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Liebe, was ist das?

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Unabhängig von Liebe und Beziehungen bin ich mir eigentlich sicher, dass die meisten Menschen gute und liebenswerte Menschen sind. Wenn sich Menschen aber in die Enge getrieben fühlen, sieht das schon ganz anders aus.
 
A

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Re: Liebe, was ist das?
Hallo _Tsunami_,

schau mal hier:
Liebe, was ist das?. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Die Frage mag aber auch sein, wer wen in die Enge treibt. Von mir sagt man manchmal, dass ich mich selbst in die Enge treiben würde. Und das mag auch bei anderen Menschen so sein.

Aber ja, eigentlich geht es ja um Liebe.
 
Antwort zu #566 ->
Okay, sehe ich komplett anders,

die Biochemie wollen wir ja hier wohl nicht "durchkauen". Liebe ist ein Gefühl - genauso wie Schmerz, Trauer, Freude, Euphorie etc. Was verbindet alle diese Gefühle? - richtig: sie sind unsichtbar (etwa wie elektrischer Strom). Der Vergleich ist auch gar nicht so falsch, werden doch Signale an das Gehirn auch (bio-)elektrisch übermittelt.

Woran erkennen wir Liebe? - genauso wie den elektr. Strom - an der Wirkung.

Wie wirkt Liebe?:
Liebe braucht erstmal einen Bezug, eine Sache, eine Pflanze, ein Tier oder auch einen Menschen. An diesem Bezug machen wir die Liebe fest - evtl. auch an uns selbst (Zeus, Adonis, Narzis, einige lieber nicht namentlich genannte Machthaber - und viele unbekannte).
Die Wirkung zeigt sich im uneingeschränkten, oft selbstlosen Wohlwollen gegenüber dem Bezug/Objekt. Das schließt Hilfe und kämpferischen Einsatz mit ein unabhängig davon, ob wir vom Bezug ein "Echo" (Gegenliebe) erhalten oder nicht.

Bezüge für die Liebe:
Mancher liebt sein Auto, kämpft erbittert gegen Rost und technische Ausfälle. Das Auto liebt ihn dafür nicht, kann es nicht - es ist ein totes Stück Materie. Nebenbei läuft ihm die Frau davon...
Mancher liebt ein (Haus-)Tier - und stößt im besten Fall wirklich auf Gegenliebe (habe ich erfahren dürfen). Wobei hier zu unterscheiden ist, daß zu dem Tier keine Liebe im partnerschaftlichen Sinne besteht. Das ersetzt oft menschliche Partner bis zu einem gewissen Grad. Der Partner fehlt trotzdem, nur wird der Mangel nicht so quälend empfunden.
Und dann gibt es da noch paar Unbelehrbare, die Menschen lieben. Der Mensch, die brutalste Bestie unter der Sonne, ist zu allem Übel fähig, zu dem andere Bezüge nicht fähig sind. Er kann betrügen, lügen, täuschen - und ist zu allem Überfluß kannibalistisch veranlagt (man muß ihn nur in eine entsprechende Situation bringen). Der Mensch tötet - im Unterschied zu allen anderen Tieren - auch zum Vergnügen und nicht lediglich zum Nahrungserwerb. Er häuft zudem vollkommen überhöhte Lagerbestände (Waren, Geld) an (Stichwort: Gier).
Die Religionen taten ihr Übriges und verbreiten - den Urinstinkten folgend - Eifersucht, Rachsucht und Mordlust unter den Menschen (Stichwort: Monogamie, Beschränkungen, Glaubensunterschiede).

wie liebenswert🙄

Sollte nun aber jemand tats. doch so ein Wesen lieben, so äußert sich Liebe genauso wie beschrieben. Es ist natürlich mit dem geliebten Menschen (räumlich) zusammen sein zu wollen. Liebe existiert aber unabhängig davon, sonst müßten sich Paare bei jedem einzelnen Wiedersehen stets neu verlieben.

Nun wissen wir, wie Liebe wirkt und worauf sie sich beziehen kann.

Wozu dient Liebe?:
Sie dient der Erhaltung, der Verbesserung, dem Fortschritt dessen, was oder wen wir lieben. Ein Belohnungsimpuls im Gehirn sorgt dann dafür, daß wir einen (Teil-)Erfolg als "erfüllte Liebe" wahrnehmen.

Zu wissenschaftlich? Zu pragmatisch? Zu logisch-rational? Die romantisch- sentimentale Seite zu beleuchten reichte der Server des Forums nicht aus.

Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist nicht die beste Erklärung, aber das, was ich gerade kann:

1) Die Frau von letztens, nicht mehr als hungrige Hunde oder Katzen. Wir haben miteinander geschmust, gekuschelt. Nicht mehr, nicht weniger, aber durchaus schön. Sie würde wohl kaum etwas anderes sagen.

2) Wir hatten uns damals Schindlers Liste angeschaut. Sie meinte, dass diese Menschen sehr schrecklich waren. Ich sagte ihr, dass sie sich in den entsprechenden Umständen genauso verhalten hätte und würde. Sie war nicht erfreut.
 
Liebe ist ein großes Wort, das ist richtig. Genauso wie das Wort Gott. Man sollte es mit diesen ganzen Dingen auch nicht übertreiben. Es steht dem Menschen nicht gut zu Gesicht. Es verwirrt ihn und andere, was nicht per se schlecht ist, aber oft genug eben auch vollkommen haltlos und fundamentlos.

Die Fantasie mag zur Liebe dazugehören, aber es ist noch nicht die Liebe selbst. Gelebte Liebe muss eben auch gelebt werden. Das geht mit und ohne Partner.

Nun, wenn es um die Liebe mit Partner geht, kann Vieles sehr schräg bzw. schief laufen. Manchmal ist Liebe ohne Partner einfacher. Kommt nicht zuletzt auch darauf an, was für einen Partner man hat. Eine Frage von Güteklasse und Passung.

Harmonie, auch großmütige, kann unter Partnern durchaus existieren, oder eben auch Mangelware sein.

Im besten Falle versteht man sich, schätzt man sich, lebt gemeinsam ein gutes Leben, welches weniger ein Parasitentum ist, sondern ein großzügiges, großmütiges und wertorientiertes Leben.
 
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