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Gast
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Hallo,
gerade eben bin ich über Deinen Beitrag gestolpert, weil ich mich im grossen, anonymen www mal informieren wollte, ob es noch mehr Frauen in so einer Situation gibt. Als ich Deinen Beitrag las, dachte ich, ich lese meinen eigenen. Also werde ich Dir mal ein wenig über unsere Beziehung, die nun seit elf Jahren Bestand hat, erzählen, vielleicht erkennst Du ja Parallelen.
Mein Freund und ich lernten uns vor nahezu 12 Jahren im Internet kennen. Gespräche bis in den Morgengrauen via Chat oder Telefon waren normal und es dauerte nicht sehr lange, bis wir uns unbedingt sehen wollten. Es war real genau, wie im Netz und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich wirkliche, tiefe, innige Liebe gespürt. Ich war 29, er bereits 42. Nach einem halben Jahr kam heraus, dass er noch verheiratet ist und auch mit seiner Frau und seinen Kindern noch zusammen wohnte. Da war ich zum ersten Mal verletzt. Was ich nicht wusste, seine Frau war stark alkoholabhängig (sie ist es auch heute noch) und die Ehe bestand bereits seit Jahren nur noch auf dem Papier...der Kinder wegen. Diese Lüge konnte ich ihm verzeihen, es tat unserer Liebe keinen Abbruch. Wir wohnten damals 550 km weit auseinander und wir nutzten jede Gelegenheit, uns zu sehen. Bei ihm ging das natürlich nur mit Lügen, die er seiner Frau auftischte. Nach ca. zwei Jahren konnte ich nicht mehr. Ich wollte und konnte so nicht leben. Stets den Mann , den man liebt, immer wieder gehen zu lassen und zu wissen, dass er bei einer anderen Frau ist, ist auf Dauer nicht ertragbar. Also stellte ich ihn vor die Wahl....sie oder ich. Unser Sex war bis dahin wunderbar, man nutze quasi jede Gelegenheit und es war immer aufregend. Er zog also die Konsequenzen, verliess seine Frau und wir zogen wenig später zusammen. Die Kinder sind mit ihm gekommen, da auch sie unter der alkoholkranken Mutter gelitten haben. Meine beiden Mädchen waren damals noch recht klein und auf einmal hatten wir fünf Kinder.
Jedes Hindernis, was sich uns in den Weg legte ( und glaube mir, es waren eine Menge) haben wir stets irgendwie gemeistert. Ich hatte einen Vollzeitjob mit recht viel Verantwortung und nicht immer geregelten Arbeitszeiten, er war, bzw. ist Beamter. Neben dem Job war da noch der Haushalt, 5 Kinder und ein Hund, die versorgt werden wollten. Er war noch nie der grosse Hausmann, also blieb wirklich viel an mir hängen. Im Laufe der Jahre sind nicht nur die Kinder gewachsen, sondern ich auch. Diese teilweisen naiven Ansichten, die man als junger Mensch noch hat, änderten sich, der Bekanntenkreis bei mir änderte sich durch den Job und ja, mein Selbstbewusstsein wurde auch stärker. Allerdings musste ich auch immer stark sein, um das alles zu schaffen. Finanziell gab es auf einmal auch grosse Probleme und irgendwie kam alles zusammen. Das finanzielle Problem löste sich später vorerst, denn ich hatte geerbt und konnte damit unsere Schulden tilgen. Ich hatte nun zwar nichts mehr, aber ich wusste ja, wofür ich das tat. Der Fairness halber muss ich dazu sagen, hat er uns finanziell auch anfangs geholfen, als ich hier noch keinen Job hatte. Allerdings hat das finanzielle Problem ihm sehr zugesetzt, denn er arbeitete in einem Sicherheitsbereich, wo so etwas nicht passieren darf. Als Beamter war er zwar unkündbar, aber er verlor den Sicherheitsstatus und musste den Arbeitsplatz wechseln. Da half auch nicht, dass die Schulden dann weitesgehend getilgt waren. All das tat seinem Selbstbewusstsein natürlich überhaupt nicht gut und die Stimmung schlug öfter mal um. Der Sex wurde weniger und naja, auch weniger gut. Während er an seinem Schicksal zu knabbern hatte, machte ich weiter Karriere und hatte auch teilweise längere Auslandsaufenthalte, die eine Projektleitung in einem internationalen Unternehmen nun mal mit sich bringen. Ich muss zugeben, dass ich ihn auch während der Zeit ein bisschen aus den Augen gelassen habe und mich mehr um meinen Job, als um ihn gekümmert habe. Das Ergebnis war, dass er sich im Netz befriedigte. Asiatische Frauen, die nichts sind und auch nichts haben waren seine Zielgruppe. Er versprach ihnen die grosse Liebe und lügte, dass sich die Balken bogen, hauptsache, er bekam Anerkennung und die Mädels zogen sich nur für ihn aus. Als ich herausbekam, was sich hinter meinem Rücken abspielte, zog mir das erstmal den Boden unter den Füssen weg, zumal da, auch von seiner Seite aus, mittlerweile echte Gefühle eine Rolle spielten. Er sprach mit deren Kindern und Verwandten und stellte sich überall als der neue Mann an der Seite der besagten Frau vor. Nachdem ich mich vom ersten Schock erholt hatte, redeten wir. Er sagte, dass ich mich so arg verändert hätte und ihn eigentlich gar nicht mehr brauchen würde, er mich aber über alles liebt.
Wieder einmal verzieh ich ihm und vertraute, denn auch hier sah ich die Fehler grösstenteils bei mir.
Der Sex wurde immer weniger und auch immer schlechter, aber auch dem habe ich nicht die richtige Bedeutung zugemessen. Ich denke, es ist für den unbeteiligten Leser klar, dass sich sein Verhalten nicht änderte. Wieder gab es eine neue asiatische Bekanntschaft, wieder gab es den großen Knall und wieder verzieh ich ihm. Das wiederholte sich genau 3 mal, bis ich die Konsequenzen zog und mit meinen beiden Kindern auszog. Es war wie eine Befreiung, ein neuer, unbeschweter Start in ein neues Leben, wenn da nicht diese wahnsinnig grosse Sehnsucht gewesen wäre. Seine Kinder waren mittlerweile alle erwachsen und lebten nicht mehr im Haus. Wir lernten uns neu kennen und für eine Zeit lang, war es fast, wie früher. Nach einem weiteren halben Jahr wurde bei mir ein Gehirntumor diagnostiziert und ich verlor kurz vorher meinen Job, denn ich leistete nicht mehr das Gleiche, wie früher. Es wusste damals noch niemand, dass diese Unkonzentriertheit, Sprachstörungen und Vergesslichkeit von dem Tumor herrührten, auf jeden Fall verlor ich so meine Arbeit, an der ich sehr hing und es heute noch tue. Es war auch überhaupt nicht klar, ob der Tumor gut- oder bösartig war, dies sollte sich erst bei der OP herausstellen, die ein 70%iges Risiko barg, bleibende Schäden davonzutragen. Ich hatte Glück im Unglück, der Tuor war gutartig und bis auf die Tatsache, dass ich ein halbes Jahr wie Quasi Modo durch die Weltgeschichte lief und schielte, wie ein Alien, waren keine Schäden zurückgeblieben. Mittlerweile sieht man nicht mal mehr die Narbe am Kopf, wenn man es nicht weiss, und meine Augen schauen auch wieder gerade. Auf jeden Fall war er in dieser doch recht schweren Zeit für mich und meine Kinder da. Wir standen auch das zusammen durch und nachdem ich wieder hergestellt war, beschlossen wir, wieder zusammen zu ziehen, denn wir wussten ja nun, es geht doch nicht ohne den anderen.
Ich bekam eine neue Anstellung, allerdings nur über eine Zeitarbeitsfirma und wir lebten zu dritt ( nur meine Jüngste lebte noch zu Hause) wieder glücklich zusammen. Gut, der Sex war zwar nahezu null, aber ich konnte damit leben. Es dauerte weitere sechs Monate und das alte Spiel begann von vorne....eine hübsche, junge Asiatin, online.....halt wie immer. Ich bat ihn, mit mir zu einem Psychologen zu gehen, als Voraussetzung, dass unsere Beziehung weiter Bestand hat und er willigte ein. Ich war und bin mir heute noch sicher, dass es sich um eine Art Sucht handelte und versprach mir von dem Psychologen echte Hilfe. Mein Freund sah das natürlich nicht so, hatte aber auch keine bessere Erklärung. Nun, der Psychologe war ein Flopp, denn er äusserte sich nicht wirklich sondern machte deutlich nur helfen zu können, wenn mein Freund das auch möchte. Es bleib bei dem einem Besuch und ich beschloss, die Sache selber in Hand zu nehmen. Absolute Toleranz, viele offene Gespräche und auch ein zugehen von meiner Seite aus auf ihn, folgten. Sex war nun schon seit mindestens 4 Jahren nur sehr rar und später auch gar nicht mehr vorhanden. Ich muss zugeben, dass ich mich selber auch gesperrt habe, denn dass, was geschehen war, konnte ich nicht aus meinem Gehirn verbannen.
Das war der Stand vor zwei Jahren. Heute bin ich wieder arbeitslos, habe lediglich mein Arbeitslosengeld und unsere Beziehung steht wieder einmal vor dem Aus. Zwar sagt er, dass er keine asiatischen Onlinefreundschaften mehr pflegt, aber ich werde das auch nicht mehr überprüfen, lange genug war ich co-abhängig. Fakt ist jedenfalls, dass überhaupt keine körperliche Nähe mehr stattfindet, wir aber sonst zusammen gut funktionieren....eben ein eingespieltes Team. Er sagt, Sex wäre sowieso überbewertet und es sei nicht der entscheidende Faktor einer Beziehung. Ich bin 40 Jahre jung und habe natürlich auch meine Bedürfnisse, aber ich stosse bei ihm auch auf taube Ohren. Was ich dann zu hören bekomme, klingt wie " ach du schon wieder mit deinem Sex...etwas Anderes gibt es wohl in deinem Kopf nicht". ich denke aber, dass Sex eine wichtige Säule einer funktionierenden Partnerschaft ist, und ich vermisse es schrecklich. Das geht nun seit Jahren so und auch ich weiss noch nicht, wie und ob es weitergeht. Du siehst also, Du bist nicht alleine .....
gerade eben bin ich über Deinen Beitrag gestolpert, weil ich mich im grossen, anonymen www mal informieren wollte, ob es noch mehr Frauen in so einer Situation gibt. Als ich Deinen Beitrag las, dachte ich, ich lese meinen eigenen. Also werde ich Dir mal ein wenig über unsere Beziehung, die nun seit elf Jahren Bestand hat, erzählen, vielleicht erkennst Du ja Parallelen.
Mein Freund und ich lernten uns vor nahezu 12 Jahren im Internet kennen. Gespräche bis in den Morgengrauen via Chat oder Telefon waren normal und es dauerte nicht sehr lange, bis wir uns unbedingt sehen wollten. Es war real genau, wie im Netz und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich wirkliche, tiefe, innige Liebe gespürt. Ich war 29, er bereits 42. Nach einem halben Jahr kam heraus, dass er noch verheiratet ist und auch mit seiner Frau und seinen Kindern noch zusammen wohnte. Da war ich zum ersten Mal verletzt. Was ich nicht wusste, seine Frau war stark alkoholabhängig (sie ist es auch heute noch) und die Ehe bestand bereits seit Jahren nur noch auf dem Papier...der Kinder wegen. Diese Lüge konnte ich ihm verzeihen, es tat unserer Liebe keinen Abbruch. Wir wohnten damals 550 km weit auseinander und wir nutzten jede Gelegenheit, uns zu sehen. Bei ihm ging das natürlich nur mit Lügen, die er seiner Frau auftischte. Nach ca. zwei Jahren konnte ich nicht mehr. Ich wollte und konnte so nicht leben. Stets den Mann , den man liebt, immer wieder gehen zu lassen und zu wissen, dass er bei einer anderen Frau ist, ist auf Dauer nicht ertragbar. Also stellte ich ihn vor die Wahl....sie oder ich. Unser Sex war bis dahin wunderbar, man nutze quasi jede Gelegenheit und es war immer aufregend. Er zog also die Konsequenzen, verliess seine Frau und wir zogen wenig später zusammen. Die Kinder sind mit ihm gekommen, da auch sie unter der alkoholkranken Mutter gelitten haben. Meine beiden Mädchen waren damals noch recht klein und auf einmal hatten wir fünf Kinder.
Jedes Hindernis, was sich uns in den Weg legte ( und glaube mir, es waren eine Menge) haben wir stets irgendwie gemeistert. Ich hatte einen Vollzeitjob mit recht viel Verantwortung und nicht immer geregelten Arbeitszeiten, er war, bzw. ist Beamter. Neben dem Job war da noch der Haushalt, 5 Kinder und ein Hund, die versorgt werden wollten. Er war noch nie der grosse Hausmann, also blieb wirklich viel an mir hängen. Im Laufe der Jahre sind nicht nur die Kinder gewachsen, sondern ich auch. Diese teilweisen naiven Ansichten, die man als junger Mensch noch hat, änderten sich, der Bekanntenkreis bei mir änderte sich durch den Job und ja, mein Selbstbewusstsein wurde auch stärker. Allerdings musste ich auch immer stark sein, um das alles zu schaffen. Finanziell gab es auf einmal auch grosse Probleme und irgendwie kam alles zusammen. Das finanzielle Problem löste sich später vorerst, denn ich hatte geerbt und konnte damit unsere Schulden tilgen. Ich hatte nun zwar nichts mehr, aber ich wusste ja, wofür ich das tat. Der Fairness halber muss ich dazu sagen, hat er uns finanziell auch anfangs geholfen, als ich hier noch keinen Job hatte. Allerdings hat das finanzielle Problem ihm sehr zugesetzt, denn er arbeitete in einem Sicherheitsbereich, wo so etwas nicht passieren darf. Als Beamter war er zwar unkündbar, aber er verlor den Sicherheitsstatus und musste den Arbeitsplatz wechseln. Da half auch nicht, dass die Schulden dann weitesgehend getilgt waren. All das tat seinem Selbstbewusstsein natürlich überhaupt nicht gut und die Stimmung schlug öfter mal um. Der Sex wurde weniger und naja, auch weniger gut. Während er an seinem Schicksal zu knabbern hatte, machte ich weiter Karriere und hatte auch teilweise längere Auslandsaufenthalte, die eine Projektleitung in einem internationalen Unternehmen nun mal mit sich bringen. Ich muss zugeben, dass ich ihn auch während der Zeit ein bisschen aus den Augen gelassen habe und mich mehr um meinen Job, als um ihn gekümmert habe. Das Ergebnis war, dass er sich im Netz befriedigte. Asiatische Frauen, die nichts sind und auch nichts haben waren seine Zielgruppe. Er versprach ihnen die grosse Liebe und lügte, dass sich die Balken bogen, hauptsache, er bekam Anerkennung und die Mädels zogen sich nur für ihn aus. Als ich herausbekam, was sich hinter meinem Rücken abspielte, zog mir das erstmal den Boden unter den Füssen weg, zumal da, auch von seiner Seite aus, mittlerweile echte Gefühle eine Rolle spielten. Er sprach mit deren Kindern und Verwandten und stellte sich überall als der neue Mann an der Seite der besagten Frau vor. Nachdem ich mich vom ersten Schock erholt hatte, redeten wir. Er sagte, dass ich mich so arg verändert hätte und ihn eigentlich gar nicht mehr brauchen würde, er mich aber über alles liebt.
Wieder einmal verzieh ich ihm und vertraute, denn auch hier sah ich die Fehler grösstenteils bei mir.
Der Sex wurde immer weniger und auch immer schlechter, aber auch dem habe ich nicht die richtige Bedeutung zugemessen. Ich denke, es ist für den unbeteiligten Leser klar, dass sich sein Verhalten nicht änderte. Wieder gab es eine neue asiatische Bekanntschaft, wieder gab es den großen Knall und wieder verzieh ich ihm. Das wiederholte sich genau 3 mal, bis ich die Konsequenzen zog und mit meinen beiden Kindern auszog. Es war wie eine Befreiung, ein neuer, unbeschweter Start in ein neues Leben, wenn da nicht diese wahnsinnig grosse Sehnsucht gewesen wäre. Seine Kinder waren mittlerweile alle erwachsen und lebten nicht mehr im Haus. Wir lernten uns neu kennen und für eine Zeit lang, war es fast, wie früher. Nach einem weiteren halben Jahr wurde bei mir ein Gehirntumor diagnostiziert und ich verlor kurz vorher meinen Job, denn ich leistete nicht mehr das Gleiche, wie früher. Es wusste damals noch niemand, dass diese Unkonzentriertheit, Sprachstörungen und Vergesslichkeit von dem Tumor herrührten, auf jeden Fall verlor ich so meine Arbeit, an der ich sehr hing und es heute noch tue. Es war auch überhaupt nicht klar, ob der Tumor gut- oder bösartig war, dies sollte sich erst bei der OP herausstellen, die ein 70%iges Risiko barg, bleibende Schäden davonzutragen. Ich hatte Glück im Unglück, der Tuor war gutartig und bis auf die Tatsache, dass ich ein halbes Jahr wie Quasi Modo durch die Weltgeschichte lief und schielte, wie ein Alien, waren keine Schäden zurückgeblieben. Mittlerweile sieht man nicht mal mehr die Narbe am Kopf, wenn man es nicht weiss, und meine Augen schauen auch wieder gerade. Auf jeden Fall war er in dieser doch recht schweren Zeit für mich und meine Kinder da. Wir standen auch das zusammen durch und nachdem ich wieder hergestellt war, beschlossen wir, wieder zusammen zu ziehen, denn wir wussten ja nun, es geht doch nicht ohne den anderen.
Ich bekam eine neue Anstellung, allerdings nur über eine Zeitarbeitsfirma und wir lebten zu dritt ( nur meine Jüngste lebte noch zu Hause) wieder glücklich zusammen. Gut, der Sex war zwar nahezu null, aber ich konnte damit leben. Es dauerte weitere sechs Monate und das alte Spiel begann von vorne....eine hübsche, junge Asiatin, online.....halt wie immer. Ich bat ihn, mit mir zu einem Psychologen zu gehen, als Voraussetzung, dass unsere Beziehung weiter Bestand hat und er willigte ein. Ich war und bin mir heute noch sicher, dass es sich um eine Art Sucht handelte und versprach mir von dem Psychologen echte Hilfe. Mein Freund sah das natürlich nicht so, hatte aber auch keine bessere Erklärung. Nun, der Psychologe war ein Flopp, denn er äusserte sich nicht wirklich sondern machte deutlich nur helfen zu können, wenn mein Freund das auch möchte. Es bleib bei dem einem Besuch und ich beschloss, die Sache selber in Hand zu nehmen. Absolute Toleranz, viele offene Gespräche und auch ein zugehen von meiner Seite aus auf ihn, folgten. Sex war nun schon seit mindestens 4 Jahren nur sehr rar und später auch gar nicht mehr vorhanden. Ich muss zugeben, dass ich mich selber auch gesperrt habe, denn dass, was geschehen war, konnte ich nicht aus meinem Gehirn verbannen.
Das war der Stand vor zwei Jahren. Heute bin ich wieder arbeitslos, habe lediglich mein Arbeitslosengeld und unsere Beziehung steht wieder einmal vor dem Aus. Zwar sagt er, dass er keine asiatischen Onlinefreundschaften mehr pflegt, aber ich werde das auch nicht mehr überprüfen, lange genug war ich co-abhängig. Fakt ist jedenfalls, dass überhaupt keine körperliche Nähe mehr stattfindet, wir aber sonst zusammen gut funktionieren....eben ein eingespieltes Team. Er sagt, Sex wäre sowieso überbewertet und es sei nicht der entscheidende Faktor einer Beziehung. Ich bin 40 Jahre jung und habe natürlich auch meine Bedürfnisse, aber ich stosse bei ihm auch auf taube Ohren. Was ich dann zu hören bekomme, klingt wie " ach du schon wieder mit deinem Sex...etwas Anderes gibt es wohl in deinem Kopf nicht". ich denke aber, dass Sex eine wichtige Säule einer funktionierenden Partnerschaft ist, und ich vermisse es schrecklich. Das geht nun seit Jahren so und auch ich weiss noch nicht, wie und ob es weitergeht. Du siehst also, Du bist nicht alleine .....