Liebe FFF-77w, liebe Winnie 2004, zunächst vielen Dan k für Eure Antworten.
Warum vieles nicht mehr gesagt werden kann, liegt daran, dass eine Verkettung sehr unglücklicher Umstände bei vielen Parallellitäten zwischen zwei Menschen dazu führte, dass einer starb, ich selbst damals krank, verschont blieb. Streit entstand wegen Kleinigkeiten, (vermeintliche) Schonung des anderen, aber auch dubiose Spekulationen über mich, die im Nebensatz fielen, führten zu Bagatellisieren, Ausreden in einer Zeit, in der es Offenheit und beidseitiger Unterstützung bedurft hätte. Der, der gehen musste, zeigte seinen Unglauben über meine Erkrankung, verheimlichte seine. Ich hingegen ahnte die seinige seit langem, reagierte allerdings auch auf die seltsame Änderung im Verhalten sehr ärgerlich. Versuche, dies anzusprechen, wurden abgeblockt, der Kontakt schließlich abgebrochen. Bis zuletzt hoffte ich auf eine konstruktive Kommunikation zwischen Menschen, die eigentlich dies können sollten. Dieser Mensch wie auch seine Hinterbliebenen waren mir damals (und sind es stellenweise noch heute) mit ihrem Schicksal viel wichtiger als das, was mit mir passieren würde.
Nur durch Zufall erfuhr ich vom Tod dieses Menschen, hatte just zu diesem Todeszeitpunkt in einer Autobahnkirche, wie ich erst viel später erfuhr, etwas geschrieben und eine Kerze für ihn angezündet. - Wurde über Kollegen über den Tag der Trauerfeier informiert, wo mir nur Hass entgegen gebracht wurde. Bis heute hoffe ich, irgendwann verstehen zu können, was damals zu diesem "unglückseligen" Abschied, den ich für sich genommen als sehr sehr traurig empfand, aber noch verarbeiten könnte, geführt hat, um endlich wieder innere Ruhe oder eine "erträgliches Sein" mit einer gewissen Leichtigkeit, sicherlich nicht mit kindlicher Unbeschwertheit, zu finden. Liebe Grüße, Gast