Denkst du, dich an einer unglücklichen Ehe festzuklammern macht dich zu einem besseren Menschen?
Wo genau hab ich dass denn behauptet?
Ich schrieb ja nicht, dass du das behauptest, ich meinte das als Anstoß zu reflektieren, was da tief in dir an Glaubenssätzen stecken kann.
Denn du hältst deinen Weg für den besseren, hast dich dafür entschieden. Und das hat nicht nur oberflächliche Gründe.
Ich könnte auch noch die Frage in dem Raum werfen, ob du ein Scheitern der Ehe als Versagen empfinden würdest.
Wir alle haben teils komische Glaubenssätze mit auf den Weg bekommen, die manchmal gar nicht gut für uns sind. Oft nicht leicht zu erkennen, schon gar nicht ohne psychologische Unterstützung, die da etwas anleiten kann, sich das Gewirr im Inneren etwas zu erschließen.
Aber dann verstehe ich manche Leute nicht, die dann so schreiben, als ob genau das das Normalste von der Welt wäre.
Ich kann mich da halt ganz schlecht reinversetzen mit meinem sesshaften Leben.
Es gibt bequeme Wege und härtere Wege.
Es gibt selbstschädigende Verhaltensweisen.
Und immer gibt es dabei auch Konsequenzen, die nicht toll sind.
Und was ist da der Unterschied?
Die Frau/der Mensch gehört mir nicht, ist aber mein Partner.
Nachdem es immer mal Diskussionen aufwarf, wenn ich das Wort "Partner" verwendete, manche den Vergleich zu Geschäftsbeziehungen zogen, verende ich dee Einfachheit halber Frau/Mann, mag es aber nicht, da es ein Besitzdenken enthält.
Ich finde es toll, wenn Männer im Haushalt mithelfen.
Das ist nicht selbstverständlich.
Es ist ein Unterschied ob beide berufstätig sind oder nicht.
Bei manchen Paaren ist nur die Frau oder nur der Mann berufstätig.
Mich schockiert das ehrlich.
Es ist doch nicht nur dein Haushalt, es ist auch seiner.
Hätte er keinen würde er alleine leben?
Aleine deshalb trennen sich Viele ja wieder.
Die richtige Konsequenz aus einem Verhalten, dass auf einem längst überholten Verständnis beruht.
Ich hatte Weltkind's Aussage so verstanden, dass die Frau den Haushalt schmeißt und der Mann da nicht bei helfen soll. Und das hat mich stutzig gemacht, weil ich so etwas nicht von ihr erwartet hätte zu hören.
Das schockt mich.
Diese Auslegung zeigt doch klar auf, welche Denkweise dem zugrunde liegt, um überhaupt auf diesen Schluss zu kommen.
Allerdings ist es immer noch so und beobachte ich auch viel, dass Frauen eher die Care Arbeit übernehmen, es bei ihnen selbstverständlicher ist, sie den Großteil der Elternzeit machen etc
Ich denke, da spielen sehr viele Faktoren hinein.
Unterschiedliche Sozialisation/Prägung/Erziehung.
Manches liegt einem aber auch mehr, manches weniger. Doch wäre das ebenso, würden Frauen seit Generationen auf gleiche Weise wie Männer aufwachsen?
Unklar.
Nach wie vor das unterschiedliche Gehaltsgefüge.
Festhängen in alten Denkweisen.
Persönliche Vorlieben.