Anzeige(1)

Lernblockade?

G

Gast

Gast
Seit einigen Jahren weiß ich nicht, wie es beruflich mit mir weiter gehen soll. Ich habe generell nicht so viel Ahnung von der Welt, also im politischen und bürokratischen Sinne. Hatte auch nie einen Partner, lebe bei Mutti, und und und...

Jetzt versuche ich seit zehn Jahren beruflich Fuß zu fassen, ohne zu wissen, wohin ich will. Das kann ich halt leider nicht ändern. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich nicht mehr richtig lernen kann. Andere Möglichkeiten der Erklärung sind Stress, wenig Motivation, wenig Erfahrung oder Angst.

Aber: Mir wird z.B. etwas gesagt und ich schaffe es wochenlang nicht, es umzusetzen. Sei es eine Übung oder eine bestimmte Art, Briefe zu schreiben.

Ich hatte eine Weiterbildung über ein Jahr und kann das meiste nicht anwenden. Aus Eigeninitiative machte ich auch Fortbildungen, aber so richtig kann ich mit dem Wissen nicht umgehen.

Im Sprachkurs komme ich nicht mit der Grammatik hinterher.

Statt Ruhe und Entspannung in mein Leben zu bringen, mache ich organisatorisch die gleichen Fehler oder kann meine Einstellungen nicht ändern.

Gerade fallen mir nicht so die Beispiele ein, aber meine Kompetenzen sind nicht so klar. Ich mache mir Sorgen, wie es weiter gehen soll. Es ist auch unangenehm, wenn ich Dinge nicht schaffe, wie andere Leute.
 

Anzeige(7)

Querdenker

Aktives Mitglied
Hallo Gast,

ich habe den Eindruck, du lebst nicht dein Leben sondern das, was andere vorgeben oder wonach du dich richtest.

Es spielt meiner Meinung nach überhaupt keine Rolle, was du kannst, wie du im Vergleich zu anderen bist und was andere über dich denken. Ich finde immer das jemand das tun sollte, was ihm am besten liegt, wobei er sich wohlfühlt und vielleicht sogar Spass macht.

Du bist eine/einer von vielen, die/der nicht weiß, was sie/er will. Das kommt sehr häufig vor und genauso häufig empfehle ich dann Ausprobieren. Denn theoretisch kann man beliebig viel Pros und Contras auflisten, einer echten und vor allen zutreffenden Antwort kann man damit eher nicht finden. Wenn man hingegen etwas erlebt, sind immer Emotionen im Spiel und daran kann man i.d.R. prima ablesen, wohin die Reise gehen soll. Wenn man das noch nie gemacht hat, kann es durchaus passieren, dass das nicht auf Anhieb klappt. Aber ich vermute mal, an Zeit mangelt es dir nicht.

Also Kopf hoch und mach mal. Ich drücke dir die Daumen.
 
G

Gast

Gast
Ich weiß nicht, es gibt irgendwie in sehr vielen Bereichen die gleichen Anforderungen.

Das Sprechen ist zum Beispiel so eine Sache, der ich sehr oft begegnete. Ich bin kein Sprecher. Ich nehme mir manchmal vor, etwas zu sagen, sehe eine Gelegenheit und sage es dann doch nicht. m Ende glaube ich, dass ich es doch hätte sagen sollen. Manchmal kann ich mich wenig klar ausdrücken. Und trotzdem muss ich unter anderem mit Klienten reden, mit Kollegen, zur Teamsitzung, usw. Wenn ich mir angucke, dass ich vor Jahren bereits gestammelt habe... au weia.

Ausprobiert habe ich schon so manches.
 

Biokatze

Aktives Mitglied
Was mir zum Lernen einfällt, es fällt deutlich leichter etwas zu lernen, was einen wirklich interessiert. Bist du dir sicher, dass dir das Spaß macht, was du jetzt tust?
Und zum Sprechen, sagst du nichts, weil du dich nicht traust (Schüchternheit) oder "vergisst" du es einfach wieder und am Ende fällt es dir wieder ein?
 
G

Gast

Gast
Was mir zum Lernen einfällt, es fällt deutlich leichter etwas zu lernen, was einen wirklich interessiert. Bist du dir sicher, dass dir das Spaß macht, was du jetzt tust?
Ich denke nicht, ich bin in den Bereich hinein gerutscht. Aber soweit gab es ja nicht nur den "schulischen" Aspekt, von wegen Texte lesen oder Sachen auswendig lernen. Ich meine alltagspraktisches lernen, Kommunikation, Fremdsprachen, Organisation, Politik, etc. Alles nebenbei.
Es ist wichtig, weil es zum Leben eines Erwachsenen gehört. Ich war bisher Peter Pan. Ich habe außerdem vieles ausprobiert und hatte die gleichen Probleme. Andere Sachen waren manchmal interessanter, manchmal bin ich total "verschult" daran gegangen, aber den Mist umsetzen kann ich irgendwie nicht. Manchmal dachte ich, ich sei ein Theoriemensch oder eher besser darin, Notizen zu machen. In der Praxis oder so generell mache ich Sachen immer so kompliziert und weiß oft nicht, was der Kern meiner Aufgaben ist.

Und zum Sprechen, sagst du nichts, weil du dich nicht traust (Schüchternheit) oder "vergisst" du es einfach wieder und am Ende fällt es dir wieder ein?
Hier das gleiche. Ich weiß oft nicht, wie ich etwas simpler machen kann. Oft rede ich auch einfach und merke, das wollte ich gar nicht sagen oder das ist zu kompliziert. Wenn ich die Gelegenheit nicht wahrnehme, zu sprechen, kann das an Hemmungen liegen.

Ob ich schüchtern bin, frage ich mich manchmal auch. Vielleicht mache ich mir aber auch zu viele Sorgen und denke dann: "Die machen das schon auf ihre Weise. Vielleicht muss ich mich nicht einmischen.". Ich denke, dass andere im Tun besser sind. Das ist so ein Komplex von mir. Allerdings kommt das dann auch aus meiner Erfahrung, als ich klein war, war das anders.
 
G

Gast

Gast
Bin gerade ziemlich traurig und enttäuscht von mir. Ich habe einen Auftrag nicht verlängern können. Es ist keine Überraschung gewesen, dass der Auftrag beendet wurde, aber ich habe das Gefühl, hätte ich mich überwunden, hätte ich es vielleicht verhindern können.

Jetzt ist wieder so eine Phase, da würde ich gerne hinschmeißen und die komplette Berufssparte meiden, da mir schon vorher klar war, dass ich mich schwer tun würde. Viel mehr als weiter machen bleibt mir leider nicht. Aber ich zweifle daran, dass ich es in den nächsten Aufträgen besser machen werde. Selbst Feedback kann ich nicht so richtig verarbeiten.
 

Anzeige (6)

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben