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Lieblingsgedichte (keine Eigenkreationen)

Überlass es der Zeit

Erscheint dir etwas unerhört,
Bist du tiefsten Herzens empört,

Bäume nicht auf, versuch's nicht mit Streit,
Berühr es nicht, überlass es der Zeit.

Am ersten Tage wirst du feige dich schelten,
Am zweiten lässt du dein Schweigen schon gelten,

Am dritten hast du's überwunden,
Alles ist wichtig nur auf Stunden,

Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.
Theodor Fontane
 
DAS LEBEN MUSS SICH ÄNDERN

Nichts ist so gewiß wie die Ungewißheit,
nichts so unvergänglich wie die Vergänglichkeit.
Darum genieße ich den kostbaren Augenblick,
die schönen Stunden und Tage,
denn sie werden vergehen.
Ich will nicht traurig darüber sein,
sondern dieses unumstößliche Gesetz des Lebens
mit größtmöglicher Gelassenheit akzeptieren.
Ich will lernen, das Wunderbare zu umarmen,
ohne mich daran zu klammern.

Das Leben ist in ständiger Bewegung,
immer im Umbruch begriffen.
Es ändert sich von Sekunde zu Sekunde
und muß sich ändern,
um lebendig zu bleiben.

Und ich muß mich mit ihm ändern,
ohne mir untreu zu werden.


(Hans Kruppa)
 
Du lebst in mir doch es reicht nicht mehr
Ich will dich sehn ich will dich spürn
Ich kämpf mit dem Schicksal gegen die Zeit
Bald bist du bei mir für die Ewigkeit

Ich entdecke für dich die Weltenzahl
Und suche nach dir im Sternenal
Bald wirst du für immer bei mir sein
Mein Elixier spritz ich in dich hinein

1000 weiße Lilien blühen
1000 mal denk ich an dich
1000 wundervolle leben warten nur auf dich
1000 mal will ich dich spüren
1000 mal werd ich verrückt
1000 mal für meine liebe hol ich dich zurück

Alles beginnt und endet
Zur richtigen zeit am richtigen Ort

Voller liebe und Sehnsucht grub ich dich aus
Aus der ewigen Nacht holte ich dich raus
Nun endlich vereint für alle Zeit
Komm küss mich jetzt für die Ewigkeit für die Ewigkeit

Ich spüre dich doch du bist nicht real
Das ist kein Mensch was hab ich getan
Nur für mein Schicksal wollt ich dich
Komm nur zu mir und stirb für mich

Alles beginnt und endet
zur richtigen zeit am richtigen Ort
 
Glück

Rastlos strebt der Mensch von einem Ort zum andern,
nicht im Bewusstsein, viele Stadien zu durchwandern.
Die Jugend schenkt ihm Euphorie und Ideale,
im Alter führt der Weg ihn näher ans Reale.

Der Mensch fragt still nach dem „warum“.
Erkenntnis reift im Innen.
Nicht länger dreht sich´s nur darum,
im Außen zu gewinnen.

Die Zeit wirft Fragen auf, wie die - was ist mein „Glück“?
So blickt man auf den Lebenslauf, bedenkt – was liegt zurück?
Der Mensch erinnert sich an Gutes wie auch Schlechtes,
was immer auch geschah, stets war es für ihn Echtes.

Dies Echte an Hürden und Lektionen gab preis,
in aller Härte,
welch´ Gedanken und Gefühle in ihm wohnen.
Mit jedem Schlag und jeder Wunde
soll sich dies Kennenlernen lohnen.

Wieder und wieder splittert der Spiegel,
bricht unser Schutz und Wall.
Ganz bei uns wären wir dann,
sprengte es den Riegel
mit einem lauten Knall.

Waren es früher Kampf, Mut und Kraft
geht die Haltung über in einen Wandel,
kehrt sich um in das,
was Geduld und Besinnlichkeit schafft.

Hat die Reife den Spiegel vernichtet,
und kehrt man ein in die innere Stille,
wird das, was notwendig ist,
bescheiden verrichtet,
wird der Lebensweg erst richtiger Wille.

Wollte die Jugend das Glück erzwingen,
hüllt das Glück im Alter
den Menschen in goldene Schwingen.
In Weisheit schweigend,
in Sanftmut dankend,
sich in Demut verneigend,
in Gewissheit, nicht schwankend.

Diese Ausgeglichenheit,
die innere Mitte,
bedeutet Glück.
Doch für jeden ist dies
Leben und Ziel
ein sehr weites Stück.
Ist verlieren, gewinnen, weinen und lachen.
Manchmal sogar die gleichen Fehler machen.
Fallen, aufstehen und unter dem Schicksal nicht knicken,
egal, was kommen mag –
hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.
Aus seinen Fehlern lernen, die Lektionen verstehen,
seine Aufgaben erfüllen und den Sinn darin sehen.

Glück ist jener Funke,
der aus des Menschen Selbst
die Herzen aller berührt,
sie entfacht und damit hilfreich zu lebenswerteren Wegen führt.

Wahres Glück ist die Bestätigung,
dass man unwichtige Dinge hat sterben lassen,
um die essentiellen Dinge im Leben zu hüten
und immerfort aufs Neue zu beleben.

Das Glück des Menschen ist
der Friede in sich selbst,
die Freiheit in sich selbst,
die Liebe in sich selbst.



© Copyright 2007 Michaela Thanheuser
 
Eine sehr schöne Beschreibung des Glücks...

Dazu möchte ich auch mal was schreiben.. ich überlege mir etwas dazu... 😉
 
Wer Schmetterlinge lachen hört

[FONT=Comic Sans MS, sans-serif]Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiss, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.

Er weiss, dass er nichts weiss,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiss er was die anderen
und er noch lernen müssen.

Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört,
von Furcht sich selbst entdecken.

Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt,
nimmt er gelassen auf.

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiss wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein,
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger,
als alle seine Erben.
[/FONT]​



Novalis
 
Und noch ein Schmetterlingsgedicht:

Der Schmetterlin / Wilhelm Busch



Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
Hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
Der selig an der Blume hing.
Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
Und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
Am hübschen Blümlein auf und ab.
Ach Gott, wie das dem Schmetterling
So schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am meisten ihn entsetzt,
Das Allerschlimmste kam zuletzt
Ein alter Esel fraß die ganze
Von ihm so heiß geliebte Pflanze.
 
Lieben

ist ein vollkommenes

heimischwerden in uns selbst,

ein nachhause-kommen zu uns selbst ,

im geheimnissvollen Einklang aller Kräfte ,

ein Ausruhen und Atemholen

nach geteilten und getrennten

und vereinzelten

Bestätigungen des Lebens.

(Lou Andreas-Salome)
 
Das Hohelied der Liebe
Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besässe und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.
Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, sie glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht. Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk.
Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind; als ich aber Mann wurde, legte ich ab, was kindisch an mir war.
Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie auch ich durch und durch erkannt worden bin.
Jetzt aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die grösste unter ihnen.

 

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