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Luxusproblem - Studieren oder Arbeiten?

SethCohen

Mitglied
Hallo alle zusammen,

ich glaube ich habe derzeit ein "Luxusproblem" und weiß nicht wie ich mich entscheiden soll.

Ich bin 25 und arbeite derzeit in einem großem Unternehmen als Industriekaufmann (jetzt das 2. Jahr). Der Job ansich ist ganz ok, Geld stimmt auch,

aber dennoch füllt mich dieser Job nicht 100% aus sodass ich eben nicht ganz zufrieden bin. Ich kann mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, diesen Job mein leben lang zu machen!
Ich hatte mir zuerst überlegt nebenbei zustudieren aber das ist natürlich sehr zeitintesiv und ich bin ein mensch der die Freizeit liebt..

Würdet Ihr an meiner Stelle noch ein Studium anfangen, zumal ich dann 26 wäre und ich "nur" an deiner FH studieren könnte. Hatte vor in Richtung Wirtschaftswissenschaften zu gehen
bzw. was ganz anderes zu machen!

Ich bin mir eben nur unsicher ob ich einen unbefristeten Job so weggeben soll.. Klar bedeutet ein studium viel lernen und geld kostet es auch noch, aber ich hab das gefühl das es
den studenten menschlich gesehen viel besser geht (also auf mich wirken sie "glücklicher")..ich weiß ja nicht wie das bei euch so ist..!

Naja ich würde mich über Meinungen und Kommentare freuen!

vlg

Seth
 

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Polux

Aktives Mitglied
Hallo SethCohen,
na ja, Luxusproblem - es ist etwas das dich beschäftigt - also für dich wichtig und daher wert, darüber nachzudenken.

Ob Leute die studiert haben glücklicher sind? Ich denke nicht, dass es was mit studieren zu tun hat ob man glücklich ist oder nicht.
Ich denke es hat damit zu tun ob man mit dem was man macht zufrieden ist oder nicht. Und vielleicht gibt es bei Menschen die studiert haben einige mehr davon, weil sie länger Zeit hatten darüber nachzudenken was sie machen wollen. Aber das ist nur eine Vermutung.

Ich selbst hatte nach einer Ausbildung auch das Gefühl: 'das soll es jetzt gewesen sein?' Obwohl ich meinen Traumberuf ergriffen hatte. Da war ich ungefähr in deinem Alter. Mir ging es vor allem ums lernen - das finde ich jetzt noch toll.
Wer studieren will muss sich nicht nur an das Ziel 'verbinden' - wenn es nicht zum totalen Krampf ausarten soll muss man sich auch an den 'Prozess' des studierens verbinden. Lernen wollen, wissen wollen, neugierig sein. Das kann man auch ohne Uni. Kurse machen, viel lesen, mit anderen diskutieren.... und ja, das ist 'zeitintesiv' - aber das ganze Leben ist 'zeitintensiv' ;)

Ich hab eine '60-70 Stunden' Woche - wenn man es nach Arbeit-Freizeit aufteilt. Da ich aber so nicht rechne... Ich finde es toll auch abends um 10 noch ein paper zu lesen das 'meine Arbeit' ist - weil mich das interessiert - wie muss man das dann einstufen?....
Du verstehst worauf ich hinaus will.

Du schreibst - du liebst deine Freizeit - was heißt das für dich? Selbst bestimmte Zeit? Interessieren dich die Wirtschaftswissenschaften wirklich? Oder denkst du, das könnte gute 'Jobs' bringen?
Wenn du weißt was du wirklich willst musst du entscheiden ob du bereit bist den Preis zu bezahlen. Jetzt hast du einen festen 'Job' und freie Zeit - auch fest. Da kannst du ja auch Dinge machen die dir den Rest zu den 100% liefern :). Bilde dich weiter, lern eine Sprache, lese, mach Sport... Wenn du studieren möchtest - frag dich was der wirkliche Beweggrund dahinter ist. Prestige? Interesse? Geld?... Alles ok - solange du weißt was dich treibt.
Viel Spaß. Polux.
 

SethCohen

Mitglied
Hallo Polux,

erstmal vielen Dank für deine Antwort. Ich denke der Gedanke ans Studieren resultiert daher dass ich mir denke, evtl doch erstmal eine "Auszeit" aus dem Berufsleben zu nehmen - Arbeiten werde ich später noch lange genug -.

Ich denke das ist einer der Beweggründe fürs Studium,klar..ich habe evtl die möglichkeit einen besseren job zu bekommen mehr geld, aber darum geht es mir primär gar nicht. Ich denke wenn ich Studieren gehe dann um eben kurzfristig "auszusteigen" und evtl das Studentenleben zu genießen! Und wenn will ich das auch zu 100% machen und nicht nebenberuflich...!

Aber ob es das richtige ist weiß ich eben nicht...!

 

Polux

Aktives Mitglied
:) aussteigen ist gut - wenn man weiß wohin man steigen will und woraus man aussteigen will.

Vielleicht kann es dir helfen darüber nachzudenken was du grundsätzlich willst im Leben.

'Einfach mal aussteigen' hmmm, nichts gegen zu sagen - nur willst du später zu deinem Entschluss stehen können - und ich denke das ist deine Angst - später zu sagen: 'Hätte ich doch ..."

Man kann zwar nie wissen was die Zukunft bringt - ein 'Restrisiko' bleibt also immer, allerdings kann man das minimieren. Dazu muss man sich mit der Materie beschäftigen. Versuche so viele Infos wie möglich zu bekommen - mal dir aus wie deine Zukunft aussehen 'könnte'. Stell dich in verschiedenen Situation vor, rede mit Leuten, informiere dich über Dinge die dich interessieren könnten...schreib es auf, zeichne es, mach mind-maps.
Dazu ein Link das dich vielleicht interessieren koennte:
Video: Folge 82: Entscheidungen aus dem Bauch | BR-alpha | BR
 
G

Gast

Gast
Hallo Seth Cohen

Ich bin/war soeben in genau deiner Situation. Seit Juli bin ich in einem ewigen hin und her, bis ich gerade gestern einen Entschluss gefasst habe...

Ich weiss ja nicht, wie es bei dir ist, aber bei mir war es so, dass ich eine Ausbildung als Kauffrau beendet habe und in der Firma, in welcher ich die Lehre gemacht habe, noch 3 Jahre lang als Sachbearbeiterin tätig war. (Eben bis Ende Juli)

Schon im 2.Lehrjahr hatte ich lust, mich völlig anders zu orientieren. Mein Traumberuf, dachte ich! und es wäre nach wie vor so...

Also dachte ich mir, ich wage den Schritt, suche mir einen Teilzeitjob und beginne mit dem Vorbereitungskurs für das Studium - ich war so richtig überzeugt und dachte mir: hey, du schaffst das, du willst das und schliesslich musst du noch bis 65 arbeiten.. also dann einen job, der mir gefällt...

somit habe ich einen Teilzeitjob gefunden, welcher nicht so anspruchsvoll war, damit ich mich voll und ganz auf diesen kurs konzentriere konnte...

Nun ist es so: der Kurs dauerte gerade mal 4 wochen und ich habe mich schon wieder umentschieden. denn ich bin doch nicht bereit, 4 ganze jahre meines jungen lebens (24) mit lernen, studieren, schulden machen etc., zu verbringen..

jetzt habe ich ja bereits seit 3 jahren eine ausbildung und es ist wirklich verdammt schwer, auf einmal wieder auf das geld anderer leute angewiesen zu sein, nicht mehr in den Ausgang gehen können, nicht mehr shoppen, keine ferien... All das bis knapp 30 und dann noch familie...

für mich persönlich ist nun klar, dass ich eine neue arbeit suche auf dem gebiet, welches ich erlernt habe.. und eben mit kursen etc.. mein wissen evtl. ab und ann noch ein bisschen auffrische.. aber studium, nachdem du schon mal selber verdient hast und allenfalls auch schon eine eigene wohnung hast??!! überleg dir dies gut!!!

Viel glück für deinen entscheid!

PS: du kannst es ja einfach mal versuchen, gehst mal ein semester ins studium (evtl. berufsbegleitend), suchst dir einen teilzeitjob.. dann schau mal wie es kommt? vielleicht kannst du ja bei deinem jetzigen arbeitgeber das pensum reduzieren? und wenn es dir dann nicht gefällt, hast du nichts verloren, im gegenteil! du wirst es nie bereuen, dass du es nicht zumindest mal versucht hast! ich habe gemerkt, dass man einfach offen sein sollte und optimistisch sein sollte - der rest kommt fast von ganz alleine! einen festen job wirst du bestimmt auch später wieder finden! =)
 

Kuchenliebe

Mitglied
Hey, wie ist es euch ergangen?
Ich habe eine Ausbildung zur Industirekauffrau im Juli 2017 abgeschlossen. 3 monate gearbeitet unf habe dann zum Wintersemster angefangen zu studieren. Es war nicht meins und ich habe dann doch auch recht wenig für getan. Nach 2 Semestern habe ich mich woanders eingeschrieben und habe mich nebenbei beworben. Habe dann einen aushilfsjob angenommen und die haben mir eine stelle angeboten und ich habe die angenommen weil ich Angst habe, dass ich das studium nicht schaffen könnte. Bin 25 und muss auch jetzt die Krankenkasse selber bezahlen und muss viel pendeln. Jetzt wo ich 1 monat gearbeitet habe, merke ich dass diese Stelle nicht das wahre ist. Ich möchte in diesem bereich nichtmal arbeiten. Aber da ich keine Berufserfahrung habe, nimmt mich auch nicht jeder. Ich mache mir sorgen dass ich bis 30 studiere und was wenn ich kurz vor knapp es doch nicht packe und dann nimmt mich später gar keiner mehr. Alle studieren und machen was aus ihrem Leben und sind zufrieden. Ich fühle mich dagegen hilfslos und weiß nicht was ich tun soll. Hatte auch kein Studentenleben, da ich halt nur am pendeln war und dann abends auf nichts mehr Lust hatte. Aber diese Stelle ist nicht umbedingt das was ich wollte, gibt mir aber iwo Sicherheit. Habe eine Stelle als Sachbearbeiterin im Innendienst und an sich würde ich gerne ins Personal. Habe mich schon nach Weiterbildungen umgeschaut, aber dafür braucht man Berufserfahrung erstmal. Ich bin so verzweifelt und habe Angst die falsche Entscheidung zu treffen. Das erste Studium war schon nicht meins und es sieht später natürlich blöd aus wenn man immer wechselt und nicht am Ball bleibt.
 

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