S
Salsero
Gast
Wir haben das Problem, dass die 6-jährige Tochter (bin selbst nicht der leibliche Vater) sehr regelmäßig die Unwahrheit erzählt. Da dies nun schon eine Weile (ca. 9 Mon.) so anhält, ist es mir ein Anliegen, mich mit anderen auszutauschen bzw. mir Anregungen zu holen. Leider neige ich nun dazu, ihr nicht mehr zu glauben bzw. alle (wichtigen) Dinge zu hinterfragen und das möchte ich auf gar keinen Fall.
Zum einen sind es Situationen, in denen das Kind subjektiv Vorteile hat.
Beispiel1: "Ich habe morgen keinen Sport. Die Lehrerin ist krank."
Beispiel2: "Ich habe keine Hausaufgaben auf."
Beispiel3: "Ich habe heute noch kein Eis gegessen."
Beispiel4. "Ich habe die Zähne schon geputzt."
Beispiel5: "Ich habe heute in der Betreuung kein Essen bekommen."
...
Zum Anderen sind es spektakuläre Situationen, in denen das Kind Aufmerksamkeit bekommen möchte.
Beispiel1: "Meine Oma ist heute die Treppe hinunter gestürzt und liegt im Krankenhaus."
Beispiel2: "Der A. war heute bei uns im Garten und hat den Ball gestohlen."
Beispiel3: "Mein Papa ist mit uns 220 KM/H gefahren."
...
Weiterhin sind es Alltagssituationen, in denen das Kind Verständnis und Trost einfordert wie z. B.:
"Mein Bruder hat mich gehauen." oder
"R. will gar nicht mit mir spielen. Ich habe gar keinen mehr zum Spielen."
Der ältere Bruder (5. Klasse Gymnasium) fordert insgesamt sehr viel Aufmerksamkeit, da er für die Schule viel Unterstützung braucht. Da wir beide arbeiten und ich nicht immer da bin, ist die Zeit begrenzt. Deshalb haben wir schon feste Zeiten eingerichtet, die nur für die Tochter da sind. Hier kann sie mit uns (oder einem) spielen und maßgeblich entscheiden, was wir unternehmen.
Zum Erziehungsstil: Grundsätzlich erziehen wir beide gleich. Wir tauschen uns aus, sprechen weitere Vorgehensweisen ab und handeln fast ausnahmslos konsequent. Dabei sollen die Kinder einen freien Gestaltungsrahmen haben und je nach Bedürfnis nur flankierend unterstützt werden. Außerdem bemühen wir uns, so liebevoll wie möglich miteinander umzugehen. Dies haben wir zusammen in unserem Regelwerk auch so besprochen und niedergeschrieben. Zudem bemühen wir uns, das Bemühen der Kinder zu loben und positiv zu verstärken.
Zur Persönlichkeitsstruktur des Kindes: M. ist normal entwickelt und eher ein ruhiges Kind, dass sich auch gut mit sich selbst beschäftigen kann. Obwohl sie ein gut ausgebildetes Selbstbewusstsein hat, hat sie zeitweise Probleme, Kontakt zu (neuen) Gruppen oder auch Einzelpersonen aufzubauen (wenig eigeninitiativ). Anregungen von außen oder Ansprache nimmt sie jedoch gern entgegen. Insgesamt würde ich ihr Selbstwertgefühl als niedrig einschätzen.
Es gibt noch viele innerfamiliere Aspekte, deren Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde, doch hoffe ich, dass ich ein paar Anregungen bekomme. Vielleicht geht es ja anderen Familien ähnlich?!
Zum einen sind es Situationen, in denen das Kind subjektiv Vorteile hat.
Beispiel1: "Ich habe morgen keinen Sport. Die Lehrerin ist krank."
Beispiel2: "Ich habe keine Hausaufgaben auf."
Beispiel3: "Ich habe heute noch kein Eis gegessen."
Beispiel4. "Ich habe die Zähne schon geputzt."
Beispiel5: "Ich habe heute in der Betreuung kein Essen bekommen."
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Zum Anderen sind es spektakuläre Situationen, in denen das Kind Aufmerksamkeit bekommen möchte.
Beispiel1: "Meine Oma ist heute die Treppe hinunter gestürzt und liegt im Krankenhaus."
Beispiel2: "Der A. war heute bei uns im Garten und hat den Ball gestohlen."
Beispiel3: "Mein Papa ist mit uns 220 KM/H gefahren."
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Weiterhin sind es Alltagssituationen, in denen das Kind Verständnis und Trost einfordert wie z. B.:
"Mein Bruder hat mich gehauen." oder
"R. will gar nicht mit mir spielen. Ich habe gar keinen mehr zum Spielen."
Der ältere Bruder (5. Klasse Gymnasium) fordert insgesamt sehr viel Aufmerksamkeit, da er für die Schule viel Unterstützung braucht. Da wir beide arbeiten und ich nicht immer da bin, ist die Zeit begrenzt. Deshalb haben wir schon feste Zeiten eingerichtet, die nur für die Tochter da sind. Hier kann sie mit uns (oder einem) spielen und maßgeblich entscheiden, was wir unternehmen.
Zum Erziehungsstil: Grundsätzlich erziehen wir beide gleich. Wir tauschen uns aus, sprechen weitere Vorgehensweisen ab und handeln fast ausnahmslos konsequent. Dabei sollen die Kinder einen freien Gestaltungsrahmen haben und je nach Bedürfnis nur flankierend unterstützt werden. Außerdem bemühen wir uns, so liebevoll wie möglich miteinander umzugehen. Dies haben wir zusammen in unserem Regelwerk auch so besprochen und niedergeschrieben. Zudem bemühen wir uns, das Bemühen der Kinder zu loben und positiv zu verstärken.
Zur Persönlichkeitsstruktur des Kindes: M. ist normal entwickelt und eher ein ruhiges Kind, dass sich auch gut mit sich selbst beschäftigen kann. Obwohl sie ein gut ausgebildetes Selbstbewusstsein hat, hat sie zeitweise Probleme, Kontakt zu (neuen) Gruppen oder auch Einzelpersonen aufzubauen (wenig eigeninitiativ). Anregungen von außen oder Ansprache nimmt sie jedoch gern entgegen. Insgesamt würde ich ihr Selbstwertgefühl als niedrig einschätzen.
Es gibt noch viele innerfamiliere Aspekte, deren Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde, doch hoffe ich, dass ich ein paar Anregungen bekomme. Vielleicht geht es ja anderen Familien ähnlich?!