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Lonely hearts und was bedeutet Liebe für Euch ?

Ich habe einen Onkel, der ist mir seiner Frau schon sehr lange verheiratet. Ich denke, sie sind glücklich. Sie unternehmen viel zusammen, aber wohl durchaus auch mal was allein. Sie haben eine gemeinsame Leidenschaft, das Tanzen. Ich habe mich immer gefragt, wie sie es so lange miteinander geschafft haben. Vielleicht ist es Glück, vielleicht ist es Zufall. Mir ist aber aufgefallen, dass sie den Partner oder die Beziehung NIEMALS nach außen hin schlecht reden. Ich vermute daher, wenn es Probleme gibt, lösen sie es intern, also zusammen. Ich glaube, das ist ein Schlüssselpunkt. Ich persönlich finde es beeindruckend und glaube, man kann etwas daraus lernen.
Ja....Es wirkt wie eine glückliche Liebesbeziehung.
 
Bevor ich mit wem zusammen bin, in den ich nicht "tatsächlich verliebt"bin, bin ich lieber Single.

Würde ich auf der Stelle unterschreiben.
Doch wie sieht es mit schwerkrankem Ehepartner aus, der mangels Sozialkontakten völlig auf sich alleine gestellt wäre?
Da hebelt für mich mein Verantwortungsgefühl und noch ein paar andere Dinge diese Überzeugung aus.
 
Das ist eine schwere Lebenssituation mit Verantwortung.

Schon, ja. Danke.
Ich bin aber eben eher das Gegenteil von Mutter Theresa.
Diese Verantwortung empfinde ich, nehme ich an ohne - am passendsten erscheint mit ein alter Ausdruck: damit zu hadern.
Lebe aber daneben mein anderes, mein eigenes Leben. Also, lebte. Soweit Kraft für alles da war. Jetzt reduziert, da mir sonst die Luft ausgeht. Und, so verrückt das klingen mag, das passt schon so.
Das Leben geht in immer neue Phasen über. Jetzt ist die dran. Und danach wartet eine neue Phase.
Wie ein Buch, in dem man die Seiten umblättert.
Am meisten liebe ich gerade mich, im Sinne von achte ich auf mich, um gut durch diese Phase zu kommen.
Genieße Zeit für mich alleine, Ruhe.
Mehr denn je.
Und vermisse eigenartigerweise gerade nichts und niemanden von dem, was weichen musste.
 
Würde ich auf der Stelle unterschreiben.
Doch wie sieht es mit schwerkrankem Ehepartner aus, der mangels Sozialkontakten völlig auf sich alleine gestellt wäre?
Da hebelt für mich mein Verantwortungsgefühl und noch ein paar andere Dinge diese Überzeugung aus.

Das finde ich ein absolut bewundernswertes Verhalten. Das würde lange nicht jeder so machen.

Aber bei der Partnersuche möchte ich gefühlsmäßig keine Kompromisse eingehen. Entweder es sind Gefühle und der Wunsch nach einer Partnerschaft mit genau dieser Person da oder ich bleibe lieber single. Ich würde keinen Partner nur wählen, um nicht allein zu sein. Das geht meiner Meinung nach auf Dauer auch nicht gut.

Aber umgekehrt möchte ich auch kein Kompromiss sein. Ich möchte spüren, dass mein Partner genau mich und keine andere Frau will. Und nicht, dass er nur mit mir zusammen ist, weil er nix besseres gefunden hat. Das würde mich sehr verletzen.
 
Für einen großen Teil der Bevölkerung geht Partnersuche damit einher, dass große Abstriche gemacht werden müssen und eben die Menschen gewählt werden, bei denen man eine Chance hat, obwohl man sie nicht fantastisch oder, in manchen Fällen, noch nicht mal gut findet.

Ich hätte sonst eventuell auch eher nach der sportlichen Medizinerin mit vielfältigen Talenten und beeindruckenden Fertigkeiten Ausschau gehalten 😉

Irgendwie finde ich deine Schilderungen etwas befremdlich. Sie sind so auf Äußerlichkeiten ausgerichtet.

Geht es nicht letztendlich in einer Partnerschaft um Gefühle und Liebe? Warum sollte ich da Abstriche machen und jemanden nehmen, den ich nicht mal gut finde?

In der Liebe möchte ich keine Abstriche machen. Entweder ganz oder gar nicht. Und wenn ich jemanden liebe, dann ist es mir doch egal, welchen Job er hat, wie viel er verdient oder was er sonst für Talente hat. Hauptsache er behandelt mich auch gut.

Hoffentlich werde ich nie als so ein Notnagel betrachtet. Wobei ich natürlich die sportliche Medizinerin mit vielfältigen Talenten bin 😇
 
Komisch, dass (männlichen) unzufriedenen Dauersingles aber meist genau das empfohlen wird: Einfach irgendeine Frau nehmen.

Ist man sich also doch eher uneinig darüber, ob (enorme) Abstriche bei der Partnersuche sinnvoll sind, oder trennt man einfach die eigenen Prinzipien bei der Partnersuche von denen, die man anderen nahelegt?

Ich würde auch anderen niemals so einen Ratschlag geben. Das ist weder sich selbst noch dem Partner gegenüber fair und endet sicher in einem großen Schmerz.

Ich würde selbst nicht irgendeinen Mann als Notnagel nehmen und möchte selbst kein Notnagel sein. Also gilt meine Denkweise für mich und auch für alle anderen Singles.
 

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