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Lokführerstreik

Verständnis für den Lokführerstreik?

  • Nein.

    Teilnahmen: 18 56,3%
  • Ja.

    Teilnahmen: 14 43,8%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    32
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Jusehr

Sehr aktives Mitglied
Ich habe wenig Verständnis für den Streik.

Meines Erachtens kann man die Verkehrslinien durchaus mit den Blutbahnen eines Menschen vergleichen. Sie sind lebenswichtig.

Dass eine kleine Gruppe die Interessen des gesamten Landes derart negativ beeinflussen kann, scheint mir schon den Tatbestand einer Rechtsverletzung darzustellen - vielleicht nicht nach aktuellem deutschen Recht, aber nach dem Recht, wie es eigentlich sein sollte.

Hier fände ich es angebrachter, dass Lokführer wie zB Polizisten nicht streiken dürfen. Das öffentliche Interesse geht doch in diesem Falle vor dem der Lokführer.

Ich bin ja kein Jurist, aber ich vermute, dass irgendwas mit dem Gewerkschaftsrecht nicht stimmt. Übrigens gibt es ja auch eine Gewerkschaft der Polizei. Und so gut verdienen die glaubich auch nicht. Warum dürfen also Polizisten nicht streiken, aber die Lokführer?

Das Ganze stinkt.
 
Sind nur noch ca. 40 % Beamte .... und die dürfen nicht streiken - die Anderen schon.

Wollte man die Bahn von Streiks ausschließen, müsste man die Bediensteten zu Beamten machen..... und dann wird das Bahnfahren vielleicht zu teuer ....
 
Ich habe voll Verständnis für den Streik. Bitte mehr davon und nicht nur immer alles brav schlucken was der Arbeitgeber tut. In Frankreich würde kaum jemand einen Streik in Frage stellen. Da geht man auf die Barrikaden und basta.
 
Grundsätzlich bin ich für den Streik. Und fände es skandalös, wenn bestimmten Berufsgruppen auf Grund ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit hin das Recht auf Arbeitskampf entzogen werden sollte.

Zum Beispiel medizinisches Personal, Erzieher und angestellte Lehrer, angestellte Polizisten (wir hatten neulich erst einen Streik hier) Müllfahrer usw. ....

Dass die Lebenslinien "Schienentransport" funktionieren, dafür ist der Betreiber zuständig und nicht der Lokführer. Ganz schön geschickt von den Eliten und typisch für uns Deutsche, auf den kleinen Mann sauer zu sein, weil der Streik unser Leben stört. Und eben nicht solidarisch zu sein und von der Bahn zu fordern, dass er von den teuren Preisen sein Personal so behandelt, dass alles reibungslos läuft.

Was mich an dem Streik stört, ist der Fakt, dass es auch um einen Macht- und Grabenkampf der Gewerkschaften geht. Aber offensichtlich fühlen sich die Lokführer ja von der GdL vertreten, sonst würden sie nicht mitmachen. Wie ist das eigentlich, muss man streiken, wenn man der Gewerkschaft angehört und die einen Streik ausruft? Gibt ja vorher meist eine Urabstimmung.
 
Nach dem angebot 4,7℅ mehr lohn und eine einmalzahlung von 1000€ der bahn an die lokfuehrer habe ich fuer den erneuten streik kein verstaendnis mehr.
Ich finde das ist ein angebot das man haette annehmen koennen.
Die leute die auf die bahn amgewiesen sind z.b. um zur arbeit zu kommen tun mir wirklich leid.
 
Ich habe kein Verständnis mehr für den Streik weil ich nicht verstehe, weshalb jede Woche aufs neue gestreikt wird. Wenn man sich geeinigt hatte, müsste dies ja wohl mal für ein paare Jahre anhalten.

Aber die Bahn fährt mir ohnehin am Hintern vorbei. Würde ich nur noch nutzen wenn ich zwei gebrochene Beine und Handgelenke hätte. Ist nämlich ein Saftladen sondergleichen.
 
Hallo Weidebirke,

ich antworte mal etwas einfach, weil mir die gewogenen Worte fehlen.

Wenn jemand in einer für die Gemeinschaft wichtigen Arbeitsposition meint, zu wenig zu verdienen, kann er ja klagen (vor Gericht) oder kündigen. Warum müssen stattdessen viele andere darunter leiden? Ein Arzt im Operationssaal kann auch nicht das Messer zur Seite legen und sagen "ich streike".

Wie gesagt, ich formuliere etwas einfach, aber in der Sache versteht man mich vielleicht.
Dass die Lebenslinien "Schienentransport" funktionieren, dafür ist der Betreiber zuständig und nicht der Lokführer.
Ohne die Verweigerung der Lokführer würde doch alles bestens laufen.

Ganz schön geschickt von den Eliten und typisch für uns Deutsche, auf den kleinen Mann sauer zu sein, weil der Streik unser Leben stört.
Ich bin gar nicht so sauer auf die Lokführer, sondern auf die rechtliche Lage, die mir suspekt erscheint. Die Lokführer stehen vermutlich auch unter einem gewissen Gruppendruck. Selbst die, die nicht gerne streiken würden, fühlen sich wohl auch teilweise genötigt, mitzumachen.

Nebenbei noch angemerkt: ich find's auch nicht gut, dass so ein wichtiges Unternehmen wie die Bahn privatisiert wurde. Kein Wunder, wenn's am Ende nur noch um das Geld des Unternehmens und der Aktionäre und weniger um die eigentliche Aufgabe, den Service am Kunden etc. geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Streik ist richtig, denn schließlich verdienen Lokführer in der BRD weit weniger wie ihre europäischen Kollegen. Insofern wird lediglich der Irrweg der früheren Rot/Grün-Regierung unter Schröder korrigiert. Wenn allen, die der Gesellschaft besonders verpflichtetsind, nicht streiken dürften - würde es Streik nicht geben.
 
Bei aller sachlichen und rationalen Korrektheit fehlt mir persönlich dennoch inzwischen jegliches Verständnis für diese ständige Streikerei, weil sehr viele Menschen dadurch immense Probleme haben und teilweise nicht wissen wie sie überhaupt noch zur Arbeit kommen sollen.

Ich schaffe den täglichen Weg zur Arbeit glücklicherweise ohne Bahn, habe aber jetzt am Wochenende - und natürlich nicht nur ich - große Schwierigkeiten, dorthin zu kommen wo ich denn hin muss, daher...Daumen runter!
 
Status
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