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Leute hier, die ihr Leben alleine verbracht haben und glücklich sind?

D

DNK

Gast
Gibt es hier Leute, die schon immer alleine lebten und trotzdem glücklich sind? Wie macht ihr das? Was habt ihr sonst, das Euch ausfüllt außer Freunde, Familie, etc.?
 
Immer komplett alleine, ohne Freunde, Familie, sozial isoliert? Ich glaube nicht, dass man da glücklich sein kann.
 
Ich habe mal einen kennengelernt, der nach der Schule durch die Welt gereist ist. Er wollte mir immer erklären, dass du andere nicht brauchst um zufrieden zu sein. Natürlich trifft er beruflich bzw. privat immer wieder auf Menschen, geht wohl kaum anders, Freunde meinte er, also wirkliche Freunde habe er einen in Südafrika und einen wo anders auf der Welt.

Vielleicht ist es die Definition, zwischen "Kollegen" und "Freunden" zu unterscheiden, ich selbst glaube aber, dass man den sozialen Kontakt nicht unbedingt braucht. Aber aus ihm lernen wir auch. Ich mach mir darüber keine Gedanken, manchmal will ich eine Zeit lang nur allein sein, zu anderen Zeiten such ich den Kontakt. Wobei tolle Begegnungen immer Freude machen, lustig sein können oder was auch immer...
 
Also ich kenne zwei Leute, dies ihr Leben alleine verbracht haben:

1. Meine Mutter: hat sich nach und nach von all ihren Freunden distanziert und die abgeschossen, Familie gab es nicht.
Mit ca. 30 gab es dann nur noch sie und drei Kinder, diverse SexPartner und jeden Tag Vodka. Das Verhältnis zu uns Kindern war distanziert, wir waren nur gut für etwas, wenn sie etwas wollte. Sie wurde immer grantiger, aggressiver und lebte in der Welt in ihrem Kopf, sah Personen, redete mit denen, beschimpfte sie, fühlte sich bedroht....die Ablehnung der Freunde war bewusst, aber einen Partner hat sie sich immer gewünscht.
Sie ist dann genauso einsam gestorben, wie sie gelebt hat. Glücklich ist was Anderes.

2. Eine Nachbarin von mir. Die lebte bis sie knapp 70 war immer mit ihrer Mutter zusammen, keine Freunde, nur kurz Getratsche mit den Nachbarn.
Ihre Mutter verstarb und sie lebt alleine, hat allerdings immer einen Hund. Sie geht lange mit ihrem Hund spazieren und trainiert diesen und wundert sich danach bei hochkarätigen Sendungen wie Mitten im Leben über die verkommene Jugend von heute. Schade eigentlich, sie ist sehr fit und könnte noch mehr machen, aber sie ist auf ihre Art glücklich damit. Und so lebt sie schon seit 40 Jahren....
 
Nur wenige Menschen, die ich kenne, sind so eingestellt, daß sie in jungen Jahren beschließen, ihr Leben alleine zu verbringen, meist suchen sie irgendwo Anschluß.

Einige jedoch , stellen im Laufe der Zeit fest, daß sie mit sich alleine, genau so alleine sind, wie mit anderen.

Das sie, wenn sie in Gesellschaft sind, immer nur Grüppchenbildungen beobachten können, zu denen sie nicht gehören, daß sie sich zwar nicht ausgeschlossen oder gemoppt fühlen, sondern einfach feststellen, die Schwarmintelligenz ist nicht so das wahre.

Da sind dann die sozialen Kontakte ausgesuchter, die Themen tiefgehender , die Freundschaften wirklicher, wenn sie älter werden, denn die Menschenkenntnis wächst und die Erfahrung die sie gesammelt haben, macht sie oft vorsichtiger bzw. prognostiziert die nächste Enttäuschung, die sie sich dann ersparen.

Das ist aber eine klare Minderheit. Die Mehrheit hat auch genauso am bunten Treiben Teil , wie in jungen Jahren, die sind aber auch nicht sonderlich an wirklichen Freundschaften interessiert oder diese laufen dann auf einem anderen Niveau, passen sich dem geistigen Flachwasser an.

Die Textzeile von Kansas die mir eben hier ins Auge sprang, kennt doch heute noch kaum einer , warum auch, regt ja zum Nachdenken an und damit, haben es eben die wenigsten.

Es sind also eher die ethisch integeren, gebildeteren und wahrheitsliebenderen Menschen, die sich von der Gesellschaft absondern, die ihre Umwelt nicht als Barbiewunderland wahrnehmen, sondern als das was sie ist.

Es hat auch etwas mit der Selbstverwirklichung zu tun, jemand , der seine eigenen Fehler erkennt und sie ablegen möchte, der regelt das am besten mit sich selbst, weil das kann er nur selbst , andere haben darauf kaum einen Einfluß, er hinterfragt sich selbst und reflektiert sein Empfinden.

Das bedeutet nicht , das diese Menschen grundlegend Einzelgänger sind , sondern eben durch die Einflüsse zwangsläufig zu Einzelgängern werden.

Das die dann nicht unglücklich sein wollen, ist verständlich und so entwickeln sie Strategien , die persönlich auf sie selbst zugeschnitten sind, um so etwas zu empfinden, wie Glück, diese Strategien, machen sie aber letztendlich nicht massenkompatibel.
 
Das bedeutet nicht , das diese Menschen grundlegend Einzelgänger sind , sondern eben durch die Einflüsse zwangsläufig zu Einzelgängern werden.

Das die dann nicht unglücklich sein wollen, ist verständlich und so entwickeln sie Strategien , die persönlich auf sie selbst zugeschnitten sind, um so etwas zu empfinden, wie Glück, diese Strategien, machen sie aber letztendlich nicht massenkompatibel.

Diese Beschreibung könnte auf mich irgendwie zutreffen. Ich bin auch eher ein Einzelgänger, ohne gleichzeitig die Neigung zum Einzelgänger zu haben. Andererseits bin ich nicht wirklich "massenkompatibel" und kann mit vielen Menschen nicht viel anfangen (bzw. sie nicht mit mir). Mein Interessensspektrum interessierte noch nie mehr als eine Minderheit, während ich mich mit den üblichen Mehrheitshobbys nicht wohl fühle.

Am Wochenende bin ich beispielsweise mit einem Freund durch die Weihnachtsmärkte und Shoppingcenter gestreift, ohne mich dabei wohl zu fühlen. Ich merkte dann, wie wenig mir das gibt, aber ich bin eben hinterher getrabt, um mich sozial eingebunden zu fühlen. Viel lieber wäre ich beispielsweise in eine Kunstausstellung oder in ein Theaterstück gegangen, aber das hätte ich dann wohl allein tun müssen.

So ergibt sich für mich oft ein Spagat zwischen sozialen Kontakten einerseits und meinen persönlichen Interessen andererseits. Mal zieht es mich mehr auf die eine Seite, mal mehr auf die andere Seite. Mal bin ich weniger allein, mal bin ich relativ viel allein.
 
Hey Leute

Grundsätzlich sind wir Menschen rudelwesen die eben soziale Kontakte suchen. Wir alle wollen wertgeschätzt und geliebt werden. Ein meines Erachtens unmenschlicher wissenschaftlicher Versuch war: Wissenschaftler nahmen Neugeborene Zwillinge. Die zwei wurden voneinander getrennt und eines der Kinder wurde von der Mutter geliebt gepflegt und ernährt. Das andere Kind wurde unliebe voll ernährt und gepflegt. Das Zweite Kind bekam keine Zuneigung. Nach einiger Zeit verstarb das „nicht geliebte“ Kind. Der einzige Unterschied zwischen den Zwillingen war die fehlende Zuneigung. Was sagt uns das? Wir Menschen brauchen einfach soziale Kontakte um psychisch nicht „Krank“ zu werden. Natürlich gibt es Menschen die mental so stark sind und das auch aushalten und sich damit abgefunden haben aber zum glücklich sein führt das wohl kaum.

Das stärkste Suchtmittel, das es auf dieser Welt gibt, ist nicht Nikotin oder Heroin, sondern Menschliche Anerkennung. Wir alle suchen sie. Ob jetzt durch Mitleid, Angeberei usw..

Schauen wir uns einmal die Wertschätzung genauer an.
Also wir wollen wertgeschätzt werden. Grundsätzlich gilt das Gesetz der Resonanz. D.h. Wenn du dich selber nicht wertschätzt, quasi dein selbstwert im Keller ist, strahlst du das auch aus und wird von den anderen Menschen reflektiert. Einfach gesagt: Magst du dich selber nicht, mögen dich andere nicht! Der erste Weg um den eigenen Selbstwert zu steigern ist zu beobachten welche Fähigkeiten und Talente du hast. Höre dir selbst zu und achte darauf wie du selber mit dir redest. Die meisten, sowohl auch ich früher beschimpfen uns selber. Angenommen, dir fällt etwas aus der Hand: „ ah, bin ich ein Trottel!“ Würdest du jemand anderen, dem ein kleines Missgeschick passiert sofort als Trottel beschimpfen? …. Vermutlich nicht. Warum beschimpfst du dich dann selber?
Der springende Punkt ist jener, wenn du dir ständig einredest, du seist ein Trottel, wirst du früher oder später auch daran glauben und noch schlimmer, du wirst dich auch wie einer verhalten.
Das senkt natürlich dein selbstwert.
Du musst endlich mal erkennen, was für eine großartige Person du eigentlich bist! Erst, wenn du das wirklich bemerkt hast, wird sich dein Leben Richtung Glück verbessern.
Denke Positiv über dich und deine Handlungen. Versuche ein realistischer Optimist zu werden der Lösungsorientiert denkt und handelt. Was heißt das schon wieder?--> Was ist ein Optimist? Ein Optimist ist jener der viel Gutes sieht. Er sieht kein Problem—Er sieht eine Herausforderung die er bewältigen kann. Ein Optimist geht IMMER davon aus, ein Problem zu lösen.
Er denkt nicht über das Problem nach, sondern über die Lösung….

Wie findet man Freunde? Wie werden Fremde zu Freunde?
Im Prinzip ganz einfach. Man muss nur mal einen kleinen Schritt machen. Jeder Mensch hat Interessen, jeder hat Hobbies. Es gibt auch andere Leute die denselben Interessen, denselben Hobbies haben. Du kannst sie mit denen Teilen.
Ist dir in deiner Arbeit oder im privaten Leben jemand sympathisch, beruht das meist auf Gegenseitigkeit. Warum dies nicht nutzen? Frag doch einfach ob man mal was gemeinsam unternehmen will..
Grundsätzlich sollte man nicht immer auf andere angewiesen sein. Man sollte selber das eigene Leben in den Griff haben. Alleine sein ist ja nichts schlechtes aber nur alleine zu sein dagegen sehr.
Es gibt viele Menschen die sich schwer tun soziale Kontakte zu knüpfen. Meistens haben solche Leute schon einiges in ihrem Leben erlebt, wo sie verletzt wurden. Sie bauten quasi eine Schutzschicht auf um nicht wieder verletzt zu werden. Später eine andere Situation in der du verletzt wurdest und automatisch baut dein Geist eine neue Schutzschicht auf. Es ist normal, das nennt sich Selbstschutz und ist völlig ok. Nur eines muss man beachten. Je mehr Schutzschichten du in deinem Leben aufgebaut hast umso weniger schließt du Menschen in dein Herz, weil du unbewusst davon ausgehst wieder verletzt zu werden. Doch das Problem ist, dass du dadurch auch schöne Momente nicht mehr an dich ran lässt. Dadurch verschlechtert sich deine gesamt Situation so stärkt, dass du nur mehr ein gefühlsloser Eisklotz bist. Das ist nicht das Leben. Das Leben geht auf und ab. Du musst schlechte Zeiten durchleben, damit du die schönen Zeiten erst erkennen kannst.

Es gibt sicher Leute hier die alleine „glücklich“ sind aber sie wären sicher noch glücklicher wenn sie nicht alleine sind. Sie müssen nur ganz ehrlich zu sich selbst sein.

LG Letscho
 

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