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Leiblicher Vater zerstört unsere Familie.

Garrarufa

Mitglied
Hallo,
wir haben im Moment ein großes Problem in unserer Familie.
Ich bin verheiratet. Meine Frau hat einen Sohn (5), dessen leiblicher Vater etwa 80km von uns entfernt wohnt.
Das Kind entstand unbeabsichtigt, war von meiner Frau dann aber dennoch erwünscht.
Der Vater (damals 17) wollte das Kind nicht haben und hat mein Frau mit allen Mitteln versucht zu einer Abtreibung zu zwingen, selbst nach der Geburt noch.
Er drohte an meine Frau und das Kind zu töten, wurde teilweise sogar handgreiflich.
Nach der Geburt interessierte sich der Vater für das Kind so wenig, dass der kleine ihn nicht als Vaterfigur sieht, obwohl er relativ viel Zeit in seinem Umfeld verbracht hat.
Zudem war er meistens betrunken und konnte und wollte sich nicht um seinen Sohn kümmern.
So hat er es zum Beispiel vorgezogen weiterzuschlafen, als dem Kind in einer Notsituation den Notarzt zu rufen.
Meine Frau zog dann mit ihm und ihrem Sohn weg und warf den leiblichen Vater kurz danach aus der gemeinsamen Wohnung, weil er nur Probleme machte.
Er lebt nun wieder bei seinen Eltern.
Zu diesem Zeitpunkt kam ich in die Familie.
Es dauerte nicht lange bis der kleine von sich aus damit anfing mich Papa zu nennen.
Die Wochenendbesuche des Kindes bei seinem leiblichen Vater wurden wegen seines schlechten Einflusses dann ziemlich schnell eingestellt.
Das wollte der Vater aber nicht auf sich sitzen lassen und ging vor Gericht.
Dort bekam er betreuten Umgang zugesprochen.
Diesen nahm er so selten war, dass der Umgang nach einiger Zeit auf seinen eigenen Wunsch hin wieder eingestellt wurde.
Im Abschlussbericht hieß es, der Vater habe im Moment aufgrund seiner Situation nicht die Möglichkeit den Umgang regelmäßig warzunehmen.
Er wolle aber in stationäre Behandlung gehen, um das zu beheben, was er bis heute nicht gemacht hat.
Im Kindergarten wurden wir seit dem Anfang des Umgangs nun schon öfter darauf angesprochen, dass sich unser Kind auffällig verhält und wir mit ihm zum Psychologen gehen sollen.
Nun, ein dreiviertel Jahr später, hat der Vater auf einmal angeblich einen Nachweis mittels Haaranalyse für Abstinenz für das letzte halbe Jahr in der Hand und versucht nun damit beim Jugendamt zu erreichen, dass er das Kind unbetreut wieder ab und zu mitnehmen darf.
Beim Googlen nach der Haaranalyse hat sich gezeigt, dass das wohl ein gängiges Verfahren zur Zurückgewinnung des Führerscheins nach Alkoholmissbrauch ist. Schon seit dem Umgang hat er erfolglos versucht seinen Führerschein zurückzubekommen, nachdem er ihn wegen alkoholisierem Fahren verloren hat.
Es passt nun sehr gut in unser Bild von ihm und wir vermuten, dass er die Haaranalyse wegen seines Führerscheins gemacht hat.
Um die Anerkennung seiner Eltern zu erlangen und / oder Macht über seine Exfrau auszuüben, versucht er nun diesen Nachweis einzusetzen, um sein Kind wieder zu bekommen. Das ist unsere Meinung.
Diese Geschichte ist zwar nur die Spite des Eisbergs, aber vllt reicht es, um ein Bild zu vermitteln.
Wir sind nun zu einem Gespräch beim Jugendamt eingeladen, in dem besprochen wird, wie es weitergeht.
Eigentlich sollte das eine Möglichkeit sein unsere Meinung zu erläutern und eine Lösung zu finden, die dem Kindeswohl entspricht.
Allerdings lief das Gespräch beim letzten Mal eher so ab, dass der Jugendamtmitarbeiter alle Gründe, die gegen den Umgang sprachen, als nichtig erklärte, da für ihn sowieso schon feststand, dass ein Umgang stattfindet.
Es besteht deshalb nun die Angst bei uns, dass das Gespräch dieses Mal genauso abläuft.
Der Gedanke daran legt unseren kompletten Alltag lam. Nachts können wir nicht schlafen, tagsüber nicht arbeiten. Die Stimmung ist extrem kräftezehrend.
Aber was kann man machen?
Der Vater hat das halbe Sorgerecht. Es kann ihm nicht entzogen werden, denn das Gesetz ist an dieser Stelle völlig absurd. Es ist kein Problem, wenn der Vater das Kind töten möchte, aber wenn er ihm Geld stiehlt, ist das nicht tragbar.
Ich bin nicht darauf aus hier Mitleidsbekundungen zu ernten. Stattdessen suche ich nach Wegen/Ideen, wie wir aus dieser Situation entkommen können. D.h. den Vater unschädlich machen, den Kontakt zwischen ihm und seinem Sohn unterbinden. Der kleine sieht in ihm sowieso nicht seinen Vater und er hat zuhause eine funktionierende, ihn liebende Familie, die er auch als solche anerkennt.
Vielen Dank für eure Hilfe.
 
Hallo Garrarufa,


der Erzeuger scheint mir ein ziemlicher Nichtsnutz zu sein, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Ich kann deine Abneigung gegenüber diesem Menschen vollkommen nachvollziehen. 🙂


Außerdem ist es wirklich lächerlich euch als Familie vors Gericht zu zerren und auf gemeinsame Zeit mit eurem Sohn zu bestehen, um diese dann wieder abzuschieben. 🙂


Wenn euch sowieso schon klar wird, dass ihr diesen Kampf verlieren werdet und der Erzeuger weiterhin Zeit mit eurem Sohn verbringen darf, solltet ihr euch langsam um eure Gefühle kümmern. Was soll schon passieren, wenn der Kleine bei seinem Erzeuger ist? Offensichtlich hat er den Alkoholkonsum im Griff und wenn ihr Glück habt, streicht er den Umgang genauso schnell aus seinem Plan, wie beim ersten Mal. 🙂


Leider kann ich dir im rechtlichen Sinne nicht weiterhelfen und hoffe, dass sich im Forum jemand findet, der sowas entweder schon durch hat, oder aber weiß, wie man aus dieser Situation clever rauskommt. 😉


Viel Glück.
 
Warum hast du bzw, adoptierst du den Sohn nicht, wenn er dich als Vater betrachtet?

Hierzu wäre es natürlich Ratsam einen Anwalt für Familienrecht aufzusuchen, aber auch tendenziell würde ich dazu tendieren und das sowieso Vorschlagen.
 
hallo, Garrarufa,

nach meinem Eindruck nimmt Euch der Sachbearbeiter beim Jugendamt nicht ernst. Daher würde ich Termine beim Jugendamt nur mit einem Anwalt wahrnehmen. Der Anwalt kann auch Akteneinsicht verlangen und feststellen, welche Fakten das Jugendamt für eine Entscheidung zu Grunde legt.

Ansonsten würde ich immer eine anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen wollen, denn die Sache ist a) zu kompliziert und b) zu wichtig, um sich lediglich auf die Meinung von Laien zu verlassen.

LG; Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen dank schon mal für eure Vorschläge. Adoptieren kann ich den kleinen nur, wenn der Vater zustimmt, was er nicht tut. Ohne die Einverständnis kann er nur adoptiert werden, wenn er erwachsen ist, glaube ich, oder zumindest erst wenn er signifikant älter ist als jetzt.
Die Idee einen Anwalt ins Jugendamt mitzunehmen finde ich super, leider ist es dafür jetzt zu spät. Aber beim nächsten Mal werde ich mich drum kümmern.
 
Zahlt denn der leibliche Vater Unterhalt? Wenn nicht, würde ich euren Anwalt mal ein entsprechendes Schreiben aufsetzten lassen. Und dann Titel vor Gericht holen auf Strich und Faden pfänden.

Und dann wird er sich das Thema Adoption ganz schnell nochmals überlegen.
 
Die Frage wäre doch, warum er die Zustimmung nicht abgibt?

Soweit ich das richtig sehe, kann er doch nicht einmal Unterhalt für sein Kind zahlen und dann auf Väterrechte zu pochen käme mir irgendwie seltsam vor, auch in Bezug auf die Vorgeschichte, wäre es mehr als nur zweifelhaft, zumal man dem Kind dann ein wirklich stabiles Umfeld damit geben würde, wenn nur ein Vater da wäre.
 
Habt ihr vielleicht die Möglichkeit umzuziehen? Das ist natürlich ein großer Schritt, aber wer weiß, wäre doch toll, wenn du plötzlich einen Job auf der anderen Seite Deutschlands oder in der Schweiz angeboten bekämst. Auf der einen Seite fragt man sich vielleicht: "Wegen so etwas umziehen???". Auf der anderen Seite: "Warum nicht?" Wenn ihr dadurch die Chance bekommt, endlich ein normales Familienleben aufzubauen.
Aber ich glaube, das ist leider genehmigungspflichtig durch den Kindsvater, deswegen müsstet ihr diesen Plan vorher mit einem Anwalt absprechen/abklären.
 
warum soll der vater sich nicht um das kind kümmern dürfen, wenn es sein wunsch ist? ob betreut oder nicht, immerhin ist er der erste, bei dem um unterhalt nachgesucht wird spätestens wenn der sohn zum sozialfall wird oder studiert, und seine hinterbliebenen sind diejenigen, die sich im erbfall mit dem kind aus erster beziehung auseinandersetzen müssen. ist es da nicht rechtens, dass er dieses wenigstens mal kennen lernt?
 
Also umziehen ist wirklich einen Möglichkeit. Das Problem ist nur, dass wir im Moment noch nicht umziehen können. Erst in 2 Jahren oder so. Außerdem erlischt dadurch nicht sein Sorgerecht und bei großen Entfernungen müssen dann beide Parteien die Hälfte des Weges fahren, damit Umgang stattfinden kann. Oder der Vater darf sein Kind gleich für längere Zeit behalten.
Das Argument mit dem unterhält wird in absehbarer Zukunft auch nicht ziehen, weil der Vater keinen job, nicht mal eine Ausbildung hat. Da er nichts verdient, kann er auch nicht zum unterhalt gezwungen werden.
 

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