G
Gast
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hallo,
ich bin im moment ziemlich verunsichert. mir ist nur klar, dass ich mich minderwertig fühle, kaum anerkannt. dabei ist es wirklich nicht so, als würde ich gar nichts tun.
zu meiner konkreten situation: meine minderwertigkeitskomplexe sind mir nichts neues. ich habe damit schon als kind zu kämpfen gehabt. beispielsweise hieß es stets, ich würde kaum etwas im haushalt meiner eltern machen, würde mich nicht anständig benehmen, solle doch bitte netter zu anderen sein. oft hatte ich das gefühl, anderen kindern wurde weniger übelgenommen als mir. ich fühlte mich als die, die immer brav, anständig und nett zu allen sein sollte.
dabei waren viele andere kinder richtig grob mir gegenüber. ich wurde oft wegen kleinigkeiten gehänselt, nur weil ich teilweise anders war als andere. ich konnte zum beispiel bereits im kindergarten lesen und verschlang in meinen frühen lebensjahren alles, was mir an text in die finger kam: kataloge, comics, kinderbücher... in der hinsicht war ich anderen in der entwicklung ein wenig voraus, was ein möglicher grund für meine außenseiterrolle ist.
außerdem kommt hinzu, dass ich nun einmal nicht aus einer reichen familie komme - mein vater ist arbeiter und meine mutter hausfrau, zudem sind sie nicht in deutschland geboren. allerdings sind sie relativ gut integriert, leben seit mehr als 30 jahren in deutschland und sprechen deutsch auf muttersprachenniveau, noch nicht einmal mit deutlichem akzent. dummerweise bin ich in einem dorf aufgewachsen und wir waren nie richtig teil der gemeinschaft. jedenfalls habe ich den eindruck gehabt, nicht wirklich dazuzugehören, sogar unerwünscht zu sein. im dorf gibt es die einen oder anderen traditionen, aus denen sich meine familie raushält - teilweise kosten die ja auch eine stange geld, was man für (meiner meinung nach) sinnvollere zwecke ausgeben könnte. und wenn man nicht mitmacht, ist man halt der buhmensch. kein wunder, dass die meisten in meinem alter (bin in meinen frühen 20ern) wegziehen. hab ich ja auch gemacht, zumal die dorfbewohner mir ziemlich intolerant und ignorant vorkommen.
schon früh im kindergarten hatte ich also probleme mit anderen menschen. ich wurde sogar ein jahr später eingeschult - nicht wegen meines alters, sondern weil meine eltern dachten, ich käme sonst in der schule nicht klar. das tat ich so oder so nicht, zumal es mich verwirrte, dass alle in meinem alter schon mit 6 in die schule gingen konnten.
ich meine mich erinnern zu können, dass ich auf die förderschule gehen sollte, weiß aber nicht mehr, wer genau das vorgeschlagen hat. ich bin aber auf eine reguläre grundschule gekommen, weil meine eltern dagegen waren, und das finde ich auch besser so. der stoff war auch kein großes problem, ich bekam sogar eine empfehlung fürs gymnasium, wo ich auch hinging und mein abitur machte. das war jedoch schwieriger und ich war dort keine musterschülerin wie auf der grundschule. nur die sprachlichen fächer klappten bei mir einigermaßen, mathe und physik fand ich schwierig, nicht zuletzt wegen einigen der lehrer, bei denen ich mich miserabel fühlte, weil ich ja "nichts konnte". ich war auch unmotiviert, weil mich keiner wirklich unterstützte und ich mich gelähmt fühlte. ich hatte wirklich schlimme versagensängste!
leider bereiteten mir nicht nur die lehrer, sondern auch die mitschüler probleme. ich habe teilweise versucht mich anzupassen, wollte auch freunde haben und ein lebhaftes sozialleben. fehlanzeige! ich konnte mit den anderen nichts anfangen, und die nicht mit mir. meine guten sprachlichen noten waren das einzige, durch das ich positiv auffiel, ansonsten war ich eine null! auch wenn ich mich bemüht habe, möglichst freundlich mit anderen umzugehen - ich bekam einfach nicht die anerkennung und liebe, die ich haben wollte! und die lehrer waren auch nicht gerade unterstützend, teilweise sogar ziemlich ignorant. oft kam man mir mit irgendwelchen ausgelutschten küchenpsychologischen weisheiten. das hätte ich aber auch in irgendwelchen käsezeitungen selbst lesen können. jedenfalls fühlte ich mich meistens missverstanden. und dass ich gemobbt wurde, war auch nicht gerade angenehm. dennoch galt ich als der buhmensch. ich, weil ich mich ja soooo selbst bemitleide und kaum was anständiges leiste, das ist ja meine schuld! und es waren ja auch die einen oder anderen gerüchte im umlauf, ich hätte angeblich ads oder wäre autistisch. hatten die überhaupt eine ahnung, was das ist?
all das hat mich so runtergezogen, dass es mehrere therapieversuche gab. ergotherapie, autogenes training, psychotherapie, ich war sogar in der psychiatrie! jedoch habe ich den eindruck, nichts davon hat etwas gebracht. ich bekam kaum konkrete vorschläge, was ich nun anders machen sollte, nur irgendwelche stupiden entspannungsübungen, ich sollte andere an der hand halten und alle hatten sich ja soooo lieb und alles. ich habe auch medikamente genommen, aber die haben meine lebensqualität gesenkt, wie ich finde. von einigen wurde mir schlecht, andere machten mich nur noch nervöser und wieder andere dämpften mich ab! so konnte ich mich weder wirklich auf den schulstoff konzentrieren noch mich ernsthaft an irgendetwas erfreuen und einen sexualtrieb hatte ich auch nicht.
dabei finde ich es gerade entspannend, an sex zu denken, an körperliche befriedigung - und wenn es nur streicheln ist! hauptsache liebevoller körperkontakt! ich bin nun einmal haptisch veranlagt und freue mich sehr, wenn jemand mein bedürftnis befriedigt. ernsthaft sex hatte ich jedoch nie.
ich war auch eine zeitlang in einer beziehung, wenn auch erst ab dem 13. schuljahr. jedoch hat mich das nicht erfüllt. ich meine sogar, ich habe meinen ex-partner nicht wirklich geliebt, sondern wollte eigentlich nur sicherheit. ich war vorher in mehrere andere leute verliebt, aber daraus ist nie was geworden und diese menschen haben wahrscheinlich auch nichts davon gewusst. und mein ex-partner war in vielerlei hinsicht nicht einmal mein typ! während er sich damit zufriedengab, vor dem computer zu sitzen, sich vollzufressen und ab und an mal einen handjob zu bekommen, war mir das zu wenig! ich wollte lieber was unternehmen, was entdecken, was lernen! und sonderlich attraktiv war er für mich auch nicht - ich fand ihn nicht erotisch, schon gar nicht als er angefangen hat, mich deswegen unter druck zu setzen, von wegen "du liebst mich doch eh nicht, ich bin nicht gut genug für dich". so war irgendwann auch schluss - wenn auch erst nach etwas mehr als einem jahr. ich habe versucht, ihn zu lieben, aber ich konnte es nicht!
mittlerweile studiere ich, und dieses studium gefällt mir. es ist im sprachenbereich angesiedelt - eben dort, wo ich mich in der schule schon sicher fühlte. die stadt ist wirklich schön, die atmosphäre an der uni gefällt mir. besser als in meinem geburtsort. die leute kommen mir viel toleranter und netter vor, und hier sind auch viele ausländer, queers, alternative - da denke ich mir, ein freak mehr oder weniger fällt nicht auf, und das beruhigt mich.
trotzdem habe ich hier nicht viele freunde. ich kenne zwar einige, die mir sympathisch sind, aber ich trau mich nicht so recht, mal zu fragen "hey magst was mit mir machen" oder zu irgendwelchen parties zu gehen. immer habe ich angst, dann nur allein zu sein und mich schlecht zu fühlen. wie geht man denn auch einfach so auf eine gruppe menschen zu, die sowieso mit was anderem beschäftigt ist? ich habe angst, mich könnte jemand auslachen oder sonstwie niedermachen. das geht mir sogar mit menschen so, die auf mich eigentlich keinen finsteren eindruck machen.
ich habe auch hobbies neben dem studium. mein liebstes hobby ist es, songs zu schreiben, zu singen und sie mit der gitarre zu begleiten. ich spiele zwar nicht auf hohem niveau, aber es macht mir richtig spaß. ich finde, so kann ich sinnvoll mit meinen emotionen umgehen.
irgendwann wollte ich aber mal wissen, wie es ist, in einer band zu spielen. ich habe auch eine gegründet und sie existiert noch. meine kollegen sind nette leute, mit denen es auch wirklich spaß macht. einen fand ich so sympathisch, dass ich mich in ihn verliebt habe. er ist tatsächlich derjenige, mit dem ich am meisten zu tun hatte - er wohnt in der nähe, ist im selben jahr wie ich geboren, spielt auch gitarre. oft hatte ich den eindruck, dass er auch mich mag, aber seit kurzem weiß ich, dass er mich nur als seine bandkollegin betrachtet und mehr nicht. ich habe aber auch wirklich oft im dunkeln getappt, zumal er nicht gerade der emotionalste mensch ist und sein verhalten mir oft verwirrend vorkam. so schwankte ich zwischen hoffnung und zweifel und das war heftig.
ich habe auch viel zur band beigetragen, kam immer wieder mit netten gesten an - nicht nur bei unserem gitarristen! ich wollte (will eigentlich immer noch), dass meine kollegen mich anerkennen und respektieren.
im moment komme ich mir aber ziemlich ausgenutzt vor. der umgang zwischen uns ist i.d.r. freundlich und kooperativ, aber meine kollegen bringen sich nicht im gleichen maß ein wie ich.
das hat mich so mitgenommen, dass es zu einem streit kam. so kam ein altes gefühl wieder hoch: "die dürfen alles, ich nichts". ich kann sie aber schlecht mit meiner lebensgeschichte volllabern, oder?
und bald haben wir einen auftritt! wie soll ich den schaffen, ohne loszuheulen? es ist auch mein erster auftritt als mitglied einer band, und diese geschichte ist mir extrem wichtig, möglicherweise sogar wichtiger als meinen kollegen. die band und unsere musik sind im moment das, was mich davon abhält, total den verstand zu verlieren. wäre das kaputt, wüsste ich erst recht nicht mehr weiter! dann wäre ein großes stück sicherheit verlorengegangen!
und wie bringe ich das meinen kollegen bei? was kann ich machen, damit nicht nur das bandklima stabilisiert wird, sondern auch meine momentane verfassung?
ich fühle mich einsam. und ich habe keine ahnung, was ich machen soll. eigentlich bin ich noch nicht einmal der typ, der sowas in foren postet. doch welcher therapeut ist kompetent genug, mich nicht wie einen fließbandpatienten zu behandeln? einfach nur pillen reinstopfen kann jeder idiot. und was bringen die nettesten worte, wenn ich der person nicht vertrauen kann? und ich will auch was aus meinem leben machen - in einer behindertenwerkstatt oder so würde ich erst recht versauern, zumal ich durchaus ein intelligenter mensch bin und etwas leisten kann. und ich hasse den gedanken, ein "untermensch" zu sein!
ich danke im voraus.
ich bin im moment ziemlich verunsichert. mir ist nur klar, dass ich mich minderwertig fühle, kaum anerkannt. dabei ist es wirklich nicht so, als würde ich gar nichts tun.
zu meiner konkreten situation: meine minderwertigkeitskomplexe sind mir nichts neues. ich habe damit schon als kind zu kämpfen gehabt. beispielsweise hieß es stets, ich würde kaum etwas im haushalt meiner eltern machen, würde mich nicht anständig benehmen, solle doch bitte netter zu anderen sein. oft hatte ich das gefühl, anderen kindern wurde weniger übelgenommen als mir. ich fühlte mich als die, die immer brav, anständig und nett zu allen sein sollte.
dabei waren viele andere kinder richtig grob mir gegenüber. ich wurde oft wegen kleinigkeiten gehänselt, nur weil ich teilweise anders war als andere. ich konnte zum beispiel bereits im kindergarten lesen und verschlang in meinen frühen lebensjahren alles, was mir an text in die finger kam: kataloge, comics, kinderbücher... in der hinsicht war ich anderen in der entwicklung ein wenig voraus, was ein möglicher grund für meine außenseiterrolle ist.
außerdem kommt hinzu, dass ich nun einmal nicht aus einer reichen familie komme - mein vater ist arbeiter und meine mutter hausfrau, zudem sind sie nicht in deutschland geboren. allerdings sind sie relativ gut integriert, leben seit mehr als 30 jahren in deutschland und sprechen deutsch auf muttersprachenniveau, noch nicht einmal mit deutlichem akzent. dummerweise bin ich in einem dorf aufgewachsen und wir waren nie richtig teil der gemeinschaft. jedenfalls habe ich den eindruck gehabt, nicht wirklich dazuzugehören, sogar unerwünscht zu sein. im dorf gibt es die einen oder anderen traditionen, aus denen sich meine familie raushält - teilweise kosten die ja auch eine stange geld, was man für (meiner meinung nach) sinnvollere zwecke ausgeben könnte. und wenn man nicht mitmacht, ist man halt der buhmensch. kein wunder, dass die meisten in meinem alter (bin in meinen frühen 20ern) wegziehen. hab ich ja auch gemacht, zumal die dorfbewohner mir ziemlich intolerant und ignorant vorkommen.
schon früh im kindergarten hatte ich also probleme mit anderen menschen. ich wurde sogar ein jahr später eingeschult - nicht wegen meines alters, sondern weil meine eltern dachten, ich käme sonst in der schule nicht klar. das tat ich so oder so nicht, zumal es mich verwirrte, dass alle in meinem alter schon mit 6 in die schule gingen konnten.
ich meine mich erinnern zu können, dass ich auf die förderschule gehen sollte, weiß aber nicht mehr, wer genau das vorgeschlagen hat. ich bin aber auf eine reguläre grundschule gekommen, weil meine eltern dagegen waren, und das finde ich auch besser so. der stoff war auch kein großes problem, ich bekam sogar eine empfehlung fürs gymnasium, wo ich auch hinging und mein abitur machte. das war jedoch schwieriger und ich war dort keine musterschülerin wie auf der grundschule. nur die sprachlichen fächer klappten bei mir einigermaßen, mathe und physik fand ich schwierig, nicht zuletzt wegen einigen der lehrer, bei denen ich mich miserabel fühlte, weil ich ja "nichts konnte". ich war auch unmotiviert, weil mich keiner wirklich unterstützte und ich mich gelähmt fühlte. ich hatte wirklich schlimme versagensängste!
leider bereiteten mir nicht nur die lehrer, sondern auch die mitschüler probleme. ich habe teilweise versucht mich anzupassen, wollte auch freunde haben und ein lebhaftes sozialleben. fehlanzeige! ich konnte mit den anderen nichts anfangen, und die nicht mit mir. meine guten sprachlichen noten waren das einzige, durch das ich positiv auffiel, ansonsten war ich eine null! auch wenn ich mich bemüht habe, möglichst freundlich mit anderen umzugehen - ich bekam einfach nicht die anerkennung und liebe, die ich haben wollte! und die lehrer waren auch nicht gerade unterstützend, teilweise sogar ziemlich ignorant. oft kam man mir mit irgendwelchen ausgelutschten küchenpsychologischen weisheiten. das hätte ich aber auch in irgendwelchen käsezeitungen selbst lesen können. jedenfalls fühlte ich mich meistens missverstanden. und dass ich gemobbt wurde, war auch nicht gerade angenehm. dennoch galt ich als der buhmensch. ich, weil ich mich ja soooo selbst bemitleide und kaum was anständiges leiste, das ist ja meine schuld! und es waren ja auch die einen oder anderen gerüchte im umlauf, ich hätte angeblich ads oder wäre autistisch. hatten die überhaupt eine ahnung, was das ist?
all das hat mich so runtergezogen, dass es mehrere therapieversuche gab. ergotherapie, autogenes training, psychotherapie, ich war sogar in der psychiatrie! jedoch habe ich den eindruck, nichts davon hat etwas gebracht. ich bekam kaum konkrete vorschläge, was ich nun anders machen sollte, nur irgendwelche stupiden entspannungsübungen, ich sollte andere an der hand halten und alle hatten sich ja soooo lieb und alles. ich habe auch medikamente genommen, aber die haben meine lebensqualität gesenkt, wie ich finde. von einigen wurde mir schlecht, andere machten mich nur noch nervöser und wieder andere dämpften mich ab! so konnte ich mich weder wirklich auf den schulstoff konzentrieren noch mich ernsthaft an irgendetwas erfreuen und einen sexualtrieb hatte ich auch nicht.
dabei finde ich es gerade entspannend, an sex zu denken, an körperliche befriedigung - und wenn es nur streicheln ist! hauptsache liebevoller körperkontakt! ich bin nun einmal haptisch veranlagt und freue mich sehr, wenn jemand mein bedürftnis befriedigt. ernsthaft sex hatte ich jedoch nie.
ich war auch eine zeitlang in einer beziehung, wenn auch erst ab dem 13. schuljahr. jedoch hat mich das nicht erfüllt. ich meine sogar, ich habe meinen ex-partner nicht wirklich geliebt, sondern wollte eigentlich nur sicherheit. ich war vorher in mehrere andere leute verliebt, aber daraus ist nie was geworden und diese menschen haben wahrscheinlich auch nichts davon gewusst. und mein ex-partner war in vielerlei hinsicht nicht einmal mein typ! während er sich damit zufriedengab, vor dem computer zu sitzen, sich vollzufressen und ab und an mal einen handjob zu bekommen, war mir das zu wenig! ich wollte lieber was unternehmen, was entdecken, was lernen! und sonderlich attraktiv war er für mich auch nicht - ich fand ihn nicht erotisch, schon gar nicht als er angefangen hat, mich deswegen unter druck zu setzen, von wegen "du liebst mich doch eh nicht, ich bin nicht gut genug für dich". so war irgendwann auch schluss - wenn auch erst nach etwas mehr als einem jahr. ich habe versucht, ihn zu lieben, aber ich konnte es nicht!
mittlerweile studiere ich, und dieses studium gefällt mir. es ist im sprachenbereich angesiedelt - eben dort, wo ich mich in der schule schon sicher fühlte. die stadt ist wirklich schön, die atmosphäre an der uni gefällt mir. besser als in meinem geburtsort. die leute kommen mir viel toleranter und netter vor, und hier sind auch viele ausländer, queers, alternative - da denke ich mir, ein freak mehr oder weniger fällt nicht auf, und das beruhigt mich.
trotzdem habe ich hier nicht viele freunde. ich kenne zwar einige, die mir sympathisch sind, aber ich trau mich nicht so recht, mal zu fragen "hey magst was mit mir machen" oder zu irgendwelchen parties zu gehen. immer habe ich angst, dann nur allein zu sein und mich schlecht zu fühlen. wie geht man denn auch einfach so auf eine gruppe menschen zu, die sowieso mit was anderem beschäftigt ist? ich habe angst, mich könnte jemand auslachen oder sonstwie niedermachen. das geht mir sogar mit menschen so, die auf mich eigentlich keinen finsteren eindruck machen.
ich habe auch hobbies neben dem studium. mein liebstes hobby ist es, songs zu schreiben, zu singen und sie mit der gitarre zu begleiten. ich spiele zwar nicht auf hohem niveau, aber es macht mir richtig spaß. ich finde, so kann ich sinnvoll mit meinen emotionen umgehen.
irgendwann wollte ich aber mal wissen, wie es ist, in einer band zu spielen. ich habe auch eine gegründet und sie existiert noch. meine kollegen sind nette leute, mit denen es auch wirklich spaß macht. einen fand ich so sympathisch, dass ich mich in ihn verliebt habe. er ist tatsächlich derjenige, mit dem ich am meisten zu tun hatte - er wohnt in der nähe, ist im selben jahr wie ich geboren, spielt auch gitarre. oft hatte ich den eindruck, dass er auch mich mag, aber seit kurzem weiß ich, dass er mich nur als seine bandkollegin betrachtet und mehr nicht. ich habe aber auch wirklich oft im dunkeln getappt, zumal er nicht gerade der emotionalste mensch ist und sein verhalten mir oft verwirrend vorkam. so schwankte ich zwischen hoffnung und zweifel und das war heftig.
ich habe auch viel zur band beigetragen, kam immer wieder mit netten gesten an - nicht nur bei unserem gitarristen! ich wollte (will eigentlich immer noch), dass meine kollegen mich anerkennen und respektieren.
im moment komme ich mir aber ziemlich ausgenutzt vor. der umgang zwischen uns ist i.d.r. freundlich und kooperativ, aber meine kollegen bringen sich nicht im gleichen maß ein wie ich.
das hat mich so mitgenommen, dass es zu einem streit kam. so kam ein altes gefühl wieder hoch: "die dürfen alles, ich nichts". ich kann sie aber schlecht mit meiner lebensgeschichte volllabern, oder?
und bald haben wir einen auftritt! wie soll ich den schaffen, ohne loszuheulen? es ist auch mein erster auftritt als mitglied einer band, und diese geschichte ist mir extrem wichtig, möglicherweise sogar wichtiger als meinen kollegen. die band und unsere musik sind im moment das, was mich davon abhält, total den verstand zu verlieren. wäre das kaputt, wüsste ich erst recht nicht mehr weiter! dann wäre ein großes stück sicherheit verlorengegangen!
und wie bringe ich das meinen kollegen bei? was kann ich machen, damit nicht nur das bandklima stabilisiert wird, sondern auch meine momentane verfassung?
ich fühle mich einsam. und ich habe keine ahnung, was ich machen soll. eigentlich bin ich noch nicht einmal der typ, der sowas in foren postet. doch welcher therapeut ist kompetent genug, mich nicht wie einen fließbandpatienten zu behandeln? einfach nur pillen reinstopfen kann jeder idiot. und was bringen die nettesten worte, wenn ich der person nicht vertrauen kann? und ich will auch was aus meinem leben machen - in einer behindertenwerkstatt oder so würde ich erst recht versauern, zumal ich durchaus ein intelligenter mensch bin und etwas leisten kann. und ich hasse den gedanken, ein "untermensch" zu sein!
ich danke im voraus.