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Leute näher kennenlernen ermüdend

D

DerNils

Gast
Moin,

wüsst gern mal, ob es noch anderen so geht wie mir.

Immer, wenn ich Leute kennenlerne, mit denen ich gerne näheren Kontakt möchte, die ich gerne näher kennenlernen möchte, läuft das selbe Spiel ab: Wie mach ich mich mit den Leuten möglichst harmlos vertraut, ohne sie zu verschrecken und aufdringlich zu wirken, um irgendwie mit ihnen näher zu tun zu haben.
Ich weiß, dass ich es irgendwie schaffen werde, aber es ist echt immer dasselbe, ich überlege schon vorher, was ich schon sagen kann und was nicht (zu vertraut, mit der Tür ins Haus, oh, jetzt macht er dicht, jetzt habe ich zuviel gefragt, lieber wieder etwas Abstand), damit die Leute kapieren, dass ich ihnen nichts Böses will, sie mag und sie mir vertrauen können.

Letztendlich bin ich dann mit diesen Leuten befreundet, denn die meisten sind ja so gestrickt, dass sie nicht abgeneigt sind, wenn man seinerseits Interesse bekundet, und natürlich möchte ich die näher kennenlernen, von denen ich mir vorstellen kann, dass es bereits Gemeinsamkeiten gibt. Ich "sammel" die ja nicht aus Spaß, die interessieren mich ja. Ich denke dann oft, wenn wir dann endlich befreundet sind: "Mann, war das ein hartes Stück Arbeit, dich zu kriegen", würde aber nie zugeben, dass ich das von Anfang an alles so geplant hatte und die Freundschaft nicht durch Zufall entstand.

Ich weiß nicht, wie man anders Freunde gewinnt, als sein Interesse zu bekunden und immer wieder auf Leute zuzugehen. Die meisten machen das ja nicht von sich aus, und oft auch nicht über ihre Peer Groups hinweg.

Ist Pick Up nicht im Grunde ähnlich? Da geht man ja auch offen auf Leute zu, weil man weiß, dass es andersrum wahrscheinlich nicht passieren wird.

Aber manchmal langweilt es mich echt, wenn ich noch am Anfangsmisstrauen bin und schon weiß, das wird sich legen, irgendwann wird er/sie mir vertrauen, aber noch muss ich das so hinnehmen, ich wünschte, ich könnte vorspulen, in einem Jahr werden wir eh befreundet sein...

Also ich habe kein buntes Sammelsurium an Freunden, mir ist nur über die Jahre aufgefallen, dass es echt immer dasselbe ist und frage

Grade geht es mir wieder so, dass ich jemanden näher kennenlernen will, und ich weiß, er würde das prinzipiell auch nicht ablehnen, aber ich darf ja nicht zu verdächtig mit der Tür ins Haus fallen und mich anbiedern, und wenn man dann kaum Überschneidungsmöglichkeiten hat, wird das wieder schwierig. Muss ich mir wieder irgendwelche Gesprächsgründe einfallen lassen und Vorwände, mit dem anderen ins Gespräch zu kommen...im Grunde wie beim Flirten, nur eben auf Freunde bezogen.

mich, ob diese Gedanken normal sind, wenn man es forciert, Leute zu Freunden zu machen.

Kennt hier irgendjemand was ich beschreibe? Geht es wem ähnlich? Oder stolpert ihr mehr oder weniger zufällig über eure Freunde? Ist mir auch schon passiert, aber manchmal treffe ich einfach Leute, die will ich unbedingt näher kennenlernen und in meinem Leben haben. Die Freundschaften halten dann natürlich auch.
 
Hallo Nils,
ich denke, wenn das deine Art ist und du damit
Erfolg hast, passt das auch zu dir. Es müssen ja
deshalb nicht alle so machen. Offenbar ist es dir
wichtig genug, dass du dir so viele Gedanken
und so viel Mühe machst - also würde ich an
deiner Stelle nun dazu nicht wieder viele Gedanken
aufwenden, sondern mich freuen, dass du heraus
gefunden hast, wie es (bei dir) funktioniert.

Mich erinnert deine Beschreibung ein bisschen an
die Kontaktaufnahme, die ich früher betrieb, als
ich noch einen Laden hatte oder später im Außen-
dienst bei neuen Kunden. Und wie du schreibst,
handelt es sich ja nur um dein anfängliches Ver-
halten und später wirst du lockerer.

Gibt es eigentlich auch den Fall, dass DU von je-
mand ins Visier genommen wurdest und ihr dann
Freude geworden seid?

Gruß, Werner
 
hallo dernils 🙂
sei doch froh, dass du weißt, dass es bei dir so funktioniert mit dem freunde werden. ist doch klasse, auch wenn es anstrengend ist.
bei mir ist es leider mittlerweile so dass ich mir denke "egal, was ich auch anstelle und wie ich mich anstrenge, es wird doch nix mit der freundschaft".
DAS ist ermüdend. wenn man eben keinen erfolg hat. mit welcher methode auch immer.
ich wünschte, bei mir würde es auch so funktionieren wie bei dir.
ich würde ein jahr lang anstrengung gern in kauf nehmen wenn ich wüßte, am ende habe ich einen neuen freund gewonnen.
 
"Ich kann nicht sagen, was ein Freund ist. Ich weiß nur eins: oben hat man viele, in der Mitte wenige und unten - keine."
Zitat Niki Lauda

Wie wahr!
Viele der angeblichen Freunde sind oftmals nur "Bekannte".

Mich strengt es enorm an, Menschen näher kennenzulernen. Man muss immer wieder seine eigene "Historie" offenbaren; jedes mal das gleiche erzählen - wie in einem ewig währenden Trott...

Ja, es ist ermüdend und schlimmer noch: manchmal wird man bitterlich enttäuscht und fragt sich: Wozu das Ganze?

@DerNils: Ich denke, Du "sammelst" keine Freunde, sondern Bekannte. Warum?
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessante Antworten.

Werner, da müsste ich überlegen. Ich glaube nicht. Und ich glaube, deswegen habe ich irgendwann beschlossen, die Leute zu ihrem Glück zu zwingen 😉 Mir war klar, dass keiner eine große Abneigung gegen mich hat und ich manche Leute kennenlernen könnte, wenn ich auf sie zugehen würde, anstatt darauf zu warten, dass mir jemand in mein Schneckenhaus nachkriecht.

Deinen Vergleich zu deinem Geschäft finde ich übrigens sehr treffend! Vielleicht ist es nicht mehr. Ein Bekannter sagte mal lachend: Och, ich mag eigentlich alle, die mich auch mögen.
Vielleicht sind Freundschaften keine ausgewählten Zufälle, die einem passieren, vielleicht hat man da viel mehr in der Hand, als man denkt.

Wenn ich darüber nachdenke, so hat aber mein heutiger bester Freund am Anfang mehr Schritte auf mich zugemacht als ich auf ihn. Paradoxerweise bin ich nämlich schnell überfordert, wenn Leute mich mit Vertrauensbekundungen überhäufen - gibt es ja auch. Diese Leute, die ganz schnell mit jemandem gut Freund sind und einem plötzlich ihr Herz ausschütten, machen mich misstrauisch und ich fürchte, da möchte mich jemand ausnutzen.

Ich frage mich auch, wieso man mich einfach so mögen sollte, ohne dass ich etwas dafür getan habe, oft auch bei schon länger währenden Freundschaften, ich denke immer, ich müsste mal wieder was für die Freundschaft tun, damit man mich nicht abserviert. Gleichzeitig habe ich kein Problem damit, eine Freundschaft, die mal sehr vertraut war, "einfach so" zu kappen, wenn ersichtlich ist, dass man charakterlich sich zu weit voneinander entfernt hat und nie wieder eine gemeinsame Basis haben wird.

So laue Bekanntschaften nebenher habe ich eigentlich keine/kaum und nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt (man sieht sich immer wieder auf der Arbeit usw)

Vielleicht sind das, was ich hier Freunde nenne, für andere wirklich nur Bekanntschaften. Für mich ist es schon mehr, also die Beziehungen, die ich als „Freundschaften“ bezeichne, sind schon von Offenheit, Herzlichkeit usw. geprägt und es bestehen gewisse Gemeinsamkeiten und man wünscht gegenseitigen Kontakt. Das sind eigentlich die wichtigsten Faktoren. Mit meinem besten Freund habe ich einmal im Monat Kontakt, per Telefon, und ein paar SMS zwischendurch, da wir räumlich sehr weit entfernt sind, aber da weiß ich einfach, dass wir uns verstehen, vertrauen und immer füreinander da wären.

Ein Bekannter wäre für mich jemand, mit dem ich alle paar Wochen/Monate mal Kontakt habe und wo alles sehr unverbindlich bleibt, man sich zwar mag, eventuell auch mal trifft, aber es nie eine gewisse Vertrautheit erreicht, die typisch für Freundschaften ist.

Den Unterschied, den du, Fadeaway hier machst, sehe ich als den Unterschied zwischen „sehr engen Freunden“ und eben „Freunden“. Mit meinem besten Freund ist es natürlich ein anderes Level als mit einem meiner anderen Freunde.

Und es ist manchmal so, dass ich Leute kennenlerne, bei denen einfach die Chemie zu stimmen scheint und mit denen ich befreundet sein will. Es ist natürlich auch schon passiert, dass diese Leute aus irgendeinem Grund nicht wollten. Oft scheitert es auch daran, dass sie nicht verstehen können, wieso man mit ihnen das Gespräch und den Kontakt sucht und einem misstrauen, wenn man zu holperig/schnell vorgeht. Da ich das ja kenne, versuche ich, da echt vorsichtig zu sein. Wenn ich merke, jemand möchte nicht, bin ich nicht aufdringlich und lass es bleiben. Aber ich versuchs halt vorher.

Ich betone noch mal: Es geht mir nicht darum, mit einem glatten Lächeln beliebige Leute zu sammeln, um möglichst viele Freunde zu haben.

Es geht mir darum, dass ich die Erfahrung gemacht habe: Wenn du jetzt nicht handelst, ist der/die weg. Die meisten lehnen einen nicht einfach ab. Mit den meisten Leuten kann man durchaus befreundet sein, wenn man das will und man es drauf anlegt. Na, dann tu ich das doch jetzt mal, denn der/die wirkt, als möchte ich ihn gern in meinem Leben haben.

In den letzten zwei Jahren habe ich so drei Freundschaften erschlossen. Und zwei beendet. Eine hat sich über die Jahre zuvor komplett auseinander entwickelt und ist sanft entschlafen, in der anderen war die Frau schließlich in mich verliebt und ich nicht in sie und obwohl sie die ganze Zeit einen Freund hatte und immer wieder betonte, ganz sicher nichts von mir zu wollen, wurde sie am Ende dann doch sehr aufdringlich und fordernd. Weiter Kontakt zu halten hätte ich als unfair empfunden, da sie sich dauernd trotz meiner Ansagen Hoffnungen machte.

Übrigens: Irgendjemand hat immer den Part desjenigen, der mehr vom anderen will als lose Bekanntschaft und sich dahingehend Mühe macht. Man kann warten, bis man erobert wird, oder selber losziehen.

Mit Pick Up kenne ich mich nicht aus.
 

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