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Letzter Ausweg

luvi

Mitglied
Hallo Leute,

ich brauche ganz dringend eure Hilfe. Denn ich weiß nicht mehr, was ich machen soll.

Kurz zu mir:
Ich bin 20 Jahre alt, männlich, schwul, lebe seit Anfang dieses Jahres in meiner ersten eigenen Wohnung und bin seit meiner mittleren Reife 2010 arbeitslos. Ich wurde gemobbt in der Schule und war extrem perfektionistisch. Ich bin eher schüchtern, kann aber im Zusammensein mit mir bekannten Leuten selbstbewusst sein. Freunde habe ich, seit ich 14 bin, keine - bis heute.
Ich bin gerade in psychiatrischer Behandlung und bin dabei, eine Psychotherapie zu beginnen.
Meine Erkrankung ist, dass ich depressiv bin, Stimmungsschwankungen habe, emotional instabil bin und soziale Phobie habe.

Momentan fange ich an, Elontril 150mg zu nehmen. Vor einem halben Jahr habe ich Cipralex genommen, was aber nicht genug half. Dann, vor 2 Monaten, wechselte ich zu Venlafaxin (bis auf 225 mg), was wirklich sehr gut gegen die soziale Phobie und die Depressionen half. Doch die Stimmungsschwankungen und die extreme emotionale Instabilität blieben. Momentan bin ich aufgrund der Nebenwirkungen dabei, Venlafaxin auszuschleichen.

Vor 2 Monaten hatte ich ein Selbstmordversuch mit Tabletten, den ich glücklicherweise nach 2 Tagen Besinnungslosigkeit im Krankenhaus als Unfall deklarieren konnte und so nicht zwangseingewiesen wurde, wovor ich aufgrund eines traumatischen Erlebnisses in meiner Jugend große Angst habe. Vor 2 Wochen habe ich mich das erste Mal geritzt, so stark, dass es genäht werden musste.

Ich habe seit 5 Monaten einen ersten festen Freund. Nach ein Monat Beziehung erzählte ich ihm von meiner Krankheit. Seitdem geht es bergab. Es ist schon soweit, dass ich ihn körperlich verletze (Kratzen, Schlagen, Schubsen) - und das auch in aller Öffentlichkeit. Daneben behandle ich ihn immer wieder wie Dreck: er sei nicht gut genug für mich, ein Versager. Ich brauche ihn trotzdem, weil ich nicht alleine sein will. Aber wenn er bei mir ist, wünschte ich, dass er geht.

In diesen ganzen Situationen, wo ich mir etwas antue oder antuen will, wo ich meinen Freund schlage oder beleidige, empfinde ich eine totale Verzweiflung. Dass mir niemand helfen kann und mir auch niemand helfen will. Ich habe ein starkes Ohnmachtsgefühl. Ich verliere jegliche Hemmungen und schlage meinen Freund auf der Straße und weine laut auf der Straße - obwohl ich aufgrund meiner sozialen Phobie alleine auf einer Einkaufsstraße schon Angst habe, dass ich jemand zu lange angucken könnte und er sich von mir belästigt fühlt.
Ich kann schlecht einschlafen und denke seit einem Monat jeden Tag über Selbstmord nach. Habe Heulattacken. Keinen Antrieb. Keine Hoffnung.
Seit einem Monat gab es keine einzige Stunde, wo ich mir nicht gewünscht habe, tot zu sein.

Meine Psychiaterin meinte, ich müsse einfach Geduld haben, bis ich Venlafaxin komplett abgesetzt habe und das Elontril wirkt. Und ich müsse warten, bis die Psychotherapie - ich bin gerade erst bei der 5.Probesitzung - Wirkung entfalte.
Doch ich kann einfach nicht mehr. Ich fühle mich innerlich wie tot. Ich habe seit einem Monat keine Glücksgefühle mehr empfunden, egal was ich erlebt habe. Mein Freund droht auch gerade mit der Trennung, obwohl er mich liebt, aber er sich nicht schlagen und so behandeln lassen will. Trotzdem empfinde ich nur ganz selten Reue für meine Taten. Manchmal blickt es ganz kurz durch, das Schuldgefühl. Das wird dann für 1 Minute ganz schlimm, verschwindet dann aber wieder komplett für Wochen. Woran liegt das? Bin ich ein Psychopath?

Denkt ihr, dass das Elontril das richtige Medikament ist?
Ich habe es satt immer wieder das Medikament zu wechseln, weil es nicht stark genug wirkt oder zu starke Nebenwirkungen hat, und dann wieder 2 Wochen warten zu müssen, bis es überhaupt beginnt. Das geht schon seit fast einem halben Jahr so.

Was kann ich tun, wenn ich diese Ohnmachtsanfälle, in denen ich extrem wütend, traurig und verzweifelt bin?
Ich will mich nicht verletzen. Ich will mich eigentlich auch nicht umbringen. Aber ich halte es nicht mehr aus.

Ihr müsst noch wissen, dass ich früher World of Warcraft gespielt habe und danach süchtig war. Es hat mir auf der einen Seite sehr gut getan und natürlich auf der anderen geschadet.
Ich bin gerade am überlegen, ob ich nicht wieder anfangen sollte.
Ich hätte wieder Motivation, früh aufzustehen, Dinge (Einkäufe etc.) schneller und effizienter zu erledigen, ich hätte wieder einen Sinn. Dadurch würde es mir erheblich besser gehen. Hinzukommt, dass ich, wenn es mir schlecht geht, eine Möglichkeit habe, mich abzulenken, ohne mir oder jemand anderen etwas anzutun.
Der Nachteil ist nur, dass ich wieder süchtig werden würde, und mich davon loszureißen, war schon letztes Mal extrem schwer (tiefe Depression, Leere) und hat fast ein Jahr lang gedauert.
Aber es wäre eine Möglichkeit, zu leben, und mich nicht umzubringen.

Ich bin euch für jeden Rat, für jede Frage und für jede Art der Hilfe dankbar!

Grüße
luvi
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo luvi,

mit Psychopharmaka kenne ich mich nicht so gut aus, ich selbst nehme aufgrund von Stimmungsschwankungen und emotionaler Instabilität seit einer Woche Johanniskraut, da ich all dem "chemischen Zeugs" eher skeptisch gegenüberstehe. Was deine Medikamente betrifft, so würde ich an deiner Stelle halt immer genau darauf schauen, welche Nebenwirkungen auftreten können, denn vielleicht ist dein Verhalten teilweise ja auf Nebenwirkungen von Medis zurückzuführen?

Therapie kann dir möglicherweise helfen, wie läuft es denn bisher? Welche Art von Therapie machst du überhaupt? Kannst du dich öffnen? Du solltest auf jeden Fall gemeinsam mit dem Therapeuten Ziele definieren, die du im Laufe der Therapie erreichen möchtest; meine bisherigen Therapeuten haben mich dazu leider nicht ermutigt, was es aber schwieriger macht, dann auch Therapieerfolge zu verzeichnen.

Ich halte es für keine gute Idee, wieder "World of Warcraft" zu spielen, auch wenn es dir kurzfristig helfen würde. Du solltest lieber versuchen, dich anderswie zu beschäftigen. Aufgrund deiner sozialen Phobie wird das wohl schwierig für dich, aber es gibt z.B. auf YouTube total viele "Tutorials", die einem dabei helfen, alles Mögliche zu erlernen - vom Gitarrespielen bis hin zu Kochen oder Yoga (ich habe erst heute wieder einen Artikel gelesen, in dem stand, Yoga tue der Psyche gut). Ich denke, so etwas wäre jedenfalls eine gesündere Möglichkeit als Onlinespiele. Oder wie wäre es, wenn du das nächste Mal, wenn du dich schlecht fühlst, versuchst, deine Gefühle künstlerisch auszudrücken, z.B. indem du malst? Es geht überhaupt nicht darum, ein Kunstwerk zu erschaffen, sondern bloß darum, dass du lernst, mit negativen Gefühlen anders, konstruktiver umzugehen. Du musst diese Zeichnungen ja auch niemandem zeigen, wenn du dich unwohl dabei fühlst.

Was deinen Freund betrifft: Diese Situation muss für ihn unheimlich belastend sein, das kannst du dir bestimmt vorstellen. Hat er denn jemanden, mit dem er sprechen kann? Vielleicht wäre eine Beratung (einzeln für ihn oder auch Paarberatung) hier hilfreich, denn so kann eure Beziehung ja nicht weitergehen.

Ein stationärer Aufenthalt in einer Psychiatrie wäre vielleicht ebenfalls eine Überlegung wert. Dann würdest du ja nicht gegen deinen Willen eingewiesen werden und könntest dort erst mal zu dir finden, außerdem gäbe es intensive Begleitung in Form verschiedener Therapien, medikamentöser Behandlung etc. Natürlich musst letztlich du selbst entscheiden, welchen Weg du gehen möchtest.

Ich wünsche dir auf deinem Weg viel Kraft, Durchhaltevermögen und viele schöne kleine Momente, die dich zum Weitermachen motivieren.
 
Hi,
was hat dich zu dem Menschen gemacht, der du jetzt bist?
Was ist passiert?
Erforsche deine Kindheit.
Irgendwoher muss diese Wut kommen.
Du wirkst sehr enttäuscht.
 
Venlaflaxin habe ich selbst genommen.
Es hat mir nichts gebracht.

Elontril habe ich selbst nicht genommen.

Ich nehme Seroquel.
In niedriger Dosierung.

50 mg abends. Seitdem sind die Suizidgedanken wie weggeblasen...

Ach was ich noch sagen kann, Venaflaxin auszuschleichen ist sehr schwer. Wie ein dauerhaftes schwarzes Loch. Agressiv war ich da auch...
Also Kopf hoch..
Vielleicht eine niedrige Dosis Seroquel?
Frag mal deinen Doc...

Weisst du, ich selbst habe 6 verschiedene Psycho Tabletten versucht. Nichts hat geholfen.
Seroquel war mein persönliches Wunder..

Deine Ärtzin kann dir nicht garantieren das das Elontril wirkt. Es ist immer nur ein Versuch..
Und bei mir ging der 6 mal schief.
 
Ja, das stimmt. Mir geht es jetzt nochmal wesentlich schlechter, weil ich gerade dabei bin, das Venlafaxin abzusetzen.
Aber auch davor war ich schon 2 Wochen am Stück depressiv.

@earthling:
Psychopharmaka verursachen keine psychische Verschlechterung, wenn man sie nicht gerade neu nimmt bzw. absetzt.
Ja, die Klinik wäre das beste für mich. Ich stehe auch schon seit 4 Monaten auf einer sehr renommierten Tagesklinik. Doch ich werde es nicht wahr nehmen, obwohl es wahrscheinlich die einzige Hilfe ist, die mich noch retten könnte.
Dieser ganze Quatsch mit dem Malen, autogenes Training etc.. bringt doch nichts, wenn man nicht daran glaubt. Und ich glaube nicht daran. Man sitzt dort von den 8 Stunden 6 Stunden rum und macht nichts, was einem weiterbringt. Dann hat man vielleicht eine Stunde Psychotherapie und eine Stunde Psychiater-Gespräch/Gruppen-Gespräch/DBT-(Gruppen)-Gespräch.

Mir geht es jetzt gerade so scheiße.
Mein Freund hat zwei Mädchen bei einem Streit kennengelernt in der Stadt, die das miterlebt haben. Die beiden selbst hatten ähnliche Probleme und jetzt hat mein Freund mit denen Kontakt und die raten ihm andauernd, dass er sich trennen soll, dass er mich ignorieren soll, wenn ich drohe, mich umzubringen.
Was bitte schön ist das für ein Quatsch? Ich meine, das ist doch der größte Blödsinn, jemanden zu ignorieren, der sagt, er würde sich umbringen! Gerade wenn er es schon einmal versucht hat.

Ich bat ihn, dass er mir die Nummer von den Mädchen gibt. Damit ich mich auch mal mit ihnen austauschen könne. Vielleicht hilft es ja was. Ich glaube schon.
Aber er möchte die beiden Mädchen für sich haben.
Ich könnte gerade ausrasten!!!
Er bekommt Hilfe, obwohl er nicht der kranke ist, obwohl er sich nicht versucht hat umzubringen. Und ich habe niemanden, wirklich absolut niemanden, mit dem ich sprechen kann, wenn es mir schlecht geht.

Ich will jetzt was kapput schlagen, ich habe heute extra die doppelte Dosis Elontril genommen, nur weil ich hoffe, dass es mir entweder schlagartig besser geht - obwohl es eh nicht so sein wird - oder dass ich ein Krampfanfall bekomme und nie wieder aufwache.

Egal, was ich mache. Mein Freund ignoriert mich.
Wenn ich mich bitte, mich mit ihm zu treffen. Wenn ich drohe, mich umzubringen.

Ach, Earthling, das mit dem Yoga und Malen ist Quatsch.
Denn in solchen Situationen, wo es mir schlecht geht, kann ich nicht rational denken. Sonst hätte ich mich ja auch nicht geritzt. Und dann werde ich bestimmt nicht mich dazu zwingen können, ein Bild zu malen, wenn ich gerade alles und jeden kurz und klein schlagen möchte.
Am liebsten würde ich jetzt meinen Freund in aller Öffentlichkeit so heftig schlagen und treten, bis er Blut kotzt.

Auf der anderen Seite bin ich so tot traurig.
Wieso bekommt er Hilfe und ich nicht?!

Ich drehe durch. Das ist seit 2 Wochen so.
Ich sage das meiner Psychiaterin und sie meint, ich solle Geduld haben.

Meine Psychotherapie scheint auf wackeligen Füßen zu stehen, da die Chemie nicht so ganz stimmt. Ich habe das Gefühl, es wird große Konflikte da geben. Wenn ich mich in die Ecke gedrängt fühle, mach ich die Leute immer fertig. So wie meine letzte Psychotherapeutin, die dann die Therapie abgebrochen hat. Und ich habe Angst, dass mich wieder ein Therapeut in die Ecke drängt und sich dann verletzt fühlt, wenn ich mich wehre, und mich im Stich lässt.

Was soll ich nur tun?
Ich drehe durch.
Ich habe heute nichts gegessen, nicht geduscht, nichts gemacht.
Was um Gottes Willen kann ich tun, dass ich nicht durchdrehe?!
 
Nichts gegessen, nicht geduscht und nichts gemacht?

Du kannst dir mal liebevoll erlauben einen Tag oder auch mehrere nicht zu duschen, nichts zu tun und nichts zu machen.
Davon geht die Welt nämlich nicht unter.

Ich kenne den Kampf sich auch nur in die Nähe der Dusche zu begeben.
Das ist so anstrengend als würde ein gesunder Mensch einen Marathon laufen.

Ja, das stimmt. Mir geht es jetzt nochmal wesentlich schlechter, weil ich gerade dabei bin, das Venlafaxin abzusetzen.
Aber auch davor war ich schon 2 Wochen am Stück depressiv.

ja das liegt am Venaflaxin. Bei anderen Medis habe ich es nicht so massiv erlebt, aber bei dem Zeug, phh

@earthling:
Psychopharmaka verursachen keine psychische Verschlechterung, wenn man sie nicht gerade neu nimmt bzw. absetzt.
Ja, die Klinik wäre das beste für mich. Ich stehe auch schon seit 4 Monaten auf einer sehr renommierten Tagesklinik. Doch ich werde es nicht wahr nehmen, obwohl es wahrscheinlich die einzige Hilfe ist, die mich noch retten könnte.
Dieser ganze Quatsch mit dem Malen, autogenes Training etc.. bringt doch nichts, wenn man nicht daran glaubt. Und ich glaube nicht daran. Man sitzt dort von den 8 Stunden 6 Stunden rum und macht nichts, was einem weiterbringt. Dann hat man vielleicht eine Stunde Psychotherapie und eine Stunde Psychiater-Gespräch/Gruppen-Gespräch/DBT-(Gruppen)-Gespräch.

Sehe ich ähnlich wie du. Leider sind ja Einzeltherapien immer sehr wenig. Eben viel malen und rumsitzen.. man muss sich schon überlegen ob einem das was nutzt


Mir geht es jetzt gerade so scheiße.
Mein Freund hat zwei Mädchen bei einem Streit kennengelernt in der Stadt, die das miterlebt haben. Die beiden selbst hatten ähnliche Probleme und jetzt hat mein Freund mit denen Kontakt und die raten ihm andauernd, dass er sich trennen soll, dass er mich ignorieren soll, wenn ich drohe, mich umzubringen.

Haben sie denn da nicht recht? Die Suiziddrohung, wenn du etwas erreichen willst, ist der falsche Ansatz.
Überleg doch mal wie du den anderen damit erpresst.
Der bessere Ansatz wäre über deine Gefühle zu reden.. ohne zu drohen. Und wenn er nicht mehr will, dann lass ihn
.
Was bitte schön ist das für ein Quatsch? Ich meine, das ist doch der größte Blödsinn, jemanden zu ignorieren, der sagt, er würde sich umbringen! Gerade wenn er es schon einmal versucht hat.

Nein ist es nicht, es ist die einzige Möglichkeit sich selbst zu schützen. Denk bitte auch mal an den anderen. Was du bei ihm mit so einer Drohung anrichtest..


Ich bat ihn, dass er mir die Nummer von den Mädchen gibt. Damit ich mich auch mal mit ihnen austauschen könne. Vielleicht hilft es ja was. Ich glaube schon.
Aber er möchte die beiden Mädchen für sich haben.
Ich könnte gerade ausrasten!!!
Er bekommt Hilfe, obwohl er nicht der kranke ist, obwohl er sich nicht versucht hat umzubringen. Und ich habe niemanden, wirklich absolut niemanden, mit dem ich sprechen kann, wenn es mir schlecht geht.

Ich will jetzt was kapput schlagen, ich habe heute extra die doppelte Dosis Elontril genommen, nur weil ich hoffe, dass es mir entweder schlagartig besser geht - obwohl es eh nicht so sein wird - oder dass ich ein Krampfanfall bekomme und nie wieder aufwache.

Schlag doch was kaputt... habe ich auch schon gemacht.
Elontril ist wieder nur eine ARt SSRI. Geh mal zum Arzt und sprich ihn auf Seroquel an.
Das ist was ganz anderes. Und hilft auch gegen diese Gedanken im Kopf


Egal, was ich mache. Mein Freund ignoriert mich.
Wenn ich mich bitte, mich mit ihm zu treffen. Wenn ich drohe, mich umzubringen.

Ich denke er will vielleicht nicht mehr? Vielleicht ist ihm das einfach eine Nummer zu krass?
Du kannst so nicht mit anderen Menschen umgehen. Auf diese Art verlierst du jeden Menschen den du magst. Es ist das eine, ihn zu bitten vorbeizukommen damit du mit ihm reden kannst. Etwas anderes ihn so unter Druck zu setzen.

Ach, Earthling, das mit dem Yoga und Malen ist Quatsch.
Denn in solchen Situationen, wo es mir schlecht geht, kann ich nicht rational denken. Sonst hätte ich mich ja auch nicht geritzt. Und dann werde ich bestimmt nicht mich dazu zwingen können, ein Bild zu malen, wenn ich gerade alles und jeden kurz und klein schlagen möchte.
Am liebsten würde ich jetzt meinen Freund in aller Öffentlichkeit so heftig schlagen und treten, bis er Blut kotzt.

Das hast du ja bereits im Ansatz gemacht. Weisst du, du bist dir selbst nichts Wert und der andere kann dir auch nichts Wert sein wenn du ihn so behandelst. Er tut gut dran sich abzuwenden.


Auf der anderen Seite bin ich so tot traurig.
Wieso bekommt er Hilfe und ich nicht?!

Ich drehe durch. Das ist seit 2 Wochen so.
Ich sage das meiner Psychiaterin und sie meint, ich solle Geduld haben.

Es gibt einen Punkt an dem Geduld nicht mehr angebracht ist. Sprich sie auf das Seroquel an.
Gerade diese Agressionen gehen darunter zurück. Je nach Dosis.


Meine Psychotherapie scheint auf wackeligen Füßen zu stehen, da die Chemie nicht so ganz stimmt. Ich habe das Gefühl, es wird große Konflikte da geben. Wenn ich mich in die Ecke gedrängt fühle, mach ich die Leute immer fertig. So wie meine letzte Psychotherapeutin, die dann die Therapie abgebrochen hat. Und ich habe Angst, dass mich wieder ein Therapeut in die Ecke drängt und sich dann verletzt fühlt, wenn ich mich wehre, und mich im Stich lässt.

Was soll ich nur tun?
Ich drehe durch.
Ich habe heute nichts gegessen, nicht geduscht, nichts gemacht.
Was um Gottes Willen kann ich tun, dass ich nicht durchdrehe?!

Nimm eine Schlaftablette und led dich pennen. Morgen sieht die Welt anders aus.

Wenn du einen anderen Menschen körperlich angreifst, ist es dann nicht richtig das dieser Mensch das nicht mehr will?

Telefonier mit der Telefonseelsorge aber mute dich in diesem Zustand deinem Freund nicht zu.
Zumal man keine Liebe erzwingen kann.

Und geh los und hol dir ein Medikament welches sofort wirkt.
Ich (aber ich bin kein Arzt), denke nicht das SSRI (bzw. auch das Elontril) eine Medikament sind welches dir was bringt.
Ich denke du solltest eher Medikamente nehmen die dich ruhiger machen. Keine die aufhellen.

Seroquel würde ich für sehr gut halten. Sprich sie drauf an. Oder mal die Gruppe der Neuroleptika. Irgendwas bei dem man nicht 8 Wochen hoffen muss das es wirkt.
So kann es bei dir einfach nicht mehr weitergehen, hast du Beruhigungstabletten zu Hause?
Nimm eine wenn ja. Oder trink was alkoholisches...
 
Es ist mir so egal, was ich dieser Person damit antue.
Wo ist der gesunde Menschenverstand hin?

Wenn es einem so schlecht geht, dass man kurz davor ist, sich umzubringen, dann braucht man Hilfe.
Deshalb rufe ich einen Menschen an, der mich mag oder besser noch liebt.
Natürlich ist das nicht schön für diese Person, aber soll man es etwa für sich behalten, wenn es einem schlecht geht?
Nein! Man sollte sich jemanden anvertrauen und dann einfach mal egoistisch sein und denken, dass einem das eigene Leben jetzt mal wichtiger ist als die Gefühle eines anderen.
Und wenn mich jemand erpresst, etwas zu tun, wie zum Beispiel zu dieser Person hinzufahren und ihr zu helfen, da er sich sonst umbringt, dann, verdammt nochmal, lasse ich mich eben erpressen und fahre hin, um der Person zu helfen, die mir am Herzen liegt und die Hilfe braucht.

Seid ihr da draußen alle verrückt geworden. Suizidandrohnungen sollte man aufkeinen Fall ignorieren und mit jedem Mittel verhindern, auch wenn man sich dann mal erpressen lassen muss. Ist heutzutage jedem der eigene Stolz wichtiger als das Leben eines Freundes oder geliebten Menschens?

Das musste mal gesagt werden. Wacht endlich auf da draußen!


So nun zur Medikation:
Ich brauche etwas, was meine Stimmung langfristig und dauerhaft hebt. Das ist am allerwichtigsten.
Das Elontril soll darin noch stärker sein als das Venlafaxin. Stimmt das?
Ansonsten habe ich von Anfang an das Moclobemid stark favorisiert, weil es einer der stärksten Antidepressiva ist. Hat jemand mit diesem Medikament Erfahrungen?
Dass ich jetzt diese unglaubliche, unkontrollierbar Wut spüre, liegt am Absetzen des Venlafaxins - das ist nicht mein normal Zustand. Für diese Zeit wäre natürlich etwas beruhigendes gut. Was ist denn der Unterschied zwischen Promethazin und Seroquel?


Ich werde keine Schlaftablette nehmen. Das mache ich jetzt seit 4 Wochen am Stück. Ich schlafe meistens erst um 04:00 Uhr morgens ein.
Ich werde verrückt und niemand hilft mir!!!

Übrigens ich empfinde kaum Schuldgefühle. Ganz selten blitzen sie mal für ein paar Minuten durch, wo mir dann kotzübel wird. Und dann verschwinden sie wieder für Wochen, wenn nicht Monate.
Ist das normal, dass ich so gewissenlos bin?
Ich denke, ich musste mich einfach anpassen, damit ich überleben konnte. Hätte ich noch das Schuldempfinden eines normalen Menschens, dann hätte ich mich schon längst umbringen müssen, nachdem was ich getan habe (die Brille meiner Mutter kapput treten, Gläser nach ihr werfen, mein Freund mit meinem Finger ins Auge stechen, das Auto meines Vaters zerkratzen etc.).

Ich habe Recht in allem was ich sage, und jeder, der bei normalen Menschenverstand ist, weiß das.

Bin ich ein Psychopath?
 
Wieso hilft mir denn keiner?

Ich rufe gerade die Telefonseelsorge an, aber da ist dauernd besetzt.

Ich weiß nicht mehr, was ich noch machen kann!!!!
 
Was bringt es dir, wenn du Recht hast?

Entweder bringen dich genau die Medis dazu so ohne gesunden Menschenverstand zu sein, wie du es ja ausdrückst.
... oder du hast Angst vor dir selbst, was du selbst aber nicht glauben willst?

Keine Ahnung... vielleicht bin ich auch einfach nur einer von diesen Verrückten dadraußen, die du hier ansprichst, also auch kein normaler Mensch.

Was denkst du? Bist du ein Psychopath?
 

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