann.Denn die Kollegin hat für andere vollstes Verständnis und Mitgefühl. Aber wie es aussieht, glaubt mir niemand,dass es mir tief im Inneren eben nicht so blendend geht und gegen gewisse Dinge eine Phobie habe. Vielleicht bin ich einfach ein schlechter Mensch und wirklich wertlos?
 

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Kylar

Sehr aktives Mitglied
Hi Alenya,
erstmal bist du sicher kein schlechter Mensch und wertlos bist du auch nicht.

Ich kann total verstehen, dass dich das Mobbing von damals geprägt hat. Manche Menschen, die sowas nie erleben mussten, können das leider manchmal nicht so nachvollziehen und reagieren dann so, dass man dadurch selber noch mehr verletzt wird.
Hast du mal überlegt mit einem Therapeuten über die Sache zu reden? Die wissen nämlich ganz gut, wie sich das für einen Menschen anfühlt bzw sind da zumindest so ausgebildet, dass sie mit dir professionell über diese Erfahrungen reden können. Da wirst du dann hoffentlich nicht ausgelacht oder verurteilt, sondern die hören dir zu, nehmen dich ernst und helfen dir dabei, Bewältigungsstrategien zu finden.
Ich leide selber unter ehemaligem Mobbing und mir hat es geholfen.
 

Alenya

Mitglied
Auf der Arbeit redet man am besten über gar nichts. Schweigen ist Gold. Mach Deine Arbeit und blende alles andere einfach aus. Guten Tag und Tschüss.

Ja, das ist wahr. So habe ich es jahrelang gemacht und bin sehr gut damit durchgekommen. aber seit der Kollegin (ich bin 11 Jahre dort, sie 4) bin ich "kontaktfreudiger" geworden, was mein Fehler war. Nun, das ist ja jetzt vorbei. Aus Fehlern lernt man!
Danke für deine Antwort und schönen Abend noch.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Grüß Dich! Und ja: willkommen auch :)
Richtig ist, dass es eine Verschwiegenheitsklausel im Arbeitsvertrag geben dürfte, so dass die Mitnahme von Kundendaten, deren Nutzung oder die Weitergabe von Internas einen Anspruch der Firma gegen Dich auslösen würde. dies ist grad heute Gegenstand einer Anfrage auf einem Rechtsportal, wo Anwälte antworten.
Die Kollegin, die behauptet, dass Du etwas in der Richtung tust, müsste es beweisen, wenn sie es der Firma gegenüber äußert. Kann sie das nicht, so stört sie mindestens den Betriebsfrieden.
Für den Fall, dass sie behauptet, Du würdest gegen Strafgesetze verstoßen, beginge sie dann eine falsche Verdächtigung, wenn Du ihr bereits gesagt hast, dass es keinen Grund für die Behauptung gibt.
Sie handelt dann wider besseren Wissens, also mit Vorsatz.
Derartige Dinge sind keine Kleinigkeit mehr sondern Ernst, drum wundert es mich keinesfalls, dass Du da "empfindlich" reagierst. Der aufbrausende Kollege wird sich mal richtig nett zurück halten dürfen; er bewegt sich auf sehr sehr dünnem Eis.


In Sachen Mobbing hast du Fehler gemacht.
Mobbingopfer bieten Vorlagen, auf die andere, die "richtig scharf und gut nachdenken können" herein fallen... So hast Du Schwächen geradezu auf dem Tablett angereicht. Sie werden nun genüsslich ausgeschlachtet.
Die Arbeitswelt und das Privatdasein sind grundsätzlich zwei verschiedene Dinge. Bedenke, dass es auf der Arbeit zunächst das tägliche Zusammensein gibt, also länger noch als mit einem Partner, weiterhin gibt es Konkurrenzen. Der eine macht den Job, der andere ist schuld oder umgekehrt, der eine will Gehaltserhöhung, der andere macht aber mehr - und umgekehrt.
Man mag sich gut verstehen können, gerne. Dass sich aber eine Freundschaft bildet, die allen Krisen gewachsen ist, sollte man nicht erwarten.
Mobbing tut weh. Es sind die Umstände, die weg getan haben und danach deren Verwendung zum zweiten mal. Man leidet doppelt. Daher darf man nie zuviel preis geben.
Wenn man Mobbingopfer geworden ist, kann man durch eine gewisse "Aggressivität" Abwehrverhalten demonstrieren. Die gezeigte Stärke funktioniert aber oft nicht und wird durchschaut.
Man kann aber recht easy in der Rolle weiter bleiben und sie füttern. Dazu erfindet man Dinge die "weh tun", lässt sie gegen sich verwenden. Leider leider aber waren es fake-Dinge. Du hast heut morgen keinen Kaffee verschüttet, bist auch nicht über Brötchen gestolpert oder Dir ist der Lippenstift nicht ins Klo gefallen. Man lacht Dich aus. Du jedoch lachst mit weil Du weisst, dass, wer Dir böses wollte, auf Deinen fake hereingefallen ist. Derartiges "Mobbing " ist zum Mitlachen und tut eben nicht weh.
Die wichtigen Dinge dagegen behältst Du für Dich.

Als weiteren Schritt sollte man Dich in Schutz nehmen und Dir sagen, dass es Freitag Abend ist. Morgen ist Wochenende und frei. Auch für Dich.
 

Alenya

Mitglied
Danke
Grüß Dich! Und ja: willkommen auch :)
Richtig ist, dass es eine Verschwiegenheitsklausel im Arbeitsvertrag geben dürfte, so dass die Mitnahme von Kundendaten, deren Nutzung oder die Weitergabe von Internas einen Anspruch der Firma gegen Dich auslösen würde. dies ist grad heute Gegenstand einer Anfrage auf einem Rechtsportal, wo Anwälte antworten.
Die Kollegin, die behauptet, dass Du etwas in der Richtung tust, müsste es beweisen, wenn sie es der Firma gegenüber äußert. Kann sie das nicht, so stört sie mindestens den Betriebsfrieden.
Für den Fall, dass sie behauptet, Du würdest gegen Strafgesetze verstoßen, beginge sie dann eine falsche Verdächtigung, wenn Du ihr bereits gesagt hast, dass es keinen Grund für die Behauptung gibt.
Sie handelt dann wider besseren Wissens, also mit Vorsatz.
Derartige Dinge sind keine Kleinigkeit mehr sondern Ernst, drum wundert es mich keinesfalls, dass Du da "empfindlich" reagierst. Der aufbrausende Kollege wird sich mal richtig nett zurück halten dürfen; er bewegt sich auf sehr sehr dünnem Eis.


In Sachen Mobbing hast du Fehler gemacht.
Mobbingopfer bieten Vorlagen, auf die andere, die "richtig scharf und gut nachdenken können" herein fallen... So hast Du Schwächen geradezu auf dem Tablett angereicht. Sie werden nun genüsslich ausgeschlachtet.
Die Arbeitswelt und das Privatdasein sind grundsätzlich zwei verschiedene Dinge. Bedenke, dass es auf der Arbeit zunächst das tägliche Zusammensein gibt, also länger noch als mit einem Partner, weiterhin gibt es Konkurrenzen. Der eine macht den Job, der andere ist schuld oder umgekehrt, der eine will Gehaltserhöhung, der andere macht aber mehr - und umgekehrt.
Man mag sich gut verstehen können, gerne. Dass sich aber eine Freundschaft bildet, die allen Krisen gewachsen ist, sollte man nicht erwarten.
Mobbing tut weh. Es sind die Umstände, die weg getan haben und danach deren Verwendung zum zweiten mal. Man leidet doppelt. Daher darf man nie zuviel preis geben.
Wenn man Mobbingopfer geworden ist, kann man durch eine gewisse "Aggressivität" Abwehrverhalten demonstrieren. Die gezeigte Stärke funktioniert aber oft nicht und wird durchschaut.
Man kann aber recht easy in der Rolle weiter bleiben und sie füttern. Dazu erfindet man Dinge die "weh tun", lässt sie gegen sich verwenden. Leider leider aber waren es fake-Dinge. Du hast heut morgen keinen Kaffee verschüttet, bist auch nicht über Brötchen gestolpert oder Dir ist der Lippenstift nicht ins Klo gefallen. Man lacht Dich aus. Du jedoch lachst mit weil Du weisst, dass, wer Dir böses wollte, auf Deinen fake hereingefallen ist. Derartiges "Mobbing " ist zum Mitlachen und tut eben nicht weh.
Die wichtigen Dinge dagegen behältst Du für Dich.

Als weiteren Schritt sollte man Dich in Schutz nehmen und Dir sagen, dass es Freitag Abend ist. Morgen ist Wochenende und frei. Auch für Dich.
Danke für deine Antwort!
Ja, für die Kollegin bin ich es, eben einfach weil der Kollege es sagt. Frag nicht nach der Logik, der Kollege trampelt gerne mal auf anderen herum ohne Rücksicht.
Und wie gesagt, Erklärungen dringen nicht durch. Ich sollte schon mal durch sowas "beseitigt" werden.Mittlerweile ist es mir schon egal, obwohl es schon noch weh tut und ich immer im Hinterkopf habe, na wer weiss wann die anderen Hennen 🐔 kommen um mir die Augen auszupiecken.
Aber trotzdem, vielen Dank nochmal. Deine Nachricht tat gut, ich musste sogar schmunzeln. Ja, der gute alte Freitag!
 

Alenya

Mitglied
Hi Alenya,
erstmal bist du sicher kein schlechter Mensch und wertlos bist du auch nicht.

Ich kann total verstehen, dass dich das Mobbing von damals geprägt hat. Manche Menschen, die sowas nie erleben mussten, können das leider manchmal nicht so nachvollziehen und reagieren dann so, dass man dadurch selber noch mehr verletzt wird.
Hast du mal überlegt mit einem Therapeuten über die Sache zu reden? Die wissen nämlich ganz gut, wie sich das für einen Menschen anfühlt bzw sind da zumindest so ausgebildet, dass sie mit dir professionell über diese Erfahrungen reden können. Da wirst du dann hoffentlich nicht ausgelacht oder verurteilt, sondern die hören dir zu, nehmen dich ernst und helfen dir dabei, Bewältigungsstrategien zu finden.
Ich leide selber unter ehemaligem Mobbing und mir hat es geholfen.
Danke für deine Antwort. Ich weiss, dass ich zum Teil Schuld bin am Mobbing. Ich biete gelangweilten Kollegen eine Basis zum Zeitvertreib. Ich meine, was sind schon Gefühle anderer? 🤷‍♀️
Tut mir leid, dass es dir auch so ging..und Therapeuten? Ich weiss nicht...ich hab das Gefühl, die Probleme des Therapeuten sind grundlegend schlimmer als die meinen.
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Im Arbeitsvertrag steht auch etwas von Leistungspflicht und wenn die besagte Person meint, dir ständig irgendwelche Rechte unter die Nase reiben zu müssen, verstösst sie damit auch gegen solches.
Gelaber = 0 Leistung.

Wenn sowas vorkommt, sag, "Lass mich meine Arbeit machen", "Hast Du nichts zu tun?" usw.
 

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