Hallo Leute,
ich brauche ganz dringend eure Hilfe. Denn ich weiß nicht mehr, was ich machen soll.
Kurz zu mir:
Ich bin 20 Jahre alt, männlich, schwul, lebe seit Anfang dieses Jahres in meiner ersten eigenen Wohnung und bin seit meiner mittleren Reife 2010 arbeitslos. Ich wurde gemobbt in der Schule und war extrem perfektionistisch. Ich bin eher schüchtern, kann aber im Zusammensein mit mir bekannten Leuten selbstbewusst sein. Freunde habe ich, seit ich 14 bin, keine - bis heute.
Ich bin gerade in psychiatrischer Behandlung und bin dabei, eine Psychotherapie zu beginnen.
Meine Erkrankung ist, dass ich depressiv bin, Stimmungsschwankungen habe, emotional instabil bin und soziale Phobie habe.
Momentan fange ich an, Elontril 150mg zu nehmen. Vor einem halben Jahr habe ich Cipralex genommen, was aber nicht genug half. Dann, vor 2 Monaten, wechselte ich zu Venlafaxin (bis auf 225 mg), was wirklich sehr gut gegen die soziale Phobie und die Depressionen half. Doch die Stimmungsschwankungen und die extreme emotionale Instabilität blieben. Momentan bin ich aufgrund der Nebenwirkungen dabei, Venlafaxin auszuschleichen.
Vor 2 Monaten hatte ich ein Selbstmordversuch mit Tabletten, den ich glücklicherweise nach 2 Tagen Besinnungslosigkeit im Krankenhaus als Unfall deklarieren konnte und so nicht zwangseingewiesen wurde, wovor ich aufgrund eines traumatischen Erlebnisses in meiner Jugend große Angst habe. Vor 2 Wochen habe ich mich das erste Mal geritzt, so stark, dass es genäht werden musste.
Ich habe seit 5 Monaten einen ersten festen Freund. Nach ein Monat Beziehung erzählte ich ihm von meiner Krankheit. Seitdem geht es bergab. Es ist schon soweit, dass ich ihn körperlich verletze (Kratzen, Schlagen, Schubsen) - und das auch in aller Öffentlichkeit. Daneben behandle ich ihn immer wieder wie Dreck: er sei nicht gut genug für mich, ein Versager. Ich brauche ihn trotzdem, weil ich nicht alleine sein will. Aber wenn er bei mir ist, wünschte ich, dass er geht.
In diesen ganzen Situationen, wo ich mir etwas antue oder antuen will, wo ich meinen Freund schlage oder beleidige, empfinde ich eine totale Verzweiflung. Dass mir niemand helfen kann und mir auch niemand helfen will. Ich habe ein starkes Ohnmachtsgefühl. Ich verliere jegliche Hemmungen und schlage meinen Freund auf der Straße und weine laut auf der Straße - obwohl ich aufgrund meiner sozialen Phobie alleine auf einer Einkaufsstraße schon Angst habe, dass ich jemand zu lange angucken könnte und er sich von mir belästigt fühlt.
Ich kann schlecht einschlafen und denke seit einem Monat jeden Tag über Selbstmord nach. Habe Heulattacken. Keinen Antrieb. Keine Hoffnung.
Seit einem Monat gab es keine einzige Stunde, wo ich mir nicht gewünscht habe, tot zu sein.
Meine Psychiaterin meinte, ich müsse einfach Geduld haben, bis ich Venlafaxin komplett abgesetzt habe und das Elontril wirkt. Und ich müsse warten, bis die Psychotherapie - ich bin gerade erst bei der 5.Probesitzung - Wirkung entfalte.
Doch ich kann einfach nicht mehr. Ich fühle mich innerlich wie tot. Ich habe seit einem Monat keine Glücksgefühle mehr empfunden, egal was ich erlebt habe. Mein Freund droht auch gerade mit der Trennung, obwohl er mich liebt, aber er sich nicht schlagen und so behandeln lassen will. Trotzdem empfinde ich nur ganz selten Reue für meine Taten. Manchmal blickt es ganz kurz durch, das Schuldgefühl. Das wird dann für 1 Minute ganz schlimm, verschwindet dann aber wieder komplett für Wochen. Woran liegt das? Bin ich ein Psychopath?
Denkt ihr, dass das Elontril das richtige Medikament ist?
Ich habe es satt immer wieder das Medikament zu wechseln, weil es nicht stark genug wirkt oder zu starke Nebenwirkungen hat, und dann wieder 2 Wochen warten zu müssen, bis es überhaupt beginnt. Das geht schon seit fast einem halben Jahr so.
Was kann ich tun, wenn ich diese Ohnmachtsanfälle, in denen ich extrem wütend, traurig und verzweifelt bin?
Ich will mich nicht verletzen. Ich will mich eigentlich auch nicht umbringen. Aber ich halte es nicht mehr aus.
Ihr müsst noch wissen, dass ich früher World of Warcraft gespielt habe und danach süchtig war. Es hat mir auf der einen Seite sehr gut getan und natürlich auf der anderen geschadet.
Ich bin gerade am überlegen, ob ich nicht wieder anfangen sollte.
Ich hätte wieder Motivation, früh aufzustehen, Dinge (Einkäufe etc.) schneller und effizienter zu erledigen, ich hätte wieder einen Sinn. Dadurch würde es mir erheblich besser gehen. Hinzukommt, dass ich, wenn es mir schlecht geht, eine Möglichkeit habe, mich abzulenken, ohne mir oder jemand anderen etwas anzutun.
Der Nachteil ist nur, dass ich wieder süchtig werden würde, und mich davon loszureißen, war schon letztes Mal extrem schwer (tiefe Depression, Leere) und hat fast ein Jahr lang gedauert.
Aber es wäre eine Möglichkeit, zu leben, und mich nicht umzubringen.
Ich bin euch für jeden Rat, für jede Frage und für jede Art der Hilfe dankbar!
Grüße
luvi
ich brauche ganz dringend eure Hilfe. Denn ich weiß nicht mehr, was ich machen soll.
Kurz zu mir:
Ich bin 20 Jahre alt, männlich, schwul, lebe seit Anfang dieses Jahres in meiner ersten eigenen Wohnung und bin seit meiner mittleren Reife 2010 arbeitslos. Ich wurde gemobbt in der Schule und war extrem perfektionistisch. Ich bin eher schüchtern, kann aber im Zusammensein mit mir bekannten Leuten selbstbewusst sein. Freunde habe ich, seit ich 14 bin, keine - bis heute.
Ich bin gerade in psychiatrischer Behandlung und bin dabei, eine Psychotherapie zu beginnen.
Meine Erkrankung ist, dass ich depressiv bin, Stimmungsschwankungen habe, emotional instabil bin und soziale Phobie habe.
Momentan fange ich an, Elontril 150mg zu nehmen. Vor einem halben Jahr habe ich Cipralex genommen, was aber nicht genug half. Dann, vor 2 Monaten, wechselte ich zu Venlafaxin (bis auf 225 mg), was wirklich sehr gut gegen die soziale Phobie und die Depressionen half. Doch die Stimmungsschwankungen und die extreme emotionale Instabilität blieben. Momentan bin ich aufgrund der Nebenwirkungen dabei, Venlafaxin auszuschleichen.
Vor 2 Monaten hatte ich ein Selbstmordversuch mit Tabletten, den ich glücklicherweise nach 2 Tagen Besinnungslosigkeit im Krankenhaus als Unfall deklarieren konnte und so nicht zwangseingewiesen wurde, wovor ich aufgrund eines traumatischen Erlebnisses in meiner Jugend große Angst habe. Vor 2 Wochen habe ich mich das erste Mal geritzt, so stark, dass es genäht werden musste.
Ich habe seit 5 Monaten einen ersten festen Freund. Nach ein Monat Beziehung erzählte ich ihm von meiner Krankheit. Seitdem geht es bergab. Es ist schon soweit, dass ich ihn körperlich verletze (Kratzen, Schlagen, Schubsen) - und das auch in aller Öffentlichkeit. Daneben behandle ich ihn immer wieder wie Dreck: er sei nicht gut genug für mich, ein Versager. Ich brauche ihn trotzdem, weil ich nicht alleine sein will. Aber wenn er bei mir ist, wünschte ich, dass er geht.
In diesen ganzen Situationen, wo ich mir etwas antue oder antuen will, wo ich meinen Freund schlage oder beleidige, empfinde ich eine totale Verzweiflung. Dass mir niemand helfen kann und mir auch niemand helfen will. Ich habe ein starkes Ohnmachtsgefühl. Ich verliere jegliche Hemmungen und schlage meinen Freund auf der Straße und weine laut auf der Straße - obwohl ich aufgrund meiner sozialen Phobie alleine auf einer Einkaufsstraße schon Angst habe, dass ich jemand zu lange angucken könnte und er sich von mir belästigt fühlt.
Ich kann schlecht einschlafen und denke seit einem Monat jeden Tag über Selbstmord nach. Habe Heulattacken. Keinen Antrieb. Keine Hoffnung.
Seit einem Monat gab es keine einzige Stunde, wo ich mir nicht gewünscht habe, tot zu sein.
Meine Psychiaterin meinte, ich müsse einfach Geduld haben, bis ich Venlafaxin komplett abgesetzt habe und das Elontril wirkt. Und ich müsse warten, bis die Psychotherapie - ich bin gerade erst bei der 5.Probesitzung - Wirkung entfalte.
Doch ich kann einfach nicht mehr. Ich fühle mich innerlich wie tot. Ich habe seit einem Monat keine Glücksgefühle mehr empfunden, egal was ich erlebt habe. Mein Freund droht auch gerade mit der Trennung, obwohl er mich liebt, aber er sich nicht schlagen und so behandeln lassen will. Trotzdem empfinde ich nur ganz selten Reue für meine Taten. Manchmal blickt es ganz kurz durch, das Schuldgefühl. Das wird dann für 1 Minute ganz schlimm, verschwindet dann aber wieder komplett für Wochen. Woran liegt das? Bin ich ein Psychopath?
Denkt ihr, dass das Elontril das richtige Medikament ist?
Ich habe es satt immer wieder das Medikament zu wechseln, weil es nicht stark genug wirkt oder zu starke Nebenwirkungen hat, und dann wieder 2 Wochen warten zu müssen, bis es überhaupt beginnt. Das geht schon seit fast einem halben Jahr so.
Was kann ich tun, wenn ich diese Ohnmachtsanfälle, in denen ich extrem wütend, traurig und verzweifelt bin?
Ich will mich nicht verletzen. Ich will mich eigentlich auch nicht umbringen. Aber ich halte es nicht mehr aus.
Ihr müsst noch wissen, dass ich früher World of Warcraft gespielt habe und danach süchtig war. Es hat mir auf der einen Seite sehr gut getan und natürlich auf der anderen geschadet.
Ich bin gerade am überlegen, ob ich nicht wieder anfangen sollte.
Ich hätte wieder Motivation, früh aufzustehen, Dinge (Einkäufe etc.) schneller und effizienter zu erledigen, ich hätte wieder einen Sinn. Dadurch würde es mir erheblich besser gehen. Hinzukommt, dass ich, wenn es mir schlecht geht, eine Möglichkeit habe, mich abzulenken, ohne mir oder jemand anderen etwas anzutun.
Der Nachteil ist nur, dass ich wieder süchtig werden würde, und mich davon loszureißen, war schon letztes Mal extrem schwer (tiefe Depression, Leere) und hat fast ein Jahr lang gedauert.
Aber es wäre eine Möglichkeit, zu leben, und mich nicht umzubringen.
Ich bin euch für jeden Rat, für jede Frage und für jede Art der Hilfe dankbar!
Grüße
luvi
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