Ich finde, dass du das alles bisher ganz großartig, verantwortungsvoll und mitfühlend machst. Im Rahmen deiner Möglichkeiten bei dieser großen Distanz eben. Da kann sich so mancher Erwachsene eine fette Scheibe abschneiden. Wie es im Negstiven auch gehen kann, siehst du hier ja an einem anderen Strang. Ich glaube, du weißt schon welchen ich meine.
Und ja, lass dich da von einer Uroma, die dich kaum kennt, nicht unter Druck setzen. Der musst du gar nichts beweisen.
Wenn die sähe, was du hier alles geschrieben hast, wie reflektiert, bemüht und ernsthaft du bist, wären ihre Bedenken wahrscheinlich ohnehin deutlich geringer. Zur Zeit bist du für sie nur ein flüchtiger Eindruck und sie macht sich einfach Sorgen um die Enkelin.
Du wirst ein toller junger Papa und wirst noch viele Gelegenheiten haben, für dein Kind da zu sein. Den Boden habt ihr bereitet, indem ihr ehrlich zueinander wart und eure Eltern euch unterstützen. Wenn ihr dieses respektvolle Miteinander bewahren könnt und auch mal sicherlich auftretende kritische Phasen besonnen und fair angeht, macht ihr das beste aus der Situation, die sich jeder im Nachhinein wohl anders gewünscht hätte.
Das Wichtigste ist jetzt dieses Kind: Ungeplant gezeugt, aber dennoch mit dem Recht, alle Liebe dieser Welt von seinen Eltern zu bekommen und willkommen zu sein.