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Liegt's am Studium oder an mir?

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Liebe TS-Gast,
ich würde Dir raten, dringend mit Deinem Vater offen und ehrlich zu reden.
Mag sein, daß Du ADHS hast und ich will das auch gar nicht abstreiten. Ich meine, ob mit oder ohne ADHS, kommst Du nicht darum, mit Deinem Vater zu sprechen und DEIN Leben zu ändern.
Sicherlich bringst Du Talent mit, es gibt aber immer welche, die besser sind oder eben schlechter. Was ich mir auch gut vorstellen kann, daß die Leute Dir nicht gut tun und das hast Du ja auch geschrieben.
ich selbst komme aus einfachen Verhältnissen und ich kam auch nie klar mit Komilitonen, die aus anderen sozialen Verhältnisse kamen...ich bin die einzige aus der gesamten Familie mit Abitur und eine Hochschulabschluß. Das merkt man einfach, ob man will oder nicht!
Die Frage ist, mal ganz pragmatisch gesehen, wie geht es jetzt weiter?
Wende Dich doch an die PTB, die es an jeder Uni gibt. Bei uns gab es auch Arbeitsgruppen, weil es wirklich schwer ist, sich selbst zu organisieren. Wir hatte etliche auf der Uni, die sich solchen betreuten Arbeitsgruppen angeschlossen haben...
Berufsberatung? Studiumwechsel? Letztgenanntes hätte viell. den Vorteil,d aß Dein jetziges Studium zu Teil anerkannt wird...
Fixiere Dich nicht so auf Deine ADHS, sondern wie es jetzt Step by Step weitergeht.
Glaube mir, ich kenne so einige mit Tabletten bei ADHS, so lustig ist das nicht, auch nicht mit den Nebenwirkungen...
Du hast doch auch das Abitur hingekriegt und viell. kannst Du auch aus Deinem Chaos ein Segen machen
w.
 
hey,

ich weiß genau was du meinst. man hat keinen Antrieb, in der U-Bahn bekommt man Panikattacken und Angstzustände. Man weiß nicht wie es weitergehen soll... und und und.
wie gesagt ich kann das alles soooo gut nachvollziehen.

vor einigen Monaten hat sich herausgestellt, dass ich eine Autoimmune Schilddrüsenunterfunktion habe und seitdem bekomme ich Tabletten dagegen. die Einstellungsphase ist nicht wirklich einfach was die "Lebensorganisation" auch nicht gerade einfach macht. Aber ich würde behaupten die Angstzustände und Depressionen sind besser geworden.
vielleicht lässt du dich einfach mal darauf untersuchen??? bzw. deine Schilddrüsenwerte überprüfen.
Ist nur ein Tipp und kostet ja nur einen Piekser;-)

Auf keinen Fall solltest du dich weiterhin verkriechen. Geh vorsichtig mit dir selbst um und mute dir für den Anfang nicht zuviel zu. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und gewöhnt sich an fast alles wie von selbst.
Du solltest dich nur nicht an deine Isolation gewöhnen.

Denk doch einfach mal ganz simpel. Es ist Dein Leben,was kann dir schon passieren???Nichts.

Ich kenne die liebe gute alte Angst, die einen ständig begleitet. Angst davor was die anderen über dich denken, angst davor Prüfungen in den Sand zu setzten. Angst davor überhaupt erstmal zur Uni zu gehen oder sich
wohl noch einen Job zu suchen. Aber dabei vergisst du, dass du Herr Deiner Sinne bist. Du kannst mit deinem Denken wirklich dein Leben verändern. Lach wenn dir zum weinen zu mute ist oder sei freundlich auch wenn du genau weißt, dass dein gegenüber dir nichts gutes will. damit wirst du unberechenbar für die menschen, die dich so behandeln und du durchbrichst damit diesen Teufelskreis. Grübeln bringt nichts. und die Uni ist nicht dein ganzes Leben. es gibt so viele möglichkeiten. Was glaubst du wie gesagt ich studiere Jura und die Leute die das so mitstudieren sind überwiegend...naja.jeder für sich allein halt.

Du solltest auch mit deiner Situation offen umgehen. Du sollt dich nicht rechtfertigen oder erklären aber sei
selbstbewusst und steh zu dir selbst. es ist nichts schlimmes daran in seinem Leben mal nicht 100 Prozentig zu wissen wo es lang geht. Lass dich auch mal treiben und mach auch mal was was dich ablenkt. wie gesagt dieses Leben ist lang. Geh abends joggen zum Beispiel. Das mach ich wenn ich mal wieder zuviel negative Energie im Bauch habe. Sei nicht so traurig das leben hat wie gesagt so viel schönes zu bieten.

Viele Dinge klären sich von selbst. In welchem Semester bist du? wie lange musst du nocht?bzw. hast du schon alle erforderlichen Leistungen erbracht?

lg
 
uf

Hallo,

auf gar keinen Fall kann ich mit meinem Vater reden. Ich hab ja schon Aufschub rausgeschlagen und ihm vor einigen Monaten gesagt, dass ich hinterherhinke und länger brauchen werde. Er finanziert mich ja auch, weil ich es nicht hinkriegen würde, nebenher soviel arbeiten zu gehen, dass ich mir den Lebensunterhalt selbst finanzieren kann. Eigentlich leb ich ja im Paradies, und trotzdem ist es die Hölle, jeden Tag aufs Neue, und alles nur wegen des Studiums, wenn ich nicht studiere, gehts mir deutlich besser...

Denke jeden Tag aufs Neue drüber nach, es hinzuschmeißen, hab auch nach Ausbildungsstellen noch mal geschaut, aber es fühlt sich einfach wie vom Regen in der Traufe landen an, wenn ich das tu, und wie weglaufen, weil die Inhalte ja eigentlich genau meins sind, nur der ganze Rest nicht...

Weiß auch immer nicht, ob ich da normal ticke oder einen an der Klatsche habe, solche wie mich gibts sicher zuhauf, das Leben ist kein Ponyhof und blablabla, aber es geht mir oft total an die Substanz, wenn ich dran denke, wie's mal war und wie's jetzt ist. Ich könnte heulen, wenn ich dran denke, was ich alles hatte und was ich jetzt hab. Ich hatte mal eine Familie, die zu mir hielt, und ein Zuhause, das Rückhalt bot, ich hatte mal Katzen und ein Auto und Freunde, die hinter mir standen, ich hatte mal ein Leben, das ich mochte. Jetzt ist das alles kaputt/weg. Die alten Freunde seh ich, wenns hochkommt, zweimal im Jahr für 1-2 Tage. Es sind immer noch gute Freunde, aber sind ja auf der anderen Seite Deutschlands. Meine Familie ist eh im A*, durch die Krankheit meiner Mutter, meine Viecher musst ich zurücklassen, weil ich die hier ja in keine 20m²-Wohnung quetschen kann, mit Schwerlastverkehr vorm Haus...man ist die meiste Zeit alleine, angespannt und nervös und fühlt sich, als würde einen gleich die nächste Katastrophe überrollen können. Die meiste Zeit geht dann mit Kräftesammeln drauf, um abends kurz rauszugehen und zur Post/Einkaufen zu gehen, wobei ich das auch oft rauschiebe und mich dann tagelang von trockenem Reis ernähre, Hauptsache, ich muss nicht raus.

Ich kann einfach zu 90% der Zeit nicht glauben, dass DAS jetzt mein Leben ist. Es sind immer solche Schreckmomente, die einen schlagartig treffen...z.B. neulich, als ich von der Dusche in mein Zimmer ging, traf mich für den Bruchteil einer Sekunde das Gefühl, in einem Hotelzimmer zu leben. Ich kann das nicht beschreiben. Oder wenn ich zu meiner Wohnung komm, seh ich die Hausfassade und weiß, da ist meine Wohnung drin, aber es ist nicht zuhause, zuhause ist unsere Einfahrt mit der Rabatte meiner Mutter und dem Auto meines Vaters und meinem Kater, der im Vorgarten wartet, das ist sofort vertraut, das andere ist Scheiße. Es ist ein Haus in einer Stadt in der man mal gewohnt hat, aber es nicht meins, es ist nicht zuhause und ich hab die Schnauze voll davon, mich hier so fremd zu fühlen. Oder man bindet sich die Schuhe zu, weil man schnell eine Besorgung machen muss, und es trifft einen wie der Blitz, dass man jetzt nicht durch den Garten geht und in sein Auto steigt, sondern das Auto lange verkauft wurde und man sich gleich im Innenhof eines fremden Hauses wiederfindet. Oder ich will aufstehen und runtergehen, in die Küche, und auf dem Weg aus dem Zimmer fällt mir erst ein, dass meine Küche gegenüber ist und "unten" eine andere Wohnung.

Es ist wie ein Daueralptraum, als wäre jemand gestorben und man rennt immer noch rum und sucht ihn, es kommt nie beim Verstand ein, dass das gegessen ist und nicht zurückkommt, als wäre die Zeit ... als würde mein altes Leben parallel laufen und ich könnte bei Bedarf wieder rüberwechseln, will es nicht in meinen Schädel, dass das NICHT GEHT. Es ist VORBEI.

Die Tage hab ich die A*backen zusammengekniffen, mich an die ungeliebten Aufgaben gesetzt, die ich schon ewig vor mir herschiebe, und sie in einem Rutsch erledigt. Das Ergebnis war gut und ich war überrascht, dass ich das hingekriegt hab, weil ich so eine Angst vor den Inhalten und den Aufgaben hatte. Während ich den letzten Schliff vornahm und stolz darauf war, bekam ich eine SMS: Kannst aufhören, Abgabetermin war doch gestern.

Frage mich, wieso ich mir das überhaupt angetan hab...dafür hab ich jetzt tagelang keinen Sport gemacht, tagelang kaum geschlafen und tagelang auf einem unbequemen Holzstuhl am PC zugebracht. Dafür, dass dann alles doch für die Katz war, wie immer, weil der Herr Dozent behauptet, bei der ersten Vorlesung gesagt zu haben....er irrt sich eh ständig und muss was korrigieren, aber jetzt muss ich das Fach nächstes Jahr nachholen. Zum 3. Mal. Und es ist auch noch meine Schuld, weil ich ja auch mal eine Woche eher hätte anfangen können.

ALso von fünf Fächern, die ich nachgeholt habe, hab ich jetzt äh...vielleicht eins bestanden. Bei den anderen Fächern hab ich alle Aufgaben erledigt, die erledigt werden mussten, aber leider alle ca. einen Tag zu spät. Und zu einem bin ich gar nicht erst hingegangen. Zu den anderen dann auch nicht mehr. Hab dann kurz überlegt, mein Leben abzubrechen, aber das seh ich einfach verdammt noch mal nicht ein, für so ein Kackstudium....ich weiß, dass ich mich nicht selbst organisieren kann, das konnte ich noch nie. Ich kann am besten in einer Gemeinschaft arbeiten. Wieso bin ich so blöd, zieh in ne Einzelwohnung und studiere??

Ich hatte schon mehrere Termine zum Blutabnehmen und hab es zu keinem einzigen pünktlich geschafft. Dann hab ich jedes Mal den Arzt gewechselt, um nicht drauf angesprochen zu werden, dann hab ich eingesehen, dass ich es niemals schaffen werde, pünktlich zum Arzt zu gehen, und seitdem war ich einfach bei gar keinem Arzt mehr. Endlich hab ich alle Klausuren versaut und Semesterferien 🙂 WOHLVERDIENTE! .... -_-
 
hey,

okay na und... dann hast du eben noch einiges nachzuholen. vielleicht ist es eine Möglichkeit dir schon erbrachte Leistungen anrechnen zu lassen und wieder in die Nähe deiner Familie zu ziehen und event. dort weiter zu studieren?

oder das Studium wirklich abzubrechen und doch einen anderen Weg zu gehen.
So wie sich das anhört brauchst du einfach die Nähe zu deiner Familie und deinen Freunden. was ich auch sehr gut nachvollziehen kann. Manchen fällt die Trennung leicht und finden sich schnell wieder zurecht. Manchen fehlt dann etwas in ihrem Leben und sie sind unzufrieden.

Das mit dem Arzt bekommt man ja wohl irgendwie auf die Reihe. Das ist wirklich zu schaffen und wenn du dir fünf wecker stelltst denn es hört sich teilweise so an wie ich vor meiner Diagnose. Ich weiß ja nicht ob du Männlein oder Weiblein bist. Aber lass dir dann auch im Fall "Mädchen" die weiblichen Hormone messen.

Ich bin kein Experte und auch kein ewiger Sonnenschein, ich meine wir alle haben unsere Probleme aber ich weiß, dass es viel gibt wofür man dankbar sein kann. Ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben hat sich sehr lebensverneinend verhalten. vor einigen Jahren dann der Unfall "Hirnblutungen". Jetzt ist er halbseitig gelähmt und kann nicht mal mehr auf Klo ohne Hilfe. Ich denke er würde jetzt alles anders machen. Ich kenne das mit dem für die "Katz". Ich habe jetzt wochenlang vor meinen Büchern gehockt habe mich auf die Klausuren vorbereitet und gehofft, sie endlich zu schaffen um mein Grundstudium abschließen zu können. rate mal was passiert ist?
Ich liege jetzt schon seit ca. 7 Tagen mit Pfeifferschem Drüsenfieber im Bett und kann mich kaum bewegen ganz zu schweigen vom Klausuren schreiben. damit will ich sagen, dass das Leben eben mal so spielen kann. Ja ich war traurig hab mich geärgert aber umsonst war es nicht, denn ich werde jetzt einfach eine Verlängerung beantragen wieder aufstehen und weiterlernen wenn ich gesund bin, damit ich im nächsten Semester weitergehen kann im Stoff und dann alles nachschreibe. So ist das eben manchmal. Ja wahrscheinlich fehlt dir einfach die Familie, die dich manchmal wieder aufbaut. Was wär denn mit einer WG? Bist du wahrscheinlich nicht der Typ aber ein Versuch wär es doch wert oder?

Ich wünsch dir trotzdem schöne Semesterferien und hoffe, dass du ein wenig Kraft aufbringen kannst dir doch mal die Schilddrüse untersuchen zu lassen.

Symptome für ne Unterfunktion wären,

Kälteempfinden
Müdigkeit
Gewichtszunahme ohne viel zu essen.
Depressionen ...etc.

LG

Der Dauergast hier
 
ADS oder Schildrüsenunterfunktion? Kann alles sein, kann aber auch nicht sein.
Für mich klingt das nach Depression. Und Depression ist eine eigenständige Krankheit. Ich würde mal mit den von dir geschilderten Symptomen zu einem (anderen) Arzt gehen.

Warum kannst du auf gar keinen Fall mit deinem Vater reden???

Früher oder später (besser früher) solltest du mit ihm reden. Besser er erfährt es von dir und du bist diese Bürde des Verschweigens los.
 

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