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Lokführer... geht's noch?! -> Total geschockt über so 'ne Dreistigkeit!

Ich habe mal den Artikel gesucht

Die Angst des Lokführers vor dem Selbstmörder Panorama Nachrichten / HAZ - Hannoversche Allgemeine

Und da ich die Zeitung nicht wirklich kenne, würde ich sagen, die machen nur Hetze gegen Menschen, die sich rein gar nichts zu Schulde haben kommen lassen.

[...] "aufräumen müssen", wie eine umgefallene Mülltonne, ne?

Einen Strick nehmen, damit die Person am besten noch eine halbe Stunde lang langsam erstickt? Tabletten nehmen, damit die Person einen qualvollen und langsamen Tod stirbt? Ich glaube es hackt irgendwie.

Suizid ist weder feige noch egoistisch. Wurde man denn gefragt, ob man unter diesen Umständen leben möchte?

Und das sehe ich anders, denn jeder Mensch hat mal Probleme und Suizid, so wissen mittlerweile alle, lösen Probleme niemals, sondern machen die Probleme nur noch schlimmer, denn was ist mit den Hinterbliebenen? Was ist mit den ungewollten Tätern? Was ist mit den ungewollten Zeugen des Suizids?

Das alles wird dann gedanklich weggeschoben und wer hat am Ende die Last?

Die, die damit eigentlich gar nichts zu tun haben und in ihrem Leben auch selbst schon genug Probleme haben und sich dann auch ab dem Zeitpunkt, wo sich jemand vor nen Zug oder sonst was schmeißt, auch noch die Aufarbeitung eines vollkommen selbstsüchtigen und egoistischen Menschen, der sich nicht im Ansatz mal darüber Gedanken gemacht hat, professionelle Hilfe aufzusuchen.
 
@ fiv

Einfach mal ganz ruhig bleiben und tiiiiief durchatmen.

Niemand hat irgend jemandem all die Sachen vorgeworfen, die du da jetzt anbringst und kreuz und quer in den Raum wirfst.
 
Zuletzt bearbeitet:
...auch noch die Aufarbeitung eines vollkommen selbstsüchtigen und egoistischen Menschen, der sich nicht im Ansatz mal darüber Gedanken gemacht hat, professionelle Hilfe aufzusuchen.
woher willst du das wissen?
erst vor kurzem hat sich ein flüchtiger bekannter umgebracht, der kurz zuvor aus einer psych.klinik entlassen wurde.
er hatte hilfe gesucht. hat er keine gefunden? hat es ihm trotz allem nichts gebracht? war es nicht das richtige? nicht genug?
das weiß keiner.
therapie ist halt doch keine garantie für heilung/besserung.
vielleicht ein versuch...
 
@wolf-souled

Das hat einen davon betroffenen Lokführer nicht im geringsten zu interessieren oder gar mich oder dich, denn Fakt ist, wenn man akut gefährdet ist, wird man eingeliefert, egal ob einem nachhaltig geholfen wird oder nicht, spielt keinerlei Rolle.

Ich kenne sogar einen, der ist ebenfalls akut Suizidgefährdet und bekommt es dennoch immer noch hin, die 110 oder sonst was zu Wählen und zu sagen, liefert mich ein, sonst bringe ich mich um.
 
Und das sehe ich anders, denn jeder Mensch hat mal Probleme und Suizid, so wissen mittlerweile alle, lösen Probleme niemals, sondern machen die Probleme nur noch schlimmer, denn was ist mit den Hinterbliebenen?
Wenn man erst einmal tot ist, hat man keine Probleme mehr und die Hinterbliebenen müssen nun einmal mit ihrem eigenen Leben zurecht kommen.
Was hat das jetzt mit Würde zu tun?
Was das mit Würde zu tun hat, dass man sich nicht vor den Zug werfen, sich mit Tabletten vollfressen oder langsam erdrosseln soll? Muss ich dir das wirklich erklären?

Ich sage es noch einmal: Jeder Mensch sollte das Grundrecht haben seinem eigenen Leben ein Ende zu bereiten und wenn es keine "sauberen" Möglichkeiten gibt, dann ist mit Sicherheit nicht der Suizidant an diesem Zustand Schuld.
 
So, erst mal danke für eure Antworten. Hab mir alles durchgelesen. Ihr habt eure Meinungen, ich habe meine. Ich habe einen sehr, sehr guten Freund / Seelenverwandten - wie man's halt nennen mag - dadurch verloren, deshalb reagiere ich ein wenig "allergisch" auf diesen Artikel. (Chrismas hat übrigens Recht, das ist der Artikel den ich meine...)
Ich verstehe einfach nicht, wie man so - meiner Meinung nach - HERZLOS sein kann. Leute, die keinerlei Erfahrungen mit sowas gemacht haben, können nicht nachvollziehen, was ich fühle wenn ich sowas lese. :-(

Vielleicht habe ich ein wenig überreagiert... aber meint ihr nicht auch, dass er das ein wenig... "sensibler" hätte formulieren können, sollen, müssen?
Stellt euch doch mal vor... euer bester Freund lässt sich vom Zug zerfetzen... und dann lest ihr sowas... würdet ihr euch dann freuen, beziehungsweise nicken und sagen, gut, der hat Recht?! Wohl kaum, oder?
 
Nur dazu:
Mal davon abgesehen, dass ich kein Auto besitze, fände ich es besser, wenn diese Gesellschaft nicht so verlogen wäre. Egoistisch kann nämlich nur der Mensch sein, der auch nach dem Leben strebt. Was ich besser fände? Wenn diese Mensch nie zum diesem Zustand getrieben worden wäre, so dass er nie diese Entscheidung hätte treffen müssen.
Wenn sich mir einer vor die Karre schmeist, dann ist das was? Schön oder egoistisch? Wer denk dabei an mich? Ich hab doch niemanden dazu getrieben! Wie bekomme ich diese Bilder als auch das Geräusch los? Wer denkt dabei nicht an mich?

Wenn man vom 10. Stock springt, kann man auch getroffen werden, wenn man grad um die Ecke kommt?

Vor genau 29 Jahren hat ein junger frustrierte Kollege, den ich nicht kannte, in meine Maschine gefasst - weil keine Lust mehr zum arbeiten. Und das bei 20.000 Umdrehungen/Min. Meinst Du ich werde dieses Blutbad jeh vergessen können? Ich bin doch hier das Opfer, nicht der Täter!

Bei allem Verständniss, dass was ich verurteile, ist dieser massive Egoismuss der damit zusammen hängt. Immer dann, wenn unbeteiligte auf diese Art traumatisiert werden. Warum sollte ich diese Gedankenlosigkeit als akzeptabel hinnehmen? Das wäre doch wie ein Freibrief für alle anderen die sowas tun wollen!

Man kann nun mal nicht die Gesellschaft für ein persönliches Schicksal in die Verantwortung nehmen.
Wenn sich einer vor den Zug wirft, bin ich Fahrgast verantwortlich, oder wie? Das hatte ich letztes Jahr gehabt. Da hat mich auch keiner gefragt wie ich damit umgehe!

Auch ein Selbstmörder hat Eigenverantwortung. Natürlich wird das in dem Moment nicht mehr kümmern. Warum auch.
 
Wenn man erst einmal tot ist, hat man keine Probleme mehr und die Hinterbliebenen müssen nun einmal mit ihrem eigenen Leben zurecht kommen.

Und die Einstellung ist natürlich nicht egoistisch...

Was das mit Würde zu tun hat, dass man sich nicht vor den Zug werfen, sich mit Tabletten vollfressen oder langsam erdrosseln soll? Muss ich dir das wirklich erklären?

Als wenn mir das nicht sowas von Scheiß egal wäre, wenn ich mich umbringen wollte, ob das auch würdevoll genug für mich erhabenes Persönchen ist und hoffentlich liege ich dann auch hinterher richtig, dass meine Schokoladenseite zur geltung kommt. *für alle die's nicht gepeilt haben: Ironie*

Achja, und Definition Egoismus: Das heißt, dass man etwas tut, was für sich selbst ist, wobei man andere gerne mal unbeachtet lässt. Und das kann ein Selbstmörder auch sein.
 

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