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Lyrica-Erfahrungen???

Hallo zusammen
ich leide schon seit vielen Jahren immr wieder an psychogenem Schwankschwindel mit Ängsten und Depressionen . Bin mittlerweile erwerbsunfähig .
Vor Jahren hat mir Paroxetin geholfen - dann wirkte es nicht mehr . Nun habe ich die letzten Jahre ganz viele AD`s probiert - ohne Erfolg .
Alle Untersuchungen wegen des Gleichgewichts sind gemacht verschiedene Kliniken in den letzten 3 Jahren und Therapie seit 2009 . wir finden nichts was wir wirklich bearbeiten können .
seit 2009 nun geht es mir jedes Jahr schlechter . War zwischenzeitl. abhängig von Lorazepam . kann kaum noch den alltägl. Dingen des Lebens folgen .
Habe mich immer mehr zurückgezogen . Kaum noch Bekannte . Mein Hund ind mein Mann sind das einzige was ich noch habe aber auch sie können mir nicht helfen .
Mein Psychiater ist mit seinem Latein am ende und dann heißt es austherapiert ..........!

Ich bin weibl. 53 jahre alt und ich möchte noch leben und nicht so dahin vegetieren !!

Bin mittlrweile wieder an enem Benzo angelangt - nur leider zeigt es nicht die Wirkung wie beim letzten Mal .
Ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalte - ich habe auch im sitzen und im stehen immer das Gefühl zur Seite wegzukippen .
Jetzt habe ich von Lyrica gehört . Mein HA meint das es mir nicht helfen wird . Aber es muß doch irgendwas geben was mich zumind. soweit stabilisiert das ich weiterkämpfen kann .

Hat jemand Erfahrungen damit - mit Schwindel + Lyrica ?
Habe natürlich wieder große Angst das ich dadurch noch mehr schwindel bekomme und dann gar nicht mehr laufn kann .

wäre euch sehr dankbar für einen Tip - wie auch immer
 
A

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Re: Lyrica-Erfahrungen???
Absolut korrekte Darstellung. Ich bin wegen Angst auf 75mg-0-75mg und das erscheint mir schon zu viel. Gerade wegen der Toleranz.



hi folks,
hatte schon einmal geschrieben (vorletzter thread).bin inzwischen wieder runter auf 50-0-50. die nebenwirkungen waren bei mir zu extrem. es ist ja nicht so ein psychopharmake, dass man jetzt aufdosiert und dann 2-3 wochen wartet wie bei antidepressiva bis es wirkt, und dann wirkts richtig. ich würde vorsichtig sein bei der dosierung. habe auch schon in anderen foren gelesen, dass viele es in relativ geringer dosierung nehmen, viel bringt jetzt nicht unbedingt mehr gerade bei angststörungen. 300-600 mg muss man wohl auf jeden fall nehmen, damit es bei epilepsie und neuropatischen schmerzen helfen kann.
bei mir führte es bei 150-0-150 zu absoluten konzentrationsschwierigkeiten, hatte da dann auch ziemlich starke kopfschmerzen, konnte meine umwelt garnicht mehr richtig verstehen/einordnen. außerdem hab ich depressionen verspürt. vielleicht ist es auch nix für mich, allerdings versuch ich es jetzt mit den 100 mg insgesamt, weil es mich auf jeden fall ausgeglichener und ruhiger macht mit der dosierung es ist insgesamt nicht so ohne, das medikament. in den USA wurde die indikation generalisierte angststörung für das medikamt abgelehnt und die sind eigentlich nicht so zimperlich medikamente zuzulassen.
es ist bei angststörungen wohl eher mittel der 2, 3 wahl, wenn andere medikamente versagen. es wirkt bei manchen sehr gut und andere haben nur extreme nebenwirkungen. aufgrund der datenlage, dass es sozusagen nur eher wenigen sehr gut bei angststörungen hilft, wurde es wohl in den USA abgelehnt. aber wie ich schon geschrieben habe, es ist ein versuch wert, aber es ist eben kein neues wundermittel...ciao Tim
 
Hallo,
Nehme seit 12Tagen lyrica letzte 2 Tage 100-0-100 .... kann ich es gleich absetzen auf null????
 
AW: Dankbar für Lyrica

Hallo, ich leide unter einer chronifizierten generalisierten Angstsörung, mit anderen Worten: seit meiner Kindheit. Ich habe jetzt, mit 56 Jahren das erste Mal in meinem Leben die Erfahrung gemacht, wie es ist eine Woche ohne Ängste zu leben. Das ist für mich eine unglaublich schöne Erfahrung. Da ich diese Störung schon mein ganzes Leben lang habe, kenne ich das überhaupt nicht. Vom Gefühl her ist das sicher so ähnlich wie ein Blinder, der das erste Mal Farben sieht. Zu verdanken habe ich das der Verschreibung von Pregabalin, also Lyrica. Bisher keine Nebenwirkungen. Und wenn welche auftauchen, müssten die schon extrem sein, richtig extrem um mit meinem Alltag, der IMMER aus 1 Million verschiedner und unterschiedlich starker Ängste bestand, nicht aufgewogen zu werden. Von der Angst keinen Parkplatz zu finden, das Auto beim Einparken zu zerkratzen, einer bestimmten Nachbarin über den Weg zu laufen bis hin zu der Angst vor Terroranschlägen, alles dabei. Zum Schluss bin ich nicht mehr vor die Haustür gegangen, wenn es sich irgendwie vermeiden ließ. Und jetzt? Ich kann nun ganz selbstverständlich spontan aus dem Haus gehen, shoppen, einkaufen..... die Gedanken kommen und gehen, wie bei Menschen, die nicht unter Angststörung leiden. Kein Parkplatz - na und, dann fahre ich so lange um den Block bis einer da ist. Warum sollte ich mein Auto beim Parken zerkratzen??? Wenn ich die Nachbarin treffe, sage ich halt hallo und dass ich keine Zeit habe. Und so weiter.... ich weiß, das hört sich banal an aber für mich ist es das nicht. Mir geht es einfach nur endlich mal gut. Abhängigkeit? Ich bin doch auch von Cetrizin gegen meine Allergie und meinem Asthmaspray abhängig. Bekomme ich das nicht, kriege ich keine Luft mehr.
Ich schreibe das nur, um anderen Menschen mit generalisierter Angststörung Mut zu machen. Denn die Verhaltenstherapeutin sagte mir, dass bei diesem starken Krankheitsverlauf die therapeutischen Möglichkeiten zwar vorhanden sind aber ich mir keine Hoffnung auf vollständige Heilung durch Psychotherapie machen soll. Was einleuchtet, denn wie soll man gedanklich eine Flut von Angstgedanken aufhalten und verarbeiten, die manchmal im Minutentakt oder sogar im Sekundentakt immer neue Ideen entwickeln.
 

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